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Mein Leben besteht nur aus Angst - was hilft mir?

Julmar
Guten Morgen,

Ich habe seid länger Zeit eine generalisierte Angststörung mit Verlustängste, Anpassungsangst, Angst alleine zusein, Angst auf mich gestellt zu sein, Angst das meiner Familie etwas passieren kann. Es würde ewig so weiter gehen, ich bin voller Angst. Mein ganzes Leben besteht aus Angst Misstrauen. Ich war auch schon in der Tagesklinik bin auch noch in Therapie, also ich versuchte mir zu helfen. Aber irgendwie habe ich trotzdem das Gefühl ich komme nicht weiter. Ich wache mit Angst sehr früh auf und lege mich dann auf die Couch und da liege ich dann, den ganzen Tag, ich kann mich nicht aufraffen und habe auch keine Idee was ich dagegen machen soll. Mein Kopf ist zu, nur voller Angst. Ich bin starr vor Angst und ich komme nicht hoch. Hat jemand eine Idee warum das so ist und was kann ich dagegen machen. Ich will wieder so sein wie früher. Wo ich sorgen los war. Das ist alles weg. Bitte um Hilfe .

Vielen Dank für das Lesen

05.07.2019 08:22 • x 3 #1


maya60
Hallo Julmar, das hört sich sehr anstrengend an, viel zu anstrengend und leidvoll.

Wenn du vor Angst starr bist, kannst du gar nicht hoch kommen, denn dein Körper ist im absoluten Notfallmodus, auch wenn du gar nichts siehst, was dir Angst macht.
Wenn der Körper das Warnsignal Angst bekommt, reagiert er genauso wie er es tut, wenn direkt vor dir eine sichtbare Bedrohung wäre, die diese Angst auslöste, um sich vor dieser Bedrohung zu schützen, um bereit zu sein für Angriff, Flucht oder, wenn die Bedrohung (noch) nicht sichtbar ist oder zu stark ist, um zu flüchten oder anzugreifen, damit, sich ganz unauffällig und still zu halten.
Jetzt ist aber keine reale Bedrohung bei dir zuhause da, also verharrt er hoch angespannt wie der Löwe vor dem Angriff oder die Antilope vor der Flucht oder das Kaninchen vor der Schlange, bis er die Bedrohung sieht und blitzschnell reagieren kann: Darum ist die ganze Muskulatur angespannt, um jederzeit reagieren zu können. Dafür ist der Körper im Notfallmodus, alles Blut geht in die Muskulatur, Adrenalin rast durch den Körper, darum ist der Kopf zu, denn jetzt geht es dem Notfallprogramm des Gehirns nur noch um die Bereithaltung für eine blitzschnelle richtige Reaktion, den Instinkt, das steuert ein bestimmter Gehirnteil, da wäre Denken gar nicht schnell genug.
Was nicht gleichzeitig möglich ist, ist Entspannung und Angst. Hast du in deiner Therapie Verhalten gelernt, um dich zu versuchen, zu entspannen?

Wenn du andauernd in Angst bist, reicht solch ein Verhalten wahrscheinlich auch nicht alleine. Ich habe deine anderen Beiträge gelesen und gesehen, dass Venlafaxin bei dir nicht mehr wirkt. Hast du ein anderes Medikament stattdessen?

Du hast auch geschrieben in einem anderen Beitrag, dass du die Ursachen deiner Ängste zwar kennst, aber dass das die Angst noch nicht abstellt. Das kenne ich auch. In meiner Depression gerate ich manchmal auch in Angststarre. Das Erkennen der Ursachen und das Beenden der Angstreaktion sind zwei unterschiedliche Dinge. Auch das braucht psychotherapeutische Hilfe und Medikamente, wenn die Angst zu stark ist.

Was sagt denn dein Facharzt und deine Psychotherapeutin dazu und zu deiner momentanen medikamentösen Situation? Wie versorgst du dich denn jeden Tag? Sind deine Kinder groß genug, um sich selber zu versorgen?

