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Psychiater und Neurologe - zu wem am gehen?

Minnimaus
Hallo!
Bin mit meiner Depression bei einem Psychiater mehr schlecht als recht in Behandlung (Tabletten). Mein Hausarzt empfiehlt mir Arztwechsel und hat mir einen Namen genannt.
Habe den Namen gegoogelt und festgestellt, es handelt sich um einen Neurologen.
Bin jetzt verunsichert. Hat jemand die Erfahrung gemacht, mit Depression zum Neurologen zu gehen?
Verzeiht mir bitte, wenn etwas nicht richtig mit meinem Beitrag ist. Bin ziemlich angeschlagen.
Vielen lieben Dank
Minnimaus

19.08.2019 17:25 • x 2 #1


Ein Neurologe sowohl auch Psychiater sind für diese erkrankung zu ständig. Welche besser ist,lässt sich nicht so einfach erklären.

Was für eine Depression hast du denn und welch medikament nimmst du?

19.08.2019 18:15 • x 2 #2


Frederick1
liebe Minnimaus,

erstmal von mir ein ganz herzliches Willkommen hier im Forum. Oh da hast du dir ja einen wunderschönen Namen ausgesucht. Du und ich finde es gut, wenn du mit deiner Depression auch einmal zu einem Neurologen gehst. Ein Neurologe geht mehr in die Tiefe deiner Depression, was ist die Ursache deiner Depression. Ist sie mehr körperlich bedingt, Störung deiner Gehirnströme, wurde dir die Depression vererbt, liegt die Ursache deiner Depression in deiner Kindheit, durch Schicksalschläge usw.

Denn deine Depression beeienträchtigt dich sehr, sie quält dich, es fällt dir schwer deine Depression anzunehmen, mit ihr zu leben. Du leidest ständig unter deiner Depression, oder nur phasenweise.e

Depression durch Bezehungsprobleme, ein großes Leiden in deinem Leben.
Wo oder was ist die Ursache, welche Verletzung in deinem Leben hat noch Macht über dich usw,,,

Oder außerordentliche Belastungen in deinem Leben, übermäßiger Stress. Bei manchen Menschen hat die Depression ihre Zeit, andere leiden ihr Leben lang darunter. Oder du wurdest abgelehnt, hattest größere Verluste in deinem Leben, du hast versagt, deine Gefühle machen dir Probleme, dein Denken, du bist unsicher, hast Hemmungen, bist vermindert leistungsfähig.

Wenn man die Ursache deiner Depression besser heraus findet, kann man sie besser behandeln. Denn du brauchst mehr wie Tabletten, du brauchst Annahme, Liebe, eine gewisse Sicherheit, deinem Arzt bist du nicht egal, er bemüht sich um dich, seine Behandlung tut dir gut und hilft dir, das du immer besser mit deiner Depression zurecht kommst.

Ja, das es auch besser wird, du deine Depression immer besser tragen und ertragen kannst.das möchte ich dir ganz feste wünschen.


ganz viele liebe Grüße an dich,

Frederick

19.08.2019 18:37 • #3


maya60
Hallo Minnimaus, ich denke, dass sich hinsichtlich Depressionen das Aufgabenfeld von Psychiatern und Neurologen überschneiden, oft sind ja Fachärzte auch gleichzeitig Psychiater und Neurologe.

Denn obwohl der Psychiater für Psychische Erkrankungen zuständig ist und der Neurologe für Nervenerkrankungen, zielen die Medikamente gegen die zwar psychische Erkrankung Depression oft auf den Mangel von Neurotransmittern im Hirnstoffwechsel, also auf die Botenstoffe zwischen den Nervenzellen (Neuronen), genauso wie schwerpunktmäßig neurologische Erkankungen wie Demenz und Parkinson auch zu psychischen Folgeerscheinungen führen und damit auch in das Aufgabenfeld des Psychiaters fallen. Daher denke ich, dass du auch zum Neurologen gehen kannst. Ich habe auch schon mitgekriegt, dass bei Überweisungen an meinem Psychiater auch "Nervenarzt" auf der Überweisung stand.

Wichtig ist aber auch genauso neben der medikamentösen Behandlung deiner Depression ein Psychotherapeut, denn oft sind es Lebensbelastungen, die zur Depression führen und auch das Leben mit einer Depression wird leichter mit psychotherapeutischer Begleitung.

