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Mein Sohn wollte sich umbringen / Suizidversuch / wie helfen?

Mamavombub

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Guten Morgen!

Ich habe mich registriert, weil ich hilflos bin, Angst um mein Kind habe und ihn unterstützen möchte!

Ich dachte mir ihr als Betroffene könnt ihr mir, auch wenn ihr das gerade alle echt mega schwer habt und hier selber Hilfe sucht, trotzdem Tipps geben.

Wie kann ich meinem Sohn 20 Jahre alt helfen!

Es begann schleichend und wir haben es erst zum Schluss gemerkt. Leider hat er sich uns sehr spät mitgeteilt.

Gestern nach dem Versuch wollte er selbst eingewiesen werden.

Ich hoffe so sehr man kann ihm helfen.

Nur was kann ich als Mutter gutes für ihn tun?

Danke euch schonmal!

05.06.2020 09:05 • x 1 #1


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ClaraFall

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Liebe Mamavombub,

Ich habe mich in dem Alter auch versucht, umzubringen. Die Beweggründe sind so unterschiedlich wie wir Menschen selbst.

Worüber ich heute noch dankbar bin: dass meine Mutter immer für mich da war. Mich sein ließ, aber liebevoll da war. Und keine Fragen stellte, die ich selbst nicht recht beantworten konnte.

Sie hat sich auch Hilfe gesucht - damit sie "nützlich" agieren konnte.

Ggf. Ist ein Beratungsgespräch in der Klinik von Vorteil.

Alles Gute

05.06.2020 09:13 • x 4 #2


Mamavombub

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Danke für deine Antwort!

Ich werde bei der Klinik um ein Gespräch bitten.

Ich versuche nicht mich aufzudrängen, bin aber sofort da wenn er nicht braucht. Ich spüre, dass ich mehr tun müsste, aber weiss nicht wie! Was ich mit ihm reden soll. Oder ist es auch mal ausreichend still nebeneinander zu sitzen? Soll ich warten bis er sprechen möchte? Was nicht passieren wird, nur wenn er was hat. Oder soll ich ihn in ein Gespräch verwickeln.

Wie gesagt ich fühle so, als ob ich zu wenig für ihn tue!

05.06.2020 10:20 • x 2 #3


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ClaraFall

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Nun, ich glaube du bist vor allem eins: seine Mutter. Nicht seine Ärztin und nicht seine Therapeutin. Was er braucht .. nun, ggf. weiß er das selber gar nicht. Das hat ja nun auch etwas mit seinem Leben zu tun, welches hier niemand kennt. Gibt es Diagnosen? Schwierige Lebenssituationen die du kennst?

Ich kann mit durch Gespräche mit meiner Mutter nur vorstellen, wie hilflos man in dieser Situation ist.

Aber wie auch für ihn .. heißt es für dich: abwarten, Geduld haben und erkennen. So das möglich ist.

Ganz häufig hilft schweigend Nähe - manchmal auch Abstand. Und manchmal Gespräche. Aber jetzt in der akuten Situation ist es großartig, dass er sich einweisen wollte! Baue darauf!

05.06.2020 10:25 • x 2 #4


dumbo

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Hallo Mamavombub,

ich find es schon mal gut, dass du nach Hilfe suchst und dich erkundigst. Ich glaube, dass es immer schwierig ist, als Aussenstehender etwas zu tun. Wichtig ist, dass du für ihn da bist, dass du ihm sagst, dass du für ihn da bist, wenn er möchte. Ich persönlich reagiere mit Ablehnung, wenn sich jemand aufdrängt. Dann ziehe ich mich zurück und verschanze mich noch mehr. Aber wenn man weiß, dass jemand für einen da sein möchte, wenn man es selbst entscheiden kann wann, gibt das Erleichterung. Man hat keinen Druck, dass man sich mitteilen muss, wenn man selber vielleicht noch nicht weiß, warum man bestimmte Sachen macht. Es ist nun mal leider so, dass die Menschen selbst die Erkenntnis haben müssen, dass sie Hilfe wollen, dass sie etwas ändern wollen. Du kannst keinen anderen ändern, nur dich selbst.

Es gibt ja auch Beratungststellen für Angehörige. Vielleicht kannst du bei so einer mal anrufen. Meine Mum hat das selbst auch gemacht und die Menschen dort können einem schon etwas die Angst nehmen und sagen, was gut ist und was vielleicht nicht so gut ist. Einem evtl auch bestätigen, dass man es richtig macht, indem man einfach nur da ist, auch wenn man nichts sagt, manchmal tut die Nähe einfach nur gut. Zu spüren, dass man dich nicht allein lässt, auch wenn du selbst denkst, dass du es nicht verdient hast. Zu sehen, dass die Menschen zu dir halten.

Ich finde es auch ein gutes Zeichen, dass dein Sohn sich hat einweisen lassen, das zeigt doch, dass er leben will. Dass es ihm besser gehen soll, aber er selbst nur nicht weiß, wie er das machen soll. Sich Hilfe zu suchen ist der erste Schritt in die richtige Richtung, sie dann anzunehmen, der Zweite.

Ich wünsche dir und deinem Sohn, dass er es schafft, sein Leben wieder als lebenswert anzusehen und da raus kommt.

06.06.2020 10:13 • x 2 #5

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