Natürlich weiss ich was du meinst mit den Dorfgruppen. Wir leben hier selbst zugezogen in einem Dorf, in dem es noch nicht mal einen Bäcker gibt :-D Aber du warst da und das zählt. Mache den Tag heute doch nicht an dem gestrigen fest. Gestern war natürlich wunderschön. Ich denke gerade weil es so unerwartet kam. Es ist dann nur vernünftig das der heutige Tag da nicht mithalten konnte. Allerdings finde ich es bemerkenswert das du es mitgemacht hast und das solltest du nicht mit solchen Gedanken abwerten. Vielleicht war der Tag heute nicht so überraschend und schön wie der gestrige, doch bin ich davon überzeugt das der heutige Tag so manch andere bereits erlebten um Längen schlägt
Ja, es ist schade mit dem Auto. Aber es ist auch sehr schwer zu fahren. Ich trauere dem Autofahren nicht so arg nach.
Das ist mir auch bekannt das viele depressive Menschen tiefgründiger sind. Ok, wir erleben die Welt ja auch viel intensiver. Wer denkt, das es nur Leid in seinem Leben gibt, erfreut sich natürlich auch an wesendlich kleineren Dingen. Und das öffnet das Auge dann auch für eine Vielzahl von Dingen und Begebenheiten, die für andere Menschen gar nicht existieren, da sie sich überhaupt keine Gedanken darum machen. Das auf jeden Fall ist meine Theorie.
Bei mir ist es ein wenig eingeschlafen, das ich mich mit Philosophie beschäftigt habe. Mir geht es zwar momentan relativ gut, doch ist das auch kein Dauerzustand. Es kommen immer wieder diese depressiven Phasen. Was auch ganz schlimm ist, das sind die Stimmungsschwankungen. Und das schlimmste an den Schwankungen ist, das ich ganz genau weiss das es keinen Grund dafür gibt. Ich weiss das es meist Kleinigkeiten sind die mich wütend machen. Das absolut NICHTS passiert ist und ich dennoch traurig werde. Eben diese völlig irrationalen Sachen.
Was ich eigentlich damit sagen möchte, ist, das ich momentan einfach versuche die Zeit zu geniessen in denen es in Ordnung ist. Wenn ich dann anfange mich mit den ganzen Sachen wie Philosophie auseinandersetze, kommen ja automatisch wieder Fragen in mir hoch. Der Sinn in dem Ganzen, welcher Weg vor mir liegt...so Sachen eben. Und das ist bei meiner akuter Zukunftsangst vielleicht etwas kontraproduktiv. Ich möchte mich nun erstmal auf die Therapie konzentrieren und die Abstände (eine Woche) zwischen den Sitzungen dazu nutzen um wieder Kraft zu tanken. Die Therapiestunden kosten unwahrscheinlich viel an Kraft.
So, nun könnte ich an dieser Stelle Stunden lang weiterschreiben :-D Allerdings werde ich jetzt erstmal mit Anja (das schreibt sich leichter als stets "meine Partnerin" :-D ) unser Pflegezimmer säubern. Heute wurden ja die drei Pflegekatzen von uns abgeholt und sind nun bei ihren neuen Herrchen.
Ich freue mich ebenfalls :-)