Brauchst du vielleicht nochmal einen Klinikaufenthalt? Andauernde Angst ist nicht akzeptabel, da brauchst du sofort Hilfe. Ehrlich gesagt würde ich mich selber in die Klinik einweisen lassen, direkt zu einer Ambulanz dort gehen und sagen, ich brauche sofort Hilfe.

Liebe Grüße! maya

05.07.2019 08:56 • x 1 #2


Julmar
Vielen lieben Dank für deine schnelle Information. In der Tagesklinik war ich vorallem, weil ich meine Antidepressiva ausgeschlichen habe und nun umgestellt bin . Ich nehme escitralopram, ich habe schon das Gefühl das es mir besser geht. Aber am morgen hat sich nicht s geändert. Ich habe diese starre vorallem am morgen. Dann kommen die schlimmsten Gedanken, ich möchte Aufstehen, bin aber wie starr und komme nicht hoch. Erst wenn einer meiner Kinder aufwacht und zu mir kommt, bin ich irgendwie gezwungen zu reagieren. Aber nächste Woche sind beide verreist und ich habe Angst dann nicht hochzukommen. Ich weiß das ich sehr abhängig bin, habe aber auch keine Idee etwas anderes zu machen, es fällt mir einfach nichts ein. Die schlechten Gedanken nehmen den ganzen Raum ein, es ist kein Platz für gute Gedanken. Ich gebe mir Mühe, aber es ist wie eine Sperre. Also liege ich rum und habe Angst. Angst auf mich alleine gestellt zusein. Das war ich im übrigen noch nie, immer war jemand um mich. Ich habe es nie gelernt, mich selbst zu genügen. Ich weiß auch das es aus meiner Kindheit rührt. Ich habe auch ein großes Problem, zu unterscheiden was gut für mich ist. Ist jetzt liegen für mich gut, weil ich nicht hoch komme, oder soll ich einfach mich zwingen. Es ist total schwierig für mich und ich benehme mich nicht wie eine Erwachsene. Das weiß ich auch, nur ich kann nicht für mich sprechen. Das ist doch schlimm. Was soll ich tun? Noch Mal in die Tagesklinik möchte ich nicht, möchte ja ab Mitte August wieder mit dem Hamburger Modell bei meiner Arbeit beginnen. LG

05.07.2019 09:28 • x 2 #3


Rowi
Liebe Julmar,
von generalisierter Angst zu generalisierter Angst kann ich dir erzählen was mir am Anfang geholfen hat als sich die Angst so groß gemacht hat, das ich dachte sie würde mich mit sich wegreißen.
Die ersten Schritte hast du schon gemacht. Du hast dir eine Unterstützung gesucht die dir auch ein wenig hilft. Das ist sehr gut.
Da ja bei so großer Angst meist auch die Depression nicht weit ist, zu mindest bedingen sich bei mir die Angst und die nun rezidivierende Depression, habe ich mit meinem Therapeuten angefangen eine Kombitherapie zu machen.

- bei meinem Therapeut hatte ich die Möglichkeit mir einmal alles von der Seele zu reden und auch zu schauen wo das alles her wurzelt (ist nicht für jeden was und gerade noch im mega Akutzustand baut es eher mehr Angst auf, ich habe das erst gemacht als ich mich soweit dafür im stande gefühlt habe. Und Achtung aus solchen Sitzungen bin ich meist noch erschöpfter raus gegangen als ich rein gegangen bin, hat sich aber mit der Zeit gelegt, als mein Hirn angefangen hat sich wieder zu ordnen)

- eine Entspannungstechnik finden
Es gibt so viele unterschiedliche Entspannungsmöglichkeiten und jeder muss für sich die finden die funktionieren.
Bei mir ist das ein Achtsamkeitstraining, Imaginationsübungen und ein Mix aus Yoga und Rückenschule. Bin aber selbst noch weiter am suchen ob es vielleicht noch effektivere Techniken gibt.

