Kontakte knüpfen fällt mir schwer

shebone

shebone

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eine frau die schon einiges geschafft hat(schmerzdepressionen überwunden, mutter endlich losgelassen) und jetzt kristallisiert sich heraus das ich echte probleme habe soziale kontakte überhaupt zuzulassen

das möcht ich gern lernen und mich hier austauschen(erfahrungen sammeln)

ein freundliches hallo, ich bin wieder mal hier, schick ich euch

lg shebone

30.07.2010 13:37 • #1


Serafina

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Hallo shebone,

sei wieder willkommen hier.

Vllt kannst du etwas mehr über deine Probleme schreiben. Wie lebst du und wie äußern sich deine sozialen Schwierigkeiten.

Serafina

30.07.2010 16:13 • #2


shebone

shebone

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hallo serafina!

danke für`s welcome back

alles was sich ausserhalb meiner eigenen kleinen familie abspielt fällt mir schwer.ich pflege es nicht und nah an mich ran laße ich sogut wie niemanden.ich hatte nie ne freundin,so richtig.hab mein leben lang dicht gemacht wenn mir etwas zu nah kam.probleme auftraten,streit ect.umgedreht und fallen lassen.es ist nicht so das es keine menschen gab mit denen ich mich verstanden habe,nein so ist es nicht.doch hat mir kein mensch gelernt wie ich durch dick und dünn gehe.ich laß es ja garnicht erst zu

ich mach nichts allein ohne meine familie,habe keine richtigen hobbys oder interessen(obwohl sich das schon ein wenig gebessert hat)

ich arbeite nicht und mein wirkkreis ist mein haushalt

telefongespräche aus eigeninitiative fallen mir mehr wie schwer

ich weiß einfach nicht was daran so schwer sein kann,ich versteh mich nicht

ich bin nach wie vor in therapie seid mehr wie 3 jahren(verhaltenstherapie mit welcher ich sehr erfolgreich meine co-abhängigkeit,depressionen und eka-dasein in den griff bekommen habe)

laut therapeutin fehlte mir seid frühester kindheit ein model welches mir hätte vorleben können wie man soziale kontakte pflegt(ich war auch nicht im kiga)

nun will ich lernen

ich will das

warum ist das nur so schwer?

lg shebone

31.07.2010 15:05 • #3


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Glasscherbe

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Hallo shebone,

ein Satz in deinem letzten Beitrag hat mich aufmerksam werden lassen:

Zitat von shebone:
ich weiß einfach nicht was daran so schwer sein kann,ich versteh mich nicht


Ist das deine eigene Meinung? Dieses "so schwer kann das nicht sein" ist doch eher etwas, was Außenstehende einem gern mal vor die Füße werfen, wenn sie kapitulieren. Ich finde, dass diese Aussage unnötig Druck konstruiert, das wird dich nicht weiter bringen.
Wenn du beispielsweise Schwierigkeiten mit Telefonkontakten hast, mach kleine Schritte: Vielleicht gibt es ja bei einem deiner Kontakte ein aktuelles Ereignis/Anlass, weswegen du ohnehin anrufen musst. Dann könntest du ja in diesem Zusammenhang das Gespräch noch ein wenig darüber hinaus fortsetzen - wie gehts, was gibt es neues, vielleicht ein Treffen verabreden etc. pp. Natürlich nur soviel, dass du dich wohl fühst. Und wenn das Gespräch dadurch nur eine Minute länger ist, ist es doch ein Fortschritt. Etwas, worauf du stolz sein kannst.

Und ja, das kann schwer sein, aber das spielt keine Rolle - selbst hinterher musst du nicht darüber urteilen, ob das nun so schwer war oder nicht. Lass dich nicht in dieses Denken hinein drängen.

