40

Alles wäre besser ohne mich

dumbo

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Ich weiß nicht, was mit mir nicht stimmt. So rein theoretisch müsste ich glücklich sein. Ich bin es aber nicht. Ich war es nie. Und wenn ich mal dachte, ich bin es, hielt es nur für kurze Zeit. Ich schaffe es immer wieder mir alles selbst zu zerstören. Ich bin zu doof, einfach mal normal zu reagieren. Mich nervt etwas, ich mach mir Gedanken, mein Freund sagt etwas und ich raunze ihn an oder zieh beleidigt ab. Fühl mich unverstanden. Dabei hat er eigentlich Recht. Und immer wieder schaffe ich es, schöne Abende zu ruinieren mit meinem Verhalten, weil ich bockig bin. Weil ich es nicht schaffe, wie jeder andere normale Mensch über meine Gefühle zu reden bzw. Sie normal zum Ausdruck zu bringen.

Es lief die letzte Zeit eigentlich ganz gut. Zack, hab ich ein bisschen Stress, bin genervt durch meine Arbeit, kann ich mich zuhause auch nicht zusammen reißen und lasse ihn darunter leiden. Ja, bla, er sagt immer, ihm geht es gut mit mir, aber genervt ist er dennoch, die schöne Stimmung ruiniert hab ich dennoch. Und wieder stelle ich mir die Frage, ob das alles überhaupt was bringt. Ich mach ne Therapie. Mal wieder. Aber ändern tut sich sowieso nichts. Ich bring es einfach nicht in meinen Kopf. Ich schaffe es nicht, diese verk*ckt*en Muster zu durchbrechen oder ganz abzustellen. Und ich glaube, dass ich das niemals schaffen werde. Und die ewige Frage, wofür mache ich das eigentlich, es klappt doch sowieso nicht. Er wäre viel besser ohne mich dran. Und sowieso wären alle besser dran ohne mich. Wenn es mich gar nicht geben würde. Wenn ich einfach nicht da wäre.

Gott, ich werde dieses Jahr 40 und reagiere immer noch wie ein Kleinkind. So dumm. Warum kann ich nicht einfach ruhig und gelassen reagieren? Warum kann ich mich nicht über das freuen, was ich habe? Warum muss ich mir über alles und jeden Gedanken machen? Warum kann ich nicht einfach manches auf mich zukommen lassen und abwarten, ob es überhaupt zu Problemen kommt? Warum versuche ich die Probleme schon zu lösen bevor sie entstehen. Wo ich nicht mal weiß, ob sie überhaupt entstehen würden. Das ist so krank. Warum stress ich mich selber so da rein? Warum lass ich alles an meinem Freund aus? Warum ist erst alles gut und in der anderen Sekunde ist alles mega doof und sowieso so blöd, dass ich da keine Lust drauf habe und alles am liebsten canceln würde. Alle stehen lassen würde und mich zurückziehen. Warum kann ich da kein normales Verhältnis aufbauen? Immer diese zwischen alles ist toll und alles ist megablöd. Ich hasse es selbst, aber kann es nicht abstellen.

Ich sitze hier seit einer Stunde allein auf der Terasse uns heule. Mein Freund ist hochgegangen, weil er kaputt ist und noch lesen will. Sagt er. Ich glaube ihm nicht, obwohl es wahrscheinlich so ist, weil das sehr oft so ist. Dennoch glaube ich, dass ich es besser weiß. Dass er die Schnauze voll hat von mir und meinen Eskapaden und einfach seine Ruhe will.

Ich sitze hier und höre Musik, springe von einem Lied zum anderen. Versuche Musik zu finden die meine Gefühle gut widerspiegeln. Irgendwas, was meine Negativität bestätigt. Erst wenn das raus ist, geht's langsam wieder und dann kommt der Punkt an dem ich mich schäme das oben geschriebene gedacht zu haben. An dem ich heule, weil ich das so gerne ändern würde, weil ich gerne normal wäre, weil ich den inneren Kampf nicht mehr führen mag. Weil ich gerne entspannter wäre, alles gelassener auf mich zukommen lassen möchte. Mich nicht jedes mal selber in Frage stellen will.

Sorry. Ich erwarte keine Antwort. Hatte nur das Gefühl, dass es mal raus musste. So oft verkneif ich mir das absacken und heulen, weil ich eben nicht alleine bin und mein Freund sich sonst garantiert Sorgen macht und ich das nicht will. Ich hätte es gern einfach normal. *seufz*

24.07.2020 22:14 • x 6 #1


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Alexandra2

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Hallo Dumbo,
Es klingt als hättest Du ein chronisches Stresssyndrom, so nenne ich das alte Verhaltensmuster, bei dem das Nervensystem bei Kleinigkeiten mit Dauerstress reagiert. Versuche etwas zu finden, das das Adrenalin abbaut. Mir hilft Bewegung, richtig auspowern, Meditation, um den Geist zur Ruhe zu bringen (das braucht etwas Übung), Atemtechniken, daß mehrmals die Woche. Und die Stoppübung beendet miese Gedanken, das muss man auch üben. Probiere mal etwas aus.
Liebe Grüße Alexandra

24.07.2020 22:37 • x 2 #2


Verbrannt

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Hallo,

ich kenne jemanden der jemanden kennt. Der jemand ist meine Frau. Sie sitzt gerade neben mir und findet sich sehr stark in deinem Beitrag wieder. Ich erkenne sie so sehr in deinem Beitrag.

Puh,

meine Frau hat in ihrer Kindheit stets als letzte vom Teller essen dürfen. Die letzte in der Reihe einer mittelständischen Familie. Stets rechtfertigen und ein ewiger Kampf zwischen den Gefühlen. Ist das echt ? Liebt er mich ? Ein Kampf um Aufmerksamkeit.

Manchmal gebe ich nur z.B. Salz in der für Sie falschen Reihenfolge in den Salat....und wieder muss man zwei Stunden diskutieren. Ich habe mich dran gewöhnt. Es ist aus männlicher Sicht manchmal nicht so einfach, aber verdammt ich liebe sie und es gibt schlimmeres.
Ich denke dein Freund sieht das genauso....

Versuche runterzukommen und mach ihm vielleicht einen Kaffee morgen. Mal ihm ein Herz oder gib ihm einen Kuss. Er kennt dich und liebt dich nicht umsonst. Du hast gerade alle deine negativen Seiten beschrieben.....du hast aber in jedem Fall deutlich mehr positive Eigenschaften.

Er liebt dich wegen deiner positiven Eigenschaften und akzeptiert deine negativen. Zitat meine Frau:

Für mich gibt es das Weltall oder den tiefen Ozean.

Übrigens würde ich mich freuen, wenn sie sich mal einklinkt. Du bist ihr da voraus Und übrigens wir gehen auch auf die 40.. in ein paar Tagen.

24.07.2020 23:21 • x 6 #3


dumbo

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Zitat von Verbrannt:
Ein Kampf um Aufmerksamkeit.

Ja, das gab es bei uns zuhause auch. Und zwar, um die unseres Vaters. Furchtbar. Zuletzt essen nicht so, aber es war ein ständiger Konkurrenzkampf zwischen uns vier Kinder. Meine Brüder hatten wenigstens alle gute Schulnoten. Das wurde mir oft gesagt, wenn ich was "Dummes" getan hab. Also durften sich meine Brüder mehr erlauben. Den Kontakt zu meinem Vater habe ich vor drei Jahren abgebrochen, weil mich das nur aufgeregt hat, nicht mal heute, könnte er sagen, dass er einen lieb hat, dass er stolz auf einen ist. Wenn er Kekse zu Weihnachten bekommen hat, war man ein "Braves Mädchen", wie so ein Hund. Er ist emotional total verkrüppelt. Ja, seine Erziehung war nicht toll, seine Mutter wohl auch Narzisstin, er hat sich komplett so verhalten, wie die Eltern es wollten, für Gefühle war kein Platz und er wurde noch mit dem Gürtel verprügelt. Er ist eigentlich ein armes Schwein, sieht es aber nicht. Immer sind alle anderen blöd oder schuld an etwas. Da man mit ihm auch nicht reden kann. (Wir leiden seiner Meinung nach, ja immer noch an der Scheidung von ihm und meiner Mum, dabei war das für meine Mum das Beste was sie tun konnte.) Er ist so unangreifbar und dreht einem jedes Wort im Mund um. Das ist seine Abwehrreaktion, aber ich kann damit nicht leben und habe eingesehen, dass ich niemals die von mir gewünschte Aufmerksamkeit von ihm bekommen werde und ich aufhören muss, dieser nachzujagen. Das war schon ein Riesenfortschritt für mich. Leider änderte sich dadurch mein Verhalten gar nicht.

Zitat von Verbrannt:
Manchmal gebe ich nur z.B. Salz in der für Sie falschen Reihenfolge in den Salat....und wieder muss man zwei Stunden diskutieren.