- Zuhause habe ich einen Tagesplan für mich zum Abhaken gemacht, ganz am Anfang sehr Kleinschrittig (Aufstehen, Duschen, Zähneputzen, anziehen.) und damit mich so ein sehr langer Plan nicht erschlägt war er nochmal Unterteilt in Vormittag, Mittag, Nachmittag, Abend. Sobald etwas erfüllt war Häkchen oder Smilie dran und freuen (ganz wichtig) damit sich das Hirn daran gewöhnen kann das doch was geschafft wird und sich die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen aufbauen kann. Bei Aufgaben die dir wirklich zu extrem sind kannst du schauen wie du dir dafür Unterstützung organisieren kannst. Auch Pausen gehören mit auf diesen Plan.
Erst als ich Angefangen habe mir selbst mit den Pausen vertrauen zu können habe ich sie weggelassen und mache sie jetzt spontan. Bzw. automatisch wenn ich etwas anstrengenderes geschafft habe.

Mein Momentaner Plan ist auch nicht mehr Kleinschrittig sondern in ein BulletJournal Kalendersystem eingebaut was für mich selbst super klappt.
Das Plansystem verfolge ich jetzt seit 2 1/4 Jahren und habe es immer wieder angepasst.

- Menschen die über meine Angst bescheid wissen und mir von sich aus helfen wollen sind für mich sehr wichtig, da gehören mein Lebensgefährte und 4 Freunde dazu, langsam auch ein Teil meiner Geburtsfamilie wobei es bei denen 3 Jahre gedauert hat bis sie sich dem stellen wollten und ich von meiner Seite auch 1 1/2 Jahre den Kontakt weitestgehend gemieden habe um erstmal stabil zu werden.
Diese Menschen habe ich mit einbezogen und sie haben mich am Anfang sehr eng begleitet. Spaziergänge, jegliche Art von Erledigung und auch mal Pausen.

- deinen Weg gehen
Es mag am Anfang nicht so wirken, aber dein Bauchgefühl ist noch da und es sorgt auch weitestgehend für dich. Bei mir hatte die Angst es einfach nur überdeckt, aber in Situationen wo andere für mich entscheiden wollten was für mich das Beste ist war die Angst weg und ich konnte da stehen und sagen, ne so auf keinen Fall. Wenn das bei dir evtl. auch der Fall ist dann vertrau darauf und sei nicht sauer falls das Bauchgefühl nach einer Weile doch nen anderen Weg einschlägt. Das Bauchgefühl reagiert halt immer nur auf die jeweilige Situation und wertet, überdenkt und plant nicht so viel wie wir es im bewussten Denken tun

- Mentaltraining
Das hat mich persönlich einen ganz großen Schritt voran gebracht. Ich musste dazu aber erstmal eine bestimmte innerliche Grundhaltung finden. Vielleicht kann man es einfach mit der persönlichen Leidensgrenze vergleichen die ich einfach nicht mehr überschreiten wollte. Für Mentaltraining musste ich schon wieder soweit stabil sein das ich eine gute Willenkraft generieren konnte und mir auch nicht blöd dabei vorkam mich mal 5 Minuten selbst anzulächeln oder mir 20 Minuten im Detail innerlich anzuschauen wie eine schwierige Situation ist wenn sie einfach richtig super läuft und was meine Sine dabei wahr nehmen.
Wenn du mehr über das Mentaltraining erfahren willst kann ich dir "Panikattaken loswerden (Klaus Bernhardt)" empfehlen
Auf seiner Internetseite zum Buch hat er auch einen kostenlosen Potcast zu dem Thema.

Vielleicht war etwas dabei was dir etwas helfen kann.

Ich wünsche dir ganz viel Mut Schrittchen für Schrittchen weiter zu gehen.