Liebe Grüße

02.08.2010 10:40 • #4


shebone

shebone

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hallo glasscherbe!

beim näheren betrachten deiner frage,ob`s von anderen kommt,fällt mir eigentlich nur auf das ich es bin die sich druck macht.andere wissen ja garnicht das ich damit ein problem habe.o.k. doch ein paar wenige menschen wissen es,äussern sich jedoch nicht dazu.nehmen es hin wenn ich sage,mir fällt es schwer und ich möcht es lernen
mein leben lang war(oder bin ich es noch!?)ich selbstzerstörerisch.
vielleicht auch bei diesem für mich neuen thema!?keine geduld und kein verständnis für mich selbst.nur für andere
ich verlange sozusagen von mir selbst,das muß funktionieren,das mußt du können,das ist doch nicht schwer,also mach schon u.s.w.

die kleinen schrittchen welche ich mich wage zu machen,machen mich kurzzeitig glücklich,ich genieße es wenn ich mich getraut habe,erfreue mich an meinem mut.kurz danach kommt zack die innere stimme die mich niedermacht

ich will jedoch nicht mehr auf sie hören

und heute werde ich ein telefongespräch führen danke das du mich erinnert hast

noch was,stolz auf mich selbst sein!?

was ist das,wie geht das und kann ich das lernen!?*ironieläßtgrüßen*

selten bin ich stolz auf mich,auch wenn ich weiß das ich schon so viel geschafft hab

lg shebone

02.08.2010 11:27 • #5


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Glasscherbe

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Hallo shebone,

alles, was du schreibst, könnte ich selbst auch geschrieben haben - der Perfektionismus ist stellenweise wirklich tödlich, auch bei mir. Mit tödlich meine ich, dass er alles zerstört, worauf man bei genauem Hinsehen wirklich auch einmal stolz sein könnte. Ich finde auch beinahe immer und überall das berühmte Haar in der Suppe. Und setze mich unter Druck. Rückblickend gab es mehrere Erlebnisse, die diesen Perfektionismus zum Selbstläufer haben werden lassen.

Auch ich möchte das ändern, auch ich sitze oft da und denke: Stell dich nicht so an, verdammt. Ich merke allerdings, dass dieser Anspruch nur negative Auswirkungen hat auf mich. Es reicht ja so schon, dass jede kleine Veränderung im Tagesablauf grundsätzlich ausreichen kann, um meinen ganzen Lebensturm gefährlich ins Wanken geraten zu lassen. Wenn ich dann noch anfange, mir selbst vor Augen zu führen, was ich alles nicht perfekt mache, wird es nicht besser. Problem bei mir ist, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Das ist ganz wichtig, weil ich merke, dass andernfalls einige Leute in meiner Umgebung darunter leiden müssen, zu allererst meine Kinder, was mir selbst wiederum weh tut - die Frage: "Warum stellst du dich so an?" kommt dann von ganz allein ... ein Kreislauf, du kennst das sicher.

Ich such mir dann bewusst irgendwelche Aktivitäten, wo man nicht viel falsch machen kann (mit Kindern ist das natürlich leichter, da reicht es schon, Memory zu spielen). Stolz bin ich dann, wenn ich hinterher merke, dass ich mich wirklich darauf einlassen konnte. Manchmal bin ich nämlich schon nach einer Runde spielen so fertig, dass ich einfach nicht mehr kann. Aber dann lege ich mich aufs Bett meiner Tochter und schau ihnen beim Spielen zu, singe ein paar Lieder mit ihnen oder so. Ich bin dennoch anwesend, wenn sie mich brauchen kann ich sofort reagieren - ich bin also da.

Vielleicht ist das ja ein Beispiel, wo du in deinem Alltag irgendwelche Möglichkeiten findest, was ähnliches zu machen. Dich eben raus nehmen aus dem Kreislauf, irgendwas tun, wo Perfektionismus unwichtig ist. Und: Sei stolz, sei stolz auf dich und lobe dich, wie man ein kleines Kind lobt, was etwas toll gemacht hat. Auch da sind es nur Kleinigkeiten, aber man tut es ganz selbstverständlich. Und das Kind? Es freut sich. Versuchs mal.

