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Hat mein Ehemann Depressionen?

I-JETTE-I

I-JETTE-I

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Hallöchen,
Ich bin neu hier 40 Jahre alt und stehe gerade vor einem Trümmerhaufen!
Wir befinden uns im 6. Ehejahr.

Vor 4 Tagen meinte mein Mann er liebt mich nicht mehr, er hat gar keine Gefühle mehr für mich.
Wir sind im großen und ganzen sehr Harmonisch mit einander umgegangen.
Klar gab es auch mal kleine Streitigkeiten aber nicht so das ich sehen konnte das ihm etwas bestimmtes wohl so sehr belastet hätte.
Als ich ihn kennenlernte erzählte er mir relativ schnell was mit ihm los ist.
Er hat einige Krankheiten die im immer wieder runterziehen und es leider auch bis heute nicht die Wirklich richtige Medizin für ihn gibt!
Aktuell gab es wieder eine schlechte Diagnose vom Arzt.
Ich stand ihm von Anfang an zur Seite, habe ihn getröstet sowie ihn versucht auf zu bauen!
In diesen Situationen hatte ich immer das Gefühl das ich es schaffen konnte und Geschaft habe.
Das ich ihn aufbauen kann und er es sich auch wünscht mich unterstützend an seiner Seite zu haben.

In den letzten Wochen und Monaten ist viel auf ihn eingeprasselt.

Der alte Job ist nicht mehr Zukunft sicher und wohl fühlte er sich dort auch nicht mehr.
Also muss ein neuer Job her, super auch noch ein Job auf den er richtig Lust hat und dann kamen auch schon die Zweifel kurz nachdem unterschreiben des Vertrages!
"Schaffe ich das den, bin ich gut genug für diese Firma.
Und dann noch so viele neue Fremde Menschen und Maschinen und sowieso."
"Ich könnte nur Wochende bei meiner Familie sein.
Da verliert man sich doch!
Oder aber klammern sie dann zu sehr, vereinahmen sie mich dann am Wochenende?"
Aber egal ich will diesen Job unbedingt!

(Es sind noch 2 Monate bis es in der Firma los geht)

Dann gibt es auch noch ein Problem mit unserem Sohn.
Er war immer etwas Entwicklungs verzögert hat aber einen hohen IQ von 124, der Verdacht liegt beim Autismus.
Seid ein paar Wochen ist der kleine in einer Klinik um dem auf der Spur zu gehen.

Das geht meinem Mann alles so nah, er malt sich das schlimmste aus was mit unserem Sohn sein könnte.
Ich dagegen bin ein eher optimistischer Mensch, also Versuche so weit es geht immer positiv nach vorne zu schauen.

(Mir geht es aber auch an die Nieren aber ich gehe halt anders damit um)

Er wirft mir jetzt vor ich sei nicht besorgt um unser Kind und das mit doch alles egal sei!
5 Wochen ist unser Kleiner nun schon in der Klinik.
Viele Tests wurden bereits gemacht aber so richtig wissen sie nicht was sie für eine Diagnose stellen können.
Nun möchten sie ein MRT von seinem Köpfchen machen unter Vollnarkose (für mich ein Alptraum).
Mein Mann glaubt sie finden da auf jeden Fall etwas ganz schlimmes in seinem Kopf!
Wenn ich sage ich habe Angst vor der Narkose bin ich eine schlechte Mutter!
"Wie ich davor Angst haben kann. Wichtiger ist doch das wir endlich wissen was da in seinem Kopf ist!"

Klar mache ich mir auch diese Gedanken, er meint aber nicht genug.
Aber niemand hat gesagt das da was ist, die Ärzte wollen nur ausschließen da was sein könnte.
Mein Mann will es nicht verstehen, er sieht alles schwarz!
Er hatte schon vorher angefangen sich etwas zu verändern, man hat ihm sein Stress mit Arbeit neuer Arbeit und seiner Krankheiten oft sehr angemerkt.
Habe mit ihm gesprochen aber kam schon da nicht mehr richtig an ihm ran.
Vor 4 Wochen ca. sagte er dann sowas wie es dann sein würde das wenn er soweit Weg wohnt (unter der Woche) und sich unsere Wege trennen würden weil wir uns auseinander gelebt haben, ob er dann seinen Sohn regelmäßig sehen kann?
! Ein Schock für mich !
Ich fragte ihn wie er auf sowas kommt und warum er über soetwas nachdenkt.
Er meinte muss man doch machen und verstand nicht daß ich mir darüber keine Gedanken mache!
Ja aber warum sollte ich auch?
Ich hab ihn bei seiner Entscheidung unterstützt sich beruflich neu zu finden und ihm hier den Rücken frei zu halten.
Natürlich mit dem Gedanken das wir uns nach einer gewissen Zeit dort an seinem neuen Arbeitsplatz was neues zusammen aufbauen!
Ich ahnte nicht das die Gedanken ihn nicht mehr los lassen und nun kam der KNALL!
Vor vier Tagen dann eröffnete er mir er will eine Trennung. Es ist ihm alles zu viel!
Alte Arbeit, neue Arbeit, nicht zu wissen was mit dem Kind ist. Ich ja in seinen Augen auf einmal eine ganz schlechte Mutter sei!

