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Probleme mit meiner Mutter / wie mit ihr umgehen?

Aydabkz

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Hallo zusammen,

Ich weiß, ich habe schon öfter hier deswegen geschrieben aber es ist auch nunmal der einzige Grund warum ich mich hier angemeldet habe.

Also, meine Mutter ist die letzten Jahre echt sehr sehr kompliziert. (In ihrer Kindheit wurde sie angeblich misshandelt, sie war 3 Mal in einer Psychiatrie in ihrer Jugend. Und irgendwann wurde mein Vater handgreiflich ihr gegenüber, weswegen sie ins Frauenhaus geflohen ist). Alles nicht schön und auch überhaupt nicht gut zu reden. Es ist natürlich normal , dass man dann eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickelt. Aber das alles ist nun 6 Jahre her.

Vor 6 Jahren sind wir umgezogen ,ohne meinen Vater und sie lebt seitdem allein. Und mit allein meine ich es auch. Denn sie redet schlecht über jeden in der Nachbarschaft anstatt den Menschen Mal einfach eine Chance zu geben. Sie sagt immer, dass ist nicht ihr Niveau, mit solchen Menschen möchte sie sich nicht abgeben usw. Und das obwohl wir uns in der Anfangszeit echt gut mit den Nachbarn verstanden haben. Aber sobald man ein falsche Wort sagt was ihr nicht passt oder einfach andere Meinungen hat kommt "was sind das für dumme Menschen." Oder halt alle schlecht reden.

Sie geht auch so oft aufs aussehen von bekannten, Nachbarn etc. ,"Hast du sie schon heute gesehen, Guck Mal wie die Rum läuft. " Ich habe das Gefühl, sie kann keine richtigen Bindungen zu Menschen aufbauen. Wenn, dann nur für eine kurze Zeit oberflächlich und danach redet sie über die wie Dreck. Bestes Beispiel,ihre Fortbildung. Sie hat sich anfangs mit allen super verstanden. Und nach 2 Wochen hat sie nur noch h davon geredet wie asozial die alle sind.

Damals ging ich auch zur Therapie. Ich habe oft mit meiner Therapeutin über das Verhalten meiner Mutter gesprochen. Meine Mutter hat mir die Therapeutin sogar ausgesucht und anfangs noch richtig gut von ihr gesprochen. Nach dem Gespräch zu dritt war sie natürlich eine schlechte und inkompetente Therapeutin, weil sie einfach nicht das gesagt hat, was meiner Mutter passt. Das gleiche ist bei Ärzten. Man kann sie nie glücklich machen.

Also. Zu mir. Ich hatte eine esstörung vor 7 Jahren. Die war so schwer, dass ich mehrmals in Krankenhäusern und Kliniken musste. Dann kam ich in die Psychiatrie, unglücklicher weise in eine, die mich und die Patienten generell nicht gut behandelt hat. Mir wurden die Worte umgedreht und das täglich. Andere wurden provoziert, damit sie fixiert werden. Ich habe davon ein Trauma. Immer wenn ich so ein ähnliches piepen wie damals höre, als alle Betreuer kamen um die an dieses Bett zu fesseln spüre ich direkt ein ganz komisches Gefühl. Und das aller schlimmste für mich war, als die Patienten die ganze Zeit ganz laut geschrien haben.

Ich war 12 und alle Patienten dort waren minderjährig! Und deswegen ging ich dann erst vor 2 Jahren zur ambulanten Therapeutin um den Aufenthalt aufzuarbeiten. Die Essstörung habe ich selber überwunden. Aus eigenem Willen und eigener Kraft als ich 17 war. (Ich bin jetzt 19 und sehr zufrieden mit meinem Körper). Zur Therapie gehe ich auch schon lange nicht mehr.

Ich hab mein Leben aber nach und nach in den Griff bekommen. Habe meinen Abschluss, mache ein Freiwilliges Soziales Jahr und weiß schon was ich studieren will. Aber das wichtigste ist, dass ich mich selber angefangen habe zu Lieben. Irgendwann hat es einfach Klick gemacht und ich dachte mir , die längste Beziehung die ich in meinem Leben überhaupt führen werde , ist die zu mir selbst. Also habe ich Dinge getan , die mir gut tun, mehr acht auf meinen Körper gegeben und gemerkt, wie schön das Leben sein kann. Irgendwie kommt es mir sogar so vor, als wäre ich damals eine ganz andere person als heute.

Bei meiner Mutter hat sich in der Zwischenzeit garnichts verändert. Außer dass sie alleine ist und einigen Menschen sogar den tot wünscht. Man sieht ihr auch an , dass es ihr einfach nicht gut geht aber sie sagt, dass es ihr gut geht. Und trotzdem schreit sie mich so oft an, wegen belangenlosen Dingen.

Wenn zum Beispiel ein Regal in meinem Zimmer nicht aufgeräumt ist sagt sie sofort, das alles hier "versifft" ist. Wieso kennt sie solche Worte wie Unordnung nicht? Sie wird gleich beleidigend. Aber mittlerweile geht es mir hier rein da raus.

