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Psychiater wechseln?

Jenny83

Guten Morgen zusammen!
Ich brauche dringend euren Rat.
Ich komme gerade von meinem allerersten Termin beim Psychiater und bin völlig fertig und durch den Wind. Ich weiß immer noch gar nicht, wie mir geschehen ist, weil ich fassungslos und schockiert war.
Meine Frage ist daher, ob ich da vielleicht völlig falsche Vorstellungen hatte und etwas Anderes erwartet habe, oder ob diese "Verfahrensweise" des Arztes vielleicht nicht ganz üblich und normal war.
Erstmal vorweg, ich bin seit Anfang September krank geschrieben, eine Psychotherapie habe ich bereits begonnen, der Psychologe hat nach mehreren Terminen eine schwere, chronische Depression diagnostiziert und auch mein Hausarzt schätzt das genau so ein.
So, der Psychiater war da nun gerade völlig anderer Meinung. Ich habe eigentlich noch gar nichts erzählt und wollte erstmal damit beginnen, meine Symptome aufzuzählen, weil er ja logischerweise gefragt, wieso ich zu ihm komme.
Der hat mich nicht einen einzigen Satz ausreden lassen, mich richtig angemotzt und kam nach 1 Minute (!) zu dem Schluss, dass ich gesund bin und entweder arbeiten oder eine Reha beantragen muss.
Es gäbe drei Möglichkeiten: wenn ich zu faul zum arbeiten bin, muss ich kündigen, oder ich muss meine Kinder unterbringen lassen oder ich stelle mich mal einfach nicht so an!
Ich bin mir gar nicht sicher, ob der das überhaupt tatsächlich ernst gemeint haben kann?
Nach 3 Minuten wurde ich entlassen mit dem Hinweis, ich solle gefälligst zusehen, dass ich arbeiten gehe, er würde mich nicht länger krank schreiben.
Er hat mir dann noch Medikamente verschrieben, aber als ich dazu etwas fragen wollte, wurde ich auch nur schroff abgewiesen.
Zum Schlafen soll ich Valdoxan nehmen und morgens Sertralin.
Meine Frage war, ob mich das Medikament einschränkt, insbesondere wegen der vom Psychologen verordneten Schlafrestriktion. Ob ich Auto fahren kann/darf etc. Aber soweit bin ich gar nicht erst gekommen, ihm überhaupt davon zu erzählen.
Meine Frage ist nun: Ist das normal? Soll ich die Medikamente überhaupt nehmen? Macht das Sinn? Oder soll ich lieber direkt nach einem anderen Psychiater suchen?
Vielen Dank fürs Leben. Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen!

15.11.2019 11:03 • #1


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Fisch611

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Hallo Jenny,
oh Gott, das klingt ja grauenvoll! Wie hast Du ihm denn Deine Beschwerden geschildert?

Was ich nicht verstehe: er verschreibt Dir ein Antidepressivum, obwohl er der Meinung ist, Du hast gar keine Depression hast oder nur eine leichte oder was auch immer?

Auf jeden Fall einen anderen Psychiater aufsuchen!

Zu den Medikamenten: ich nehme jetzt 5 Wochen Sertralin. Es hilft sehr! Ich kann wieder am Leben teilnehmen, meinen Haushalt machen, ein bisschen Auto fahren.Es ist nicht wie "vorher", aber ein großer Fortschritt. Ich konnte wochenlang gar nichts mehr. Nächste Woche beginne ich eine Psychotheraphie, dazu war ich vorher gar nicht in der Lage. Es hat allerdings 4 Wochen gedauert bis die Wirkung von Sertralin bei mir einsetzte. Zum Schlafen nehme ich Atosil (25 mg), das hilft auch halbwegs. Valdoxan ist glaube ich auch ein Antidepressivum, das kenne ich aber nicht.

LG

15.11.2019 11:34 • x 2 #2


Jenny83

Ich wollte ganz von vorne beginnen und habe erstmal damit angefangen, zu erzählen, wie es dazu gekommen ist, dass ich zum Hausarzt gegangen bin. Eigentlich habe ich nicht einen einzigen Satz zu Ende gesprochen. Der hat sofort dazwischengehauen.
Er meint, dass es sich nur um eine Belastungsreaktion handelt. Deshalb ja auch der tolle Hinweis, ich solle doch meine Kinder abgeben.

