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Leben oder Träumen?

Träumer59

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Hallo allerseits,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich selbst schon genug Therapie wg. Depressionen hinter mir habe und da dachte ich mir, vielleicht kann ein Austausch ja gut tun. Ok, das dachte sich ein Teil in mir, der andere Teil findet sowas eigentlich eher etwas sinnlos.

Also, ich bin Frührentner (60), verheiratet, habe tatsächlich keine Freunde mehr (was ich selbst nicht verstehe) und finde derzeit alles extrem langweilig. Selbst die Filme im TV kenne ich alle schon, irgendwie ist für mich alles total vorhersehbar, und es klingt komisch, aber tatsächlich treffen meine Prognosen sehr häufig ein. Irgendwie fühle ich mich wie in dem Film "täglich grüsst das Murmeltier", nur nicht so lustig.
Das Irre ist aber, dass ich nachts im Traum oft die tollsten Abenteuer erlebe, da habe ich ein richtig erfülltes Leben voller schöner Überraschungen. Ok, natürlich habe ich auch Albträume, aber selbst die sind irgendwie besser als die alltägliche Langeweile. Corona macht jetzt alles noch schlimmer, man darf ja nichtmal mehr ins Schwimmbad oder so. Also bleibt mir eigentlich nur, zu träumen.
Natürlich auch Bewältigung des Alltags, das klappt erstaunlich gut, aber ich fühle mich im wachen Leben eben irgendwie nicht so recht zuhause. Jetzt ist natürlich auch die Jahreszeit, in der ich sowieso so meine Tiefs habe. Ich mache ja schon viel, suche ständig nach dem richtigen Plan, dann kommt wieder der Gedanke "zu alt für alles" und dann ists auch wieder egal.
Vielleicht gehts ja jemand ähnlich?

Grüße, Träumer59

14.01.2021 01:19 • x 4 #1


Robbe

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Hallo Träumer59,
danke dass du hier geschrieben hast, dadurch hast du mich an meinen Traum erinnert, nämlich mal nach Afrika zu fahren und vielleicht sogar für eine Zeit dort zu leben. Aber seit ich krank wurde habe ich das aufgegeben, weil mir viel zu oft die Kraft und somit die Energie fehlt.
Ich finde es so wichtig und so schön, dass du Träume hast und ich glaube zu alt ist man nie dafür. Ich fand das auch schön dass du in deinen Träumen Abenteuer erlebst. Wahrscheinlich steckt in dir so ein kleiner Abenteurer oder so . Kann dich nur ermutigen dem nachzugehen das würde dir bestimmt gut tun.
Ganz liebe Grüße, Robbe

14.01.2021 08:10 • x 4 #2


Träumer59

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Hallo Robbe,

danke für deine liebe Antwort. Ja ich glaube dahinter stecken viele unerfüllte Sehnsüchte. Seit Corona kann man ja auch fast nichts mehr machen, und meine Frau ist halt eher Bodenständig, die hat kein Verständnis für meine "Spinnereien". Was bleibt dann noch?
Zum Träumen ist man wohl tatsächlich niemals zu alt, aber zum Leben wohl schon. Im Traum lerne ich halt auch Menschen kennen, in der Realität habe ich wohl so eine Art Tarnkappe auf, bei den meisten lauf ich unterm Radar durch. Da passiert einfach nichts, auch wenn ich mich noch so sehr anstrenge.

Wenn du von Afrika träumst, dann kannst du ja schon Pläne für deine nächste Reise machen
Ich finde es aufbauend, wenn man Pläne macht.
Vielleicht kann ich auch wieder Pläne machen, wenn Corona und Winterschlaf vorbei sind. Ist schon eine harte Zeit.

Liebe Grüße, Träumer59

14.01.2021 09:11 • x 3 #3


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Greta

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Hallo Träumer59,

mir scheint, dir fehlt die Abwechslung in deinem Leben und wohlmöglich auch eine Aufgabe, die dich erfüllt.