Von solchen Momenten gibt es hier auch viele. Sachen in der falschen Reihenfolge auf das Band an der Kasse legen. Spülmaschine nicht in perfekter Tetrismanie einräumen. Beim Kochen nen "falschen" Topf nehmen. Mittlerweile bin ich zumindest so weit, dass, wenn ich was sage, es versuche höflich zu machen. Zu fragen, warum er jetzt diesen Topf nimmt und nicht den anderen. Entweder erklärt er mir dann, was er sich dabei gedacht hat und es ist ok, oder er sagt, ok, du hast recht, so weit hab ich nicht gedacht. Er macht halt einfach, ohne jeden Schritt dreimal zu überdenken. Mir kommt diese Eigenschaft nur in strategischen Brettspielen zugute, wenn ich da einmal durchgeblickt und das nötige Glück habe, dann gewinnt niemand gegen mich Klappt natürlich nicht immer, aber ich bleibe dran. Ich will diesen Perfektionismus gerne loswerden, den ich mir antrainiert habe und den ich von mir nahestehenden Person auch auferlege. Möchte halt gern entspannter werden. Fünfe gerade sein lassen


Dieses WE lief einfach nicht gut bei mir. Gestern hatten wir auch eine kleine Eskapade. Er sollte beim einparken des Autos aussteigen und mir sagen, wie viel Platz ich noch nach hinten hab. Als er ausgestiegen war, sagte er, ich könne auch noch weiter an den Bordstein, ich stehe viel zu weit weg. Und schon hatte ich ihm wieder ein total genervtes JAHAAA an den Kopf geworfen. Daraufhin hat er die Autotür zugeklappt und ich bin aus der Parklücke wieder raus. Hab umgedreht, bin an ihm vorbei und hab gesagt, er kann alleine zu den Freunden gehen, bei denen wir eingeladen waren und mich später anrufen, dann hol ich ihn wieder ab, ich hab keinen Bock mehr. Dann bin ich weiter gefahren, hab aber nach 200 m wieder umgedreht und wollte zurück. Es ist dann so, dass ich sauer auf ihn bin, obwohl er nur auf MICH reagiert hat. Und auch zurecht, warum sollte er sich alles gefallen lassen? Und das kommt mir dann meist in der Sekunde, in der ich wiederum auf ihn reagiert hab und ich tue mich unheimlich schwer damit das einzugestehen, dass es an mir lag. Fehler zuzugeben ist auch ein Problem von mir. Man macht sich ja so angreifbar. Dann hat er angerufen und gebeten, dass ich zurück komme. Da hatte ich ja bereits umgedreht. Es ist echt so albern.

Wie ein Kleinkind, aber ich kann es nicht abstellen. Meine Reaktion ist erstmal totale Selbstverteidigung gegen Angriffe auf mich, die ich mir einbilde. Er wollte ja nur nett darauf hinweisen, dass ich zu weit wegstehe und dahin auch noch Platz habe, darüber hätte ich mich nach dem Einparken auch selbst geärgert und gesagt, dass das nicht geht.

Ich hoffe, dass es jetzt mal wieder ein doofes Wochenende war und ich mich die nächsten Tage wieder besser zusammenreißen kann. Ich mag meine Wut nicht. Und ich mag sie auch wirklich nicht an ihm auslassen, denn er hat das nicht verdient. Aber manchmal ist die Reaktion da und sie muss raus, ich kann es nicht stoppen.

Ich hatte, seit ich meine jetzige Thera mache, aber schon einige Momente, in denen ich sehr gelassen reagiert habe und das war so schön vom Gefühl. Und ich konnte meine Emotion richtig zuordnen. Bei mir ist Wut immer die erste Reaktion, wie so ein Abwehrmechanismus und es ist für mich unheimlich schwer herauszufinden, warum ich eigentlich gerade wütend bin. Ich bin es einfach und das macht mich noch wütender. Davon möchte ich weg.

Wir hatten dann gestern auf den Weg zu unseren Freunden noch ein kleines Gespräch. Er hat gesagt, dass mir das klar sein muss, dass ich in der nächsten Zeit immer wieder so reagieren werde und dass es dauern wird, bis ich das ganz abstellen kann. Und dass wir das gemeinsam durchstehen und das es jetzt wirklich lange nicht passiert ist und nun ist halt mal ein Wochenende wieder doof. Das haken wir ab und dann ist gut. Ich hab halt Angst, dass er irgendwann sagt, ok, ne, ich halte das mit dir doch nicht mehr raus, dass war jetzt einmal zu viel, ich bin weg, Tschüssi. So war es bisher halt immer. Niemand hat wirklich zu mir gestanden. Und für mich ist das schwer, das zu glauben, obwohl ich es theoretisch jetzt nach 9,5 Jahren doch eigentlich besser wissen sollte...

Zitat von Verbrannt:
Übrigens würde ich mich freuen, wenn sie sich mal einklinkt. Du bist ihr da voraus Und übrigens wir gehen auch auf die 40.. in ein paar Tagen.

Das würde mich auch freuen. Ich kann mir immer schwer vorstellen, dass es mehr Leute gibt, die so übertreiben wie ich. Es beruhigt schon etwas, zu lesen, dass es noch andere gibt, die mein Alter haben und die auch solche Probleme haben. Das macht mich etwas weniger zum Freak. Auch wenn es eigentlich total traurig ist, weil die aus ihrer Kindheit leider auch so einen "Schaden" mitbekommen haben und es anders sein könnte, wenn unsere Eltern es selbst versucht hätten besser zu machen als ihre eigenen Eltern und man selbst dann vielleicht manches aus den Umgang mit anderen Menschen nicht so sehr an sich und sein Selbstwertgefühl herangelassen und zerstören lassen hätte...

26.07.2020 12:05 • x 5 #4


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Alexandra2

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Es ist so vielschichtig. Angst, nicht zu genügen und nicht akzeptiert zu werden. Wut, daß jedes Bemühen, es dem Anderen recht zu machen ohne sich aufzulösen und aus dem Blick zu verlieren, nicht gelingt. Zwanghaftigkeit, um die Kontrolle der Situation zu behalten, was wiederum Sicherheit gibt. Ob das Kochtöpfe oder Reihenfolge der Zutaten sind, die stellvertretend sind.
Einiges kenne ich auch, nur mit dem Unterschied, daß ich versuchte, mich unsichtbar zu machen und diesem Schmerz, ich bin nicht erwünscht und gehasst, in jeder Sekunde ausgeliefert war. Als der Aggressor mich dann in suizidaler Phase mit Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit zurückwies, konnte ich mich endlich notgedrungen lösen. Ich hätte die weitere Traumatisierung nicht überlebt.
Ich muss die Zusammenhänge kennen, dann kann ich schrittchenweise Entscheidungen treffen. Sowas wie, das ist nicht mein Freund, auf den ich wütend bin. Ich bin wütend auf die Belehrung, die bei mir "ich genüge nicht" triggert. Doch, ich genüge doch, hier und jetzt und wem das Einparken missfällt, muss halt wegsehen. Diese kleine Situation könnte doch zum Anlass genommen werden, das zu üben. Ich kann das, ich darf das und ich darf Fehler machen beim Einparken. Ich bin kein Fan vom Innehalten (wegen A D S), es scheint hier genau richtig zu sein. Zumindest ist es ein Versuch wert.

Alles was das Leben schwermacht muss weg. Ein Exfreund muss aus den sozialen Kontakten weg, lösche ihn. Es ist für Dich wichtig, für Dein Selbstwertgefühl, das momentan brüchig ist, deshalb pflege es gut.
Ich hätte einiges anders machen können in meinem Leben: genau hinsehen, ob der Partner der richtige ist. Das braucht Zeit und Gelegenheiten, das habe ich mir nie eingeräumt. Und halbrichtige Partnerschaften sind zerstörerisch, besonders solche in denen man das Gefühl hat, hier stimmt was nicht. Wir, die gelernt haben, wir stimmen nicht, lassen uns auf solche Partner ein. Das sollten wir lassen. Wir haben das Beste verdient, was es gibt unter der Sonne.
Eine solche Partnerschaft endete in Mordversuchen, übel ganz übel. Er war krank und sah mich als sein Eigentum. Aber ich hatte das verdrängt und das Gefühl, ich habe niemand besseren verdient (s.o. ich bin es nicht wert).
Nimm Dir das vom Leben, was schön ist und gut tut, sei es Beziehung, Arbeit, Lebenssinn oder sonstwas. Du hast es verdient, Du bist einzigartig und einmalig und liebenswert und wertvoll. Sich das bewusst machen ist hilfreich. Ich fange mal an: ich mische mich ein, sage ungefragt meine Meinung auch in der Öffentlichkeit, ich habe eine sehr gute Intuition, ich bin friedlich kann aber auch hochgehen wie eine Rakete, ich mag Menschen..... uswusf
Liebe Grüße Alexandra

26.07.2020 13:07 • x 4 #5


Verbrannt

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Du hast es auf den Punkt gebracht. Genau diese Dinge kenne ich nur zu gut. Gerade dein Einpark Beispiel kann schnell mal vorkommen .
Es passiert jedoch nur, wenn sie lange wieder nur funktioniert und nicht auf sich achtet. Wir kommen gerade von einem tollen Wochenende mit Freunden wieder. Gestern Abend noch einen Krautsalat gemacht, dass Rezept leben wir seit ca. 10 Jahren....Und natürlich musste alles auf einmal noch besser werden und es artete in Stress aus diesen Salat zu machen....Bis ich sie wieder darauf hingewiesen habe und wir 10 Minuten diskutiert haben. Dann ist die Einsicht da.