15.11.2019 11:57 • #3


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Pimbolina71

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Hallo Jenny

Unbedingt den Psychiater wechseln. So was geht nun gar nicht. Das musst Du Dir nicht gefallen lassen. Kannst Du mit Deinem Therapeuten darüber reden?

Viel Kraft und Glück für die Suche eines neuen Psychiaters.

LG Pimbolina

15.11.2019 12:02 • x 1 #4


bones

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Ich würde mal ein neuen Psychiater aufsuchen. Man hat in keinster Weise so mit dir zu verfahren. Immerhin ist dein Problem ernst zu nehmen. Daher auch dir ein neuen,der/die dich ernst nehmen. Zur überbrückung kann dein Arzt dich krank schreiben,wenn er ja der Meinung ist und ach dich diagnostiziert hat,dass du chronisch depressiv bist.

Kommt drauf an,ob du ohne die beiden oben erwähnten Antidepressiva klar kommst. Grundsätzlich spricht aber nix gegen eine einnahme der Antidepressivas! Wieviel sertralin sollst du das nehmen und würde ich, wenn du das einnimmt auch mit dein Hausarzt informieren,wie man weiter verfährt. Valdoxan reguliert dein schlaf-rythmus neu. Verbessert dein schlaf! Macht Sinn wenn man sertralin verschrieben bekommt. Es kann unruhig machen. Auch hier wäre der Kontakt mit dein Hausarzt,bis der neue Psychiater gefunden ist, wichtig.

15.11.2019 12:25 • #5


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Rowi

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Hallo Jenny83,
sowie ich das raus lese fühlst du dich unheimlich verunsichert nach dem Besuch bei dem Psychiater und ehrlich gesagt würde mir das auch so gehen. Ich hätte Probleme zu so einem Arzt ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und das ist ja auch ganz wichtig.
Ich stecke momentan auch in einem Psychiaterwechsel drin und muss sagen das mein Ersttermin bei der 4. Psychiaterin 30 Minuten gedauert hat und ich mich da dann gut aufgehoben gefühlt habe.
Aber das war dann auch mein 4. Anlauf. Zum Glück hatte ich noch meinen alten Psychiater im Rücken so das ich da wirklich mit Sicherheitsnetz auf die Suche gegangen bin. Ich hoffe nun einfach das ich mich in meiner Ersteinschätzung der neuen Ärztin nicht getäuscht habe.

Ich wünsche dir da ganz viel Kraft, den richtigen Psychiater für dich zu finden und ich finde die Ideemit deinemPsychologen und evtl. auch mit deinem Hausarzt drüber zu reden. Mir hat mein Hausarzt auch nochmal zusätzliche Adressen geben können die ich Kontaktieren konnte.

LG
Rowi

15.11.2019 12:29 • x 1 #6


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Fisch611

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Es gibt wie überall gute und schlechte seiner Zunft. Vielleicht hat Dein Hausarzt oder der Psychgologe einen Tipp. Ich hab in der Klinik auch sehr unterschiedliche Psychiater erlebt. Der letzte nahm sich eine Stunde Zeit. Zwischendrin war ich bei einem, der hat so gut wie nix gesagt, meinte nur, dass ich Nebenwirkungen habe, weil ich negativ eingestellt sei gegenüber Medikamenten.

15.11.2019 12:37 • #7


Shana1967

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Es tut mir sehr leid, was du erleben musstest. Bist eh schon am Boden und dann so ein abstrafender
Psychiater
Unbedingt einen anderen aufsuchen, der spinnt doch selbst. Viel Zeit zum sprechen und anhören haben sie für gewöhnlich nicht. Das hat mir mal eine sehr nette fürsorgliche und zeitnehmende Psychiaterin erklärt. Ihr Job ist ausschliesslich Diagnose und Medikamentenverschreibung- so erklärte sie mir ihren Beruf.
Möglicherweise schaust du nicht so aus- wie es dir innerlich geht. Das ist bei mir so- da ist schon häufig ein Unglauben gewesen, dass es mir so schlecht geht.
Aber eigentlich ist es echt eine grenzsprengende Frechheit, dich so zu behandeln.
Ich wünsche dir viel Glück bei dem nächsten wohlwollenden Psychiater

15.11.2019 12:47 • #8


bones

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Nimmst du überhaupt bzw hattest du mal Antidepressiva,da du von chronischer Depression schriebst?