In "normalen" Zeiten hätte ich dir ja vorgeschlagen, dich einer Sportgruppe, einem Skatclub, einem Wanderverein oder woran immer du auch Spaß hast, anzuschließen. Aber jetzt, während Corona, geht da ja gerade gar nichts, und die, die vorher schon einsam waren, spüren die Einsamkeit nun überdeutlich.

Vielleicht hast du ja Lust, dich ehrenamtlich zu engagieren? Bei der Tafel zum Beispiel oder beim DRK. Oder als Fahrer in der Behindertenbeförderung. Aktuell gibt es auch Organisationen, die sich um Menschen kümmern, die aufgrund von Corona nicht vor die Tür können und die jemanden brauchen, der für sie z.B. die täglichen Besorgungen erledigt.

Zitat von Träumer59:
"zu alt für alles"

...bist du doch noch lange nicht!
Ist nicht eigentlich jetzt die beste Zeit, um das Leben zu genießen? Frei von beruflichen Zwängen und noch längst kein Tattergreis
Mit 60 hast du als "Durchschnittsmann" noch 20 Jahre Lebenszeit vor dir.
Wenn du dich daran erinnerst, was bei dir zwischen dem 40sten und dem 60sten Lebensjahr alles so passiert ist, dann wird dir klar, wie lang diese Zeit noch ist.

Was sind deine Träume?
Was würdest du tun, wenn Geld, Zeit, familiäre Verpflichtungen und all das keine Rolle spielen würden?
Gibt es etwas, von dem du während deiner Berufstätigkeit immer gesagt hast "Wenn ich später mal mehr Zeit habe, dann mache ich das!" ? .... Reisen ... eine Sprache lernen ... ein neues Hobby (Schmieden, Schreinern, Steinbildhauern ...) ... ein Buch schreiben ... oder die Familiengeschichte erforschen ... einen Garten anlegen ...

Zitat von Träumer59:
Vielleicht kann ich auch wieder Pläne machen, wenn Corona und Winterschlaf vorbei sind

Pläne kannst du doch auch jetzt schon machen. Dann bist du startklar für die Zeit nach Corona und Winterschlaf

Liebe Grüße
Greta

14.01.2021 10:37 • x 2 #4


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julienne

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Hallo Träumer,
willkommen im Forum. Leben oder träumen? Das lässt sich nicht trennen, solange dein Hirn lebt. Es gibt den wunderbaren Film "Das Meer in mir", in dem ein Mann, der, nach einem Badeunfall vom Hals abwärts gelähmt, Jahrzehnte im Bett verbringt und immer wieder farbgewaltig davon träumt, aufzustehen und aus dem Fenster raus über Meere aus Wasser und Blumen zu fliegen. Träume machten es ihm möglich, sich daran zu erfreuen.
Ich finde es schön, dass du so abenteuerliche Träume hast. Zeigt es doch deine ideenreiche Gefühlswelt. Hast du schon einmal probiert, deine Abenteuer niederzuschreiben?

Liebe Grüße,
Julienne

14.01.2021 10:45 • x 3 #5


Träumer59

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Hallo Greta,
du hast natürlich Recht, und ich glaube auch, dass ich ohne Corona aktiver wäre. Reisen ist für mich z.B. ein grosses Thema, da kann man auch viele Abenteuer erleben, aber so einfach kann ich eben nicht weg, aus Gründen die ich hier nicht öffentlich nennen möchte. Und Vereine sind leider nicht so meins, ich fühle mich in Gruppen nicht so wohl. Ich versuche derzeit alles mögliche zu lernen, aber ich frage mich eben oft, wozu. Aber vielleicht gibt es ja doch noch irgendwann den Tag, wo ich spüre wozu ich das alles mache. Irgendwie warte ich aber schon zu lange. Wenn ichs mir recht überlege, dann müsste ich eigentlich Nomade sein, denn wenn ich unterwegs bin, dann bin ich echt ein anderer Mensch, da ist es fast wie im Traum, und ich lerne auch andere Menschen kennen. Leider verpufft das jedesmal, wenn ich dann wieder zuhause bin.
Über deine Worte werde ich aber nochmal nachdenken.
Liebe Grüße

