Klinikbewertungen - Meine positiven Infos & Tipps für Dich

Susanne22

Susanne22

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Ich will erst mal kurz beschreiben was mich bewog in eine Psychosomatische Klinik zu gehen.
Ich leider seit meiner Kindheit an Kopfschmerzen und seit über 25 Jahren an Migräne.
Die Jahre um die Jahrtausnedwende wurden bei mir bestimmt durch stake Rückenschmerzen, sher heftiger Augenschmerzen und Sehstörungen. Ich hatte heute Magenkrämpfe mit Durchfall und morgen war es Migräne und übermorgen Beinschmerzen. Es gab Tage an denen ich mir mein Brot nicht mehr schmieren konnte, die Wohnung war nicht mehr die meine, ich hatte keine Kraft mehr zum putzen etc.
Dazwischen hatte ich gute Zeiten. Und in diesen Zeiten powerte ich mich aus, wollte alles liegengebliebe aufarbeiten.

Aber die Melancholie, fehlendes Selbstwertgefühl, Selbstzweifel , Ängste vor der Zukunft, ein unerfüllter Kinderwunsch, ständiger Streit mit meinem Mann, Wutausbrüche, ständiges Schlafen wollen aber auch die von mir auferlegte Disziplin nach außen den Schein zu wahren haben irgendwann dazu gefüht-das nichts mehr ging.
Ich wollte meinen mann aus dem Haus schmeissen, machte ihn für die Dinge verantwortlich die er nicht nachvollziehen konnte, wollte selbst ausziehn.
Ich fühlte mich wie eine Gefangene in einem viel zu kleinen Kasten den ich nicht aufbrechen konnte.

Meine Schwester machte mir klar das ich in Behandlung muss. Und auch meine Neurologin bestand auf eine Klinikeinweisung.

Nur meine damalige Hausärztin lächelte mich bei meinem Wunsch nach einer Klink. Sie verschreib mir leibe irgendwelche Hämmer in Sachen Medikamente.
Ich hab mir nach meinem Klinikaufenthalt eine andere HA gesucht.
Es ging dann alles sehr schnell. Meine Neurologin stellte kurz einen Antrag bei meiner Krankenkasse auf Einweisung zur Stadionären behandlung in eine Psychosomatische Klinik.
Mein Wunsch war------------sehr weit weg von zu hause. Ich wollte meine Ruhe auf der Reise zu mir.
Nach 2 wochen kam ein Schreiben von der Krankenkasse und ich ahtte einen Klinkplatz in Bad Krotzingen.
Ich war Feuer und Flamme.
Ich hatte 4 wochen Zeit meinen Arbeitgeber zu benachrichtigen, meinen Kolleginnen davon zu berichten.
Ich machte mir Listen- was brauch ich; welche Fragen hab ich; ich plante und organisierte.
Meine Lebensgeister wurden wieder gewckt.--Einige hielten mich da allerdings für komplett verrückt-sich freunen auf eine Klinik!!!!

Anfang April bin ich Koffern bewaffnet für ca 6-8 Wochen aufgebrochen.
Mein Mann hat mich gefahren.

Die Klinik selbst war mit 60 Betten voll belegt.
Ich bekam ein Doppelzimmer mit Platz für mein Krims-Krams. Dusche und WC waren im Zimmer.
Ich hatte mit meinem Mann vereinbart, das ich ihn die ersten 2 Wochen nicht anrufe und für die ersten4 Wochen kein Besuch wünschte.
Ich musste einfach- auch wenn es hart klingt-Abstand von ihm gewinnen.