LG
Rowi

05.07.2019 11:03 • x 4 #4


ZeroOne
Hi Julmar!

Rowi hat etwas angesprochen, was auch mir im Alltag häufiger geholfen hat:

Zitat von Rowi:
Sobald etwas erfüllt war Häkchen oder Smilie dran und freuen (ganz wichtig) damit sich das Hirn daran gewöhnen kann das doch was geschafft wird und sich die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen aufbauen kann.


Wenn ich mich der Angst stelle und die Situation dann trotzdem angreife - auch wenn ich erschlagen bin - ist das danach ein positives Selbsterleben für mich, auch wenn ich die Situation nicht zu 100% perfekt hinter mich gebracht habe. Da spüre ich auch richtig, wie dies mein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein steigert. Auch sind für mich (mal kleinere, mal größere) Belohnungen wichtig, die ich mir nach überstandener Situation dann auch gönne.

Bei mir ist aber auch nicht alles Sonnenschein: ich habe auch Tage, an denen muss ich aus Situationen raus, weil sie mich zu sehr fertig machen. Oder auch Tage, an denen kann ich in die Situation gar nicht erst rein, weil ich im Vorfeld spüre, dass ich mir damit mehr schade, als sinnvolles erreiche. Auch zieht es mich ziemlich runter, wenn sich mal die Misserfolge häufen. Dann versuche ich aber, dass mit einem Leistungssportler zu vergleichen: da gibt´s auch bessere und schlechtere Tage. Ein Tennisspieler gewinnt auch nicht jedes Jahr Wimbledon.

Finde ich toll, dass du mit der Therapie schon dran warst, bzw. bist. Ob nochmals (Tages-)Klinik was bringt, weiß ich nicht. Ich für mich persönlich würde eher eine ambulante Therapie mit wöchentlichen Sitzungen vorziehen, da es ja eine langwierigere Sache ist und es tut auch gut, wenn man in anstrengenden Phasen, wie einer Wiedereingliederung nach dem HH-Modell, therapeutisch begleitet wird.
Der Anspruch an (Tages-)Kliniken ist ja nicht, dass die einen in ein paar Wochen "umbauen" und dass dann alles wieder läuft, sondern eher, mal Basics zu erlernen, an der Oberfläche zu kratzen, erste Erleichterungen zu erarbeiten, einen Weg einzuschlagen und eine "Initialzündung" hinsichtlich weiterer Motivation und Therapie zu leisten.

Aber das sind nur meine persönlichen Gedanken dazu.

Halt die Ohren steif!

LG
ZeroOne

05.07.2019 11:45 • x 3 #5


Rowi
Danke ZeroOne,
das du so ergänzend zu meinem Beitrag geschrieben hast.
Ich gebe ZeroOne da absolut recht, es ist wirklich nicht jeder Tag toll und es gibt immer wieder Rückschläge.
Daraus dann zu lernen, es in die Entwicklung mit einzubinden, wieder aufzustehen und weiter zu machen ist denke ich eine Kernsache im Umgang mit der Angst. Und da greift dann auch die ambulante Therapie bei einem Psychologen mit an.
Evtl. ist es ja auch möglich mehr als nur eine Stunde in der Woche abzumachen.
Die Therapiezeiten sind ja immer von der schwere des momentanen Leidens und der Therapieform abhängig.
LG
Rowi

05.07.2019 12:42 • x 3 #6


maya60
Hallo Julmar, wie lange nimmst du jetzt das Escitalopram? Es dauert ja eine Weile, bis sich ein Spiegel aufgebaut hat und dann kann es ja sein, dass die Dosierung noch verbessert werden kann oder, wie Rowi schreibt, mit etwas anderem kombiniert werden kann.
Ich selber habe keine Generalisiere Angststörung und die vielen vielen erfahrenen Tipps von Betroffenen hier für dich werden dir bestimmt besonders helfen.