Liebe Grüße

02.08.2010 12:11 • #6


shebone

shebone

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hallo glasscherbe!

vielleicht bin ich ja schon stolz auf mich und registrier es nur nicht als stolz sein!?

etwas fremdes,neues als gutes annehmen zu können ist schwer

dein beispiel mit dem spiel kann ich absolut nachvollziehen.mich einzulassen auf eine situation,nichts anderes in diesem moment von mir verlangen,einfach nur da sein,teilnehmen,versuchen den kopf nur für diese eine sache freizuhaben,bedarf schon kraft.bringe ich sie auf so habe ich ein gutes gefühl in mir und habe meinen eigenen negativen kreislauf verlassen

auch mein kind dank es mir,was mir natürlich auch gut tut

zum lob, was wie du schon richtig sagst, ganz selbstverständlich über meine lippen kommt, wenn es einen anderen menschen anbetrifft oder aber mein kind

ich versuche mich zu loben und komm mir dabei lächerlich vor


über perfektionismus möchte ich gern noch ein wenig nachdenken.ist das perfektionismus was ich da versuche zu leben?noch weiß ich es nicht.gut das wir drüber schreiben,dank dir für den denkanstoß

lg shebone

02.08.2010 13:46 • #7


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Glasscherbe

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ich kann nicht beurteilen, ob und wie stark bei dir perfektionismus ausgeprägt ist - ich kenne dich ja nicht. aber einiges von dem, was du geschrieben hast, kam bei mir so an:
Zitat von shebone:
beim näheren betrachten deiner frage,ob`s von anderen kommt,fällt mir eigentlich nur auf das ich es bin die sich druck macht.
mein leben lang war(oder bin ich es noch!?) ich selbstzerstörerisch.
vielleicht auch bei diesem für mich neuen thema!? keine geduld und kein verständnis für mich selbst. nur für andere
ich verlange sozusagen von mir selbst, das muß funktionieren, das mußt du können, das ist doch nicht schwer, also mach schon u.s.w.
die kleinen schrittchen welche ich mich wage zu machen,machen mich kurzzeitig glücklich,ich genieße es wenn ich mich getraut habe,erfreue mich an meinem mut. kurz danach kommt zack die innere stimme die mich niedermacht

selten bin ich stolz auf mich,auch wenn ich weiß das ich schon so viel geschafft hab


ich lass mich gern korrigieren, wenn ich falsch liege - in dem zusammenhang wäre das ja mehr als positiv.

02.08.2010 14:01 • #8


shebone

shebone

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hihi so genau kenn ich mich auch selbst noch nicht

doch gerade deshalb tausch ich mich ja drüber aus und bleib nicht mehr allein damit

alles bereichernd und verändernd

hab grad staunend deine farbig geschriebenen passagen von mir gelesen

das liest sich tatsächlich nach jemanden der von sich selbst verlangt perfekt zu sein,jepp

aus diesem blickwinkel hab ichs noch nie gesehen

*staun*

danke fürs zeigen

lg shebone

02.08.2010 14:27 • #9


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Glasscherbe

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gern! manchmal kann ich doch auch helfen.

02.08.2010 14:31 • #10


shebone

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klaro kannst du das

lg shebone

02.08.2010 20:34 • #11


shebone

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dranbleiben und gute vorsätze nicht nur gute vorsätze bleiben lassen

heute werde ich eine einladung zum kaffeetrinken aussprechen,spontan und nicht lang vorher geplant

lust hab ich keine,warum weiß ich auch nicht.ich überrede mich selber dazu,ignoriere meine unlust und will dran glauben mich hinterher drüber zu freuen

denn aus erfahrung weiss ich s doch, es tut gut und besser, als in unlust zu bleiben

vom verstand her weiss ich was mir gut tut,nur beim machen hakt es aus

ist das bequemlichkeit?faulheit?oder will ich`s garnicht wirklich,richtig?

