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Mir fehlt der Beziehungsalltag

Josie1275

Josie1275

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Hallo

ich möchte heute gerne mal meine Sorgen mit Euch teilen.
Ich bin 46 Jahre alt und leide wohl schon seit 30 Jahren unter wiederkehrenden Depressionen.

Ich führe seit fast 5 Jahren eine Beziehung in der es keinen Alltag gibt.
Für mich ist das total neu, nicht miteinander einzuschlafen + und nicht miteinander aufzuwachen.
Es gibt Monate in denen ich mich gut damit arrangieren kann und dann wieder Momente in denen ich damit gar nicht
glücklich bin und über Trennung nachdenke.

Ich liebe meinen Partner, dessen bin ich mir sicher.
Ich kann nur nicht die Beziehung mit ihm führen, die ich mir eigentlich wünsche . . = zusammenziehen / heiraten.

Ich weiß aber auch das nicht der Partner für mein Glück verantwortlich ist, sondern ich mich selbst darum kümmern muss.
Mit meinen Selbstreflektionen kam ich zu dem Ergebnis das ich aber auch in Beziehungen mit ZusammenWohnen und verheiratet sein irgendwann nicht mehr glücklich war.

Mir ist auch klar das man in einer Beziehung nicht immer nur glücklich ist, darum geht es nicht.
Nur manchmal habe ich das Gefühl Lebenszeit zu verlieren weil ich doch eigentlich ganz anders leben möchte.

Könnt ihr mir vielleicht helfen den Kern meines Problemes zu ergründen?

06.10.2022 09:37 • #1


Ebenholz

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War denn das Zusammenleben der Grund fürs unglücklich sein?
Oder waren es eher andere Dinge, die Dir eher aufgefallen sind, weil Ihr in einer Wohnung gelebt habt?
Warum lebt Ihr nicht zusammen? Entfernung oder möchte Dein Partner nicht?

06.10.2022 09:47 • #2



Hallo Josie1275,

Mir fehlt der Beziehungsalltag

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Josie1275

Josie1275

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Wir haben noch nie zusammen gelebt.
Er möchte das nicht, glaube ich.

06.10.2022 12:47 • #3


Ebenholz

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Glaubst Du? Du hast es noch nicht angesprochen?

06.10.2022 13:08 • #4


Josie1275

Josie1275

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Doch schon, aber ich erhalte ausweichende Antworten wie z.B. man muss ja nicht zwingend zusammen wohnen (nur weil es die Gesellschaft so erwartet oder es so Standard ist)
oder solche wie Du kannst doch immer bei mir sein, wenn Du es willst .......
fang doch einfach mal an mit dem BeiMirSein, ich werd Dir dann schon sagen wenn Du mir auf die Nerven gehst und ich mal einen Tag Ruhe möchte.

So hab ich z.B. noch nie, in den vier Jahren bei ihm geschlafen.
Bis vor einem Jahr durfte ich sein Haus noch nicht mal betreten bzw. nur dann wenn seine ExSchwiegereltern nicht zu Hause waren.
Sie waren direkte Nachbarn sind es jetzt nicht mehr.

Es fällt mir unheimlich schwer den Schalter von sein Haus ist tabu umzulegen auf
fühl Dich jetzt einfach bei mir zu Hause.

Ich möchte dem gern auf den Grund gehen was genau mich nicht - glücklich macht.
Ist es wirklich er, die Beziehung oder mein fehlender Selbstwert der mich daran hindert mich in dem Haus
wohl zu fühlen das er 22 Jahre lang mit seiner ExFrau bewohnte?

Wenn ich ihn um Kleinigkeiten bitte, wie z.b. ein Bild abzunehmen welches mich so sehr an meine Vorgängerin erinnert wird das abgetan / meine Gefühle nicht ernst genommen. mit Warum stört Dich genau dieses Bild, Du kochst doch auch mit ihren Töpfen, in der Küche in der sie stand, sitzt an dem Tisch an dem sie saß

Also bin ich unglücklich weil ich mich mit Ihr vergleiche? Ihren Wert höher ansetze als den meinen?

06.10.2022 14:35 • #5


Ebenholz

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Puh. Es klingt nicht danach, dass Dein Freund gut auf Deine Bedürfnisse eingeht. Und das schon bei relativ „kleinen“ Dingen.
Was schätzt Du denn an ihm? Was tut Dir gut, wenn Du mit ihm zusammen bist?

06.10.2022 15:25 • #6


Josie1275

Josie1275

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Nicht böse sein @Ebenholz aber ich würde gern erstmal andere User dazu hören und wollte hier keinen reinen Dialog führen.

06.10.2022 15:40 • #7


Ebenholz

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Dein Anliegen mehrere Meinungen zu erhalten ist natürlich in einem Forum legitim.
Nichtsdestotrotz hätte ich mir einen wertschätzenden Umgang mit meinen Reaktionen gewünscht.