Der Arzt hat sein Beruf verfehlt. Darüber braucht man nicht zu diskutieren. Sollte man aber nicht zu Herzen holen und sich verunsichern lassen. Es hat nix mit dir zu tun. Darüber braucht man nicht zu diskutieren.
Im Netz kann man auch hilfreiche Adressen finden,wo die Ärzte bewertet worden sind. Das wäre vielleicht mal ne Idee.hausärzte und klinken können ,was aber selten gute Ärzte empfehlen. Gerade Kliniken,weil denen ach ums Profit geht,wenn es eine Psychiatrie ist. Die Han alle gar eine ambulante Station. Daher muss dies nicht immer gut heissen.

15.11.2019 13:15 • #9


Jenny83

@shana1967:
Erstmal vielen Dank für deine Antwort.
Doch, man sieht mir tatsächlich an, dass es mir nicht gut geht.
Ich habe in den letzten Jahren kaum geschlafen. Also ja, ich sehe aus wie ein verdammter Junkie und traue mich schon gar nicht mehr vor die Tür, weil ich mich so schäme.

@bones:
Auch dir danke für die Antwort.
Der Typ ist für seine Art bekannt. War bloß erstmal die einzige Alternative. Leider gibt es in der Nähe keinen anderen, der noch neue Patienten aufnimmt.
Ich weiß gar nicht, was ich machen soll. Ohne Arbeitsunfähigkeit muss ich dann auch leider meine Therapie abbrechen.
Bisher habe ich noch nie Medikamente genommen oder mich behandeln lassen. Ich war vielmehr wegen andauernder Grippe und Kreislaufzusammenbruch vor 10 Monaten beim Hausarzt. Weil wirklich gar nichts mehr ging. Auch das mache ich normalerweise nicht. Bin dann nach ein paar Wochen wieder arbeiten gegangen, bis es wieder nicht mehr ging.
Meine Krankheitseinsicht ist noch sehr frisch sozusagen. Dementsprechend habe ich auch keine Erfahrungswerte.
Diese Phasen hat es seit meiner Jugend immer wieder gegeben. Mal mehr mal weniger.

15.11.2019 15:01 • #10


bones

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Nun es muss ja nicht unbedingt ein Psychiater sein. Ein Neurologe kann dir auch helfen ,der/die psychiatrische Erfahrung mitbringt.

Warum muss du deine Therapie abbrechen nur weil du nicht mehr arbeitsunfähig bist? Das hat ja nix mit dem ein oder anderen zutun. Oder hat dies ein bestimmten Grund?

Nun weiss du, ich war die ganze Zeit trotz meiner Depression immer am schaffen. Geholfen hat es mir nix. Im Gegenteil,es hat es nur schlimmer gemacht. Bis der Grösse Knall vor paar Monaten kam. Da ging nix mehr. Das interessiert den AG auch nicht wirklich hinter und dankbar war dann kein Rede für die all die Jahre.
Denk daher lieber auf deine Gesundheit. Das ist in mein Augen wichtiger

Nun Antidepressiva können deine Symptome lindern. Wenn du schlafstörung hast, kann valdoxan schon helfen. Kann. Damit du mal schlafen kannst. Ein Schlaf ist ja wichtig.
Und das sertralin daher, so mein Eindruck, damit du wieder am Leben aktiv teilnehmen kannst. Es ist stimmungsaufhellend.

15.11.2019 15:31 • #11


Jenny83

Es hat den Grund, dass ich dann schlichtergreifend keine Zeit und Möglichkeit mehr habe, Termine wahr zu nehmen.

15.11.2019 15:54 • #12


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Blume71

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Liebe Jenny,

auf jeden Fall würde ich mir einen Termin bei einem Neurologen machen, wenn dieser Psychiater der Einzige in Deiner Nähe ist. Ich habe meinen Psychiater auch 1 x gewechselt und einen himmelweiten Unterschied gemerkt. Er hat sich einfach 1/2 Std. Zeit genommen und bei dem anderen war ich höchstens 5 Minuten drin, nach 3 Stunden Wartezeit. Okay, er war überlaufen - aber eine Entschuldigung ist das jetzt auch nicht.

