Ehemann hat Diagnose Anpassungstörung und trennt sich

Louisida

Louisida

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Hallo,
ich lese schon eine Weile hier im Forum und nach langem überlegen schreibe ich jetzt auch mal.
Mir geht es grad so schlecht.

Kurz zum JETZT Zustand:
Mein Mann (38, ich 35, diesen Mai "eigentlich" 20 Jahre zusammen, seit 2018 verheiratet)
hat sich vor 5 Wochen getrennt:" wir müssen es jetzt beenden, das ist die einzige Lösung"
Er war auch ab dem nächsten Tag nicht mehr Zuhause bzw "wohnt" nicht mehr hier. Er hatte dann noch in der Woche drauf einmal Zuhause geschlafen.
Er hat eine Unterkunft, keine Wohnung.
Gestern Abend sagte er dann, dass er eine Wohnung zum 1.4. gefunden hat. Das ist in nicht mal 14 Tagen!

Ich möchte eigentlich ein recht genaues, verständliches Bild von der ganzen Geschichte machen.
Ich werde die Vergangenheit einfach in Stichpunkten erläutern.

- vor ca.11 oder 12 Jahren (ich weiss es leider nicht mehr genau) hat er heimlich 4 mon lang eine Wohnung gemietet, ist dort nicht einen Tag/Nacht gewesen.
Ich habe durch Zufall im Onlinebanking komische Summen gesehen(wir haben gegenseitig die Kontovollmacht)
ihn drauf angesprochen, er mir Lüge aufgetischt, dass er einem Kollegen kurz mit der Miete hilft, ich Vermutung ausgesprochen das es seine Wohnung ist, "nein, ist es nicht"
Ich habs dann raus gefunden, ihn damit konfrontiert.
Festgestellt, dass es von ihm eine "Flucht-Handlung" war.
Es ging ihm da nicht gut. Ich habs schnell verziehen, da er nie dort war und doch keine Trennung wollte.
Alles war gut (für mich, für ihn weiss ich nicht)

- paar Jahre später gings ihm wieder nicht gut, hat kurz Antidepressiva genommen. Keine Therapie, er hat keinen Trennungswunsch erwähnt.
Dann wars wieder gut.

- In der alten Mietwohnung fiel er einmal die steile Betontrepoe im Keller runter, Gehirnerschütterung, paar Tage Krankenhaus, er alles in

18.03.2021 20:18 • #1


Louisida

Louisida

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Toll....jetzt seh ich, das der restliche Text fehlt
Habe am Nachmittag angefangen zu schreiben und den Entwurf gespeichert.
Habe an dem Entwurf weiter geschrieben aber das ist alles weg...........

18.03.2021 20:21 • #2


Robbe

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Liebe Louisida,
oh, das ist echt ärgerlich, aber trotzdem willkommen hier im Forum!
LG, Robbe

18.03.2021 20:33 • #3


Louisida

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Weiter mit der Geschichte....

Im Krankenhaus hat er alles in Frage gestellt( kann man ja auch verstehen)

- 2016 gegen Herbst wurde er stiller, nahm ab, er war auch unzufrieden im Beruf, alle alten Kollegen haben gekündigt, neue Kollegen waren nicht so kompetent, er musste viel übernehmen die Zeit.
Dann mitte Oktober hat er sich getrennt!
Argument: "er habe Schuldgefühle wegen der Sache mit der Wohnung"

Er schlief erst bei Schwester dann beim Vater. Nach ca. 2 Wochen stellte er schon fest, dass es nicht richtig ist, dass er keine Trennung will.
Trotzdem war er auf Wohnungssuche, hat unserer Vermieterin Bescheid gegeben usw.
Nach 7 oder 8 Wochen kam er zurück.

-Halbes Jahr später Mai 2017 endlich der Antrag! Ich war so glücklich und hab mich gefreut und gedacht jetzt ist er sich sicher, grad wegen der Krise zuvor.