Es gibt ja eben auch keine wirkliche Einsicht. Ich weiß doch warum sie so ist und reagiert. Ich kenne ihre Lebensgeschichte und nehme ihr es nicht übel. Und ja, manchmal nervt es und manchmal auch sehr.

Aber bin ich etwa perfekt ? Oft höre ich z.B. nicht richtig zu oder vergesse Dinge die ihr super wichtig sind. Auch ich trage somit eben auch Schuld, wenn sie manchmal eskaliert. In den Momenten kann ich es auch akzeptieren und denke okay, habe ich leider versagt.

Grundlos ist jedoch dann immer schwer zu fassen. Es liegt eben auch in ihrer Kindheit und sobald die Aufmerksamkeit meinerseits nachlässt bekomme ich die Quittung.
Es ist über die Jahre jedoch deutlich besser geworden. Ab und an gibt es aber natürlich immer größere Ausbrüche, dann versuche ich es erst mit reden....oder gehe im absoluten Notfall aus dem Weg. Das ist okay für mich. Dafür haben wir zu 99 Prozent doch ein tolles Leben. Dieses 1 Prozent nehme ich ganz locker in Kauf.

Und ich bin dabei (meistens) eben nicht wütend, manchmal natürlich aber traurig über die Situation. Eine Entschuldigung kommt dann meistens, jedoch so leise das ich nachhaken müsste um es zu verstehen. Frage ich....geht es wieder von vorne los .

Trotzdem liebe ich sie und ohne sie will ich nicht. So kenne wir uns und so lieben wir uns.

Sollte sie sich hier einklinken kann meine Frau gerne mal meine Macken hier aufführen. Das wird in jedem Fall eine lange Liste. Wer ist schon vollkommen ?

Dein Freund kennt dich so und akzeptiert dich auch wie du bist. Dafür gibt es diese tolle Erfindung namens Liebe
Es gibt bestimmt Mittel und Wege um diese negativen Eigenschaften abzubauen, jedoch leben wir beide damit und reden eben auch oft darüber.

Einige Male hat sie mir einen Brief als Entschuldigung geschrieben, dass hat ihr gut getan und ich kann ihre Gedanken besser verstehen. Ist vielleicht ein kleiner Tipp der in der Praxis gut funktioniert .
Etwas Kampfsport hat ihr auch sehr gut getan und gerade Selbstverteidigung kannst du mit deinem Partner zusammen machen. Es stärkt das Selbstbewusstsein und macht Spaß. Nur gerade am Anfang nicht zuviel verlangen. Ich mache das bereits sehr lange, sie ein paar Jahre. Da ist der Frust sonst vorprogrammiert, also einfach ehr spaßig angehen.

Und weniger Freak ? Ich verstehe und natürlich meinst du es nicht wörtlich, jedoch werde auch ich wohl immer irgendwie ein Freak sein. Warum keiner seihen wollen ? Ich habe es akzeptiert'und lebe jeden Tag meines Lebens irgendwie so. Will es auch nicht anders haben.

Mich langweilen vermeintlich "normale" Menschen ohne diese diskriminieren zu wollen. Wer bitte ist schon hinter seiner Fassade "normal". Alle spielen doch nur Theater. Sind Statisten in ihrem Film. Also ich kenne niemanden "normalen".......irgendwie....und bin darüber eigentlich mehr als froh . Ehrlich währt doch am längstens.


Einen ultimativen Geheimtipp haben wir leider nicht auf Lager. Reden, reden und reden. Zufriedenheit für dich schaffen und Stress so gut es geht vermeiden.....ist wohl nie eine schlechte Idee.

Der Vater meiner Frau sagte ihr als Kind immer: Ruhig atmen und bis 10 zählen.......funktioniert, wenn sie es dann auch macht .

26.07.2020 23:51 • x 2 #6


dumbo

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Zitat von Alexandra2:
Ich muss die Zusammenhänge kennen, dann kann ich schrittchenweise Entscheidungen treffen. Sowas wie, das ist nicht mein Freund, auf den ich wütend bin. Ich bin wütend auf die Belehrung, die bei mir "ich genüge nicht" triggert.

Ja, das hab ich jetzt auch mal begriffen. Mein Thera hat mir am Dienstag ein wenig geholfen und mir gesagt, ich müsse mir Sinnessätze bilden und einen Sinnesreiz suchen, der mich da raus holt. Für mich ist das z.b. "Mein Freund ist doch eigentlich ok. Ich bin gerade gar nicht sauer auf ihn, sondern auf mein Gefühl, dass sich meldet, obwohl es keinen Bedarf dafür gibt" bei den anderen Sinnesreizen, wie Igelband, Gummiband, was zum riechen bin ich bisher eher etwas skeptisch, weiß nichts ob mir das was bringt. Am ehesten wohl der Igelball, mit dem Gummiband würde ich nur schaffen mich zu verletzen. Mein Thera meinte auch, dass ich mir in den Situationen auch selbst sagen könnte, das ich ok bin, aber soweit bin ich noch nicht, dass ich mir das abkaufe. Da arbeite ich momentan noch mit meinem inneren Kind. (Was erstaunlich gut klappt, hätte ich auch nicht gedacht. Sich als Kind vorzustellen und dem Kind zu sagen, dass es ok ist, dass es gemeint wird etc.)

Zitat von Alexandra2:
Ich bin wütend auf die Belehrung, die bei mir "ich genüge nicht" triggert. Doch, ich genüge doch, hier und jetzt und wem das Einparken missfällt, muss halt wegsehen.

Da hast du Recht und es war von ihm ha auch nicht böse gemeint. Er weiß halt auch, wenn ich ausgestiegen wäre und hätte gesehen, dass ich nen halben Meter weg stehe, hätte ich ihn gefragt, warum er nichts gesagt hat. Er hätte also in dem Moment gar nichts richtig machen können, der arme Kerl. Daher will ich das oben genannte probieren.


Zitat von Alexandra2:
Ich hätte einiges anders machen können in meinem Leben: genau hinsehen, ob der Partner der richtige ist.


Zitat von Alexandra2:
Eine solche Partnerschaft endete in Mordversuchen, übel ganz übel. Er war krank und sah mich als sein Eigentum. Aber ich hatte das verdrängt und das Gefühl, ich habe niemand besseren verdient (s.o. ich bin es nicht wert).

Oh, das hätte mir auch viel Ärger erspart. Auf der anderen Seite muss ich dazu auch sagen, dass ich durch einen auf krude Weise gelernt habe auf mich selbst zu achten und mir nicht mehr alles gefallen zu lassen. Ohne den, würd ich bestimmt immer noch zu allem ja sagen. Und ich wäre heute noch unzufriedener. So hat manches Schlechte auch sein Gutes inne.


Zitat von Alexandra2:
Ich fange mal an: ich mische mich ein, sage ungefragt meine Meinung auch in der Öffentlichkeit, ich habe eine sehr gute Intuition, ich bin friedlich kann aber auch hochgehen wie eine Rakete,

Ja, das kann ich auch. Vor allem bei mir wichtigen Dinge. Manchmal muss ich aber auch zurückschalten, weil ich mich eben nicht über alle Ungerechtigkeit in der Welt aufregen kann und will, sonst komme ich gar nicht mehr zur Ruhe. Man muss halt lernen zu unterscheiden, ob es gerade etwas bringt oder eher nicht.

Zitat von Verbrannt:
Es gibt ja eben auch keine wirkliche Einsicht. Ich weiß doch warum sie so ist und reagiert. Ich kenne ihre Lebensgeschichte und nehme ihr es nicht übel. Und ja, manchmal nervt es und manchmal auch sehr.

Da habe ich ein bisschen eine andere Meinung. Auch wenn jemand meine Geschichte kennt, möchte ich gerne weg von meinem Verhalten, weil es nun mal wirklich unangebracht ist. Und nur, weil ich vielleicht was schlechtes erlebt habe, ist es für mich kein Freifahrtsschein.

Zitat von Verbrannt:
Aber bin ich etwa perfekt ? Oft höre ich z.B. nicht richtig zu oder vergesse Dinge die ihr super wichtig sind. Auch ich trage somit eben auch Schuld, wenn sie manchmal eskaliert. In den Momenten kann ich es auch akzeptieren und denke okay, habe ich leider versagt.

Wie ein Zitat weiter oben bereits gesagt, niemand hat einen Freifahrtsschein. Und nur weil der Partner manchmal nicht richtig hin hört oder vergesslich ist, darf es nicht eskalieren. Da kann man auch ruhig drüber reden. Geht meinem Freu d auch oft so, dass er manches vergisst, es hat für ihn dann eben nicht die Wichtigkeit, die es für mich hat und das finde ich auch ok. Wenn mir etwas am Herzen liegt, sage ich es eben öfter.


Zitat von Verbrannt:
Es liegt eben auch in ihrer Kindheit und sobald die Aufmerksamkeit meinerseits nachlässt bekomme ich die Quittung.

Ja, das passiert hier auch und ich muss unbedingt da dran ansetzen, dass es nicht mein Freund ist, der das verursacht, sondern dass ich in dem Moment sauer auf jemand anderen bin, der mir als Kind nicht das gegeben hat, was ich bräuchte, um selbstbewusst zu werden. Ich möchte meinem Freund weniger oft die Quittung für etwas geben, wo er nichts für kann. Was in 95% der Fälle leider so ist. Die 5 % hat er verdient.