doch ich mag gern freunde haben,wobei ich sagen muß das sich das wort zu schreiben schon fremd anfühlt

genauso fremd wie in meiner kindheit,denn da war ich zwar auch dabei doch nicht echter bestandteil einer freundschaft

der faden zieht sich durch mein bisheriges leben

nichts und niemand anderes hält mich ab davon es nun zu ändern

keiner außer ich selbst

lg shebone

04.08.2010 11:53 • #12


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Glasscherbe

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Hallo Shebone,

schön von dir zu lesen.

Zitat von shebone:

vom verstand her weiss ich was mir gut tut,nur beim machen hakt es aus

ist das bequemlichkeit?faulheit?oder will ich`s garnicht wirklich,richtig?


Wie wäre es mit "Unsicherheit"? Die ist ganz normal und gar nicht negativ. Vor allem nicht, wenn dus trotzdem angehst. Natürlich kanns langweilig oder unangenehm werden, wenn ihr euch doch nicht sympathisch seid. Aber auch das ist nicht schlimm. Du hast einen wichtigen Schritt gemacht, das zählt.
Ich hoffe du berichtest!

04.08.2010 12:24 • #13


shebone

shebone

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so fühlt sich shebone nach nem gelungenen kontaktpflegenachmittag

wie verändernd solch ein treffen für den rest des tages ist,ist kaum zu glauben.der tag ist heller,freundlicher,kein bisschen langweilig,ich fühl mich freier und zufriedener.die fliege an der wand darf sitzen bleiben,sie kann mich sozusagen garnicht stören

plaudern ohne großen tiefgang macht spaß und mehr wird doch von mir garnicht verlangt.wenn überhaupt in solchen situationen etwas von mir verlangt wird!?wieder und wieder bemerke ich das ich es bin die eine situation komplett falsch einschätzt.es sich sozusagen im vorfeld madig macht und es deshalb oft einfach sein läßt.irgendwas läuft doch da falsch in meinen gedankengängen.das stimmt doch garnicht was ich da in mir und mit mir rumschleppe!!!warum nur schmeiß ich es nicht im hohen bogen aufn müll.dahin wo es hingehört.warum mache ich nicht dauerhaften platz für neues in meinem neuen leben!?

liebe glasscherbe,wie du siehst berichte ich gern

meine therapeutin sagte schon oft,sie konnten es schonmal,sie haben es nur nicht weiter geübt

stichwort unsicherheit.klar bin ich vor jedem und allem neuen unsicher.denke auch das das normal ist,jedoch neige ich ganz automatisch dazu mich selbst nieder zu machen oder eben selbst zu zerstören(wie ichs schon in frage stellte,bin ich zu bequem,bin ich zu faul,will ichs garnicht wirklich ect)

ich habe kein verständnis für mich,innerlich darf ich wohl nicht unsicher sein,irgendetwas verlangt ständig das mußt du können!!!!wo wir dann wieder bei deiner sehr treffenden vermutung perfektion wären

das muß wech,das ist über,das ist falsch,ich weiß es schon und brauch es nurnoch verinnerlichen

mittlerweile glaube ich sogar das ich ein lieber,freundlicher mensch bin(und das soll schon was heißen!).ich sollte anfangen mich selbst auch so zu behandeln

heut bin ich froh meinen vorsatz auch umgesetzt zu haben

lg shebone

04.08.2010 21:06 • #14


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Glasscherbe

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Es ist schön zu lesen, dass das Treffen offenbar ein voller Erfolg war und du es genießen konntest. Und du hast Recht: Niemand erwartet "Großes" von dir bei einem solchen Treffen.
Schön finde ich auch, dass du weiter auch über dich nachdenkst, warum ist das so und nicht anders, warum reagiere ich in welchen Situationen genau so, wie ich es tue ... nur geh bitte nicht zu hart mit dir ins Gericht. Es gibt sicherlich vieles, was du ändern möchtest - aber auch hier gilt: Langsam, eins nach dem anderen. Überfordere dich nicht mit den Ansprüchen an dich selbst. Halt an den positiven Erfahrungen von heute fest und versuche sie nach und nach auszubauen und möglichst nicht wieder aufzugeben. Ich freu mich für dich.