14.01.2021 23:50 • x 2 #6


Träumer59

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Hallo Julienne,
danke für deine Willkommensgrüße. Ja einerseits bin ich auch froh, dass ich wenigstens im Traum viel erlebe. Andrerseits bin ich auch oft enttäuscht, wenn ich dann aufwache. Aber das war schon als Kind so. Den von dir genannten Film möchte ich lieber nicht anschauen, denn sowas zieht mich immer dermassen runter. Aber wenn ich sowas höre bin ich dann auch wieder froh und dankbar, dass ich mich wenigstens noch bewegen kann. Wenn man Leben und Träumen nicht trennen kann, dann ist das ja eigentlich gut. Vielleicht mach ich ja wirklich noch in Buch draus, oder einen Blog
Liebe Grüße
Träumer59

14.01.2021 23:56 • x 3 #7


Robbe

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Hallo Träumer59,
ich hab schon sooooo lange keine Pläne mehr gemacht, eigentlich hab ich sogar aufgehört zu planen, da ich nie weiß wie es mir geht.
Aber die Idee gefällt mir. Ich kann es mir ja auch in Gedanken ausmalen wie es wäre oder Bilder von Afrika anschauen o.d.g.
Ich hab das halt so ganz rausgeräumt aus meinem Leben und wenn nur kurz der Gedanke daran kam habe ich es gleich wieder als nicht machbar weggeschoben.
Ich finde die Idee mit dem Buch schreiben oder einen Blog sehr gut, das würde mich wirklich interessieren
Ganz liebe Grüße, Robbe

15.01.2021 08:00 • x 3 #8


Träumer59

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Hallo Robbe,
ja dieses "nicht machbar" wird einem ständig eingeredet, und meistens fangen die eigenen Eltern damit an. Vielleicht hat man das viel zu sehr verinnerlicht, bloß nicht vom Weg abweichen, bloß nichts wagen, denn es könnte ja auch schiefgehen. Ich weiß es auch nicht genau, aber Träume sagen ja immer, dass viel mehr möglich ist. Das bewundere ich so an Kindern, dass sie noch glauben, dass alles möglich ist. Und dann kommen Eltern, Großeltern, Schule, Partner etc. und zerstören diese Träume Schritt für Schritt. Am Ende fragt man sich dann, warum man nicht mehr aus seinem Leben gemacht hat. Ich weiß echt nicht, ob es schon zu spät ist, aber wenn ich mal wirklich nichts mehr plane, dann habe ich auch keine Hoffnung mehr. Deswegen höre ich einfach nicht auf zu planen, zu lernen und zu träumen.
Ob ich das nun als Buch oder so veröffentlichen möchte, weiß ich leider selber noch nicht. Aber ich finde, dass du deinen Afrikatraum realisieren kannst. Was du nicht selbst planen kannst, macht dann das Reisebüro für dich

Liebe Grüße, Träumer59

15.01.2021 23:37 • x 1 #9


Ex-Mitglied

Hallo,
mir geht es ganz ähnlich ,wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege mit dem was ich gelsen habe.

In meinem realen Leben "Träume ich vom Leben " wie es wäre zu Leben mit Freunden-mit einen Job-usw.

Und in meinen nächtlichen Träumen " Lebe ich "
Ich freue mich immer schlafen zu gehen, auch wenn ich unter Schlafproblemen leide. Aber wenn ich endlich
schlafe, habe ich immer Träume in denen ich nicht alleine bin. Ich habe Freunde, lerne Menschen kenne,erlebe Abenteuer....

Erst vorgestern sagte ich meinen Mann, das ich mich einsam fühle im wahren Leben.
Das ich in meinen nächtlichen Träumen lebe und mehr erlebe, als tagsüber im richtigen Leben.