Zitat von Verbrannt:
Etwas Kampfsport hat ihr auch sehr gut getan und gerade Selbstverteidigung kannst du mit deinem Partner zusammen machen.

Kampfsport habe ich gemacht, bevor ich zu meinem Freund gezogen bin. Escrima, Stockkampf und Wing Chun. Ich habe hier in der Umgebung leider nichts adäquates gefunden. Die Trainingszeiten sind oft sehr spät abends, gehen teilweise 2 Stunden (mir wäre 1 - 1,5 ausreichen, 2 Stunden, da wird es mir zu viel am Stück) und manches kollidierte mit meinen Sprachkursen. Ende letzten Jahres hab ich davon einen gecancelt und wollte dann gegen Frühling wieder mit Kampfsport anfangen. Endlich jetzt nach 9 Jahren wieder. Dann kam Corona. Ich habe die ersten Jahre hier dann sehr wenig Sport gemacht, das hab ich in den letzten 1,5 Jahren wieder angefangen: Joggen, Inlinern, radeln und dieses Jahr dann Sqaush (leider bisher über einen überschaubaren Zeitraum, dank Corona). Letzteres tat mir gut, da man sich dabei auch extrem auspowern kann. Schwimmen war auch gut, das Chlor leider weniger, da hat meine Haut sehr drauf reagiert.
Zitat von Verbrannt:
Und weniger Freak ?

Ja, normalerweise benutze ich den Begriff auch eher positiv und dann bin ich oft stolz, dass ich bim wie ich bin. Nur eben in dieser einen Sache nicht. Da bin ich ein negativer Freak.
Zitat von Verbrannt:
Mich langweilen vermeintlich "normale" Menschen ohne diese diskriminieren zu wollen.

Oh. Da geht's mir auch ähnlich. Ich hasse nichtssagenden Smalltalk. Ich komme mit Menschen nicht gut ins Gespräch, erst wenn ich sie länger kenne wird's besser, dann weiß man, über welche Themen man gut diskutieren kann. Und das ist bei mir eben nicht das Wetter.
Zitat von Verbrannt:
Der Vater meiner Frau sagte ihr als Kind immer: Ruhig atmen und bis 10 zählen.......funktioniert, wenn sie es dann auch macht .

Mein Therapeut hat mir letztens gesagt, ich müsse bestimmt bis 50 zählen, damit das wieder runterfährt. Und er hat damit wirklich recht. ich bin dann so drin, dass ich streiten will und mir in diesem kleinen Moment die Konsequenzen egal sind. Die kommen dann später und dann fühle ich mich tagelang mies, wodurch es in den Tagen danach dann eher wieder eskalieren kann, weil mein Selbstwert im Keller ist. Naja. Nun hat mein Thera zwei Wochen Urlaub und ich hab Zeit zu "üben".

Es ist wirklich etwas, was ich gern schaffen möchte. Ein Umdenken in Gang zu bringen, mich selbst zu mögen und zu akzeptieren. Und angemessen reagieren. Ich darf ja hin und wieder auch mal drüber sein, aber vielleicht nur noch zu 10 %.

Mein Freund hatte mir nach dem WE ja auch gesagt, dass es doch lange gut war jetzt und ich auch damit leben und rechnen muss, dass das eben immer wieder noch mal passiert. Wenn das so einfach änderbar wäre, bräuchte ich ja keine Therapie. Und auch da hat er Recht, aber mich zieht es eben immer stark runter, wenn ich es so extrem eskalieren lasse, weil ich ja theoretisch weiß, dass es blödsinnig ist.

Hach ja... Ich bin gespannt was die Tage bringen werden. Am Samstag machen wir eine Kanutour und normalerweise stressen ich mich da auch immer etwas zu sehr. Ich war heute schon einkaufen und versuche mir den Stress vom Hals zu halten und entspannter zu bleiben und nicht wieder abzudrehen. Mal gucken, ob es klappt...

30.07.2020 19:47 • x 3 #7


Verbrannt

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Also, dafür brauche ich einen sehr langen Moment. Gerade, wenn man seine eigenen Zitate noch mal liest.....Hab übrigens gerade sehr viel über mich gelernt.....irgendwie. Danke.

30.07.2020 20:07 • #8


Verbrannt

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Ich fange mal von unten nach oben an .

Eine Kanutour ist doch etwas tolles. Wir haben das schon seit 4 Jahren nicht mehr hinbekommen. Du versuchst ja gerade dein Stresslevel schon zu reduzieren. Z.B. kann man auch belegte Brötchen dabei essen und muss nicht gleich eine Outdoor Küche auf seinem Kanu installieren und vorher 24 Stunden in der Küche stehen....
Alte Klamotten helfen auch, dann muss man sich später nicht ärgern. Es wird heiß...also drauf einrichten . Ab und zu fährt man irgendwo gegen oder es läuft halt nicht immer alles wie in einem diesen übertriebenen romantischen Filme.
Solange das Kanu aber keine Titanic wird, ist doch alles cool .

Ich sage meiner Frau auch öfter mal genau solche Dinge, dass es lange gut war, sie sich nicht aufgeregt hat, den Typ am Leben gelassen hat , usw. Manchmal hilft es doch, oder ?
Wiederholung macht es nicht besser, aber manchmal kann man doch dann wenigstens etwas besser für sich reflektieren ?

Das Verhalten komplett ändern ist bestimmt seeeehrrr schwer und die Vergangenheit soll kein Freifahrtsschein sein. Nur ist es eine Erklärung für mich und diese kann ich akzeptieren.

Freak...ist für mich auch ein positiver Begriff. Jeder hat seine geheime Superkraft . Deine negative Eigenschaft hat mit Sicherheit auch Auswirkungen auf deine positiven Eigenschaften. Du fühlst tiefer als manch anderer Mensch und diese vielen Emotionen musst du verarbeiteten.
Meine Frau sieht eben eine Hummel in einem Spinnennetz. Andere nicht. Sie befreit dann die Hummel und erzählt der Spinne ein vegetarisches Rezept . So ist das. Sie nimmt die Welt emotionaler und tiefer wahr.

Wenn ich zuhöre, lerne ich viel dabei.

Kampfsport. Hast du etwas Zubehör und oder Platz dafür ? Dann kannst du zumindest etwas Zuhause trainieren. Eventuell kannst du auch in den Corona Zeiten etwas anderes lernen. Was ist mit Kick- o. Thaiboxen, Boxen sind recht einfach in der Grundform und mit einem Sandsack kommst du schon sehr weit. Oder Krav Maga ? Es gibt viele gute Videos zu dem Thema und aufgrund deiner Erfahrung bekommst du das locker hin. Natürlich funktioniert es in dem Fall nur zu zweit. Vielleicht hat dein Freund auch mal Spaß dran. Man kann es ja auch nur aus Spaß mal probieren, ohne Druck. Davor eben ein kleines Workout und man hat Zuhause etwas Training.

Chlor. War viel los an dem Tag ? Schuld ist meist nicht das Chlor, sondern das verbrauchte Chlor. Hat mir zumindest mal der Bademeister erklärt . Es gibt Bäder mit Ozonung ohne Chlor bzw. ganz wenig. Sonst mal in der Umgebung schauen und fragen. Vielleicht hast du Glück. Schwimmen ist wunderbar. Ich muss auch dringend wieder mit meiner Frau ins Wasser. Gestern gerade drüber gesprochen.

Mit der Quittung bist du auf einem guten Weg .

Bin gerade irgendwie im nirgendwo gelandet. Das ist eines meiner Defizite und damit muss sie jetzt Leben. Konzentrieren ist manchmal auf einmal nicht mehr möglich. Sorry. Für meine Frau ist gerade das eben auch sehr schwer. Aber sie versucht es .

31.07.2020 11:52 • #9


dumbo

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Zitat von Verbrannt:
Z.B. kann man auch belegte Brötchen dabei essen und muss nicht gleich eine Outdoor Küche auf seinem Kanu installieren und vorher 24 Stunden in der Küche stehen....
Alte Klamotten helfen auch, dann muss man sich später nicht ärgern. Es wird heiß...also drauf einrichten . Ab und zu fährt man irgendwo gegen oder es läuft halt nicht immer alles wie in einem diesen übertriebenen romantischen Filme.
Solange das Kanu aber keine Titanic wird, ist doch alles cool .

Das mit dem Bevorraten machen wie schon immer so. Ging auch mehr um das Abends gemeinsam Grillen. Das war diesmal alles entspannt. Auch die Kanutour an sich. Vielleicht lag es auch daran, dass ich den Geburtstag meines Freundes an dem Morgen vergessen hatte und ich erst sehr spät daran gedacht habe. Ich hab es gerade noch geschafft, ihm zu gratulieren. Er war kurz davor nicht mehr mitzufahren. Also hab ich mich den ganzen Tag wohl besser zusammenreißen können als sonst. Und wer jetzt denkt, was soll das denn, der hat Unrecht. Ich hatte ihn morgens noch gefragt, ob ihm schon jemand gratuliert hat, hab mich darüber lustig gemacht, dass mein Vater ihm über Facebook gratuliert, das macht er nicht mal bei mir. (Ich hab den Kontakt zu ihm abgebrochen) und dann komm ich Depp nicht mal da drauf ihm selbst zu gratulieren. Fiel mir dann erst ne Stunde später wie Schuppen von den Augen. Gott, ich hatte so ein schlechtes Gewissen und habe es jetzt noch. Ich wünschte, man könnte Geburtstage abschaffen, sie Nerven mich sowieso.