Er wurde von einer EX Kollegin abgeworben, zwar mehr Fahrtweg aber er war dort so zufrieden. Die beiden waren ihre eigenen Chefs, sie hatten fast alle Freiheiten!

- Mai 2018 Heirat und Ende des Jahres schon eine DHH gekauft! Alles schön!

-Nov 2019 Stelle gewechselt wegen Fahrtweg und weil der Betrieb keine Zukunft hatte, die Chefs waren über 70ig und keine Nachfolger.

-im Februar 2020 gemerkt er wird wieder stiller, distanzierter. Er sage er wäre dort noch irgendwie nicht angekommen.
Nu waren dort auch bestimmt 20 Kollegen, mehr Kontrolle durch den Chef, Provision( was er nie wollte).
Von Anfang an hatte er viel Streß dort.

Puh, ich merk grad ich kann jetzt nicht mehr schreiben. Leider ist über die Hälfte Text weg....ich schaff es jetzt nicht, alles nochmal.
Vielleicht später oder morgen den Rest.
Schonmal Danke fürs Lesen.
Und die Beschreibung der Anpassungsstörung passt wirklich auf ihn.

18.03.2021 20:37 • #4


Louisida

Louisida

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Oh, jetzt sehe ich gerade, dass ich das auch mit Spracheingabe machen kann.

-2020 Also im Frühjahr ging es ihm wieder schlechter.
Ich habe es auf mich bezogen, dachte, er will sich wieder trennen
aber er hat nie von Trennung gesprochen. Er sagte, wir müssen es schaffen,wir lieben uns.
Es zog sich dann bis ungefähr Juni dann wurde es stetig besser. Ich habe ihm sehr nahe gelegt, eine Therapie zu beginnen.
Er hat nach der Krise 2016 schon mal eine Therapeutin aufgesucht aber da er dabei war sich auf einen Ausbildungsplatz für einen Beruf im Rettungsdienst zu bewerben, meinte er Therapie käme da nicht gut.....
Er hatte also nur die Kennenlern Termine.
Das ist auch ein großer Punkt, er bekam nur Absagen obwohl er seit seinem Zivildienst immer nebenbei viel gemacht hat, Erste Hilfe Ausbilder ist er, hat sich immer weiter gebildet, ehrenamtlich hat er auch dort viel gemacht, über 10 Jahre! Das hat ihn sehr enttäuscht!

Zum Glück konnte er dann letzten Spätsommer dort wieder einen Platz bekommen. Bzw er bekam Lücken Termine so alle 4 bis 5 Wochen. Seit diesem Januar alle 14 Tage.

Nein, ich kann doch nicht mehr im Moment....
Bis später!

18.03.2021 20:55 • #5


Louisida

Louisida

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Und weiter gehts nun.

Ich hab geschrieben, dass es so gegen Juni besser wurde.
Er sagte da noch zuvor im Frühjahr, er wisse nich wie es weiter gehen soll, mit uns, wie er anknüpfen soll, hatten ca.3 Wochen getrennt geschlafen, er brauchte viel Raum und Zeit für sich. Er hat zwar nicht von Trennung gesprochen aber so richtig Nähe ging auch nicht.
Er hat mich zwar immer wieder "besucht" in meinem Zimmer, sich ne halbe Std zu mir gelegt oder mich einfach noch gedrückt und Gute Nacht gesagt oder so.
Irgendwann haben wir dann mal wieder einen Film zusammen gekuckt, so hat er sich schrittweise wieder annähern können. Und der Schritt endlich eine Therapie anfangen zu wollen, hat mir viel bedeutet.

Dann waren wir auch im Sommerurlaub, im Herbst auf einem Kurztrip über meinen Geburtstag. Da hatte er noch unsere Katzensitterin beauftragt das Haus zu schmücken, zur Überraschung wegen Geburtstag.
Wir haben dann noch das Wohnzimmer neu gestaltet, Holzvertäfelung, Tapeten ab usw.
Dann gings plötzlich auf einem Sonntagabend (im November)mit Ohrenschmerzen los. Er dachte, er bekommt nen Hörsturz.
HNO konnte nix fest stellen außer, dass er sehr empfindlich auf den Hörtest reagiert hat also sehr früh die Geräusche als unangenehm empfand.