Liebe Grüße

05.08.2010 08:08 • #15


Januar

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Ach ja, der Perfektionismus und die hohen Ansprüche an sich selbst... Respekt, dass Du die Leute zum Kaffeetrinken eingeladen hast, das ist ne große Sache, das erfordert viel Mut! Toll, dass Du das geschafft hast!

Mir geht es auch immer so. Ich mache auch seit über drei Jahren eine Therapie und ich habe schon sehr viel geschafft aber ich kann mich auch nie so richtig drüber freuen, weil ich auch immer ein Haar in der Suppe suche... Ist schrecklich sowas. Macht einen selbst kaputt.

Zurzeit versuche ich auch das mit den kleinen Schritten. Habe mir früher immer riesen Ziele gesteckt, die ich gar nicht erreichen konnte und dann war ich frustriert. Das ist jetzt anders aber ich muss mich erst richtig gern haben, bis ich auch richtig stolz auf mich sein kann und das habe ich noch nicht erreicht. Zu oft stehe ich noch vorm Spiegel und finde mich hässlich und hab das Gefühl, mein ganzes Leben ist schei.. Man muss sich selbst annehmen und lieb haben, das ist der Schlüssel aber es ist schwer.

Alles Gute für Dich!

06.08.2010 10:03 • #16


shebone

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ich möchte mich darauf konzentrieren momente welche tatsächlich statt finden festzuhalten.es ist schade das ich vieles positive super schnell vergesse und dem negativen platz einräume.im negativen hängen bleibe aus was für gründen auch immer.ich kann nein sagen zu meinem immer wiederkehrenden negativen gedanken.und wenn ichs tausendmal wiederholen werde.ich wiederhole ja auch das negative gedanken festhalten.macht doch eigentlich keinen sinn.mir selber helfen.mich mit mir beschäftigen,mal schaun was kann ich mir selbst und nicht mehr immer nur anderen gutes tun.gedankenaustausch und das mit geduld für mich und meine eigene person.und wenn es sich noch so doof anhört.bei mir ist es halt so

@glasscherbe,du ich denke das ist der fortschritt/erfolg meiner verhaltenstherapie.lernen mit mir selbst besser klarzukommen.nicht überlegen,wer was inwiefern von mir denken könnte.hauptsache es geht mir gut dabei.mich nicht mehr schämen,ist auch ein wichtiger punkt dabei.mag mich nicht mehr schämen für mein noch nicht können.mag viel lieber erzählen und mir gleichzeitig dabei helfen lassen.ich werde mich bemühen nicht zuviel auf einmal von mir zu verlangen*schwerist*

@januar,das was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor.mangelndes selbstbewusst sein!?könnt sein,nicht wahr!?
vielleicht sollten wir mal drüber nachdenken ob die suppe nicht auch mit vermeintlichen haar drin,schmecken könnte!?
was machst du für eine therapie?wenn ich fragen darf

ich dank für eure anteilnahme und worte

lg shebone

06.08.2010 13:21 • #17


shebone

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sich ans herz fassen und machen

wie herrlich sich das anfühlen kann.mal spontan sein und mir keine gedanken drüber machen obs der ein oder andere nun gut findet.mein recht, zu machen wonach mir ist ,auch in anspruch nehmen.ich denke es rührt aus meiner erziehung das ichs nicht für selbstverständlich ansehe.immer erst fragen wie das kleine kind welches ich einmal war.wie die erwachsene die ich einmal war.war und jetzt darf ich anders sein.brauchs mir selbst nurnoch erlauben wollen

gestern hab ichs mir erlaubt

hallo hast du lust mit uns den abend zu verbringen wir spielen grad was?wir verbrachten einen ausgelassenen abend zusammen und ich war der auslöser für diese schöne begegnung.