Zitat von Verbrannt:
Wiederholung macht es nicht besser, aber manchmal kann man doch dann wenigstens etwas besser für sich reflektieren ?

Vielleicht versteh ich dich falsch, aber man lernt doch nur durch Wiederholungen. Ich hab mir jetzt ein Notizbuch gekauft und darin schreib ich abends die guten und die schlechten Dinge rein und bei Letzteren immer mit einem Tipp, was ich daran anders machen will, wenn es nochmal passiert. Ich hoffe, dass es mir hilft, mich mehr mit den Dingen auseinander zu setzen und zu erkennen, warum ich so reagiere. Dad wird dann auch notiert. Ist ein Versuch.


Zitat von Verbrannt:
Jeder hat seine geheime Superkraft

Meine ist definitiv Vergesslichkeit, gefolgt von Verpeiltheit. Das toppt so schnell keiner.

Ich wär manchmal gern weniger emotional, muss ich gestehen. Vielleicht auch ein wenig dümmer. Vielleicht würde man dann nicht so überreagieren, weil man es gar nicht versteht.

Sport zu Zweit. Da kommt nur das Mountainbiken in Frage. Alles andere ist raus. Er mag weder schwimmen noch Kampfsport. Was aber ok für mich ist. Ich glaube, ich würde das gar nicht mit ihm zusammen machen wollen. Man braucht auch mal Dinge für sich. Wie bereits schon gesagt, die Trainigszeiten sind hier echt über. Krav maga von 20-22 Uhr. Da lieg ich eigentlich immer schon im Bett und versuche runterzukommen. Das geht so direkt nach m Sport gar nicht, dafür Power ich mich dabei zu gerne und zu sehr aus. Kickboxen hätte ich mal probiert. Ist gar nicht meins. Da geht's ja auch viel um Kraft. Das gefällt mir am Wing Chun so gut, man braucht selbst nicht viel Kraft sondern nutzt die seiner Gegners. Ich hab auch schon bzgl Kendo und Jiujitsu geguckt. Alles schön spät abends. Aber da man jetzt eh warten muss bis die Kampfsportschulen wieder öffnen, warte ich einfach auch. Und alleine zuhause ist das nichts für mich, da hab ich meine anderen Sportarten. Da wär ne Gruppe mal ganz nett. Wobei mich das terminliche daran schon ein wenig stört, sobald man einen Gesten Termin irgendwofür hat läuft es mir fast schon zuwider. Ich mag selbst entscheidend wann ich etwas mache, aber naja... Da ich das eh nur einmal die Woche machen möchte denke ich, könnte ich das verkraften.

Wir haben ein Naturschwimmbad ca 40 km entfernt ohne Chlor. (Ja, es war das Chlor, das hätte nix mit Stres etc pp zu tun, hab es über ein halbes Jahr getestet, wenn du dann immer dieselben Probleme bekommst, weißt du, du musst es irgendwann einfach sein lassen) wir haben auch einen Fluss ums Eck mit Liegewiese, aber ich bin auch echt sehr feige. Bei jeder Sache, wo ich zum ersten Mal hingeh, würd ich am liebsten im Boden versinken. Keine Ahnung warum. Ab dem zweiten/dritten Mal geht es dann meist. Ich geh evtl mit meinem Freund nächste Woche mal im Urlaub dahin. Dann kann er planschen und ich versuchen "Bahnen" zu schwimmen.


Zitat von Verbrannt:
Konzentrieren ist manchmal auf einmal nicht mehr möglich. Sorry. Für meine Frau ist gerade das eben auch sehr schwer.

Oh, das kann ich auch gut. Ich Frage was und höre bei der Antwort nicht richtig zu oder mache was nebenbei, so dass ich dann oft nochmal fragen muss. Manchmal könnte man meinen ich hätte Antidepressivas, hab ich aber nicht, hatte ich vor Jahren mal Sorge drum und hab mich in einer Klinik darauf testen lassen. Aber der Arzt hat gesagt, dass ich bei gewissen Dingen so konzentriert war, das ginge mit Antidepressivas nicht so durchgängig. Mein Aufmerksamkeitsproblem kommt zumindest nicht daher. Vielleicht liegt es daran, dass mich viel einfach gar nicht interessiert. Für mich zu belanglos ist. Wie z.B. die Jobs der Menschen. Ich kann Freunde immer wieder fragen, und bevor sie es noch nicht mal zu Ende erklärt haben, hab ich es schon wieder vergessen. (Dass es eine Rochenart gibt, die Eier legt, die auch noch viereckig sind, vergesse ich aber wohl niemals. Ich wünschte, es würden mal nützliche Infos sein die so hängen bleiben würden. Aber anstatt dessen vergesse ich Geburtstage am laufenden Band.)

03.08.2020 22:41 • #10


Verbrannt

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Ich habe deinen Beitrag gerade meiner Frau vorgelesen und wir mussten beide doch schwer lachen. Nicht über dich, bitte nicht falsch verstehen. Es gibt soviele Parallelen zu ihr.
Leider kann ich sie nicht dazu bewegen dir zu schreiben, du kennst vermutlich diese aus meiner Sicht manchmal grundlose Sturheit ? Wenigstens kann ich sie aber gerade dazu befragen .

Geburtstage gehören abgeschafft. Bei der Petition ist sie jeder Zeit dabei und steht zu 100 Prozent hinter dir.
Ich hatte letztes Jahr auf einem Festival meinen Geburtstag gefeiert. Wir haben reingefeiert und um Mitternacht hat mir dann halt jeder der es wusste gratuliert. Auch Leute die ich gar nicht kannte .

Nur meine Frau nicht. Die war einfach nur glücklich . Sie saß Stundenlang (10 Stunden?) mit einer Band die wir dort kennengelernt haben da und hat Gitarre gespielt. Dabei einfach die komplette Welt um sie herum ausgeblendet. Der Mond hätte auf die Erde krachen können und sie hätte es nicht geblickt .
Es waren einfach zu viele Emotionen. Zu viel Euphorie, zu viel Musik, zu viel Freude und zu gute Gespräche. Dann passiert so etwas gerne mal.

Klar war ich sauer. Mir haben sogar die Kinder unser Freunde gratuliert.... Aber ich kenne sie halt und mein Ärger legt sich dann auch schnell wieder.

Mit dem Notizbuch bist ihr voraus. Zitat von ihr: Ich reflektiere mich Übermorgen. Ich denke keine 12 Stunden voraus.

Das stimmt auch. Ist nicht als wenn sie nicht den anderen Tag plant, jedoch wird dann trotzdem gemault obwohl sie es wusste. Gerade wenn unangenehme Dinge anstehen.

Weniger emotional und etwas dümmer, auch da wäre sie sofort dabei. Falls du mal von einer passende Pille hörst, gib Bescheid. Da ist sie auch sofort dabei.
Ihre Emotionen sind natürlich hier das "Problem", sie legt halt jedes Wort auf die emotionale Goldwaage und da kann man halt nur oft etwas falsch verstehen.
Diskutiert man dann mit ihr, redet sie sich um Kopf und Kragen um sich zu rechtfertigen....

Dinge die sie nicht interessieren . Nun, sie schreit dann einfach laaaaangweilig, geht weg oder sitzt still da (gar nicht gut). Finde ich aber auch nicht schlimm. Vieles interessiert mich doch auch nicht.
Man hört ja manchmal bei todlangweiligigen Themen eben nur aus Höflichkeit hin und versucht ab und an schlau wirkende Kommentare abzulassen. Eben um seinem Gegenüber den Respekt zu zollen.
Sie hat eben diese Vermeidungstaktik entwickelt.

Das mit der Rochenart ist ein perfektes Beispiel. Sie kann dir auch die absurdesten Dinge bis ins kleinste Detail erklären, dass bleibt hängen. Gehört aber auch mittlerweile zur Vermeidungstaktik. Sie würde nie mehr einen langweiligen Job beginnen oder sich anderweitig mit vermeintlich langweiligen Personen abgeben, da halt Infos dann an ihr vorbeigehen. Nicht die beste Taktik, aber ich verstehe es und für sie funktioniert es weitestgehend.

Und...Je mehr sie jemanden liebt.. desto mehr bekommt man es ab. Ich fühle mich geschmeichelt .

04.08.2020 09:23 • #11


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ClaraFall

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Aber Asperger ist deine Frau nicht, verbrannt, oder ?