Zu Valdoxan kann ich Dir meine Erfahrung mitteilen. Es ist ganz wichtig, dass man vorher und 2 Wochen (glaub ich) nach der 1. Einnahme, die Blutwerte - vor allem die Leberwerte - kontrolliert.
Das steht auch im Beipackzettel.
Ich habe es damals 6 Wochen genommen - ohne Blutkontrolle und dann ist leider aufgefallen, dass mir das Medikament stark auf die Leber schlägt - das sollte also überwacht werden. Ich musste es dann wieder absetzen. Das muss bei Dir aber nicht der Fall sein - viele Menschen vertragen es auch.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du einen schnellen Termin beim Neurologen bekommst, vielleicht sogar mit Unterstützung vom Hausarzt, der erst einmal meine nächste Anlaufstelle wäre um Dich ggf. auch erst einmal weiter Arbeitsunfähigkeit zu schreiben.

Liebe Grüße Blume

15.11.2019 16:42 • x 1 #13


Jenny83

Danke @blume.
Hat dir das Valdoxan denn etwas gebracht?

Und ganz allgemein: Wie sind eure Erfahrungen mit Nebenwirkungen? Abhängigkeit?

Ich habe mich inzwischen gesammelt und bin wieder gefasster als heute morgen. Medikamente habe ich mir jetzt schonmal besorgt, bin aber noch nicht so überzeugt, dass es das Richtige ist.

15.11.2019 17:25 • #14


bones

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Valdoxan macht nicht abhängig. Da kann ich dich beruhigen.
Hatte es auch wegen schlafstörung mal bekommen. Gewirkt hat es nicht wirklich was. Da nimm ich meiner Meinung nach lieber ein anderes Antidepressiva ,das ein sedierende wirkung hat. Aber wie schon erwähnt, muss es bei dir nicht Dee Fall sein und schlägt gut an.
Ja richtig, muss die Werte überprüfen lassen am Anfang.dann in kurzen Abständen bei valdoxan. Wieviel sollst du nehmen 25mg?

15.11.2019 20:04 • #15


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Blume71

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Zitat von Jenny83:
Hat dir das Valdoxan denn etwas gebracht?


Das kann ich gar nicht so sagen. 6 Wochen sind ja keine so lange Zeit. Wahrscheinlich war ich stabiler und bis auf die erhöhten Leberwerte hatte ich auch keine anderen Nebenwirkungen oder Befindlichkeitsstörungen.

Ich bin dann auf pflanzliche Medis umgestiegen, habe eine Weile Lasea genommen, dann eine Weile Neurapas Balance und jetzt nehme ich bereits eine ganze Weile Johanniskraut rezeptfrei. Ich war auch schon einmal am Überlegen, es abzusetzen, traue mich aber irgendwie nicht.

LG Blume

15.11.2019 20:46 • x 1 #16


Shana1967

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Ich denke mal auch nicht, dass der Psychiater der einzige ist, der dich krankschreiben kann.
Mir hat bei meiner langen Erkrankung die Hausärztin die Arbeitsunfähigkeit ausgestellt.
Dein Hausarzt steht glücklicherweise hinter dir, meines Wissens kann der auch weiter Arbeitsunfähigkeit ausstellen.
Ein Psychologe halt nicht.
Lass dich bitte nicht verunsichern, ich war ja auch bei eingen- also so einer hätte mir grad noch gefehlt- macht mich wirklich wütend!
Ich habe Psychopharmaka bis - auf Notfall , also nach mehreren Nächten mit kaum Schlaf- Schlaftabletten nicht genommen. Mich liessen sie auch in der Psychosomatischen Klinik damit in Ruhe. Denke dass muss jeder für sich entscheiden oder eben fühlen, was der richtige Umgang mit Medikamenten ist. Ich bin auch ohne ( ausser eben gelegentlich Schlafmittel ) wieder auf die Beine gekommen- was ich auch diesmal hoffe. Also ich nehme verschieden homöopathische Mittel und hochdosiertes Vitamin D und eben vorallem Auszeiten.
Ich wünsche dir einen für dich guten Weg, lass dich von diesem Psychiater nicht verunsichern und vorschnell in die Arbeit "jagen". Schlafmangel ist so kräftezerrend und krankmachend. Ich hab solange weiter gemacht, als ich aus lauter Müdigkeit beinah gegen eine Schranke gefahren bin.