das macht ja wirklich spaß

die mauern welche mir meine herkunftsfamilie auszwangen sind nicht mehr notwendig.ein steinchen nach dem anderen werde ich abtragen

weshalb war mir das in meinem leben nie wichtig?weil mich die probleme meiner herkunftsfamilie so vereinnahmten das kein platz für nichts mehr da war.und weil ichs für normal ansah.ich habe nichts vermisst weil ichs nicht kannte.ich beginne zu erkennen das es wichtig ist

lg shebone

07.08.2010 11:56 • #18


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Glasscherbe

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liebe shebone,

ich wollte dir nur mal kurz mitteilen, wie gern ich deine letzten beiträge gelesen habe - zum einen, weil sie so positiv über dich selbst berichten und zum anderen, weil sie mir in bezug auf mich selbst auch sehr viel geben. ich danke dir von ganzem herzen, du hast mich gerade ein kleines stück weiter gebracht.

liebe grüße

09.08.2010 13:22 • #19


shebone

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gern geschehen

lg shebone

09.08.2010 14:59 • #20


shebone

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ganz automatisch hab ich keinen bock auf irgendwas(allein oder aber mit einer anderen person),wenn meine familie frei hat.wie kommt das eigentlich?hab ich angst das sie nicht zurechtkommen könnten?oder wie?das sie verhungern?verdursten?ohne mich nicht sein können?das sollte natürlich nen übertriebener scherz sein jedoch steckt wohl auch nen fünkchen wahrheit drin.im kopf übertreib ich ja oft.
loslassen und andere ihr ding machen lassen.die möglichkeit geben sich selbst weiterzuentwickeln,denn auch mein kind kann sich ein brot selber schmieren.und wenn papa bis mittags nichts gegessen haben will ist das auch sein ding.alt genug ist er ja.
der punkt bei mir ist,ich meine immer zur verfügung stehen zu müssen,obwohl es kein einziger mensch von mir erwartet oder aber verlangt.im gegenteil mein mann freut sich wenn ich verabredungen treffe,weiß er doch wie schwer es mir fällt und wie gern ich das ändern möchte.er begrüsst es also.gibt mir sein o.k.(welches ich wohl für mein inneres brauche,wie auch immer).und doch will ich es im ersten moment nicht tun.im zweiten auch nicht,im dritten eventuell u.s.w.innerlich festgehalten irgendwie.allen zweifeln und unlust zum trotz bin ich dann heut morgen doch los.

und was war?gut war`s!

konnte schnattern,einkaufen,anderes sehen,hören,mich wohl fühlen,daraus nutzen ziehen,für mich,weil ich mich danach sehr wohl gefühlt habe

mein zu hause steht noch unverändert und die liegen gebliebene hausarbeit hat auch ganz geduldig auf mich hier gewartet

lg shebone

11.08.2010 16:22 • #21


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Glasscherbe

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Na, ist doch wieder ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Und wenn selbst die Hausarbeit nicht weg läuft ... Spaß beiseite.
Ich kenn das auch, immer nach dem Motto: Machs selbst, dann kann nichts schief gehen. Auch ich erwische mich hin und wieder, wenn meine Kinder kommen und fragen, ob sie etwas tun können, dass ich nein sage. Dann folgt die obligatorische Frage: "Und warum nicht?" Peinlich ist es mir immer dann, wenn ich merke, dass ich gar keine stichfesten Argumente hab, warum sie dies oder das jetzt nicht dürfen. Meistens geht es dann nur um drei Sekunden Zeitersparnis oder was in der Art. Lächerlich.
Und: Erst heute Mittag habe ich gelernt, dass man, selbst wenn man eben noch am Schimpfen war, gern eine Sekunde später herzhaft drüber lachen darf und deshalb trotzdem noch ernst genommen wird. Das war auch sehr angenehm.