05.08.2020 22:19 • #12


Manu-ela

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Hallo Dumbo,
du hast es so deutlich wiedergegeben, das ich gedacht habe, du schaust in meinen Kopf. Dieses Verhalten, andere zu verletzen, ohne das man es will. Sich danach schämt, sich so verhalten zu haben. Irgendwie ist das schon konditioniert. Ich kann so böse sein, obwohl ich innerlich gar nicht so bin. Fühle mich gleich angegriffen und denke über Ursachen nach, bis ich zum heulen anfange. Keiner mag mich, usw...... Das ist immer so.
Ich danke dir für deine Offenheit
LG Manu-ela

05.08.2020 22:53 • x 2 #13


Verbrannt

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Guten morgen, nein Asperger in keinem Fall. Es war wohl bei ihr die frühe Trennung der Eltern, gefolgt von einer bösen Stiefmutter gepaart mit Hypersensibel. Das so als schnelle Erklärung. Ihre Zwillingsschwester ist dafür das genau Gegenteil. Aber auch sie hat gewisse Ähnlichkeiten im Verhalten zu meiner Frau. Die Superkraft meiner Frau ist es übrigens genau (und ich meine genau) vor dem Ziel aufzugeben. Egal ob man einen Gipfel bewandert, Sport macht usw. Es kann dann passieren, dass sie das Ziel bereits sieht und plötzlich auf einmal keinen Bock mehr hat. Darüber können wir aber mittlerweile lachen am Ziel.

06.08.2020 09:33 • x 1 #14


Verbrannt

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@ClaraFall Gerade aber einiges zum Thema Asperger auf Autismus-Kultur gelernt. Das Bild ist viel größer als ich es vorher wusste.

06.08.2020 09:50 • x 1 #15


dumbo

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@Verbrannt
Zitat von Verbrannt:
Leider kann ich sie nicht dazu bewegen dir zu schreiben, du kennst vermutlich diese aus meiner Sicht manchmal grundlose Sturheit ? Wenigstens kann ich sie aber gerade dazu befragen .

Ich würde dies jetzt nicht als Sturheit bezeichnen. Ich kann ihre Reaktion schon gut nachvollziehen. Warum sollte sie mit jemanden reden, der dieselben Problemchen hat, aber auch keine Lösung. Ist absolut sinnig für mich. Ich glaube, alleine der Hinweis, dass man das mal lesen sollte, würde bei mir gleich wieder Druck auslösen und ich würde mich querstellen. Ach siehe da... Ist doch etwas Sturheit. Wobei mir meine in manchen Dinge auch hilfreich ist.


Zitat von Verbrannt:
Ihre Emotionen sind natürlich hier das "Problem", sie legt halt jedes Wort auf die emotionale Goldwaage und da kann man halt nur oft etwas falsch verstehen.
Diskutiert man dann mit ihr, redet sie sich um Kopf und Kragen um sich zu rechtfertigen....

Puh, hatte heute erst wieder so einen Fall (leider mit kurzem Ausraster zuhause, weil mein Fr und etwas zu belehrend Oberlehrerhaft zu mir war), in dem ich zu viel in die Worte anderer Menschen gelegt habe. Ich muss definitiv lernen, davon Abstand zu bekommen. Nicht alles gleich persönlich auffassen oder wenn ich der Meinung bin, dass es persönlich gemeint, dennoch zu sagen, den Schuh zieh ich mir nicht an, ist mir jetzt egal, ignoriere ich. Vor allem bei meinem Chef. Blöd gesagt, der ist das größte Mädchen in der Abteilung, redet mal so und mal so. Lobt ständig ein und dieselbe Kollegin, die ihn sogar anmeckern darf und wenn mir mal der Ton minimal entgleist, werde ich gleich angebafft, dass es auch freundlich geht. Sie wird für jede Stunde, die sie länger bleibt vor allen gelobt, bei mir ist das ja normal, er weiß ja, dass ich nicht gehe, bevor die Arbeit nicht fertig ist. Tja, bin ich wohl selber schuld dran. Aber mein Freund hat schon recht, dass ich ihn dann nicht mit Sprüchen provozieren soll, denn das geht immer nach hinten los. Ich muss mich einfach daran gewöhnen, dass es so ist und mehr auf mich schauen. (Ist halt imer schwierig, wenn man besagte Kollegin sowieso nicht mag.) Ich überlege manchmal wegen Jobwechsel, aber andererseits gehts mir mit dem Job echt gut. Ich habe genug zu tun (ist das Wichtigste, Langeweile ist furchtbar), es ist abwechslungsreich und nicht nur Schreibtischarbeit, Bezahlung ist super und wenn ich mal Jobangebote lese, dann langweilen mich die schon nach dem 2. Satz. Ich bin leider einstudiert, was mir die interessanten Jobs verwehrt. Ist halt so, kann man nicht ändern. Diesen Job, mach ich jetzt seit fast 10 Jahren, hätte ich auch nie gedacht, nach 3 war sonst immer Schluss, wenn ich es denn so lange ausgehalten hab.

Zitat von Verbrannt:
Man hört ja manchmal bei todlangweiligigen Themen eben nur aus Höflichkeit hin und versucht ab und an schlau wirkende Kommentare abzulassen

Ich versuche solche Menschen zu meiden. Aber manchmal hat man halt Freunde und dann bekommen die nen neuen Partner und manchmal liegen die einfach nicht auf meiner Wellenlänge, finden mich aber anscheinend total ok und erzählen mir von ihrer Arbeit oder sonstwas, was mich null interessiert. Ich hasse diese falsche Höflichkeit und finde sie super anstrengend. Mein Freund hat da keine Probleme mit, aber der bekommt die komischen Menschen auch nicht ab, weil meistens sind es die Frauen, die komische Themen haben und meinen, sie können sich mit mir drüber unterhalten, dabei würd ich lieber den Männern und ihre Themen zuhören.

Wie meinst du das eigentlich mit der Vermeidungstaktik, wie nützt deine Frau denn ihr Wissen als Vermeidungstaktik? Vielleicht wird mein Fundus an unnützem Zeugs mal für irgendwas gut.

Gestern 15:42 • #16


dumbo

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@Manu-ela
Ich hoffe, dass ich es irgendwann mal ablegen kann. Verstehe bis heute eigentlich gar nicht, warum das so ist.
Klar, von meinem Vater hab ich nie Zuneigung erhalten, sondern nur Sprüche, wenn was (in seinen Augen) falsch lief. Meine Mum war damit beschäftigt sich um meine 2 kleineren Brüder zu kümmern also fiel ich hinten runter. Mein älterer Bruder war eh so angepasst, der ist es heute noch und mit dem kann man heute nicht mal über so Sachen reden. Aber ansonsten ist bei uns ja nichts exorbitantes passiert. Nebeneinander herleben, das wars. Gut, richtige Probleme wurden bei uns immer totgeschwiegen. Als früher mal Bekannte meinen Vater angesprochen hatten, ob ich essgestört sei, hat der total abgewiegelt. Wahrscheinlich war er da total grantig auf mich, wie ich ihm so etwas antun konnte, dass Leute ihn auf sowas ansprechen. Witzig als ich es genau diesen Leuten Jahre später bestätigt hab, ich glaube, dass haben die ihm dann auch schon vorgehalten. (späte Genugtuung für mich) Probleme hatte man selbst zu lösen und am besten heimlich, die erzählte man niemandem, die gab es ja in Wirklichkeit gar nicht.

Ich frag mich, ob es wirklich nur daran liegen kann, dass ich so nen Knacks hab. Ich nehm alles schnell persönlich, überinterpretiere, wo es nur geht, und lege zu viele Aussagen auf die Goldwaage. Bin bei jeglicher Kritik sofort im Verteisigungsmodus als wenn jemand mit nee Eisenstange auf mich einprügelt. Wenn ich im Unrecht bin fällt es mir bei gewissen Menschen echt schwer das zuzugeben. Oder erst nachdem ich ausgeflippt bin, erstmal dein Gegenüber versuchen klein zu hacken, bevor du dich selbst verletzbar zeigst.

Ich glaube, so wie ich bin, kennt mich nur mein Freund und meine Mum. Viele meiner Freunde würden wahrscheinlich vom Glauben abfallen, wenn ich meine Probleme mal zugeben würde. Auch meine Depression, denn ich bin, wenn ich mit anderen unterwegs bin, immer fröhlich. Ich muss mich zwar vorher oft aufraffen, aber dann gehts meist und wenn nicht, dann bleibe ich stiller Beobachter.

Das mit dem so böse sein ist auch etwas, was mir selbst Angst macht. Ich kann echt so ekelig gemein sein, obwohl alles, was ich will, immer Gerechtigkeit ist. Wenn manche Menschen so lapidar sagen, dass sie mich nicht zum Feind wollen, denk ich mir immer, ihr wisst gar nicht, wie sehr ihr das nicht wollt.

Und zu viele Gedanken, um mich selbat mach ich mir auch. Wobei, wenn es nur Gedanken wären, wäre es wohl noch ok, ich mach mich selbst nieder und zwar richtig. Eigentlich bin ich selbst mein schlimmster Feind. Ich glaube, niemand kann mich so verletzen, wie ich das selbst schaffe. Eigentlich furchtbar. Ich hab nur noch keinen Weg gefunden, mich da an den Tiefpunkten rauszuholen bzw. Gar nicht erst reinfallen zu lassen.
Was heute immerhin geklappt hat war, dass ich mich schneller wieder rausziehen konnte. Jetzt heul ich zwar immer noch, aber ok...

