Hallo lilylu, hallo blume888,
ich raff mich auf und schreib' von der Anderen Seite. Beide Beschreibungen enthalten Teile von mir. Insbesondere die Schilderung von Dir, blume888, schildert eine mir sehr bekannte Lebensphase.
Als ich merkte es geht mir nicht mehr gut, ich schlafe nicht, ich habe keine Konzentraion mehr, keine Lust, hatte ich einen Wunsch: ehrliches Mitgefühl, auch einmal Sorge zu spüren, in den Arm genommen zu werden. Mit mir kam ich schon lange nicht mehr klar. Zu viele Ziele, zu hohe Ansprüche und alles bewerten.
Heute nun ahne ich - es gibt einen anderen Weg. Den alleine zu gehen ist weitaus schwerer als mit einem Partner. Ich brauche vor allem Zeit, oft auch Ruhe, Stille, um manches zu erkennen. Es sind immer kleine Schritte, die Erfolg verheißen. Wenn früher mein Wunsch, wie oben beschrieben, darin bestand Mitgefühl zu erhalten, ahne ich heute, das alleine hätte nicht gereicht und nicht geholfen.
Ich darf mich selbst gerne haben, ich darf stolz auf mich sein. Ich darf mich über kleinsten Dinge freuen, die ich gemacht habe. Ich darf mir gutes tun. Und ist es nur einfach ein Bad zu geniessen, zu laufen oder zu lesen - weil ich es mag. Und es darf mir egal sein, ob meine bisherige Welt damit klar kommt. Das bin ich! Wenn ich diese kleinen Dinge wahrnehme, ein Lächeln und von meinen Ansprüchen runter gehe, mein Selbst nicht mehr am Außen messe, dann geht es mir besser.
Diesen Sprung zu schaffen, dazu bedarf es Geduld, der Betroffene muss mitmachen, und ich glaube externe Hilfe ist wichtig, damit Partnerschaften nicht überfordert werden.
LG Jadel