Recht auf Therapie und Medikamente nach Tagesklinik

Hallo ihr Lieben!

Ich bin vor einigen Wochen aus der Tagesklinik entlassen worden und es geht mir wirklich erheblich besser als vorher, aber überstanden ist es noch nicht, mein Weg ist wohl noch recht weit!!
Allerdings bin ich zur Zeit auf der Suche nach Menschen, die ähnlich wie ich unter "...ein wenig von allem..." leiden: bei mir springt man von Diagnose zu Diagnose, wobei mit Burn out begonnen wurde, dann hieß es leichte Depression, dann ADHS, danach schwere Depression, ach ja, eine Essstörung war da ja auch noch... und letztlich ist die aktuelle Diagnose Borderline, ich frage mich aber, wie lange das so bleibt.
Ich habe auch schon Medikamente gegen quasi alles bekommen und war zwischenzeitlich auf einem Maximum von vier verschiedenen Mitteln gleichzeitig.

Kennt das auch jemand von euch ??? Das kann doch nicht richtig sein, oder???

Inzwischen habe ich festgestellt, dass die Verhaltenstherapie mit dem Schwerpunkt auf Borderline und die entsprechende Medikation bisher noch am besten helfen.
Ich habe nur Sorge, dass sich wieder jemand überlegt, es könne ja doch etwas anderes sein.
Weiß zufällig jemand, ob ich das Recht habe, auf meine Therapie, sowie Medikation zu bestehen, auch wenn der Therapeut seine Meinung zur Diagnose wiedermal ändern sollte??????

Ich wäre dankbar für jede Antwort!!!!

Liebe Grüße, eure Mondi

30.11.2009 22:52 • #1


Ich scheine ja tatsächlich nicht mit dieser Problematik alleine zu sein!
Aber im Grunde spielt eine Diagnose ja auch keine Rolle, wenn man den Kampf nicht aufnimmt. Nur wer den Hintern hochkriegt und bereit ist was zu tun, damit es besser wird, kann auch was erreichen!!!
Ich habe für mich ein paar Wege aus der Krankheit erarbeitet, so dass der Umgang damit einfacher wird und ich kann sagen Selbstmitleid ist der falsche Weg!!
Was aber noch viel schlimmer ist, ist Mitleid von außen!! Leute, wir sind nicht krank, wir haben nur eine andere Sichtweise auf die alltäglichen Dinge! Wer das akzeptiert hat schon halb gewonnen!

Eure Mondi

15.02.2010 18:00 • #2


Hallo Nina!
Was ich meinte ist, dass wir nicht an einer organischen Krankheit leiden, die sich mit Pillen alleine beheben läßt!
Bei den Erkrankungen, die bei uns vorliegen ist ein bißchen mehr gefragt, als regelmäßig die Medikamente einzunehmen!
Entscheidend ist doch, dass es nur bergauf gehen kann, wenn wir lernen umzudenken und die Sicht auf den Alltag ändern. Es ist tatsächlich so, es war und ist noch immer ein großer Teil meiner Therapie zu lernen, negative Gedanken durch positive zu ersetzen!!
Es ist anfangs nicht leicht, aber mit etwas Übung ist es wirklich hilfreich und ich muss sagen, durch diese Technik geht es mir erheblich besser!

Es tut mir leid, wenn ich mich missverständlich ausgedrückt haben sollte! Ich wollte niemanden angreifen und schon garnicht irgendetwas herunterspielen

Gruß Mondi

15.02.2010 20:44 • #3


hallo Mondi (ich hoffe ich darf deine Abkürzung verwenden)

Da bin ich ja in guter gesellschaft, nach drei Klinikaufenthaten, habe ich von Klinik zu Klinik immer mehr Diagnosen bekommen, Borderline, Emotional Instabile Persönlichkeit, Rezedive Drepresionen, und bei der letzten Kam dann die DISS noch dazu die dann endlich dazu führte das ich auch Arbeiten konnte an mir, es war das reinste Spießrutenlaufen.Ich selbst halte von den Miedis nicht viel, bei mir haben sie nur den einen Nebeneffekt gehabt, das ich völlig matschig in der Birne war und nichts mehr auf die Reihe bekommen habe.Geholfen haben Sie mir nicht.Puh ich würde mit dem Thera besprechen, was nun behandelt werden soll, mach Ihm ruhig klar, das dich die vielen Diagnosen verwirren und du mit der jetzigen Therapie und Medikation gut klarkommst.Es sollte kein Prob sein für deinen thera das dann auch weiter so mit dir zu behandeln.