Ich kam am selben Tag eine Bezugspflegerin zugewiesen-ein ganz nette-
Abend wurde den neuen die Klinik gezeigt- und auf dem Flur ind er "Psychoecke" lernte man schnell die Menschen der Schwidder-Klink kennen.
Am nächsten Morgen wurde ich durchgecheckt, bekam aufgrund des berichtes meiner Neurologin auch schon eine Therapeutin zugewiesen und meinen Körperarzt habe ich dann auch kennengelernt.
Am nächsten Tag bekam ich meinen Plan mit meinen Therapien und hatte gleich die Aufgabe mir meinen Wochenplan selbst zusammenzustellen.
Mein Wochenplan beinhaltete- Gruppentheapie, Einzelthr., Mal und gestaltungsthr., Tanzther., 3 mal die Woche Morgengymnastik, Stationsgespäche mit allen Patienten und em Chef der Klinik, 1mal am Tag Treffen mit meiner Bezugspflegerin, 1mal die Woche Gespräch mit dem Arzt und dem Chef auf dem Zimmer, besuch beim Körperaezt.
Ich habe mich dann noch zur Musikther. und für PME angemeldet.
Ganz toll fand ich auch die Regulative Musiktherapie..
Das Essen war im Speissal-der mir am Anfang zu laut war-mit den Patienten der Herzklinik.
Ich ahtte einen festen Tisch mit 3 Männern. War aber OK.
ZU den mahlzeiten sollte mann wenn möglich immer erscheinen.
Warich so fertig das ich nix essen konnte, musste ich mich persönlich abmelden. Gelang mir nicht immer.

Medikamentenausgabe war morgens und Abend zu festen Zeiten.
In seiner Freizeit konnte man die Klinik verlassen. Dafür gab es eine Tagebuch indas man sich mit Uhrzeit austragen musste.
Und wenn man zurückkam- musste man unterschreiben.

Ich habe schnell gemerkt das in der Kinik viel Wert drauf gelegt wurde-eigenverantwortlich zu handeln. ZU planen, eine Tagestruktur auzubauen. Und darauf ahtte ich persönlich auch gehofft.
Ich fühlte mich von Anfang an sehr gut aufgehoben- auch wenn ich die ersten Nächte weinte. Aber meine Zimmerkollegin aht mich so viel abgelnkt- das es mit dem Eingewöhnen schnell ging.
Wir hatten ausgemacht-uns zu sagen wenn wir ein Problem miteinander haben und das ging auch recht gut.

Ich hatte am Anfang viel Migräne- und da ich schon ziemlich abhängig von meinen Medis war-habe ich erst einmal nur schwache Schmerzmittel bekommen. Ich hatte schreckliche Augenschmerzen, konnte kaum Licht ertagen, nichts lesen.
In der Einzeltheapie- Gesprächs und verhaltenstheapie- habe ich erst einmal über diese Augenschmerzen gesprochen- über meine Wahrnehmung die mir zu entgleiten drohte.
In der Gestaltther. habe ich dann auch mien erstes Bild über diesen Schmerz gemalt.-Es ist das kleine Bild und meinem Benutzernamen.

Mittlerweile stand auch fest das ich unter endogen Depressionen leide.
Nun hatte ich auch einen Namen für das was mich so fertig machte.
Mir war das wichtig.

Ich habe soviel übermich erfahren.. Ich habe Themen aus meiner Vergangenheit wiederausgegraben. Ich konnze mich über meine Mutter und Oma auskotzen- wie mich als Kind alles eingeengt hat---und musste feststellen, ich habe schon das verhaltensmuster übernommen
Ich konnte endlich den Tod meines Vaters verarbeiten- ich konnte mich nach 31 Jahren endlich von dem Quälenden gedanken mitschuldig zu sein- verabschieden.
Ich habe meine Angst vor dem Autofahren angesprochen. Wirkamen dazu keinem Ergebnis- das hab ich dann zuhause selbst in Angriff genommen.
Ich habe mein schwieriges Verhälnis zu meiner Schwiegermutter bearbeitet, Abschied genommen vom Kinderwunsch der sich nicht erfüllte,
Ich habe versucht die schönen Seiten an meinen Mann und an mir wieder zu finden.
Telefongespräche mit meinem Mann waren schwierig und belastend. wir haben es dann gelassen. er konnte nicht nachvollziehn, in welchen Prozess ich gerade steckte.
Nach vier Wochen kam er mich besuchen.
Ich ahtte ein Zimmer für ihn gefunden indem auch unsere Hündin mitdurfte.
leider war das Wochenende damit bestimmt unser Hündin in eine Tierklinik zubringen, weil Cindy von einem auf den anderen Moment Nierenversagen bekam.
Es war anstrengrnd und stressig.Cindy wurde gut verarztet und meine Mann fuhr früher nachhause. Ich war ehrlich gesagt auch froh. Die Zeit war noch nicht reig gewesen für seinen besuch.