Er meint er liebt mich nicht mehr, er hat keinerlei Gefühle für mich!
Im hat meine Nähe gefehlt, hat aber nie mit mir wirklich darüber gesprochen, ich habe es nicht so gespürt, Liebe ihn noch wie am ersten Tag und habe es ihm immer wieder gezeigt sowie gesagt!

Dann sagt er immer wieder er weiß daß er ein A. sei!

Seine ganze Aufmerksamkeit liegt jetzt bei unserem Sohn und das ist der einzige Mensch auf der Welt den er Liebt sagt er!

Das alles macht mich natürlich sehr fertig, fühle mich gerade schuldig, nutzlos.

Ich vermute daß er in einer sehr tiefen Depression steckt.
Habe ihn bereits darauf hingewiesen daß man sich Hilfe holen könnte und ich ihn dabei voll und ganz unterstützen werde, aber er blockt sofort ab.
Er meint er braucht keine Hilfe!

Im gleichen Moment sagt er aber dann " was macht das Leben für einen Sinn, alles ist schei., ich hab keine Lust mehr auf den ganzen schei. (dann meint er vor allem seine Krankheiten), ich will einfach weg - wenn ich nicht mehr da wäre dann wäre doch alles einfacher!

Bei mir klingeln die Alarm Glocken !
Ich habe Angst das er sich was antut!

Meine Abschlussfragen:
Ich habe die Vermutung daß dieser ganze Streß der ihm gerade umgibt ihm Glauben lässt das er gar keine Gefühle mehr für mich hat, könnte das sein?

Also nicht nur für mich nicht mehr, er meinte auch seine Eltern (zu denen er ein sehr gutes Verhältnis hat) liebe er nicht mehr und ist auch in den Gedanken an ihnen Gefühlskalt!

Und will er wirklich eine Trennung?
Oder ist es ein Hilfeschrei?

Ich würde ihm so gerne Helfen aus seinem Leid

30.06.2021 16:18 • #1


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CCC

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ich bin Autistin und habe einen autistischen Sohn. Das was Du von Deinem Mann schilderst, hört sich schon auch etwas nach Autismus an, grad wenn bei dem Kind das vermutet wird (Autismus ist ja bedingt vererblich). Kann natürlich auch was ganz anderes sein.

Ich kann Dir nur den Rat geben: lass ihn los. Gewähre ihm die Trennung, stehe weiter zu ihm. Arbeite nicht gegen ihn, ignoriere seine Vorwürfe, Du seiest eine schlechte Mutter. Lass Dich irgendwo beraten, damit Du Deine Sorgen besprechen kannst.

30.06.2021 16:38 • #2



Hallo I-JETTE-I,

Hat mein Ehemann Depressionen?

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I-JETTE-I

I-JETTE-I

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Hallo CCC,

vielen Dank für deine Antwort.
Das mein Mann Autist ist denke ich eher nicht.
Danke auch für deinen Rat.

Würde gerne von den Leuten hier wissen ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat um mich auszutauschen.

Was ich noch vergessen habe ist zu erwähnen, er ist appetitslos und schläft schlecht ein und nicht durch.
Seine Nächte enden dann bereits schon in den frühen Morgen Stunden.

30.06.2021 17:44 • #3


Myrra

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Für mich hört sich das schon nach einer depressiven Phase an

Und: in solchen Phasen sollte man keine wichtigen Entscheidungen treffen wie z.B. Trennung.

Der neue Job macht ihm Angst (bzw. das Ungewisse) und er steigert sich in alles sehr negativ hinein.

30.06.2021 17:53 • x 1 #4


I-JETTE-I

I-JETTE-I

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Hallo Myrra,
Vielen Dank auch dir für deine Antwort.

Seine waren Gefühle zeigt er auch nur Zuhause, seine Freunde sehen das nicht.
Dort setzt er eine Miene auf.
Genauso bei seinem Sohn dem spielt er den glücklich Vater vor.
Aber man merkt das auch die Fassade langsam bröckelt.