Smilie67

16.01.2021 19:48 • x 3 #10


Träumer59

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Hallo Smilie67,
es freut mich sehr, dass du verstehst wie es mir mit dem Träumen geht. So wie es im Traum ist, stelle ich mir ein erfülltes Leben vor. Ich frage mich nur immer wieder, warum man im realen Leben nicht auch so viel erleben kann. Vielleicht müsste man tatsächlich viel mehr Reisen und neue Leute kennenlernen.
Viele denken auch, wenn man verheiratet ist, dann ist man nie mehr einsam. Ich fühle mich auch oft einsam und auch unverstanden, ob es trotz oder wegen dem Verheiratetsein ist habe ich allerdings noch nicht herausgefunden.
Liebe Grüße
Träumer59

16.01.2021 23:38 • x 2 #11


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laluna74

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Hallo Träumer,

Dein Thema interessiert mich sehr . . .

Zitat von Träumer59:
Viele denken auch, wenn man verheiratet ist, dann ist man nie mehr einsam. Ich fühle mich auch oft einsam und auch unverstanden, ob es trotz oder wegen dem Verheiratetsein ist habe ich allerdings noch nicht herausgefunden.


Die Ehe schützt einen nicht vor der seelischen Einsamkeit. . .

Zitat von Träumer59:
ob es trotz oder wegen dem Verheiratetsein ist habe ich allerdings noch nicht herausgefunden.


Diese Frage solltest du für Dich aber unbedingt beantworten können . . .

Viele Grüße
laluna

17.01.2021 17:03 • x 3 #12


Ex-Mitglied

Zitat von Träumer59:
Hallo Smilie67,
es freut mich sehr, dass du verstehst wie es mir mit dem Träumen geht. So wie es im Traum ist, stelle ich mir ein erfülltes Leben vor. Ich frage mich nur immer wieder, warum man im realen Leben nicht auch so viel erleben kann. Vielleicht müsste man tatsächlich viel mehr Reisen und neue Leute kennenlernen.
Viele denken auch, wenn man verheiratet ist, dann ist man nie mehr einsam. Ich fühle mich auch oft einsam und auch unverstanden, ob es trotz oder wegen dem Verheiratetsein ist habe ich allerdings noch nicht herausgefunden.
Liebe Grüße
Träumer59


Hallo Träumer,
also habe ich doch richtig verstanden, was du mit deinem Beitrag rüberbringen wolltest.
Es hätte ja sein können , das ich deine Nachricht falsch interpretiert hatte.
Klar, kann ich das verstehen . Und wie oft frage auch ich mich, weshalb es nicht genauso in der Realität sein kann,
wie in meinen Träumen. Da funktioniert es ja auch.

Naja, Einsamkeit in der Ehe kommt gar nicht so selten vor. Aber das es an dem verheiratet sein liegt, -
nein das denke ich nicht. Es liegt wahrscheinlich einzig und allein daran, das wir uns vielleicht eine Zeitlang
von unseren Mitmenschen (Freunden) abgekapselt haben und heute nicht mehr wissen wie man neue Kontakte schließt.
Oder wie auch immer. Das war jetzt nur ein Beispiel und einer meiner eigenen Gedanken.

Ich habe aus lauter Liebe zu meinen Mann viele Kontakte aus den Augen verloren, da ich nur für ihn da sein wollte.
Tja, das war auch alles nicht so schlimm am Anfang,-in den ersten Jahren.

Vielleicht werden wir ja doch noch im richtigen Leben wieder leben und erleben,
nicht nur in unseren Träumen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Gruß, Smilie67

17.01.2021 17:40 • x 2 #13


Robbe

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Hallo Träumer59,
ja du hast recht Hoffnung zu haben ist so wichtig im Leben, weil ohne Hoffnung ist es trist und eintönig. Wie schön, dass du planen, lernen und träumen kannst. Ich wünsch dir ganz viel Kreativität, Phantasie und Freude dazu.
LG, Robbe