Liebe Grüße! maya

19.08.2019 19:44 • x 2 #4


Minnimaus
Vielen lieben Dank für eure Antworten!
Im Moment bin ich Duloxetin am ausschleichen. Soll dann Elontril einschleichen.
Was für eine Depression ich habe, keine Ahnung. Psychiater sagt mir, ich solle immer daran denken, ich wäre nicht krank, soll froh sein nur einen Schreibtischjob zu haben, da käme es auf mein Befinden nicht an.
Beim einschleichen vom Duloxetin hätte ich schon Probleme, da kam vom Arzt entweder ich bin mit den Tabletten zufrieden oder es gibt gar nix.
Da habe ich halt versucht das Beste draus zu machen.

Einen ganz lieben Gruß
Minnimaus

19.08.2019 21:05 • x 1 #5


Lilly-18
Da wird es ja Zeit, dass du schleunigst den Arzt wechselst
Ich wünsche dir, dass du beim neuen Arzt besser aufgehoben bist.
Das Ausschleichen und Ausschleichen von Psychopharmaka dauert, man braucht Geduld, die Wirkung setzt auch nicht sofort ein. Die Bemerkung deines Arztes ist absolut daneben

19.08.2019 21:14 • x 1 #6


Eis
Hall Minnimaus

Zitat von Minnimaus:
entweder ich bin mit den Tabletten zufrieden oder es gibt gar nix.


Bei der Aussage ist tatsächlich ein Arztwechsel nötig.

Mal zu den Bezeichnungen:

Nervenarzt: ist eine alte Bezeichnung, weil es früher keine Trennung von Neurologie und Psychiatrie gab. D.h. der Nervenarzt kann beides.

Heute gibt es bei den jungen Ärzten entweder
Facharzt für Neurologie: da gehört z. B. die Migräne rein und alle anderen Nervenerkrankungen wie Parkinson, MS usw.

Facharzt für Psychiatrie: da gehören alle psychischen Probleme hin, wie z.B. Depression, Angsterkrankungen

Es gibt auch Ärzte, die haben Fachärzte für Psychiatrie und Neurologie ( meiner z.B.). Das finde ich sehr sinnvoll, weil es ja immer Überschneidungen gibt. Mein Psychiater in der Reha konnte mir z.B. nicht bei der Migräne helfen, da sie zum Neurologen gehört. Obwohl sie sich mit der Depression entwickelt hat.

Also meiner Meinung nach macht es keinen Sinn mit einer Depression zu einem reinen Neurologen zu gehen. Wenn dein Hausarzt aber einen bestimmten empfohken hat, würde ich dort vorbeigehen oder anrufen und fragen, ob er auch Depressionen behandelt.

LG Eis

19.08.2019 22:05 • x 2 #7


Lilly-18
In meinem Post oben muss es natürlich "Aus- und EINschleichen" von Psychopharmaka heißen.
Ich finde es immer noch grauenvoll, wie teilweise mit psychisch Erkrankten umgegangen wird. Manche Ärzte verdienen diese Bezeichnung nicht. Manchmal würde schon ein bisschen Empathie reichen, das hat noch nicht mal viel mit fachlichem Können zu tun.

20.08.2019 06:56 • x 2 #8


Was ich noch erwähnen wollte. Da hier geschrieben wurde,dass ein reiner Neurologe nicht zu empfehlen wäre. Dies kann ich nicht zustimmen. Ich war bei 3 Neurologe und 3 Psychiater. 1 Neurologe und 1 Psychiater waren sehr gut.sie haben ihre Hausaufgaben wirklich gemacht. Der Rest war schlecht. Daher hab ich das auch extra gesagt, dass man dies schwer zu erklären ist, welch besser ist. Man muss halt Glück haben.

Wenn sich der neurologe/Psychiater sich wirklich Zeit nimmt, sich mit dein Problem auseinander setzt,sich für dich mehr interessiert als sei man nur eine akte,dann biste gut aufgehoben.

20.08.2019 07:53 • #9


Minnimaus
Ihr Lieben,

nochmals Dankeschön für die nette Aufnahme hier und die schnellen Antworten.

Habe heute telefonisch bei dem empfohlenen Neurologen angerufen. Leider ohne Erfolg. Dort werden keine Depressionen behandelt. Habe meine Probleme

Werde dann mal weitersuchen und mich umhören.

Habe aber noch viele Fragen.

