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Nachts ist der Kopf wieder am rattern - wie stoppen?

Summmm

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Hallo. Vor 2 Monaten habe ich hier schon einmal einen Anlauf unternommen Hilfe zu finden, wenn ich nachts nicht mehr mit meinen Gedanken klar komme.
Also neuer Versuch.
@Mod: bitte nicht wieder Titel ändern
Aktuell habe ich genau wieder dieses furchtbare Daliegen, Gedankenrattern, mich einsam-fühlen (obwohl Kind+Mann neben mir liegen), alles Mögliche und Unmögliche Durchdenken (was muss noch getan werden,wovor drückst du dich. ). und ich bin so unruhig, dass ich weder schlafen kann, noch konzentriert lesen könnte oder TV gucken könnte oder oder oder.
Aber mein Herz klopft, mein Kopf läuft auf Hochtouren und dieser Zustand macht mich noch wahnsinnig!
Vor 2 Monaten suchte ich jemanden, der nachts evtl. schreiben mag - aber ich glaube, dass Viele von Euch Medis nehmen und daher wirklich schlafen?
Was kann ich bloß tun in solchen Momenten? Was macht Ihr? Außer Medis zum Schlafen.
Ich kann hier auch nicht unendlich Krach machen - schon allein wegen Kind.
Es wäre wirklich schön,wenn jemand eine Idee hat.
Zu mir und meinen Problem"chen":

im November bekomm ich endlich Mutter-Kind-Kur wegen "besonderem Kind" (ich bin ko deshalb - 1 Jahr home-office mit besonderem Kind raubt alle Kräfte)

Ich habe Umzug nach jahrelanger nervenaufreibender intensiver Pflege Elternteil in geerbtes Haus +Garten gehabt und nun allerdings endlos Bauarbeiten (auch wegen Kostenfaktor geht nur Stück für Stück)

Hier habe ich noch keine Freunde (kuh-dorf. )

Ich studiere - derzeit im home-office
Alte PTSD, früher Medis wegen Depressionen, seit 01/ 2010 keine Medis + therap.Unterstützung mehr
Medis möchte ich auch partout nicht mehr

So,nun hoffe ich auf erhellende Antworten oder doch jemanden, der nachts auch oft daliegt, und mein Kopf-ratter-Herzklopf-Problem kennt und auch mal nachts schreiben mag
(Dann aber nicht tiefgehende Probleme, sondern nett, ablenkend. )

05.05.2021 04:31 • #1


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Greta

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Liebe Summmm,

einfach nicht mehr abschalten können ... nächtliches Gedankenkreisen ... Unruhe .... das alles kenne ich leider auch.
Nachts scheinen die Probleme ja noch so viel größer und die Welt so viel grauer.

Es müssen ja nicht immer gleich die "harten" Medis sein.
Vielleicht hilft es dir schon, wenn du etwas Beruhigendes vor dem Einschlafen nimmst. Baldrian und Lavendel sind rein pflanzlich und bringen einen ein bisschen runter. Eine Zeitlang haben mir auch pflanzliche Tropfen aus der Apotheke geholfen (Sedariston).
Was bei mir auch gut funktioniert sind Entspannungs-CD's. Phantasiereisen oder Autogenes Training z.B. Die klemme ich mir dann nachts aufs Ohr und schlafe regelmäßig dabei ein.
Auch folgende Atemübung finde ich prima (Tipp meines Therapeuten):
Vier Sekunden tief einatmen ... vier Sekunden halten ... vier Sekunden ausatmen ... vier Sekunden halten ... und wieder von vorn. Dabei richtet sich der Fokus so aufs Atmen, dass für Gedanken kein Platz ist. Allein schon das Zählen ... eins ... zwei ... drei ... vier ... Ich komme damit ganz gut zur Ruhe.

Alles Liebe für dich
Greta

05.05.2021 06:40 • x 2 #2



Hallo Summmm,

Nachts ist der Kopf wieder am rattern - wie stoppen?

x 3#3


Summmm

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Ja. Einschlafen geht ja. Zwangsläufig. Ich bin so ko vom Tag, dass ich automatisch irgendwann schlafe. Hinzu kommt die allabendlich Geschichte für mein Kind. Habs schon gesagt "er ist besonders " und fast nie vor 0.00 Uhr zur Ruhe zu bekommen. Er schläft nicht, bis ich auch im Bett bin. Er möchte jeden Abend noch 1 Geschichte - in der Regel soll ich mir diese ausdenken. Hätt ich mal aufnehmen sollen - dann gäb es jetzt ein Koboldbuch
Ja, dann schlaf ich auch ein.
Jedoch werd ich eben mitten in der Nacht mit Herzklopfen wach, Gefanken, Ängsten, Ängsten über mein gefühltes Versagen, Anderssein, Nicht-so-gut-wie-die-Anderen sein, eben unerledigter angstmachender Papierkram, Kind + Probleme und und und
Ist also nicht Einschlafen, sondern Durchschlafen.
Das mit dem Atmen werde ich mal probieren. Danke für die Idee. Das wäre auch machbar.
Mir geht es ja auch genau darum - wie man in dem Moment die Kopfsuppe wegbekommt?