Gestern 15:58 • x 1 #17


Manu-ela

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Liebe Dumbo,
wenn ich immer Deine Zeilen lesen, muss ich schmunzeln . Es ist so viel identisch mit meiner Biographie. Besser kann ich es nicht formulieren.
In den 4 Jahren Therapie habe ich gelernt, mich einfach so anzunehmen. Lebe seit 20 Jahren allein, gehe eigentlich nur 2mal mit meinem Hund raus. Da trifft man natürlich auch Menschen. Immer mehr erfahre ich diese Scheinheiligkeit, dieses Geschmiere, dabei weiß ich natürlich, wenn ich weg bin, wird über mich hergezogen. Da bin ich still und höre zu, innerlich schüttle ich den Kopf. Dann bin ich lieber ich. Das schlimme ist, das ich nicht lüge. Dieses Gedöns kann mir so auf die Nerven gehen, das manchmal unfeine Worte rausrutschen. Daheim ärgere ich mich immer darüber und hab einen Spruch an den Badspiegel geklebt: Vor Inbetriebnahme des Mundwerks, Gehirn einschalten.
Jetzt schreibe ich Tagebuch und habe eine Ja und Nein Liste. Wenn man das am Tag danach durchliest, stellst Du einiges fest. Mir fällt es dadurch leichter, den Angepassten gegenüber zu treten. Natürlich laufen noch Tränen über mein Gesicht, aber ich stehe immer mehr zu mir. Mich ärgert nur, dass meine Kinder mich nicht verstehen. Auch wenn ich darüber unheimlich traurig bin, bleibe ich mir treu. Eine Mitstreiterin erklärte: "Das bin nicht ich, sondern das ist meine Krankheit". Wenn es mal besonders weh tut, eigne ich mir diese Erklärung an.
Es ist nicht einfach mit solchen Krankheiten zu leben. Ständiges Fragen nach dem Warum. Immer neue Erklärungen suchen. Es hilft ja nichts, man muss da durch und individuell für sich einen Weg suchen. Man kann ja Ratschläge annehmen, aber am besten kennst du dich und du merkst instinktiv ob es was für dich ist.
Liebe Grüße
Manu-ela

Gestern 17:04 • x 1 #18


dumbo

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Zitat von Manu-ela:
Jetzt schreibe ich Tagebuch und habe eine Ja und Nein Liste. Wenn man das am Tag danach durchliest, stellst Du einiges fest.

Wie funktioniert denn diese Ja/Nein Liste? Zu was schreibe ich ja oder nein? Ich würde das gern mal probieren.

Also mein Spruch ist ja immer noch "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?"
Mit dem Lügen zu ich mich auch schwer. Kleine Notlügen gehen, Interesse heucheln, indem man Fragen stellt. (Ich versuche dann aber diese Personen zu meiden, weil es eben zu sehr anstrengt und echt nervig ist) Große Lügen kann ich gar nicht. Mir sieht man es sofort an, wenn ich lüge. Manche sagen, dass es eine tolle Eigenschaft ist, ich finde es furchtbar. Manchmal wäre es doch ganz hilfreich.

Gestern 17:28 • x 1 #19


Verbrannt

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Liebe Dumbo,

erzähl mir lieber wie ich meine Frau dazu bekomme hier etwas zu schreiben . Keiner von euch beiden weiß es und ich auch nicht.

Du hast absolut recht, es ist auch ihr analytisches Denken was sie vermutlich dazu bewegt hier nicht zu schreiben. Zwei Menschen mit den gleichen Problemen = null Punkte. Diese Denkweise kenne ich und kann es auch gut nachvollziehen. Öffentlichkeit ist zu dem ein Graus für sie. Erfährt sie hier Kritik, könnte man im schlimmsten Fall das Haus neu streichen

Sie hat mal unsere Gartenmöbel nach einer emotionalen Session mit ihrem Vater und danach mit mir komplett zerlegt. Im ersten Moment habe ich es natürlich als "drüber" angesehen.

Danach habe ich es verstanden und eigentlich bin ich auch froh das die Möbel weg sind. Ich hab die Mistteile zig Male repariert und mir damit Lebenszeit genommen. Es waren mindestens zwei warme Abende am Kamin danach und dank eBay-Kleinanzeigen gab es dann für 40,00 Euro neue Möbel ohne diese Probleme.

Die Mutter meiner Frau ist einfach damals abgehauen und hat zwei 7 jährige Mädchen (Zwillinge) einfach zurückgelassen. Der Vater war überfordert und die Mutter hat auch noch alles Geld mitgenommen.
Die Zwillingsschwester meiner Frau ist das komplette Gegenteil von ihr. Heute sehr erfolgreich im Beruf, jedoch stark behaftet von Ängsten und Zwängen.

Nachdem die Mutter abgehauen war, ist ein paar Monate später die böse Stiefmutter in ihr Leben getreten (und die ist echt böse). Zwei Kinder mit in die Beziehung gebracht und der Vater hat sich direkt unterbuttern lassen. Das Wohl ihrer Kinder stand immer und bis zum heutigen Tage im Vordergrund.

Mit 8 Jahren war meine Frau dann fertig. Mama weg und die Kinder ihrer Stiefmutter haben eindeutig die bessere Behandlung bekommen. Das Kind war nicht mehr kontrollierbar.

Also hat man ihr einen Hasen geschenkt. Wie du ist sie sehr emotional. Ihr hat man aber den Hasen geschenkt und nicht ihrer Zwillingsschwester.
Resultat: Ihre Schwester hat nur noch geheult und meine Frau hat den Hasen mit "geteilt, damit es ihr wieder gut geht. Faktisch geschenkt.

Wie kann man so etwas als Eltern bitte machen ?

Dann wurde die Schwester aus der Klasse genommen, da sie sich ja immer hinter meiner Frau "versteckt" hat. Grober Fehler. Die Schwester meiner Frau ist damals genau daran zerbrochen ( ich rede mit beiden oder bin bei den Gesprächen dabei).

Ihre Mutter hat sich dann in eine Frau verliebt und sie waren bis zum Lebensende glücklich zusammen. Wie aber bitte hat man gerade in den 1990iger Jahren jemandem, selbst aus seinem engsten Freundeskreis das erklären können ?
Sie hat es nicht und hat natürlich alle belügen müssen, obwohl genau das nicht ihre Art ist.

Ich bleibe dabei, dein Mann bzw. Freund liebt dich so wie du bist. Und nach wie vor hast du wie auch ich hier nur negative Aspekte der Seele aufgeführt. Die positiven Eigenschaften überwiegen um Längen.

Bitte doch mal deinen Mann bzw. Freund um folgenden: Eine Liste deiner positiven und negativen Eigenschaften. Wetten das die positive Liste eindeutig länger ist .

Vermeidungstaktik: Sie kennt sich und notfalls geht sie den Dingen dann aus dem Weg. Punkt. Du merkst ja, wenn dich für dich negative Dinge belasten, dann gilt es zuzuhören. Sorry, höre mich gerade Oberlehrer mäßig an, so ist aber ihre Taktik.
Geh der Sache einfach aus dem Weg. Lüge notfalls und sage du musst telefonieren. Nutze den Moment des Alleinseins für die Reflektion oder um runter zu kommen. Geh auf Klo. Niemand wird es merken. Sage, dass es langweilig ist. Lenke vom Thema ab indem du etwas aus dem Gespräch aufgreifst, was dich interessiert.

Meine Frau lügt nie, niemals. Trotzdem ist es offensichtlich normal geworden in dieser Welt. Angeblich lügen wir Durchschnittlich ca. 10 bis 300 mal pro Tag. Meine Frau sagt 2 bis 3 mal....wie geht es dir....gut. Lüge eins. Hast du gut geschlafen.....Lüge zwei. Eine hat sie dann noch frei.... Hoffe es ist einigermaßen verständlich.

Sturheit : Ist auch bei ihr eine manchmal sehr nützliche Eigenschaft.

Deine Job-Erlebnis: Nehmen es andere Kolleginnen oder Kollegen auch so wahr ? Du kannst doch die Zeichen lesen und vielleicht auch für dich in Zukunft einen Vorteil daraus ziehen. Andere Menschen merken es nicht mal und du siehst hin. Ist doch keine negative Eigenschaft. Nur das verarbeiten ist eine andere Geschichte.....

Ein schönes Wochenende wünsche ich dann ( und mit Sicherheit auch meine Frau )

Gestern 18:08 • #20


Manu-ela

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Hallo Dumbo,
am Abend schreibe ich Tagebuch. Lese mir die Zeilen nochmals durch und entscheide auf der Ja/Nein Liste was gut/schlecht für mich war . Am nächsten Morgen lese ich das noch mal durch. Dadurch habe ich einen besseren Blick, für das, was ich verändern kann und wozu ich einfach stehen muss.
Früher konnte ich nicht allein über die Straßen gehen, ich stolperte, fiel hin, weil ich annahm jeder sieht mich an. Bei meinen Kindern sollte ich mich an den Tisch setzen. Ich war so verunsichert, das ich wartete, bis jeder seinen Stuhl gefunden hatte. Danach nahm ich den letzten der übrig geblieben ist. Mit der Liste habe ich es geschafft, mir einfach den Platz zu nehmen der mir gefällt. Man muss es einfach ausprobieren. Es kommt natürlich nicht von heute auf morgen.
Es ist auch unheimlich was du von dir erfährst. Die Idee hatte meine Therapeutin und ich bin gut damit gefahren. Es kostet halt Zeit und Ruhe.
Liebe Grüße
Manu-ela

Gestern 21:19 • x 2 #21


Manu-ela

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Nachtrag: es ist kein Allheilmittel und ich falle auch immer wieder in alte Strukturen. Aber ich versuche wenigstens etwas.