Gesundheitlich war ich die ersten 7 Wochen nicht so gut drauf. Meine Migräne schien alles geplante umzuwerfen. Ich wurde dan dort mit einem Triptan behandelt und von dem Tag an gings aufwärts.
Ich habe immer mehr gemerkt ich bekomme einen gergelten tagesablauf, Struktur in mir. Ich konnte wieder klar denken.
Ich habe soviel nette mensche mit vielfältigen Krankheiten kennengelernt.
Alleine die Gespräche mit den Mitpatienten waren teilweise so hilfreich und auch schön. Ich bekam wieder Unternehmungslust.
Ich habe den wundenschönen Breisgau kennegelernt und habe mich in die Stadt Freibug verliebt. Ich habe wieder angefangen mich für schöne farbliche Kleidung zu intressieren-habe mich als Frau wider wahrgenommen, habe meinen Körper wieder gelernt anzunehmen und zu pflegen.
Der 2 Besuch meines Mannes in der siebsten Woche- verlief harmonish- zärtlich -schön. Ich durfte eine Nacht in seinem Hotelzimmer verbringen.
Wir haben mit den Therapeuten besprochen- ob wir uns vorstellen können eine Paartherpie zu machen.
Ich war so glücklich- mein Mann stimmte zu.
Die letzen 4 Wochen waren geprägt von vieln schönen Momenten. Ich schrieb meine Kindeheitserinnerungen als ein Art Buch- hatte meine Mutter an einem Wochende zu Gast-------puh das war anstrengend aber auch schön.
Ich hatte fast keine Migräne mehr oder sonst körperliche Beschwerden. Ich war sehr viel ausgeglichener, habe Rituale entwickelt Probleme anzugehen und sie hinter mir zulassen.
Was sehr hilfreich war, war das führen eines Befindlichkeitstagebuch, das
ich über 7 Wochen führte und in dem ich Abend dann meinen Tag mit der Not+6 bis -6 bewerten konnte.
Ich muss sagen ich fühlte mich sehr gut betreut.
Es waren immer Ansprechpartner in Sachen Ärzte oder Pfleger/innen da, und auch nachts konnte ich wenn es mir danach war reden, reden.
Die Gestaltherpie hat mir persönlich mit am besten gefallen. Ich war mir nicht bewußt- das ich mit Bildern soviel ausdrücken konnte. Aber da wo mir die Worte fehlten-gings gut mit Stift und Kreide.

Als nach 11 Wochen der Abschied bevorstand- fürchtete ich mich schon eine bißchen vor dem zuhause.
Ich hatte einen Antrag auf Wiedereingleiderung gestellt, dem mein Arbeitgeber zwar mündlich zugestimmt hatte-aber schriftlich wollte er nicht so recht.

Ich hatte mir ein vorgenommen mit der Bahn nachhause zureisen um so langsam und in Stolle meiner Heimat entgegenzureisen.
Es war ein etwas schwieriges Unterfangen, da ich mit 2 Koffern mehr und einer Riesenrolle Bilder nachhause reiste.
Der Abschied verlief sehr schön. Die Patienten- mit denen man engeren oder freundschaftlichen Kontakt hatte- verabschiedeten sich immer gegenseitih mit kleinen Geschneken am Frühstückstisch.
Am Abend vorher gabs dann je nach Leute ne Party oder ein ruhiger Ausklang in einer schönen Kneipe oder ähnlichem.
Ich habe übrigens auch wieder gelernt-wie lecker ein Glas B. oder Wein schmecken kann.
Es kam massenahft Tränen und Umarmungen.
Als ich am Bahnhof stande, hatte ich das Gefühl meine Heimat zu verlassen.

Zuhause erwartete mich eine ignorante Hündin die mich keines Blickes würdigte, ein Herzlich Willkommen Band quer durch die Wohnung, Zimmer die mir winzig klein erschienen , ein Kühlschrank mit erdbeertortletts und eine Stille die ich nicht mehr gwohnt war.