Du denkst zwar viel nach und ärgerst dich dann, weil du ja offenbar einiges erkennst, aber nicht umsetzen kannst, aber an Deiner Stelle würde ich da nicht so hart mit mir selbst ins Gericht gehen. Ich finde, du machst das gerade so, wie du es getan hast, gut. Dinge hinterfragen, speichern und dann immer wieder mal schauen, was draus geworden ist. Und siehe da - die ein oder andere positive Überraschung ist dann doch dabei.

Liebe Grüße

11.08.2010 16:55 • #22


shebone

shebone

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wenn ich versuche, mich in geduld zu üben und keine erwartungen, an das immer vorhandene und was kommt jetzt/danach!?hab, werde ich belohnt
die belohnung äussert sich im erkennen/registrieren von veränderungen die von aussen kommen.eine liebe freundliche nachfrage,hey hast du lust dahin mitzukommen!?ein telefonanruf der mich erreicht.ein treffen mit menschen zu denen ich gern vertrauen aufbauen möchte weil sie nicht einfach nur irgendwelche menschen in meinem leben sind.ein gemeinsamer abend mit menschen die keine große rolle in meinem leben spielen und doch war es ein schöner abend.all das zeigt mir das ich mich verändere.es kann.und das es sich lohnt geduldig mit mir selbst zu sein.

es ist sozusagen die andere seite die ich da nicht einkalkuliert habe/nicht kenne/nicht in erwägung ziehe(bei meinen vorhandenen problemen soziale kontakte zuzulassen).mein leben lang.es kommt etwas wertvolles von anderen.freiwillig und ohne manipulation.ohne großes zutun meinerseits.das resultat von meinen eigenen kleinen schritten auf andere menschen zu

ich bekomme etwas geschenkt.es ist nichts materielles was ich eigentlich immer mit geschenken in verbindung gebracht habe.es ist etwas viel wertvolleres.es ist das fühlen von menschen sind keine bedrohung.

ich bin kein geheimnis und ich darf sein.ich darf erzählen und alles was ich erzählen möchte ist kein verrat an meiner herkunftsfamilie.uralte gedanken sind das grad die ich da rauslasse.es freut mich das sie aus mir raus kommen.ich anfange zu realisieren was mich meine herkunftsfamilie hat glauben lassen wollen.weil es für sie wichtig war.für sie.nicht mehr im heut für mich.ich darf es ablegen.

es wird mir keiner mehr böse dafür sein.denn ich habe die verantwortung für mich selbst übernommen.

statt strafe zu erfahren folgt freude meinerseits und das empfinden von belohnung nur durch mich selbst und mein eigenes verändertes verhalten

erstaunlich

lg shebone

@glasscherbe,wie bekannt mir das vorkommt was du da schreibst.ich kann dich so gut verstehen.zeit für veränderung,findest du nicht!?erkennen,annehmen,handeln,immer in dem tempo wie es gut für uns ist

15.08.2010 15:31 • #23


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Glasscherbe

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Ja, Recht hast du - Zeit für Veränderung. Um gleich noch einen ganz schlauen Spruch hinterher zu werfen: Erkenntnis ist der Beginn der Veränderung. Ein wirklich wahrer Spruch. Und gerade im Moment habe ich das Gefühl, dass wir da beide ganz gut fahren. Letztlich sind es die kleinen Inputs von außen, die der Erkenntnis auf die Sprünge helfen. Und die "Belohnungen" - wie du schreibst, die Frage "Kommst du mit?" und dergleichen. Es ist gut so. Man muss es nur erkennen - darin liegt jedoch die größte Schwierigkeit.

Liebe Grüße

16.08.2010 12:09 • #24

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