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Konflikte und Überforderung in der Therapie

Hallo, wer kennt die Problematik: Konflikte, Meinungsverschiedenheit und Überforderung in der Therapie,. Hatte Gestern eine Therapiestunde. Hab meiner Therapeutin erläutert, dass es mir momentan wieder sehr schlecht geht. Sagte Ihr auch, dass meine Psych. Ärztin mich vorige Woche krank geschrieben hätte. Hab dies abgelehnt, da ich letztes Jahr schon längere Zeit krank war. Hab Angst um meinen Beruf. Bin ja schon 55 Jahre alt. Gestern erklärte mir meine Therapeutin, dass eine Therapie keinen Sinn macht, wenn ich nicht bereit bin, was zu ändern. Dies, so habs ich aufgefasst, in einer sehr strengen Art. Sie sagte auch, dass eine Therapie im meinen jetzigen Zustand wenig Sinn macht. Ist bei Ihr jetzt ungefähr die 38 Therapiestunde. Irgendwie komm ich jetzt nicht mehr klar. Das hat mich sehr sehr getroffen. Kann nicht mehr schlafen, grüble nur usw. Soll ich Sie in Ihrer telef. Sprechstunde anrufen? Bin jetzt momentan einfach hilflos. Was soll ich machen.

11.02.2020 21:10 • #1


Elodie
Darüber mit ihr nochmal zu sprechen, wie sie es konkret meint, wäre sicher hilfreich.
Hat sie denn mit dir darüber schon mal gesprochen oder ist das neu für dich, dass du etwas ändern solltest?
Meint sie denn, dass du Stunden reduzieren sollst auf der Arbeit - oder was sollst du konkret ändern?

Wenn du nicht bis zur nächsten Sitzung warten kannst, nutze die telefonische Sprechstunde, um etwas mehr Klarheit zu bekommen

11.02.2020 23:22 • x 1 #2


Ylvi13
Hallo Martl,
machst du eine Verhaltenstherapie?
Für mein Verständnis geht es darum, etwas zu ändern. Am eigenen Verhalten, an den Lebensumständen, an der Sicht auf die Dinge . . . . Es gibt ja Gründe, warum man in die Depression gerutscht ist und man muss etwas ändern, um dort wieder heraus zu kommen. So ist meine Erfahrung und es hat bei mir lange gebraucht, bis ich das so gesehen habe.
Deine Therapeutin hätte vielleicht anders, vorsichtiger, formulieren sollen, aber im Grunde genommen hat sie Recht.
In einem klärenden Gespräch solltest du mit ihr zusammen herausfinden, was das sein kann und wie es funktionieren kann. Due Therapie soll dir ja helfen.
Im Verlauf meiner Therapie habe ich gelernt, dass Meinungsverschiedenheiten normal sind. Wichtig ist, dass man für sich einsteht, seine Bedürfnisse formuliert und Position bezieht. Manches Mal hatte ich das Gefühl, die Therapeutin provoziert, um mich aus der Ecke oder der Reserve zu locken. Heute weiss ich auch, dass ich hätte viel eher sagen müssen, wenn mir etwas zuviel ist, wenn ich eine Pause brauche, all sowas halt.

12.02.2020 09:41 • x 3 #3


Zitat von Ylvi13:
Hallo Martl,
machst du eine Verhaltenstherapie?
Für mein Verständnis geht es darum, etwas zu ändern. Am eigenen Verhalten, an den Lebensumständen, an der Sicht auf die Dinge . . . . Es gibt ja Gründe, warum man in die Depression gerutscht ist und man muss etwas ändern, um dort wieder heraus zu kommen. So ist meine Erfahrung und es hat bei mir lange gebraucht, bis ich das so gesehen habe.
Deine Therapeutin hätte vielleicht anders, vorsichtiger, formulieren sollen, aber im Grunde genommen hat sie Recht.
In einem klärenden Gespräch solltest du mit ihr zusammen herausfinden, was das sein kann und wie es funktionieren kann. Due Therapie soll dir ja helfen.
Im Verlauf meiner Therapie habe ich gelernt, dass Meinungsverschiedenheiten normal sind. Wichtig ist, dass man für sich einsteht, seine Bedürfnisse formuliert und Position bezieht. Manches Mal hatte ich das Gefühl, die Therapeutin provoziert, um mich aus der Ecke oder der Reserve zu locken. Heute weiss ich auch, dass ich hätte viel eher sagen müssen, wenn mir etwas zuviel ist, wenn ich eine Pause brauche, all sowas halt.


Hallo Ylvi, vielen Dank für die konstruktive Rückmeldung. Dir auch alles Gute. LG

12.02.2020 12:16 • #4





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