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Medikamentöse Behandlung und maladaptives Tagträumen

ANONYm1

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Hallo alle zusammen,
ich, 18 Jahre, führe bereits seit geraumer Zeit ein Leben, das mir so gar nicht passt. Alles hat angefangen vor einigen Jahren, als ich von Leuten, die eigentlich meine Freunde waren, gemobbt wurde. Daraufhin wechselte ich von einem Gymnasium auf die Realschule, wo ich zum Problemkind wurde. Ich bekam es dann aber hin, das Schulische auf die Reihe zu bekommen, fühle mich aber seitdem wie ausgelöscht, ganz ohne Lebensfreude. Jedenfalls möchte ich so nicht weitermachen und habe bereits darüber nachgedacht, zu meinem Hausarzt zu gehen und ihm die Situation zu schildern. Mein Therapeut meinte bereits, es wäre gut möglich, dass ich Medikamente bräuchte und einfach mal den Schritt wagen soll, also zum Hausarzt zu gehen, damit der gucken kann, ob ich wirklich welche brauche. Ich befürchte aber, dass ich es mir nur einbilde und schlussendlich rauskommt, dass ich keine Medikamente brauche. Natürlich wäre das keineswegs schlimm, nur habe ich Angst vor der Reaktion meines Hausarztes, glaube ich zumindest. Vielleicht nehme ich es auch nur als Vorwand, es aufschieben zu können. Die zweite Sache ist, dass ich glaube, maladaptives Tagträumen zu haben. Ich habe mich mal erkundigt und soweit trifft es alles auf mich zu. Es belastet mich und hindert mich daran zu funktionieren, aber ich finde es etwas peinlich, darüber zu sprechen, weswegen meine Therapeut auch nicht Bescheid weiß. Ich fühle mich so leer und weiß nicht, was ich tun soll. Was denkt ihr?

17.10.2021 20:17 • x 2 #1


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buddl1

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allein dein Hausarzt wird wissen was richtig und wichtig für dich ist,
dazu brauch er dein Denken, dein Handeln, ohne jeglichen Vorbehalt.
ist es wichtig was er übder dich denkt?
Nein!
er beurteilt deine Einschränkung und genau das muss er auch,
er wird dich weder beim Einkaufen, zur Schule/Arbeit und auch nicht in dein Bett begleiten,
aber er muss wissen was du fühlst und was du denkst.
nur so kann er für dich die richtige Therapie oder mit Medis ergänzen, was du in deiner Thera bisher nicht anzusprechen wagtest.
es gibt nichts peinlichers
als zu schweigen,
und doch zu hoffen oder zu erwarten das er doch helfen muss...

- als ich das erste Mädchen mit offensichtlichen S V V sah,
es nicht versteckte, sondern vorhielt als Beweis oder Entschuldigung
mich schweigend anschaute,
wie damit umgehen, als Fremder, als Außenstehender?
ich lernte deren Sprache, deren Gesten, einfach um zu verstehen,
umd genau das tun zu können, was sie so erwarteten,
zu helfen in ihren Momenten der Hilflosigkeit.
ich bein weder Therapeut noch Arzt, nur ein Mensch,
dem durch den Beruf so viel zugänglich wurde.

du musst den Schritt wagen,
alles was dich betrifft anzusprechen
nur so, wird er dich verstehen
und auch helfen können.
Vertrauen wächst nicht auf Bäumen,
sondern immer zwischen uns,
Menschen.
buddl1,

18.10.2021 05:39 • x 1 #2

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