Nur hatte ich früher viel häufiger Angst wegen eines Traumas und wenn die Medikamente gut wirkten, war sie gelindert genug und so konnte ich eben daran besser arbeiten, was sie weiter linderte und war nicht schon dauernd erledigt durch die Anstrengung, soviel Angst zu haben.
Mit Venlafaxin, als es noch wirkte, ging es dir mal viel besser? Was war anders als jetzt? Das lässt sich bestimmt wieder erreichen, so dass du noch mehr an dir arbeiten kannst und nicht soviel Angst dir alle Kraft raubt.

Dann überlege ich noch, ob es bei dir auch so etwas wie ein depressives Morgentief ist, das dich besonders morgens so fertig macht oder ein Grund in deiner Angststörung? Ein depressives Morgentief ist nämlich bei mir auch medikamentös beeinflussbar und nur bei schwerer Depression da.

Ich bin aber schonmal froh, dass du nicht den ganzen Tag so wie nach dem Aufstehen dich fühlst und wünsche dir viel Kraft und Linderung.
Und mach dir nicht so viele Selbstvorwürfe wegen "Abhängigkeit" oder "Unselbständigkeit". Du kennst ja die Gründe, die du dir schließlich nicht selber ausgesucht hast und musst mit den Folgen leben, was du dir erst recht nicht ausgesucht hast und du arbeitest daran. Das ist schon wirklich viel und ich weiß, wie das anstrengt. Ich finde es toll, wie klar und offen du schreibst und für eine Verbesserung arbeitest! Alle wissen hier, wie schwer das ist und welch ein Einsatz und eine Selbstfürsorge! Das ist viel und das ist selbständig und erwachsen.

Liebe Grüße! maya

05.07.2019 13:27 • x 1 #7


Jedi
Hallo Julmar !

Zitat von Julmar:
Ich war auch schon in der Tagesklinik bin auch noch in Therapie,

Da hast du absolut schon die richtigen Schritte zur Gesundung eingeleitet.
Zitat von Julmar:
Aber irgendwie habe ich trotzdem das Gefühl ich komme nicht weiter.

Therapie ist ein Prozess u. die dauer eines Prozesses ist individuell bei jedem Betroffenen mit einer
generallisierten Angststörung, sehr unterschiedlich.
So kann es sein, dass du dich noch recht am Anfang dieses Prozesses befindest.
Dazu gibt es einen guten Spruch, "Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht".
Aber so ist es, Wir/Du sollten uns keinen unnötigen Druck machen, nun schnell gesund zu werden u. so weiter machen ,
wie bisher.
Deine Angststörung u. dein jetziges Verhalten zeigt deutlich, dass es etwas in deinem Leben zu verändern gilt, gerade auch wegen der Kinder.
Zitat von Julmar:
Ich will wieder so sein wie früher.

Das hoffe ich für dich nicht, denn etwas aus deiner früheren Zeit, hat dazu beigetragen, dass du an einer Angststörung erkrankt bist.
Zitat von Julmar:
Wo ich sorgen los war.

Hmh kannst du wirklich sagen, dass du Sorgenfrei warst ?
Zitat von Julmar:
Das ist alles weg.

Nun Julmar u. das hat auch seinen Grund u. die Therapie kann dir helfen, diesem Grund erkennen zu können.
Danach macht es keinen Sinn, so weiter zu machen, wie zuvor, sondern du wirst dir einen neuen Lebensweg suchen u. finden, du wirst lernen, mit deinen Ängsten besser umzugehen, ihnen die Macht über dich zu nehmen u. du wirst es schaffen können, Selbstbestimmter dein Leben mit deiner Familie führen zu können.

Zitat von Julmar:
Ich nehme escitralopram, ich habe schon das Gefühl das es mir besser geht.

