Liebe @Malepartus ,
herzlich Willkommen im Forum.
Ich bin selbst Mutter eines fast gleichaltrigen Sohnes. Auch er erlebte Mobbing und wollte mit 7 Jahren nicht mehr leben. In all den Jahren habe ich gelernt, daß ich nur meine Anwesenheit, Verfügbarkeit zeigen kann. Mein Sohn ist ebenso introvertiert und mein offenes Wesen hat ihm nicht gut getan. Aus dieser und meiner eigenen Erfahrung (bin auch depressiv) heraus kann ich nur sagen: Nähe anbieten, nur anbieten. Alles Weitere ist zuviel.
Und so, wie Du schreibst, tust Du alles, was Menschen mit Depressionen helfen kann, finde ich.
Wichtig ist, daß Du selbst stabil bleibst- vielleicht wäre ein Arztgespräch in der Klinik hilfreich. Das wird oft angeboten.
Ich erlebe meine (chronische) Depression als unvorhersehbar. Das heißt, gehts mir heute schlecht, kann das morgen besser oder noch schlechter sein. Insofern ist das Befinden nur eine Momentaufnahme. Vielleicht hilft es Dir, welche Symptome (Haupt- und Nebenssymtome) Deines Sohnes am quälendsten sind? Für Deine Orientierung schau mal hier:
https://www.deutsche-depressionshilfe.d...depressionWird das Vertrauen gefestigt, Du in Deines und Dein Sohn in seines, schaffst Du sehr gute Bedingungen. Ihr müsst beide lernen, wie/ womit die Depression gut behandelbar ist. Medikamente (ab mittelschwerer Depression) und Psychotherapie können sehr wirksam sein. Es ist leider ein (oft längerer) Suchprozess, bis alles passt.
Daß Du momentan überfordert bist, kann ich sehr gut verstehen. Es ist wichtig, daß Du Dein Wohlbefinden im Blick hast und ganz gezielt etwas dafür unternimmst.
Mein Sohn ist nicht gesund, aber momentan in der Lage, sein Leben zu gestalten. Ich stehe zur Verfügung, wenn
er sich meldet. Das ist sehr schwer, aber unumgänglich, damit er spürt,
ich schaffe es allein.
An dunklen Tagen habe ich immer das Gefühl, es nicht zu schaffen, was aber am nächsten Tag wieder anders aussehen kann. Aber bitte: ich schreibe aus der chronischen Depression heraus zZt mittelschwer. Das ist nicht verallgemeinerbar. Ich wollte nur die wechselnde Tagesform beschreiben. Das sieht für jeden anders aus.
Ich finde es toll, wie Du an der Seite Deines Sohnes bist, und auch wie schnell der Ausbilder reagiert hat....
Liebe Grüße Alexandra
