2

Reduktion Venlafaxin ist so hart

Lewiston

3
1
2
Hallo, ich bin neu hier und habe ein riesen Problem.

Ich bin 56 Jahre und
vor ca 4,5 Jahren bin ich wegen schweren Depressionen in eine Klinik gekommen und war sehr lange krankgeschrieben. Als Medikament bekam ich 375mg Venlafaxin und 45mg Mirtazapin.

Viele Umstände haben mein Leben negativ beeinflusst auf die ich im Moment noch nicht hier eingehen kann.
In den Jahren nach der Klinik ging es mir seelisch verhältnismäßig gut, kein Wunder bei der Dosierung.

Seit einem halben Jahr bin ich nach ca 15 Jahren Singledasein wieder mit einer wunderbaren Frau zusammen.
Leider musste ich feststellen, das anscheinend die hohe Dosis Venlafaxin nicht gut für meine Libido war. Deswegen habe ich Stück für Stück versucht Venlafaxin zu reduzieren.
Von 375 auf 300 in 3 Monaten,
dann von 300 auf 225 in 2 Monaten. Das ging eigentlich bis dahin ganz gut.

In der Zwischenzeit habe ich leider einen Herzinfarkt bekommen, ein Resultat meines jahrelangen Bluthochdrucks, Cholesterin und viel, viel Stress und Verantwortung im Beruf.
Ich hatte Glück, 5 Stents, aber Herz noch sehr gut.

OK, also habe ich weitergemacht.
Vor ca 5 Wochen von 225mg auf 150mg. Und jetzt wurde es Stück für Stück kritischer.
Meine Stimmung sank von Woche zu Woche, ich wurde gereizter, die Angst schlich wieder langsam in mir hoch und ich verspanne sehr schnell. Das geht soweit, das ich ja jetzt, nach ca 5 Wochen Reduktion auf 150mg heftige Panikattacken bekomme, Krampfanfälle und mich sehr niedergeschlagen, traurig und hoffnungslos fühle.

Ist das normal, das man nach 5 Wochen solche heftigen Auswirkungen hat? Vor allem, ich hab ja noch 150mg Venlafaxin und 45mg Mirtazapin.

Ich fühle mich gerade sehr verzweifelt und weiss nicht mehr weiter.

24.06.2022 08:12 • x 1 #1


Avatar

Mira13

870
3
752
Hallo und herzlich Willkommen hier @Lewiston

Da hast du eine schwere Zeit durch, mit vielen Tiefs.
Bist du denn in irgendeiner Therapieform? Hast du einen guten Psychiater/in?
Ich haben das Medikament versuchsweise ein paar Wochen eingenommen und dann nicht abgesetzt, sondern ein anderes eingeschlichen.
Ich kann dir hierzu nur wünschen, dass es dir schnell wieder besser geht und dir geholfen wird.
Von Herzen viel Kraft und Zuversicht

24.06.2022 09:12 • #2



Hallo Lewiston,

Reduktion Venlafaxin ist so hart

x 3#3


Avatar

bones

1055
5
852
nun reduzier etwas langsamer. öffne die kapsel und nimm immer ne hol immer 1-2 welche raus und schließe die kapseln wieder. kannst ja sehen, wie deine psyche darauf reagiert und du dich gut fühlst. das schritt für schritt reduzieren.

dein körper bzw die psyche muss sich ja erst mal dran gewöhnen mit deiner reduzierung. hast zu schnell und zu viel auf einmal reduziert.

wünsch dir viel glück und beste gesundheit dabei.

24.06.2022 09:43 • #3


Lewiston

3
1
2
Hallo Bones, erstmal herzlichen Dank für deine rasche Antwort.
War eben bei meinem Hausarzt, der hat mir geraten erstmal wieder auf die 225 zu gehen und nach einer Stabilisierung weiter zu sehen.
Ich habe eben 75 genommen ( zu den 150 heute morgen ) und hoffe das sich die Wirkung schnell einsetzt, sonst drehe ich noch durch.
Ist aber trotzdem ein Schlag in die Magengrube, denn ich war so beseelt davon Venlafaxin loszuwerden

Was mir einfach zu denken gibt ist ob meine Depressionen wieder am Start sind oder ob das die Nebenwirkungen des Absetzen waren.

24.06.2022 10:21 • x 1 #4


Avatar

bones

1055
5
852
der vorschlag von dein arzt ist vernünftig. würd ich so auch machen. erstmal wieder stabil werden dann erst wieder zu reduzieren.

nun das kann man nicht so pauschalisieren, ob es die depression ist oder halt ne nw vom venla. man sagt ja, dass man nicht zuviel reduzieren sollte, um halt nen rückfall der erkrankung zu bekommen.

das du als ziel gesetzt hast, kein venla mehr zu nehmen, find ich selber gut und auch richtig. nur sollte man damit zeit nehmen. nur so gelingt dir nebenwirkungsarm zu reduzieren. es soll ja kein wettbewerb sein. ich nehme selber venla und habe es 2 mal problemlos ausschleichen können.

24.06.2022 10:29 • #5


Lewiston

3
1
2
Hallo Mira, auch dir lieben Dank.
Ja, ich bin in Therapie... aber seitdem es sich verschlimmert hat war ich nicht mehr dort, habe aber zum Glück am Montag wieder einen Termin.

Ja, war alles sehr viel in den letzten Jahren ... Trennung mit Kindern, ein sehr depressiver Sohn mit Borderlinestörungen, demente Mutter, sehr stressiger Job und zuletzt der Infarkt.
Meine neue Beziehung mit der tollsten Frau der Welt war ein Geschenk des Himmels. Nur das mit der erektilen Dysfunktion ist sehr belastend für mich, deswegen wollte ich einfach von Venla runter. Ist natürlich ein wenig ernüchternd jetzt, nachdem ich wieder hoch auf 225mg muss.
Herzliche Grüße

24.06.2022 10:35 • #6

Pfeil rechts




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag