Probleme mit anderen Menschen

Nizza83

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Hallo Zusammen, heute habe ich mich hier angemeldet, da ich irgendwie komplett festgefahren bin. Ich habe schon seit etwa 15 Jahren Depressionen, habe zwei Therapien hinter mir und muss dauerhaft Antidepressiva nehmen, da ich ohne nicht klar komme. Ich habe das Problem, dass ich immer denke, dass andere mir etwas böses wollen. Ich ziehe mir jeden Schuh an der im Raum steht. Daran konnten die Therapien leider auch nichts ändern. Dann habe ich noch meinen Mann, der sich mit dem Thema Depressionen nicht identifiziert und der mich oft nicht versteht oder es oft knallt. Ich habe eine schwere Vergangenheit aus der das alles resultiert aber es muss doch auch mal besser werden. Ich habe eine Bekannte in unserem näheren Umfeld, die alle gegeneinander ausspielt und die Leute ausnutzt usw. Sie tut vorne herum immer auf sehr hilfsbereit und gute Freundin und hinten herum bekomme ich oft mit, was dann eigentlich so hinter meinem Rücken abgeht. Ich habe schon versucht mich von abzuwenden.

Ich bin 34. Warum kann ich da nicht drüber stehen oder diese Person einfach mal auflaufen lassen. Es regt mich tag täglich auf.

Kann mir vielleicht einer einen Tip geben wie ich damit umgehen soll? Oder wie macht ihr das in solchen Situationen? Wenn sich ständig jemand in deinen Freundeskreis drängt und dann anfängt dort alles durcheinander zu bringen und die Leute gegen einen aufzustacheln??

Bitte gebt mir einen Rat.

21.12.2017 20:45 • #1


Scholi

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Hallo
Tja...das ist echt blöd, schlimm, doof, kacke....
Aber weißt du, du kannst keinen Menschen verändern......nur dich selbst....
Du kannst wollen, ärgern, traurig sein ......die anderen ändern sich nicht.....

Du kannst doch Abstand nehmen, du musst doch nicht mit ihr zusammen sein, du kannst den Kontakt abbrechen.....
Es hilft dir nicht, dich zu ärgern, es schadet dir nur, lass den Ärger los...lass die Menschen los.....die dir nicht gut tun....
Dann kannst du besser alleine sein, eine Zeit lang.......und dann kommt was neues....
Ich habe auch chronische depressionen, schon sooooo lange

Ich gucke mir meinen Ärger oft an, und dann merke ich, dass ich mir nur selbst schade.....
Es gibt deine Angelegenheit und meine.......wenn du versuchst ein bisschen danach zu leben, ist es einfacher...
Ich habe mich gefragt, "was hat das mit mir zu tun"
Nichts......also loslassen.....Menschen, Dinge, Situationen......was hab ich damit zu tun????

Es wird leichter, weil dadurch eine Gelassenheit kommt......das tut gut, man muss es immer üben, für dich ist es gut....
Ich habe mich von vielem getrennt, akzeptiert das es mal gepasst hat, heute aber nicht....
Wir verändern uns, das Leben, die Zeiten und die Menschen......
Loslassen ist eins der schwierigen Dinge im Leben die wir lernen sollten.....
Das Gras wächst nicht schneller, wenn du dran ziehst....

Wenn bekannte, Partner usw. Dir nicht mehr gut tun, loslassen...wenn du merkst es geht nicht, sondern dich nur ärgert....
Du hast ja so keine Chance wenn du so weitermachst......außer Ärger und Wut, und das ist Gift

Liebe grüsse

22.12.2017 09:15 • #2


Chris960

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Ich würde die Person gar nicht erst einladen und mich von ihr komplett abwenden. Menschen ändern sich leider nur wenig wenn überhaupt. Deinen Freundeskreis würde ich darauf aufmerksam machen und es so wirken lassen, als ob du sie nicht gegen die Person hetzen würdest.

22.12.2017 13:51 • #3


bones

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Nun ich würde da etwas anders angehen als Chris geschrieben hat. Ich würde es so nicht handhaben. Es ist völlig egal was andere von einer Person halten. Einzig was wichtig ist,was einen selber am besten ist.

Also ich würde an deiner Stelle die Person drauf ansprechen. Deine Sichtweise in angemessenen Ton ihr das persönlich schildern. Und dann hat sich das Thema für dich erledigt. So geh ich vor. Natürlich ist die direkte Art bei vielen nicht immer willkommen.aber das ist Recht nebensächlich. Es hilft immer reinen Tisch zumachen für einen selber.
Ich weise zwar nicht warum dein Mann mit deinen Depressionen ein Problem hat? Aber achte mehr auf dich. Jemand der/die einen vom Herzen lieb haben , nehmen das ernst und wünschen das beste . Ein stabiles Umfeld würde dir gut tut,was aber leider nicht der Fall ist. Schade drum. Macht das ganze natürlich nicht einfach.

22.12.2017 16:20 • #4


Nizza83

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Danke für eure Antworten. Ich bin oft sehr labil und es fühlt sich an, als wenn innerlich ein Seil gespannt ist. Ich habe momentan viele schlechte Tage. Ich habe versucht mich abzulenken, das ganze Haus renoviert usw. Für den Moment hat das geklappt, nur ich muss mich auch mal ausruhen und auftanken und dann sind da wieder diese ganzen Gedanken. Ich versuche seit 2 Jahren von dieser Person los zu kommen, aber immer dann wenn ich dachte jetzt ist es gut, bendelt sie wieder mit einer anderen guten Freundin von mir an und schon ist es wieder da, diese schei. Situation, wo sie wieder bei den anderen Gesprächsthema ist. Sie dann wieder fröhlich rum lästert und die anderen es einfach nicht merke. Ich kann mich nicht von allen abwenden. Freunde sind ja wichtig und man braucht auch jemanden zum Reden, erst recht wenn der Partner einen nicht versteht. Ich hatte meine Dosis Antidepressiva schon gut runter geregelt aber jetzt nehme ich wieder das volle Programm. Sind wir irgendwie anders? warum haben einige Depressionen und andere nicht? wie gerne wäre ich frei davon. Mein Therapeut meinte nur leider das es nicht heilbar ist und man immer wieder rückfällig werden könnte. Nun ja bei mir ist es irgendwie dauerhaft so geblieben :(

22.12.2017 20:02 • #5


bones

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Ja ich weiss,wo von du redest mit labil.das Problem hab ich selber auch zur Zeit. Innerlich bin ich selber ein Wrack. Warum Menschen wie uns depri haben und andere nicht, ist nachvollziehbar. Klar sind Freunde wichtig, aber nur auf gesunder Basis. Ich kann mit 2 Händen nachzählen,welch von den Menschen noch übrig sind ,die ich als Freunde bezeichnen kann. Der Rest sind die,die eigentlich Freunde wären. Darauf kann ich gut verzichten. Man ist mit sich selbst schon am kämpfen Tag für Tag, Nacht für Nacht,was enorm Kraft und einen den Verstand raubt. Auch ich habe das Verlangen nach frei sein sehr oft.

22.12.2017 21:28 • #6


Nizza83

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@Bones

Wenn du einen richtige schlimmen Tag hast oder gerade eine schlimme längere Phase, wie gehst du damit um und was hilft dir dabei? Das man mit dich selbst kämpft jeden Tag ist eine gute Aussage um das festzuhalten wie es wirklich in einem aussieht. Viele finden mich komisch weil ich anderen gegenüber eher sehr zurückhaltend und verschlossen bin. Damit können viele nicht umgehen und man hat oft schnell einen Stempel drauf...

23.12.2017 20:22 • #7


bones

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Was ich immer gern mache ist, wenn es mir nicht gut, spiele Gitarre. Gerade da lasse ich es nicht zu, dass ich meinen​ Verstand die Chance gebe verrückt zuspielen btw ich vertieft bin mit mir selber. Das hilft mir etwas. Natürlich gibt Tage, da hilft mir gar nix. Da bin ich völlig ausgeliefert. Muss mich aber dennoch zusammen reißen wegen die Kinder. Versuche da dennoch ein guter Daddy zu sein. Muss aber auch sagen, dass meine Partnerin mich gerade in solchen Tagen sehr unterstützt,was ich zu schätzen weiss. Ist schwierig da etwas zu finden, was einen gut tun könnte, wenn man sich elend fühlt. Ich werde auch in 3 Wochen endlich die Tagesklinik besuchen. Und ich selber merke dass die dunklen Tagen immer mehr werden und ich dies als Option sehe​,dass ich damit lerne umzugehen.

24.12.2017 11:06 • #8


Nizza83

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Hallo Bones,

wie läuft das denn ab mit der Tagesklinik? ich bin fast Vollzeit Berufstätig und das würde dann ja nicht funktionieren oder? Ich möchte eigentlich nicht noch eine Therapie machen aber etwas passieren muss ja trotzdem. Ich würde so gerne meine Gedanke ausschalten und das Gefühl von vielen so Mißverstanden zu werden. Freunde die sich von einem abwenden weil man denen nicht normal erscheint. Das verletzt mich sehr.. Diese Krankheit ist so schwer zu händeln..

27.12.2017 16:37 • #9


bones

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In der Regel wird dein Psychiater/in dich für 4-6 wochen krank schreiben. Ich habe aber aufgrund der neuen Stelle offen mein Arbeitgeber darüber unterhalten. Und ihm um Urlaub gebeten. Da ich selber Vollzeit Job hab. Im Absprache mit meiner Partnerin. Da alles geregelt werden muss mit ihr Arbeit inkl unser Kinder.
Im schweren Fällen führt eine gute Klinik dich behutsam wieder ins Berufswelt ein. Hängt stark vom "Erkrankung" ab, wie lang es für nötig ist. Dort werden dann einzel- sowohl Gruppentherapie stattfinden mit Psychologe und bei mir noch meine Psychiaterin dazu kommen. Soweit ich das richtig verstanden habe noch andere Sachen um mit meiner Problemen umzugehen. Dies war mir wichtig.

Ich würde aber eher man sowas in Betracht zieht,ein Gespräch dort vor Ort im Absprache mit Psychiater machen. Nicht immer sind leider viele Kliniken gut.

27.12.2017 23:29 • #10

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