Liebe Grüße

Iris

15.02.2010 23:08 • #4


ist man gezwungen den körper mit verschiedenen medis vollzu stopfen???ich bin da immer sehr kritisch und ohne plausible erklärung geht da nicht....ja ja die lieben diagnosen hab da auch einige am start nur das finde ich ist nicht so wichtig wieviele es sind weil der mensch ist nun mal vielschichtig was die psyche betrifft und eine therapie wird bestimmt schwerpunktmäßig ablaufen

also du bist nicht allein

merlin

15.02.2010 23:15 • #5


Hallo, ihr Lieben!
Erstmal vielen Dank für die netten Rückmeldungen!
Tja, mit den Psychischen Erkrankungen ist das so eine Sache... ich denke einfach wir können und sollten therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, aber für den Verlauf der Therapie sind wir ganz alleine verantwortlich!
Es gibt Diagnosen wie Sand am Meer und mindestens genauso viele Medikamente, wir sollten sie aber als Stütze und nicht als Lösung des Problems betrachten!
Nach meiner Erfahrung mit den Medikamenten kann ich nur sagen, dass sie mir in den Akutphasen gut geholfen haben, aber da ich durch die Nebenwirkungen schon einige ernsthafte Probleme bekommen habe( immerhin bin ich erst 28 und habe innerhalb von sechs Monaten einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall hinter mir), kann ich nur empfehlen in Rücksprache mit dem Therapeuten nach dem netten Spruch zu verfahren, so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich!

Ich bin echt vorsichtig geworden, da ich als Mutter von drei Kindern noch gebraucht werde!!! Aber auch jeder andere hat einen Platz im Leben, den er nicht gefährden sollte! Paßt auf euch auf!

LG Mondi

16.02.2010 11:47 • #6


Mein Dok ist da sehr umgänglich

zu mir sagt er er gibt mir die werkzeuge in die hand(medikamente) und ich muß sie im therapeutischen rahmen einsetzen und wenn es nichts hilft dann wird entweder die dosis im abgesprochenen rahmen erhöht und abgewartet und wenn es dann nichts bringt zur not auch abgesetzt und ich nehm echt nur das was nötig ist, gerade weil ich(durch med. vorbildung) genau mir ansehe was ich nehme und vorsichtig bin, hab zwar keine kinder und werde nicht akut gebraucht aber ich möchte nicht wirklich schon jetzt meinen löffel abgeben...es ist gut wenn du kritisch alles hinterfragst und nicht blind alles in dich hineinstopfst , weil das auch nach hinten los gehen kann...

paß du auch auf dich auf
viel spaß mit deiner "bande"(trio da da da )
merlin

16.02.2010 19:07 • #7


Hi Mondsüchtig und alle anderen,

man hört das immer allenthalben, diagnosen seien nicht so wichtig.
Sehe ich ein wenig anders, weil die meist den thera-schwerpunkt festsetzen, und die krankenkassen stehen leider auch auf diagnosen und wreden iom ernstfall schon komisch, wenn die sich alle wochen ändern...
Und ich für meinen teil war froh, als mein geist endlich die ersten namen bekommen hat.
Mir hat es geholfen, überhaupt erst mal schwarz auf weiß zu sehen, dass bei mir etwas nicht rund läuft.
Ich hatte zu lange keinen warnehmbaren leidensdruck, nur die frage, warum ich mit meinem leben immer wieder in die binsen gehe.
Und dass es mir schlecht ging, ich aber nicht erfassen konnte warum, und auch den ernst der lage nicht ganz akzeptiert habe.
Ich wanderte von lebenskrise über depressionen und angststörungen bis zu dem bl, wo ich heute bin, mit allen fassetten bis dis und svv.
bei mir war es aber, dass ich mir selbst nicht erlaubt habe, krank zu sein.
danke mama, danke papa. :-/
Natürlich ändert der diagnoseschlüssel nichts, aber er erlaubt einem zu sehen, dass etwas mit einem nicht stimmt, und man das auch anerkennen darf, ohne damit schwach zu sein.
Vielleicht schüttelt der eine oder andere darüber jetzt den kopf, aber das war und ist tatsächlich eins meiner grundprobleme.
ansonsten sehe ich das ähnlich wie ihr. es wird, mondsüchtige, die thera für dich gewählt, die dir am besten hilft. man setzt dir nicht einfach ein konzept auf, das bei deiner diagnose üblich ist und sagt "na das muss jetzt aber helfen, schließlich hast du xy."
wichtig ist, worauf du ansprichst, woran du am besten heilst, und danach wird das thera-konzept gewählt.
Mein rat ist nur, stehe für dich ein, und komm nie auf den trichter, nur weil ein thera dich mal zwei tage erlebt hat, könnte er dich ohne rücksprache von therapie zu therapie, und medi zu medi schieben.
Du bist das zentrum der ganzen mühen, und deine rückkopplung ist die, die wirklich zählt.

Viele Grüße,
Nephele

17.02.2010 10:13 • #8




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