Es war sehr komisch wieder zuhause zu sein. Ich wollte meine Koffer nicht auspacken.
Hab erst mal meine Bilder ausgerollt, meine malsachen sortiert, Karten und Geschenke ausgepackt und gelesen.
Es war schon recht schwierig wieder auf eigenen Beinen zu stehn.

Ich kann pewrsönlich sagen- es war eine der wichtigesten und schönsten Zeiten in meinem Leben.
Meine geonnene Zuversicht, das Selbstvertrauen, das Selbstwertgefühl war wieder geweckt.
Auch wenn es noch Monate gebraucht hat, das gelernte umzusetzten. ich hab es geschafft.
Ich habe mich wieder gewehrt, meine Meinung gesagt. Ich schlucke seitdem nicht mehr alles unter.
Manchen Menschen hab ich mit meiner neunen Art ziemlich vor den Kopf gestossen.Sie kannten mich so nicht.
Auf meiner rbeit habe ich durch das direkte Ansprechen mit meiner Krankheit Depression erfahren- wer mich wirklich so annimmt wie ich bin.

Das beste an dem ganzen war aber-das ich mich im November bei einer Frauenfahrschule angemeldet habe und im März 2003 einen 1 wöchigen Kurs zum Wiedereinstieg ins Autofahren gemacht habe.
Diese dazugewonnene Freiheit möchte ich heute nicht mehr missen.
Konnte ich doch auch endlich mich in Sachen andere Arbeitstelle umsehen.

Ich lebe heute sehr gut mit meiner Depression und meiner Krankheit. Bin gut mir Medik. eingestellt- meine 3 Ärtze- Neurologin/Psychologin- Hausärztin und Frauenärztin arbeiten Hand in Hand.

Mein Mann und ich haben eine Paartheapie gemacht- ich bin stolz das ern mitgemacht hat.
Ob sie erfolgreich war- aus meiner Sicht hätte mehr sein können.

Ich würde jederzeit wieder diesen Schritt gehen. Ich kann sagen das mein leben mit 40 Jahren neu begonnen hat.
Und ich danke allen die mir geholfen haben und mich begleitet haben.



Romanende

Ich hoffe ich hab niemanden mit meinem Bericht erschlagen.
Wer Fragen hat- kann jederzeit schreiben.


LG SUSANNE

29.01.2008 22:16 • #1


Beckey

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Liebe Susanne,

whow! vielen Dank für deinen Bericht. Deine Schilderungen haben mich nochmal mitgenommen auf die Reise zu meinem Reha-Aufenthalt im Spätsommer letzten Jahres, wo ich "nur" 7 Wochen verbracht habe.

Ich finde mich sehr wieder in deiner Beschreibung des nach Hause kommens - wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Auch für mich war diese Zeit eine der intensivsten und schönsten in meinem Leben. Ich habe dort Menschen getroffen, die mein Herz berühren, Menschen, die mich vielleicht jetzt besser kennen als meine Familie.
Ich musste sehr über die Parallelen zu meinem Leben schmunzeln: Mein Mann und unser Hund haben mich auch erst nach einigen Wochen besucht und ich durfte auch die Nacht bei ihm im Hotel verbringen. Das war wunderschön - vertraut aber auch neu, ein bißchen zerbrechlich...

Ich freue mich, dass du nachhaltig gelernt hast mit der Krankheit zu leben - das macht ganz viel Mut!! Ich bin für mich auch auf einem guten Weg;-)

ganz liebe Grüße
Christine

30.01.2008 10:56 • #2


Susanne22

Susanne22

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Hallo Beckey,

Danke für Deine Antwort.

Für mich ist es sehr wichtig und hilfreich micht nicht hinter meinen Krankheiten zu verstecken.
Natürlich verstehen das nicht alle- weil rein äußerlich sieht mir das ja niemand an.
Aber wer mich genau kennt und hinschaut und zuhört, weiiss das tief in meinem Inneren etwas steckt was ich verarbeiten muss.Ich finde es teilweise spannend altes auszugraben, zu reflektieren udn kann heute über vieles schmunzeln oder auch lachen.
Natürlich sind auch Dinge dabei die mich immer wieder sehr traurig stimmen und zum weinen bringen.