06.10.2022 16:21 • x 2 #8


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Lilly-18

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Ich lebe auch mit meinem Partner, der bald mein Mann sein wird, in dem Haus, das ich mit meinem Exmann seinerzeit gekauft habe. Meine Kinder sind hier aufgewachsen und ich war glücklich, das Haus nach der Scheidung behalten zu können.
Nach ca. 2 Jahren Beziehung habe ich meinen Freund gebeten, zu mir zu ziehen. Die Kinder waren damals noch pubertär und nur semi-erwachsen . Aber auch ich sehnte mich nach einem Beziehungsalltag, der sowieso schwierig ist, weil mein Freund Schicht arbeitet.
Selbstverständlich bin ich auf seine Bedürfnisse eingegangen und habe als erstes mein Ehebett entsorgt. So nach und nach haben wir uns zusammen eingerichtet. Die Bilder meines Ex-Mannes sind natürlich verschwunden, die hingen nur noch in den Zimmern der Kinder, was auch ok. ist.
Meine Meinung ist, dass es wichtig ist, sich einig zu sein. Wenn ihr beide damit klar kommt, eine eigene Wohnung zu haben, spricht da nichts dagegen. Ich kenne sogar Ehepaare, die nicht zusammen wohnen. Hier klaffen aber die Bedürfnisse wohl auseinander, was nicht gut ist, weil du darunter leidest. Er scheint noch sehr in seiner Vergangenheit verhaftet zu sein und kein rechtes Interesse daran zu haben, mit dir neu anzufangen.
Ich würde Klartext mit ihm reden, von deinen Gefühlen reden ohne ihm Vorwürfe zu machen und ihm klar schildern, was du dir vorstellst. Nur wenn er auf dich zugeht - und zwar deutlich! - sehe ich eine Zukunft für eure Beziehung.

06.10.2022 18:08 • x 2 #9


Josie1275

Josie1275

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Zitat von Lilly-18:
Hier klaffen aber die Bedürfnisse wohl auseinander, was nicht gut ist, weil du darunter leidest.
Er scheint noch sehr in seiner Vergangenheit verhaftet zu sein und kein rechtes Interesse daran zu haben, mit dir neu anzufangen. ..


Wahrscheinlich triffst Du genau den Punkt den mir mein Bauch immer signalisiert.
Nicht gut genug - nicht die Richtige für ihn zu sein

Spreche ihn darauf an versucht er einerseits mir die Vorzüge des Nicht-Zusammen wohnen`s schön zu reden
und anderseits stellt er mir dar in welchen Punkten er sich doch schon entwickelt hätte.
So z.B. seine Kinder, denen ich die ersten 2 Beziehungsjahre nicht mal vorgestellt wurde .......
mögen mich jetzt total gerne. Sie akzeptieren mich und wir haben ein gutes vertrautes Verhältnis miteinander.

Es geht vorwärts, nur in seinem Tempo welches mir zu langsam ist.
Und dann bin ich wieder an dem Punkt, an dem ich mich frage ob ich Jahre verliere an einen Mann der es vielleicht
gar nicht ernst mit mir meint.

Eine Freundin sagte mir das meine Liebe zu ihm von der Hoffnung auf Änderung lebt,
meine langjährige Freundin sagt mir, das ich Sicherheit in einer Beziehung brauche - die er mir nicht gibt.

Er ist aber der Meinung, ich hätte alle Sicherheit von ihm die ich bräuchte.
Und spätestens da bin ich wieder an dem Punkt die Fehler bei mir zu suchen ...

06.10.2022 23:12 • #10


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Lost111

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Zitat von Josie1275:
So z.B. seine Kinder, denen ich die ersten 2 Beziehungsjahre nicht mal vorgestellt wurde .......

Wenn ich nur ganz kurz was dazu sagen darf: hat dir das zu der Zeit noch nicht zu denken gegeben? Also, mir würde es sehr seltsam vorkommen, wenn mein Partner mir so lange seine Kinder nicht vorstellen mag.
Ich kann durchaus verstehen, warum du dich nicht aufgehoben fühlst; du machst das immerhin seit 5 Jahren mit (was jetzt kein Vorwurf sein soll). Du bist unzufrieden. Ob er es ernst mit dir meint, kann ich dir natürlich auch nicht sagen.
Allerdings solltest du vielleicht mal ein klärendes Gespräch mit ihm führen - wo Jeder ehrlich sagen kann, wie die Beziehung weitergehen soll/kann. Welche Erwartungen man hat und ob man die irgendwie zusammenbringen kann.

Zitat von Josie1275:
Er ist aber der Meinung, ich hätte alle Sicherheit von ihm die ich bräuchte.
Und spätestens da bin ich wieder an dem Punkt die Fehler bei mir zu suchen ...

Ja, aber du fühlst diese Sicherheit nicht (korrigiere mich bitte, falls ich da falsch liegen sollte).
Warum denkst du, dass nur du schuld bist an der Situation? Er hat sicherlich so einiges dazu beigetragen.

06.10.2022 23:26 • x 2 #11



Hallo Josie1275,

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Josie1275

Josie1275

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Zitat von Lost111:
hat dir das zu der Zeit noch nicht zu denken gegeben? Also, mir würde es sehr seltsam vorkommen, wenn mein Partner mir so lange seine Kinder nicht vorstellen mag. Ich kann durchaus verstehen, warum du dich nicht aufgehoben fühlst; du machst das immerhin seit 5 Jahren mit ...


Danke für Deinen Beitrag ! Selbstverständlich kam es mir seltsam vor ! Aber ich habe (so wie ich jetzt auch immer noch tue)
mit Verständnis reagiert.
Seine Kinder - heute 25 und 19 - waren/sind durch die Art und Weise wie ihre Mutter sie und ihren Vater verließ regelrecht traumatisiert.

Du liegst absolut richtig ich fühle diese Sicherheit nicht und gebe mir selbst die Schuld dafür, nur warum?
Weil mir mal jemand sagte, diese Sicherheit kann Dir kein Mensch geben die muss man in sich selbst tragen/finden/haben.

07.10.2022 00:10 • #12

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