Ich denke, dass dieses Antidepressiva, dass richtige Medikament für dich ist u. es hilft gegen die Angst u. wird dafür sorgen, dass dein Antrieb wieder gestärkt wird.
Auch hierzu benötigst du etwas Zeit u. Geduld, bis dieses Medikament richtig wirkt.
Zitat von Julmar:
ich möchte Aufstehen, bin aber wie starr und komme nicht hoch. Erst wenn einer meiner Kinder aufwacht und zu mir kommt, bin ich irgendwie gezwungen zu reagieren

dabei kam mir der Gedanke, dass villt. ein nochmaliger Tagesklinikaufenthalt, nicht so verkehrt wäre.
Ist aber nur meine persönliche Meinung dazu !
Zitat von Julmar:
Aber nächste Woche sind beide verreist und ich habe Angst dann nicht hochzukommen.

Und das würde meine persönliche Ansicht nach, noch weiter für eine Tagesklinik sprechen.

Ich weiß nun nicht, welche Erfahrung du mit der Tagesklinik gemacht hast u. natürlich bleibt es in deiner Entscheidung,
ob Ja oder eher, dass es für dich nicht infrage kommt.
Eine ambulante Therapeutische Begleitung ist auf alle Fälle zu empfehlen, da stimme ich ZeroOne zu.

Ich denke, dass die Erfahrungen, die du von meinen Vorschreibern schon erhalten hast, die alle wirklich richtig Gut u. Hilfreich sind, ich dem nichts hinzuzufügen habe.

Zitat von Rowi:
Evtl. ist es ja auch möglich mehr als nur eine Stunde in der Woche abzumachen.

Da hat Rowi recht u. ich würde immer zu Anfang einer Therapie, 2 Therapiestunden in der Woche ausmachen !
2 Therapiestunden in der Woche sind völlig genug u. mehr würde ich nicht empfehlen !
Dies kannst du auch ist zu Anfang mit dem Therapeuten besprechen u. ihn um seine Einschätzung dazu bitten.

Was dir auch helfen kann u. wird, dass du hier im Forum im Austausch bleibst !
So wünsche ich dir hier weiter einen guten Austausch u. Unterstützung !

LG Jedi

05.07.2019 13:58 • x 3 #8


maya60
Hallo Julmar, mir kam noch die Idee, ob du gerne einen Hund hättest? Ich habe keine Ahnung, ob das jetzt eine superschlechte oder eine supergute Idee von mir ist in deinem Sinne und im Sinne des Hundes?

Ich dachte nur an das regelmäßige Rausgehenmüssen, an das Nichtalleinsein, die emotionale Nähe usw.

Wäre mein Sohn nicht absolut panisch dagegen, ich hätte mir einen zugelegt.

Liebe Grüße! maya

05.07.2019 14:09 • x 1 #9


Ich wollte mal fragen, als stille Leserin, wie es Dir nun geht?

15.07.2019 08:36 • #10


LittleWing
Ich leide auch unter einer generalisierten Angststörung plus Panikstörung (neben den rezidivierenden Depressionen).

Mir hat langfristig nur ein Medikament geholfen,mich langfristig weitestgehend zu stabilisieren.
Wenn die Gehirnchemie nicht im Gleichgewicht ist,ist es fast unmöglich,aus eigerner Kraft herauszufinden.

Bei mir hat es lange (2 Jahre) gedauert,bis ich das passende Medikament gefunden habe und bis dahin war alles nurnoch Kampf.

Aber jetzt geht es mir zu 90 Prozent wieder gut.
Habe zwar zugenommen wegen des Medikamentes aber alles besser als kein Leben mehr zu haben und sich nurnoch über die Runden zu quälen.

15.07.2019 10:24 • #11


Fabiline
Hallo Julmar
ich kenne das auch habe seit 27 Jahren eine Generalisierte Angststörung
seit anderthalb Jahren geht es mir wieder sehr schlecht kann kaum was alleine machen hab überall Angst
das etwas schlimmes passieren kann

Lg Fabiline

21.07.2019 15:01 • #12




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