Liebe Grüße
Minnimaus

20.08.2019 16:34 • x 1 #10


Frederick1
liebe Minnimaus,

Du bei mir hat es auch längere Zeit gedauert, bis ich einen guten Therapeuten gefunden habe. Einen guten Therapeuten der dich annehmen kann, so wie DU bist. Der fähig ist, eine gute Beziehung zu Dir aufzubauen. Ein Therapeut der achtungsvoll mit dir umgeht, der versucht dich und DEIN Leben zu verstehen. Der bereit ist und versucht, auch mal in deinen Schuhen zu laufen.

Mein Therapeut bringt schon von Natur aus, eine gute Portion Einfühlungsvermögen mit sich. Der mich auch mal lobt, aber auch mal kritische Worte zu mir sagt, weil er mir helfen möchte. Und das finde ich toll. Wenn er nicht mein Therapeut wäre, wären wir bestimmt gute Freunde.

Doch ich habe auch lange suchen müssen, doch es hat sich echt gelohnt. Suche weiter liebe Minnimaus, bis du einen guten Therapeuten für dich findest. Nach meiner lieben Frau musste ich auch lange suchen. Für die wertvollen Dinge in unserem Leben müssen wir bereit sein zu suchen, aber oft lohnt es sich.

Ein Mensch der dir auch mal zuhört, der dich ausreden lässt, dich nicht laufend unterbricht.

Ein Mensch der auf dich konzentriert ist, dich achtet.

Das wünsche ich dir, das du solch einen wertvollen Therapeuten für dich finden darfst.


viele liebe Grüße an dich,

in guten Gedanken für dich,


Frederick

20.08.2019 17:04 • #11


Minnimaus
Lieber Frederick,
vielen lieben Dank für deine Worte! Kann ich gerade gut brauchen.
Lieben Gruß
Minnimaus

20.08.2019 17:19 • x 2 #12


Eis
Du kannst zumindest einen Teil Deiner Fragen ins Forum hier stellen. Vielleicht hilft dir das inzwischen bis du einen Termin hast.

LG Eis

20.08.2019 18:37 • x 1 #13


Frederick1
liebe Minnimaus,

da hast du ja aber einen ganz einen tollen Hund. Liebe ist der Entschluss, das Ganze des Hundes zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein wie sie wollen.

Und liebe gute Minnimaus, so wie DU ein JA zu deinem Hund hast, darfst du auch immer wieder ein grundsätzliches Jahr zu dir selbst haben. Du darfst dich so annehmen, so wie du bist, du hast nichts Besseres für dich.ehrlich.

Dein JA zu dir selbst akzeptiert auch deine Lebensrealität. Es heißt nicht, das du alles an dir nur supergut sehen musst.

Denn das wäre unrealistisch. Aber in deinem JA zu DIR selbst stehst DU immer wieder zu DIR! Ein echtes JA zu Dir ist bedingungslos. Es ist nicht an deine Umstände, an Gesundheit, Krankheit, schöne oder weniger schöne Zeiten geknüpft.

Es liegt mehr in deiner eigenen Entscheidung begründet, immer wieder voll und ganz zu dir zu stehen. DEIN JA zu dir darfst du immer wieder erneuern, damit dein JA zu dir selbst einen festen Bestand hat. In deinen Widrigkeiten des Alltages fallen dir immer wieder Dinge auf, die dir nicht so gefallen. Deine Liebe zu dir selbst gerät ins Wanken, wenn du zu perfekt über dich denkst. Doch du musst alles andere als perfekt sein, DU darfst DU sein.und dein lieber Hund natürlich auch.


in guten Gedanken für dich und deinen tollen Hund,

ganz viele liebe Grüße an dich und Hund.


.mein Hund ist nicht immer perfekt.aber das ich meinen Hund voll liebe liegt nicht immer in seinem perfekten Wohlverhalten, sondern weil ich ihn einfach liebe.

20.08.2019 18:50 • #14


Minnimaus
Hallo
ich entschuldige mich vorab, kann keinen klaren Gedanken fassen und es fällt mir schwer mich zu konzentrieren.

Bin wieder bei meinem alten Psychiater gelandet wegen Arbeitsunfähigkeit.
Um meine Fragen loszuwerden und weiter auszuholen sollte ich besser ein Thema aufmachen, oder?

Möchte mich nochmal für eure lieben Antwortenvo n Herzen bedanken.

Liebe Grüße
Minnimaus

25.08.2019 21:15 • x 1 #15




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