Hallo, ich muss mal kurz was los werden zum Thema Tagesklinik. Ich war letztes Jahr 14 Wochen in der Tagesklinik und für mich war der Aufenthalt sehr hilfreich. Klar ist es manchmal schwer und manche Therapie war auch nicht so mein Ding. Einzelgespräch mit dem Therapeuten war auch nur einmal die Woche eine Stunde, aber wir hatten Schwesternrunde, Rollenspiele usw. Und dann gab es noch die Gespräche untereinander. Entschuldigung ich will nicht neunmal klug klingen, nur für alle die die noch nicht waren. Ich habe hier schon mehrmals Negatives über die Tagesklinik gelesen, das stimmt so generell nicht. Liebe Grüße und einen schönen Tag Euch allen Paula
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sundancere20j Mitglied
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Hallo Paula, Hallo an alle anderen,
ich kann mich dem nur anschließen.
Meine ersten Schritte Richtung Genesung habe ich auch therapeutisch über eine Tagesklinik gemacht. Schlecht war das nicht.
Vom Ablauf her war es so, dass einmal in der Woche jeweils ein Einzeltherapiegespräch mit dem behandelnden Arzt/Psychiater stattfand, einmal in der Woche ein Gespräch mit der Bezugskrankenpflegerin, zwei Gruppentherapiegespräche unter psychiatrisch ärztlicher Begleitung, Selbstsicherheitstraining, Ergotherapie und Bewegungstherapie. Darüber hinaus stand uns auch eine Sozialarbeiterin zur Verfügung, die sich mitunter um die Belange der Patienten gekümmert hat, die Probleme mit der Krankenkasse, Versorgungsamt oder Agentur für Arbeit hatten.
Mir hat es insoweit geholfen, dass ich an den Kern meiner Themen rankam und wusste, was passiert und warum es passiert. Zu dem Zeitpunkt war ich eben leider nur noch nicht soweit, als das ich mich medikamentös habe behandeln lassen. Auch dieses Thema wurde dort mehrfach thematisiert.
Die Dauer war bei mir 12 Wochen, in denen ich vor allem auch ein wenig Abstand zu den Auslösern bekam.
Alles in allem eine wirklich positive Erfahrung.
Liebe Grüße S.
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Hallo PaulaBaumann,
Meine Tagesklinik Erfahrungen
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SerengetiBob Mitglied
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Hallo Paula! Danke für deinen Beitrag! Ich finde es wichtig, was du schreibst. Ich war zweimal in einer Tagesklinik und ich sehe beide Male als positive Wendung in meinem Leben. Es geht nicht nur darum, wie die Therapeuten und Ärzte drauf sind und was sie können, es ist mindestens genauso wichtig, ob man sich auf die Therapie einlässt oder ablehnend dem gegenüber steht. Und genauso wichtig sind die Gespräche mit den Mitpatienten und das Gefühl, aufgehoben und nicht allein zu sein.
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Jedi Mitglied
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Hallo SerengetiBob !
Zitat von SerengetiBob:
es ist mindestens genauso wichtig, ob man sich auf die Therapie einlässt
da stimme ich dir gerne zu u. würde noch ergänzen, dass der erfolg einer therapie, hauptsächlich von unserer mitarbeit abhängig ist.
Zitat von SerengetiBob:
Und genauso wichtig sind die Gespräche mit den Mitpatienten und das Gefühl, aufgehoben und nicht allein zu sein.
Stimmt absolut
LG Jedi
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Unendlicheleere Mitglied
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Erfahrungen Tagesklinik
Hey Leute, ich hab am 7.1.2020 ein Vorgespräch in einer Tagesklinik und weis noch nicht wie ich dem gegenüber stehe. Mir geht es zur zeit sehr schlecht, ich weis jedoch nicht, ob eine Tagesklinik das richtige für mich ist. ich kann mich fremden Leuten nur schwer öffnen. Ich bin seit 2 Jahren in Therapie und habe es bis jetzt nicht geschafft mich zu 100% zu öffnen.
Wart ihr schon mal in einer Tagesklinik und in wie fern hat sie euch geholfen?
LG
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sundancere20j Mitglied
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Hallo Unendlicheleere,
ich war für zwölf Wochen in einer Tagesklinik, direkt zu Beginn (5 Wochen nach der ersten Arbeitsunfähigkeit) eines akuten Schubes meiner Erkrankung.
Das war das Beste, was mir passieren konnte.
Strukturierter Tagesablauf, da ich jeden Morgen um 08:00 Uhr da sein musste und bis nachmittags dort war.
Gemeinsames Frühstück, gemeinsames Mittagessen (für Krankenhausessen hervorragend), regelmäßige Gruppentherapiegespräche, Beschäftigungstherapie, Bewegungstherapie, Einzeltherapiegespräche und eine Sozialarbeiterin, die bei Fragen rund um Behörden und Finanzen behilflich war (falls benötigt und gewünscht).
Es ist immer jemand für Dich da, wenn Du gerade Redebedarf hast. Falls man Dich auf Medikamente einstellt, bzw. umstellt, bist Du unter ärztlicher Kontrolle bei etwaigen Nebenwirkungen.
Und der Austausch mit den Mitpatienten war auch wichtig, weil wir es auch mal geschafft haben, außerhalb der Krankheit zu denken und zu lachen.
Anfänglich schaust Du Dir den Ablauf meist erst an, Du musst also nicht mit der Tür ins Haus fallen. Und wenn Du nicht reden möchtest, musst Du das auch nicht.
Habe erst nach der Klinik mit Medikamenten angefangen, was ich nachträglich ein wenig bereue, weil mir erst das eine Entlastung gebracht hat. Ebenfalls erst im Anschluss habe ich mit einer Gesprächstherapie begonnen, was aber logisch ist.
Also ich würde es jederzeit wiedermachen, hoffe jedoch in Zukunft ohne klarzukommen.
Geh einfach vorbehaltlos hin. Weil wenn Du seit zwei Jahren in Therapie bist und es Dir immer noch nicht besser geht, kann ein anderer Ansatz ja nicht verkehrt sein.