Sie meinte es ist wahrscheinlich Streßbedingt.
Er arbeitete dann oft mit Ohrenstöpseln.
Er wurd auch wieder ruhiger, distanzierter.
U
Wir sind seit unserer Hochzeit in unserer Tanzschule geblieben. Das wurde dann auch nur noch zum Krampf für ihn, kein Spaßfaktor, eher noch mehr Druck, mithalten, neue Schritte verbissen einprägen.

Ende Januar dann ein Zusammenbruch!
Er kippte Soße um in der Küche, brach heulend auf dem Fußboden zusammen.
Bestimmt 20min! Habe sowas bei ihm noch nicht erlebt!
Das war 2 Wochen vor der Trennung.

In den 2 Wochen war er rastlos, hatte starke Unruhe, war nervös, abwesend,
er sagte öfter er könne nicht mehr, er käme nicht voran, sehe keinen Fortschritt, er fühle sich wie ein brodelnder Vulkan, er bekäme nix hin, ich würde machen und tun und er bekäme den A.....nicht hoch,
er lief wie ein Löwe im Käfig auf und ab, musste nochmal lls fahren, einfach nur fahren, zu einem Freund fahren, raus gehen.
Nach einer Woche sagte er schonmal "wir müssen es jetzt beenden, das ist die einzige Lösung"
Ich musste dann erstmal raus, spazieren, er rief mir nach "ich will das doch gar nicht"
Als ich zurück war sagte ich "eine Trennung ist keine Option, ich mlchte bei dir bleiben und den Weg mit dir gehen, du musst leider geduldig sei, die Therapie wird ja jetzt erst regelmäßig.

Das hat er dann so hin genommen, ich dachte es war gut so, dass er das gebraucht hat.
Naja, hat ja nur eine Woche gehalten.
Dann wieder dieser Satz "wir müssen es beenden..."

Haben uns jetzt meistens einmal die Woche gesehen, er suchte immer den Körperkontakt, Umarmungen, will mir immer helfen in Zukunft, trotzdem für mich und die Katzen da sein, fragt immer wieder ob er was tun könne.

Das war schin immer so, er war immer lieb zu mir, hat alles für mich getan, war für mich und alle anderen da, nie nein gesagt, Konflikte gemieden, nie von SICH geredet, über sein Inneres.
Das ist bestimmt ein Teil seines Leidens.

Der Grund für diese Trennung sind auch wieder Schuldgefühle, was er schon alles kaputt gemacht habe, er kann es nicht mehr ertragen, sagt er.

Gestern gab er zu (nachdem ich es durch erfragen aus seiner Nase gezogen hab), dass er viel an mich denkt, was ich mache, das ich ihm fehle und das die Gefühle nicht weg sind.

Er habe alles für uns gewollt, bis ins kleinste Detail und das mache es ihm ja so schwer!

Ich sehe do soviele Parallelen zu 2016, dass er da nicht hinter steht! Ich hoffe so sehr, dass er es jetzt auch wieder merkt, dass es nicht das Richtige ist!

Ich habe ihn gefragt, ob er das denn auch erkennt, dass er rückblickend immer wieder schlechte Phasen hat, ja das tut er und er weiss auch nicht warum.
Ach 2016 war es auch wieder "Flucht" von ihm, sagte er mal.
Ich denke, jetzt ist es auch so.
Meiner Meinung nach, ist er durch den Arbeitswechsel wieder "rein gerutscht".

Mittlerweile hat er noch mehr abgenommen, hat Schwindel und Bauchschmerzen nach jeder Mahlzeit(hatte er vor Jahren schonmal, ohne Befund), die Ohrenschmerzen, Rückenschmerzen.

Ich hoffe so sehr!

19.03.2021 00:47 • #6

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