Meine kleine Schwester ist nach wie vor ihr Heiligtum. Egal was sie macht, sie hat Recht. Und es macht ihnen so viel Spaß über mich hierzu ziehen. Daran sieht man schon, dass sie nicht glücklich sind. Positive Menschen sehen in allem das positive und negative nunmal das negative. Ich bin sehr optimistisch geworden. Auch, wenn es mir jetzt gerade nicht gut geht, versinke ich nicht in meiner Trauer sondern sage mir, dass es auch Mal einfach regnen muss und nicht immer die Sonne scheinen kann.

Aber meine Mutter versucht immer wieder irgendwie meinen selbst wert zu ruinieren. Zum Beispiel wollte ich einen Termin beim Frauenarzt. Was macht sie? Macht sich direkt danach einen Termin. Also war ich dort und sie dann direkt nach mir. Wahrscheinlich weil sie einfach nicht loslassen kann.

Und dann hat sie mich allen Ernstes gefragt, ob ich irgendwas schlechtes über sie erzählt habe bei der Ärztin. Weil die sie angeblich ganz komisch angeschaut hat. Dann sagte sie" es war schon immer so, immer schauen sie mich blöd an wenn ich mit dir unterwegs bin, weil du dich so komisch verhältst!"

Früher hat mich das sehr verunsichert aber jetzt irritiert es mich nur. Was für kranke Gedanken Gänge muss sie haben , wenn sie darauf kommt, dass ich schlecht bei der Ärztin über sie spreche? Irgendwie fehlen mir da einfach nur die Worte.

Und was ich auch einfach nicht verstehe, sie ist sehr konservativ. Sie meinte zu mir, eigentlich sollte ich erst einen Freund haben , wenn ich das Studium abgeschlossen habe so etwa mit Mitte 20. Ich hatte schon ein paar Dates und einen Freund. Jedoch hat mein Ex mich garnicht gut behandelt und nahm Dro. , weswegen ich jetzt vorsichtiger bin.

Dennoch finde ich für mich persönlich ist es die perfekte Zeit jemanden kennen zu lernen. Weil ich mich selber Liebe und erst dann eine richtige Beziehung eingehen kann. Ich bin selbstbewusst und versuche so unabhängig wie möglich zu sein und das heißt, auch nicht abhängig von einem Typen. (Hoffentlich hat man jetzt verstanden, wie ich es meine)

Und da ich ihr in dem Punkt nunmal auch wiedesprochen hat, hat sie mich als *beep* beleidigt. Ich überlege auch momentan, die Pille zu nehmen, jedoch weiß ich was für Nebenwirkungen die haben kann. (kommt auf die Pille an und wie der Körper darauf reagiert). Als sie das erfahren hat war sie extrem abweisend und meinte sie spricht nicht über solche Themen.

Meine Familie ist allgemein sehr konservativ, ich weiß noch , als ich klein war(7 oder , hab ich heimlich von meiner älteren Cousine die bravo gelesen, weil ich einfach neugierig war. Und als meine Tante das gesehen hat schrie sie mich erst an und erklärte mir dann , dass es "was ganz böses" ist und nur "böse Menschen" sowas machen. Also, in der ganzen Familie absolutes Tabu Thema was ich nicht verstehen kann. Oder ich bin einfach zu offen aber für mich gehören solche Themen nicht tot geschwiegen.

Ich weiß dann noch, als wir Aufklärungsunterricht in der schule hatten meinte besonders meine Tante ja immer wieder das das alles ja so böse ist und ich weiß noch, wie mir immer so schlecht würde dass ich einmal sogar ohnmächtig geworden bin obwohl es einfach nur um den Körper ging.

Ich glaube der Text ist schon viel zu lang aber ich finde es dennoch nicht schön immer wieder zu hören dass ich eine *beep* bin oder sowas in der Art.

Und eine ganz andere Sache ist, ich träume so oft von meiner Mutter. (In lezter zeit nicht so sehr aber damaks immer in regelmäßigen abständen) Oft träume ich, dass sie schizophren ist was mich dann echt schockiert. Ich weiß nicht wieso ich es träume. Manchmal weint sie einfach nur und läuft weg und heute Nacht zum Beispiel habe ich geträumt, dass sie meinen Geburtstag vergessen hat was mich irgendwie richtig verletzt hat im Traum.

Ich weiß nicht wirklich , was die träume zu bedeuten hatten aber hoffe , dass das alles nicht zu umständlich geschrieben ist.

Danke an alle , die sich das bis zum Schluss durchgelesen haben. Manchmsl tut es auch einfach gut, sich alles aus der Seele zu schreiben damit der Kopf wieder frei wird.

05.06.2020 16:01 • x 1 #1


Bella1234

Hallo,
klingt nach einem schweren Umfeld für dich.
Schön, dass du dich annehmen kannst Und nicht mehr so viel wert auf die Meinung deiner Mutter legst.

Ich hab aber nicht so richtig rauslesen können, welchen Rat du suchst.

06.06.2020 14:54 • #2

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