15.11.2019 21:43 • #17


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Fisch611

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Ich hatte einige Nebenwirkungen vom Sertralin, zuerst Übelkeit und Durchfall, die Symptome (Depression und Angst) haben sich noch verschlimmert, Muskelzucken, Ohrgeräusche.mittlerweile (nach 5 Wochen) sind fast alle wieder weg. Ich wollte auch lange keine Medikamente nehmen, aber jetzt bin ich so froh, dass ich es durchgehalten habe. Allein der Weg zur Psychologin war für mich nicht mehr machbar. Ich habe jetzt ganz andere Möglichkeiten mich zu erholen: mache längere Spaziergänge, gehe zur Massage, mal einen Kaffee trinken. Das ging über Monate nicht mehr.

15.11.2019 21:46 • x 2 #18


Eulenspiegel

Aber ganz schnell weg da

15.11.2019 22:54 • #19


Jenny83

@bones
Ja genau, 25 mg.
Dass es nicht abhängig macht und nicht sedierend ist, klingt sehr gut. Genau das möchte ich nämlich nicht.
Schlafmittel habe ich schon alle durch, davon hat keines gewirkt. Daher habe ich da jetzt auch keine große Hoffnung.

@Shana1967
Zitat:
lass dich von diesem Psychiater nicht verunsichern und vorschnell in die Arbeit "jagen". Schlafmangel ist so kräftezerrend und krankmachend. Ich hab solange weiter gemacht, als ich aus lauter Müdigkeit beinah gegen eine Schranke gefahren bin.


Genau das ist es. Ich kann mich den ganzen Tag kaum auf den Beinen halten und Auto fahren ist mittlerweile schon teilweise sehr bedenklich. Wegen eines Beinahe-Unfalls bin ich auch überhaupt erst zum Arzt gegangen.

@Fisch611
Oh je, das klingt ja nicht so gut. Alle Achtung, dass du so lange durchgehalten hast.

16.11.2019 14:42 • #20


bones

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Du wirst unter valdoxan am Anfang schon was bemerken, was die Müdigkeit betrifft. Aber wie bei andere Antidepressiva, legt sich diese Wirkung. Man wird nur etwas ruhiger ,so ach entspannter,was den Schlaf fördert.

Es gibt ja noch andere Alternativen. Dominal,promethazin (beide neuroleptika) usw
Amitriptylin, doxepin,mirtazapin, trimipramin usw

Man ist ja nicht den ganzen Tag sedierend,falls das deine Befürchtung sind. Die neuroleptika wirken direkt und die Antidepressiva brauchen seine Zeit, bis seine Wirkung sich entfaltet. Das sedierende an diesen Antidepressiva sind halt, dass man auch hier entspannter wirken kann. So schlafen kann und man aktiver werden kann nach gewiss zeit,wenn diese wirkung sich nun anschlägt. Dies kommt dann deiner Psyche zu gute, man ist ausgeglichener und sollte die sympte lindern. Grob mal zusammen gefasst.

16.11.2019 15:30 • #21


Jenny83

Amitriptylin hatte mir der Hausarzt im Februar verschrieben. Das fand ich extrem schrecklich. Ich war den ganzen Tag sediert, wie im Nebel, und konnte trotzdem nachts nicht schlafen.
Ich bin grundsätzlich eher ein Freund davon, die Ursachen zu beheben, statt die Symptome zu bekämpfen.
Durch die Schlafrestriktion hat sich schon etwas ein wenig gebessert. Ich schlafe zwar nicht länger (logisch bei einem Zeitfenster von 4 Stunden), dafür liege ich aber kaum noch wach im Bett.
Das längste war in der ersten Woche 1 Stunde.
Nun wurde das Zeitfenster nach einer Woche auf 5,5 Stunden erweitert. Damit komme ich gut zurecht, auch wenn es echt Disziplin braucht, die mir leider meistens fehlt. Am Wochenende konnte ich das Schummeln leider nicht unterbinden.

16.11.2019 16:01 • x 1 #22

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