05.05.2021 08:44 • x 1 #3


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Greta

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Zitat von Summmm:
Ist also nicht Einschlafen, sondern Durchschlafen.

Das habe ich auch so verstanden
Zitat von Summmm:
Das mit dem Atmen werde ich mal probieren

Berichte mal, ob es funktioniert.

Auch die Entspannungs-CD nutze ich, wenn ich nachts aufwache und die Gedanken kreisen. Also nicht nur zum Einschlafen am Abend. Da geht es mir nämlich genau wie dir und ich falle erstmal platt um. Beim Durchschlafen aber haperts dann.

05.05.2021 13:29 • #4


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Galicia

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Hallo Summmm,

kommt mir alles sehr bekannt vor ... todmüde einschlafen und dann irgendwann aufwachen und es rattert im Kopf. Ich glaube, das ist ein sehr verbreitetes Symptom. Ich drehe dann auch "gern" gedankliche Endlosschleifen, wie ich aus diesem oder jenen rauskomme, wie ich dieses oder jenes Problem endlich lösen könnte.

Ich nehme keine Medis - aus Prinzip nicht, da ich auf alle Medikamente, egal welche und gegen welche Krankheit immer stark reagiere. Hab mal gelesen, dass das oft bei hochsensiblen Personen der Fall ist.

Ich würde aber nachts auch auf keinen Fall mailen wollen. Grundsätzlich schalte ich vor dem Schlafengehen alles aus, was Verbindung mit der Außenwelt hat (und schalte es nachts auch nicht wieder an). Ich versuche es auch oft mit Konzentration aufs Atmen. Auch Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training hilft manchmal. Lavendelsäckchen neben dem Kopfkissen auch. Oder ich stelle mir vor, ich schaue mir selbst dabei zu, wie ich da liege und mich hin und her drehe und im Kopf sinnlose Schleifen drehe. Das hilft mir auch manchmal die nötige Distanz zu meinem Denkkarussell zu bekommen. Wenn alles nichts nützt, war ein Tipp aus der Klinik, in der ich vor vielen Jahr war, alles aufzuschreiben was einen umtreibt und das dann wegzuschließen (in eine Kiste, eine Schublade, was auch immer) mit dem deutlich visualisierten Vorsatz "Darum kümmere ich mich am ... um ... Uhr!"). Klappt übrigens erstaunlich gut, wenn es etwas bestimmtes ist, was mich massiv beschäftigt. Oder allabendlich auf der Bettkante in der Vorstellung einen seeeehr großen Luftballon aufpusten, zwischen den ausgestreckten Armen halten, alle Sorgen und Nöte reinpacken und ihn dann wegfliegen lassen. Auch das hilft manchmal.

Und manchmal hilft eben alles nix, dann bleibt nur es einfach anzunehmen, dass es hier und jetzt so ist wie es ist. Ohne sich zusätzlich neuen Druck zu machen, der es ja auch nicht ändert. Und ganz manchmal stehe ich dann einfach auf, bleibe 2 Stunden auf und mache irgendwas, was ich mag (lesen z.B., oder stricken) und gehe dann wieder ins Bett. Das aber selten. Eventuell lohnt auch ein Besuch beim Gynäkologen. Meiner stellte nämlich ein hormonelles Ungleichgewicht im Zusammenhang mit den Wechseljahren fest, das durch pflanzliche Hormone so eingestellt werden konnte, dass jahrelange Schlafstörungen verschwanden.

Jetzt stecke ich seit einer Weile in einer depressiven Phase, die natürlich auch wieder mit Schlafstörungen einher geht. Aber das ist ein Phase, das weiß ich, das sage ich mir dann selbst, und mit Hilfe der verschiedenen oben beschriebenen Methoden klappt es meist ganz gut. Und wenn nicht, dann gilt eben: Annehmen, was ich nicht ändern kann, und mich deswegen nicht noch zusätzlich fertig machen.

Liebe Grüße und alles Gute
Galicia

05.05.2021 16:38 • #5

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