Hast du oder jemand anders hier in der Runde einen Tipp wie ich besser auf ihn eingehen kann damit er von sich selbst aus den Weg zum Arzt wagt?

30.06.2021 18:02 • #5


Myrra

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Vielleicht kannst Du ihm anbieten, ihn zum Arzt zu begleiten

Es ist natürlich schwierig, wenn er keine Einsicht zeigt, überhaupt "Krank" zu sein.

Aber die Trennung- das klingt alles so sehr nach Flucht- frage ihn doch mal, was er sich davon erhofft, eine Besserung?

30.06.2021 18:42 • #6


I-JETTE-I

I-JETTE-I

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Genau das habe ich ihm bereits mehrmals vorgeschlagen.
Seine Aussage ist immer ich brauche keinen Arzt!
Ich habe ihm ebenso verstehen gegeben das er da nicht alleine durch muss.

Für mich fühlt es sich auch wie eine "Flucht" an.
Ich habe ihn gefragt ob er meint es wird dann alles einfacher? Er hat nur mit den Schultern gezuckt!

30.06.2021 18:50 • #7


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Heideblümchen

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Guten Morgen, @I-JETTE-I ...

Zitat von I-JETTE-I:
Seine Aussage ist immer ich brauche keinen Arzt!

Ich schätze, du hast ihm schon mal gesagt: "wenn dir unser Sohn wichtig ist, dann lass dir bitte helfen und ich begleite dich"? Du hast geschrieben, er hat selber schon erkannt, dass er oft ein "A....h" ist. Für mich liest sich das so, dass er schon ganz genau merkt, dass mit ihm derzeit was nicht stimmt, dass er mit der ganzen Situation überlastet ist, dass er mit der neuen Firma vielleicht einen Schnellschuss gemacht hat, aus dem er - vermeintlich - nicht mehr raus kommt.
Ich habe hier schon öfter gelesen, dass vor allem Männer in so einer Situation die eigene Partnerin eher versuchen zu vergraulen, statt sich helfen zu lassen. So nach dem Motto "ohne mich bist du besser dran". Für dich als Partnerin muss dieses Weggestoßen-werden ganz schlimm sein.
Meiner Meinung nach bleibt dir aktuell nichts anderes übrig, als ihm immer wieder zu versichern, dass du ihn liebst, zu ihm stehst, ihm helfen willst.....aber dass er, um eurer Partnerschaft willen, bitte nicht alles wegschmeißen soll, sondern Hilfe, auch eurem Sohn zuliebe, der euch beide braucht, zulassen sollte.
Vielleicht kannst du dich auch mal mit (s)einem Arzt darüber unterhalten.
Denk in diesem Zusammenhang aber auch unbedingt an dich selber. Gib dich deswegen nicht selber völlig auf, sondern mach nach wie vor das, was auch dir gut tut und woran du Spaß hast.
Du kannst ihn unterstützen und Hilfe anbieten, aber "leben" muss er selber, so schwer, wie es sicher fällt.

Was das Thema mit eurem Sohn angeht, da kann und möchte ich mich nicht zu äußern. Ich kenne euch nicht, weiß nicht, ob du zu oft oder zu selten oder oft genug im Krankenhaus bei eurem Sohn bist. Aber auch hier solltet ihr euch vielleicht beide gemeinsam mit den behandelnden Ärzten regelmäßig austauschen, damit dein Mann beruhigt ist und ihr immer auf dem neuesten Stand seid. Für euren Sohn ist es sicher auch oft beängstigend, dass er so lange mit unklarer Diagnose im KH liegt.
Alles Gute für euch!

01.07.2021 09:34 • x 1 #8



Hallo I-JETTE-I,

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I-JETTE-I

I-JETTE-I

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Hallo Heideblümchen,
Vielen Dank für deine Anteilnahme!

Das stimmt einiges von den Tipps habe ich bereits schon umgesetzt.
Ich war heute bei meinem Arzt habe ihm alles soweit geschildert.
Er hat mir was zur Beruhigung verschrieben und mir eine Überweisung für einen Psychologen mit gegeben.

Er meinte auch es sei schwer an jemanden ran zu kommen der momentan nicht wirklich glaubt Hilfe zu brauchen.

Unser Sohn steht mit uns im regelmäßigen Kontakt, durch Covid sind übermäßige Besuche momentan untersagt und der Austausch mit den Ärzten erfolgt ebenfalls regelmäßig.

Ich danke dir für deine Worte!

01.07.2021 13:01 • x 1 #9

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