Gestern 21:31 • x 2 #22


Verbrannt

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Das kann ich eben auch als Außenstehender bestätigen @ Manu-ela.

Ich sehe es nur von außen und nicht von innen.

Gestern 21:36 • x 1 #23


dumbo

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Zitat von Verbrannt:
erzähl mir lieber wie ich meine Frau dazu bekomme hier etwas zu schreiben .

Vielleicht will deine Frau da einfach nicht drüber reden. Punkt. Nicht jeder muss seine Probleme öffentlich zur Schau stellen. Das ist ok. Ich meine, du wirst ihr das doch garantiert vor lesen, das reicht doch. Sie kann sich was dazu denken, muss es aber nicht sagen. Mit Kritik bin ich nach wie vor nicht gut. Ich versuche aber mittlerweile, mich nicht mehr mitreißen zu lassen, sondern ruhig zu reagieren. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Gerade, wenn man nur einen Text hat, da muss man sich den Ton ja vorstellen und wenn man eh nur mit Kritik groß geworden ist, dann fast man vieles schneller als Angriff auf als man eigentlich will. Weil man es eben so kennt. Ist ein ganz Wunder Punkt bei mir. Selbst wenn es keine Kritik ist, fühl ich mich oft gegängelt. Dabei ist mein Gegenüber vielleicht einfach unachtsam und meint es gar nicht böse, auch wenn es bei mir so ankommt. Hab jetzt ne Lektütereihe zuhause. Miteinander Kommunizieren Band 1 - 4. Kann ja nicht schaden, mal das Grundkonstrukt zu lernen und wie Mißverständnisse eigentlich entstehen. (Hilft mir dennoch bisher nur im Nachhinein, wenn ich es analysiere)

Bei deiner Frau kommt natürlich schon einiges zusammen, Verbrannt. Ich verstehe selbst immer nicht wie Menschen so sein können. So komplett lieblos und verhasst aufeinander. Das macht mich genauso kirre, wie darüber nachzudenken, dass das Universum endlos ist und sich noch ausdehnt. Ja wohin denn bitte? Und was war davor an dieser Stelle?

Ich hatte mit meinem Freund Anfang des Jahres ein Gespräch. Freunde von uns foppen uns immer und fragen, wann wir heiraten. Sie wollen ihn auch beim Heiratsantrag mit dem Flashmob unterstützen. Und ich hab ihm öfters gesagt, dass ich glaube, er macht das eh nie und er sagte immer, sag doch sowas nicht, warte doch ab. Und irgendwann kam es mir mal, da hab ich ihn gefragt, ob es sein kann, dass er das nicht macht, weil ich immer so ausflippe? Und ich hab ihn gebeten bitte ganz ehrlich mit mir zu sein. Und er hat gesagt, dass er momentan nicht heiraten will, weil er sich überlegt, ob er sich das wirklich antun soll. Hat mir natürlich schon etwas vor den Latz geballert und ich habe ihn gefragt, warum er das nie gesagt hat, sondern immer, warte nur ab, da ist doch klar, dass man sich Gedanken/Hoffnungen macht und dass das auch nicht fair ist. Er sagt natürlich auch, dass es halt momentan so ist und er nicht weiß, wie das in ein oder zwei Jahren sein wird. Das ist mir auch klar. Aber die Angst bleibt halt bei mir, dass er sich doch irgendwann gegen mich entscheidet und ganz geht. Ich kann ihn andererseits aber auch verstehen, ich würd mich auch nicht heiraten wollen, zusammen bleiben ok, weil das kann man mal immer schnell beenden, aber heiraten.... da hätte ich Angst, dass ich selber gar nicht mehr an mir arbeite und noch mehr ausflippe.

Seitdem er das sagte, ist bei mir aber natürlich noch mehr Druck da, im Sinne von, ich muss das hinbekommen. Ich kann ja sauer werden und so, aber halt nicht mehr so, dass ich die Beziehung gleich in Frage stelle, ihm sage, er kann sich ne Neue suchen, und er kann mich mal und alle können mich mal und ich bin sowieso kacke und alle anderen auch und ich hasse mein Leben sowieso und bei der nächsten Gelegenheit fahr ich irgendwo vor. Das ist halt kacke. Auch wenn das in dem Moment meine Gefühle sind, ist es halt kacke. Weil 10 Minuten später tut es mir sowieso leid. Also dass ich so zu ihm war. Meine Gefühle sind und bleiben da. Hab sie auch jetzt noch. Nicht falsch verstehen, ich würde mir nie was antun. Das hab ich mal kläglich mit ner Packung Schlaftabletten probiert, die nicht gewirkt haben. (Gott war ich naiv, ich dachte wirklich, ich bekomme das Zeugs einfach so in der Apotheke. ) das würde ich heute nie wieder. Ich lass meine Gefühle raus und dann ist auch wieder gut. Weiß nicht, ob er das so glaubt, daher ist es mies, so etwas zu sagen.

Die Ja/Nein Liste scheine ich dann ja schon irgendwie zu machen. Habe ein Notizbuch, auf die linke Seite kommen die guten Sachen des Tages, auf die rechte die schlechten Dinge. Das mit dem nochmal durchlesen sollte ich aber mal in Angriff nehmen, damit ich daran erinnert werde, was nicht gut ist und für was ich noch eine Lösung finden muss.

Vor 11 Stunden • #24


Verbrannt

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Da hast du absolut recht. Vielleicht will sie nicht drüber reden....Ich habe da gerade ein wirklich schlechtes Gewissen und werde sie in keinem Fall drängen. Da kann ich ja gleich in eine Kreissäge springen .
Sie hatte sich vor ein paar Wochen eben hier angemeldet und wollte sich helfen, da ihre Art sie eben auch massiv stört manchmal. Seither ist es die Sturheit, die sie davon abhält. Vielleicht hatte sie auch Kritik einstecken müssen ? Ich muss das mal irgendwann ergründen aber es ist nun mal auch ihre Sache und ich komme auch so gut mit ihr klar. Sie stört es mehr als mich.

Kommunikation. Das ist genau die Sache mit der emotionalen Goldwaage. Manchmal hat man sich nur ungeschickt ausgedrückt. Mit der Kritik hast du Recht. Sie musste in ihrer Kindheit ständig Kritik einstecken und sich immer rechtfertigen. Ewige Verbote die sich sogar bis in die frühen Jahre unsere Beziehung zogen. Mir wurde es dann zuviel, ich bin explodiert und habe den Kontakt zu ihrem Vater gekappt. Ein Jahr später hat er ihr einen Brief geschrieben und heute hat man sich arrangiert. Jedoch muss man gerade da sehr vorsichtig sein, sonst steckt sie soviel Emotionen nur in ein Gespräch und im Anschluss ist sie ausgebrannt.

Heiraten ist eine der höchsten Stufen der Emotionen wohl überhaupt, zumindest die man selbst herbeiführt. Geh es doch gelassen an. Viele unserer Freunde und Bekannten sind nicht verheiratet. Wir haben aus zwei Gründen geheiratet:

Sie hatte mal einen heftigen Unfall und ich durfte damals nicht ins Krankenhaus. Um ein Haar hätte ich die ganze Station zerlegt und im Anschluss nur geheult. Ich hab gedacht, es geht zu Ende. Das wollten wir beide nie wieder erleben. Damit will ich dir aber keinen Druck machen, da gibts auch andere Wege.

Zweitens: Steuern, Krankenversicherung usw.

Aus Liebe haben wir nicht geheiratet. Wir wissen, dass wir uns lieben und dafür braucht keiner von uns einen Zettel auf dem es steht.

Wir haben auch nicht gefeiert. Schon bei der anfänglichen Planung waren ihr die Emotionen deutlich zu viel. Wir sind dann zum Termin mit den gepackten Sachen zum Standesamt gefahren und danach direkt in die Flitterwochen und allem aus dem Weg gegangen. Es war so großartig, auch wenn es sich gerade anders anhört. Kein Erwartungsdruck nichts.

Andere Freunde von uns haben es eben auch so oder ähnlich gemacht. Manche haben gefeiert, andere nicht. Bei fasst allen Hochzeiten ging es eigentlich immer nur ums Finanzamt, da viele Selbstständig sind usw. Manche heiraten aber auch genau aus diesem Grund nicht....leider...und traurig.

Fazit: Man kann sich auch ohne Trauschein und weiße Kutsche sehr lieben .

Schlaftabletten waren bei mir auch die dümmste Idee aller Zeiten. Ich hatte auch schon eine Menge beknackter Ideen aber das war mit Abstand die dümmste. Bei meiner Frau war es leider auch ähnlich. Heute können wir es beide gar nicht mehr verstehen. Zum Glück .

Ein sonniges Wochenende.

Vor 7 Minuten • #25