Ich habe noch immer Tage wo ich über meine Grenzen gehr udn mein Körper mir danach klar signalisier-STOP-.Manchmal gehe ich über diese Grenzen- gewollt oder ungewollt. Und das Ergebnis sind dann alter Beschwerden von früher.
Aber diese Sachen werden immer weniger.
Meine Lust am Leben reißt mich dann raus aus den alten verhaltensmustern.Und dank der vielen kleinen Rituale und der positiven Gedanken die abrufen kann, gelingt es mir rscht schnell rauszukommen.

Einige Dinge wie z.B. mein Helfersyntrom, mein Ordnungstick oder auch meine Diskutirerei werde ich wohl nicht ablegen. Sie sind ein Teil von mir.

Dagegen habe ich gelernt wie völlig unwichtig es ist- alles bügeln zu müssen, immer auf Abruf für andere da zu sein, klares Nein zu setzten wenn ich NEIN meine, ungeliebte Dinge meinem Mann rüberzuschieben-der viele Dinge nicht besonders mag und sie gerne auf mich abwälzt-.
Ich bin ein bißchen egoistischer geworden- gehe auch mal alleine oder mir meiner Freundin aus- was ja dank des Autofahrens kein Problem mehr für mich ist.

Auf meine Medikamente möchte und kann ich nicht verzichten. Sie helfen mir sehr. Da ich sehr stark unter PME gelitten habe- Wutausbrüche, kleine Zerstörungssucht oder völlige aphatische Augenblicke- nehme ich seit 3 Jahren durchgängig ein Hormonpräparat. Ich bin dadurch ausgeglichener geworden und auf die monatlichen "Tage" kann ich gut und gerne verzichten.
Ich mach mir da kein Kopp wegen der Chemie in meinem Körper. Sie hilft mir und das ist das wichtigste.
Abends nehme ich 15mg Mitrazapin und als untersrützendes Medik. erhalte ich gegen meine Migräne das Mittel Topamax.

Mein Ziel ist es, das nicht meine Krankheit mich im Griff har-----Sondern ich die Krankeit.

LG SUSANNE

30.01.2008 12:29 • #3


Carola

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Hallo Susi,
habe eben Deinen Bericht gelesen. Du hast ziemlich gut beschrieben wie besch... man sich mit Kopfschmerzen und Migräne fühlen kann. Fast alle Deine Erfahrungen könnte ich auch auf mich übertragen. Ich war 2004 schon mal zu einer Reha, aber irgendwie war ich dort falsch. Ich befand mich zw. Bandscheibenvorfällen, Astmakranken und Krebskranken. Ich kam mir irgendwie verloren vor. Die Ärzte wussten gar nicht was sie mit mir machen sollen. Ok ich hab mich an der Ostsee bei tägl. Strandspaziergängen, Ruhe und etwas Entspannungsübungen gut erholt, habe viele nette Leute kennengelernt, verstanden hat mich dort aber keiner so richtig.
Manchmal fühle ich mich schon selber als Simulant, da man mir ja meine Schmerzen nicht ansieht. Der Arbeitsmarkt ist hart, da muss man funktionieren. Für Unpäßlichkeiten hat keiner auf Dauer Verständnis. Da wird man bald ausgetauscht. Noch habe ich meine Arbeit, aber inzwischen lebe ich privat sehr zurückgezogen. Viele meine sogenannten Freunde haben sich distanziert, weil es mir ja eh schlecht geht, wenn wir was zusammen machen wollten.
Jetzt habe ich erneut eine Reha beantragt und kann in eine Psychosomatische/Orthopädische Klinik auf Rügen fahren. Hoffe das ich diesmal besser aufgehoben bin und man mir mit einer gezielten Therapie helfen kann.
LG Carola

23.05.2008 18:32 • #4


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Bunte

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Hallo Carola!
Ist es zufälligerweise die Klinik Göhren auf Rügen? Da muß ich nämlich hin, habe diese Rehaklinik zugewiesen gekriegt. Ich war anfang des Jahres in einer psychosomatischen Klinik (Ginsterhof) und es hat mir leider auch nicht allzuviel gebracht.
Viele Grüße von Bunte.

23.05.2008 18:48 • #5

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