17.01.2021 19:47 • x 2 #14


Träumer59

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@laluna74 Es gibt leider vieles, was ich nicht wirklich herausfinden kann. Vielleicht liegt das mit der Einsamkeit auch daran, dass ich einfach nicht wirklich ein Beziehungsmensch bin, und weniger daran, verheiratet zu sein.Es gelingt mir einfach nicht, jemanden alles Recht zu machen, leider sind viele umso anspruchsvoller, je älter sie sind, mich eingeschlossen. Ich brauche eine gewisse Distanz zu anderen, das wurde mir heute wieder so richtig bewusst, als es im Fernsehen um Mobbing ging. Was hatten alle in der Schule Spaß daran, mich zu mobben, vor allem zwischen 12 und 16. Einer der führenden Mobber ist heute übrigens Polizeihauptkommissar. Und viele Lehrer haben fleissig mitgemacht.
Da begann die Sache mit den Träumereien und ich habe für mein Leben gelernt, dass man bei Menschen vorsichtig sein muss. Du kannst mir gerne schreiben wenn dich das näher interessiert.

Als junger Erwachsener hatte ich echt üble Albträume, aber mittlerweile ist das ganz anders, keine Ahnung wieso.

@Smilie67 Ja da hast du Recht, die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht kommt ja noch irgendwas im Leben, das wäre schön. Heute beim Spaziergang wars mir irgendwann zu blöd, auf dem Waldweg zu gehen, also bin ich quer durch den Wald. Meine Frau meinte, das wäre nicht gut, das würde den Boden verdichten. Da dachte ich mir, wieviele tausend Regeln wir doch haben, und soviele sind völlig sinnlos. Da hatte ich dann erst richtig Spaß, quer durch den Wald zu gehen

17.01.2021 23:57 • x 3 #15


Robbe

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Lieber Träumer59,
das tut mir so leid, dass du so gemobbt wurdest in der Schule und vor allem, dass niemand eingegriffen hat
Ja, da kann ich verstehen, dass du das Vertrauen in Menschen verloren hast, aber es sind Gott sei dank nicht alle so.
Ich dachte auch immer ich müsste es jedem recht machen, aber abgesehen davon dass das gar nicht geht, muss ich es auch nicht und du auch nicht lieber Träumer.
Ich fand das klasse, dass du mitten durch den Wald gelaufen bist, auch wenn das deine Frau nicht so gut fand. Ja, die vielen Regeln in unserem Leben die engen uns manchmal ganz schön ein und es tut, wie man an deinem Beispiel sieht, wenn man sich ab und an davon löst.
Ich konnte noch nie so gut träumen, mich in irgendwas reinversetzen, aber wie gut dass du es konntest, es hat dir geholfen, nicht an der Situation zu verzweifeln.
Menschen wie du sind so wertvoll, weil sie wissen was Schmerz bedeutet, was ausgegrenzt sein bedeutet. Sie sind viel feinfühliger als Menschen die nie so was erlebt haben.
LG, Robbe

18.01.2021 10:01 • x 3 #16


Träumer59

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Hallo Robbe,
tut wirklich gut was du schreibst, und du hast mit allem so recht. Leider konnte ich mich selbst selten als wertvoll betrachten, aber mittlerweile ist das alles ok, da ich die Vergangenheit sowieso nicht mehr ändern kann. Aber ich kann darauf achten, dass es anderen besser geht, und das tue ich, vor allem bei Kindern, die sich nicht so wehren können. Wenn z.B. ein Kind beim Bäcker ansteht und einfach übersehen wird, dann sage ich etwas. Kein Kind sollte gemobbt werden, und da schauen auch viele einfach noch viel zu oft weg.
Ich hatte mal eine Lehrerin, die machte sich vor der ganzen Klasse darüber lustig, dass ich ja so sensibel sei. Mittlerweile sehe ich das aber nicht mehr als Fluch, sondern als Gabe, wie so eine Art Superheldeneigenschaften. Ich höre wie eine Fledermaus und sehe an minimalen Regungen anderer, was in ihnen vorgeht. Das finde ich super.
Wenn ich ehrlich bin war ich schon so oft am Verzweifeln, da halfen dann auch keine Träume mehr. Aber wenn ich hier lese, wie es anderen so geht, dann weiss ich, dass ich damit nicht alleine bin.
Liebe Grüße
Träumer59

18.01.2021 16:37 • x 4 #17

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