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Jatrosom Erfahrungen - Wirkstoff: Tranylcypromin

sonnenschein93

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Hallo,

Ich habe mich ein bisschen im Netz schlau gemacht. Bei therapieresistenten Depressionen wird Jatrosom ( Wirkstoff: Tranylcypromin ) verwendet. Hat jemand Erfahrungen mit diesem Medikament.
Bitte um Info.

Ganz liebe Grüße

Sonnenschein93

21.02.2019 10:27 • #1


Zwischenwelt

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Hallo Sonnenschein

Jatrosom ist ein älteres Antidepressivum und reiht sich in die Gruppe der Maohemmer ein.
Extrem antriebssteigernd, deutlich hemmungslösend. Gefürchtet sind die dazugehörigen Nebenwirkungen.
Auch eine Nahrungsumstellung muß dazu bedacht werden.
Ich kenne diese Überlegung auch von meinen damaligen Psychiater. Das ist reines Lehrbuch, Therapieresestenz
damit behandeln zu wollen.
Ich habe diese Option abgelehnt. Kann dir daher keine Erfahrungen mitteilen.
Möchte fragen, warum beschäftigt dich diese Frage?

21.02.2019 14:25 • #2


Smatie

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Hallo Sonnenschein,

ich nehme seit 5 Jahren Jatrosom. Na ja unter anderem. Ich nehme noch drei weitere Antidepressiva, weil gar nichts mehr ging. Aber jetzt bin ich gut eingestellt.

Was etwas blöde ist, dass man bei Jatrosom beim Essen und Trinken ziemlich aufpassen muss.

Ansonsten habe ich auch positive Nebenwirkungen. Ob die allerdings am Jatrosom liegen oder an meinem Cocktail weiß ich nicht.

- Keine Migräne mehr
- kein Heuschnupfen mehr
- Menstruationsbeschwerden sind weniger geworden (aber das betrifft Dich ja nicht ).

Wenn sonst nichts mehr hilft, würde ich sagen, Versuch macht klug, mehr als dass es Dir weiterhin geht wie jetzt kann ja erst mal nicht passieren.

Schöne Grüße
Martina

22.02.2019 09:28 • #3


sonnenschein93


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danke dir für die Info
also seitdem du Jatrosom trinkst gehts dir besser?

schöne grüße

22.02.2019 10:33 • #4


Smatie

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Zitat von sonnenschein93:
also seitdem du Jatrosom trinkst gehts dir besser?


Ich trinke das nicht, das sind bei mir Tabletten.

Ich hatte zwei Jahre nach der Umstellung auf Jatrosom wieder einen Rückschlag, war dann lange in der Klinik und habe EKT bekommen, was mir auch sehr geholfen hat. Seit über einem Jahr bin ich jetzt aber EKT-frei und es geht mir eigentlich recht gut. Sicher, mein Antrieb ist nicht so wie vor der Depression und die Gefühle sind etwas gedämpft, aber immerhin vorhanden. Wenn ich mal wieder bei meinem Psychiater meckere, sagt der, ich solle bedenken, wo ich herkomme, was ich schon alles hinter mir habe und was ich alles geschafft habe. Da hat er irgendwie Recht.

Aber ich nehme ja auch vier verschiedene Antidepressiva. Was da genau woher kommt, lässt sich schlecht sagen.

Schöne Grüße
Martina

22.02.2019 12:13 • #5


Crimson-King

Crimson-King

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Ich habe das Jatrosom nicht vertragen. Es hat mich zu unruhig gemacht. Der antidepressive Effekt war bei mir zudem nicht ausreichend. Da fiel das Absetzen leicht.

Aber möglicherweise würde es bei dir ganz anders wirken.

08.03.2019 12:44 • x 1 #6


Eis

Eis

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Ich nehme seit einigen Wochen Jatrosom, nachdem ich alles andere ausprobiert habe. Es wirkt wahnsinnig antriebssteigernd, hab mich gefreut, dass es mich doch noch irgendwie gibt, so wie ich halt mal war vor der Depression. Leider ist der erste Antrieb wieder verpufft und ich musste aufgrund von Nebenwirkungen erst mal wieder auf 2*10mg zurückgehen (war nicht ganz klar, ob es wirklich vom Jatrosom kommt). Jetzt hab ich einen neuen Anlauf mit der Steigerung gemacht, und ich sehe wieder aus wie ein Streuselkuchen! Lauter Pickel sprießen
Das mit der Diät finde ich übrigens nicht so schlimm, wenn der Leidensdruck hoch genug ist und die Alternative fehlt, machst du irgendwann alles mit. Ich würde es definitiv empfehlen!

16.04.2019 21:59 • #7


Smatie

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Zitat von Eis:
Das mit der Diät finde ich übrigens nicht so schlimm, wenn der Leidensdruck hoch genug ist und die Alternative fehlt, machst du irgendwann alles mit. Ich würde es definitiv empfehlen!


Hhhm, bei mir war es auch die (vor)letzte Alternative. Kein anderes Medikament hat mehr gewirkt. Ich nehme Jatrosom jetzt seit fünf Jahren und würde schon gerne mal wieder Camembert etc. essen. Was mir auch ein bisschen zu schaffen macht, ist, dass sich meine ganze Familie ja mehr oder weniger an meinen Plan halten muss. Manche Dinge kann ich halt einfach nicht für uns alle drei kochen. Und zwei mal kochen wäre auch doof.

Ja, ich mache es mit, weil mir die Alternative fehlt, aber es stört mich schon.

Schöne Grüße
Martina

25.04.2019 12:04 • x 1 #8


Eis

Eis

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Hallo Martina,

Was wäre Deine letzte Alternative gewesen?
Ich geb Dir Recht, manchmal würde mir auch das eine oder andere verbotene Lebensmittel schmecken, aber wichtiger ist mir, dass ich endlich was nehme, was ich vertrage UND hilft.
Hast Du jemals versucht, das Antidepressiva wegzulassen Nach so langer Zeit? Mein Psychiater hat mir jetzt erst mal 1 Jahr vorgeschlagen und dann kann man mal schauen, ob man es reduzieren kann, je nachdem wie stabil ich bis dahin bin.

LG Eis

25.04.2019 14:09 • #9


Smatie

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Hallo Eis,

meine letzte Alternative war vor drei Jahren die EKT, als selbst Jatrosom nicht mehr half.

"So lange Zeit" sind bei mir bereits 13 Jahre. Mein Psychiater rät mir derzeit noch davon ab, eines meiner Medikamente zu reduzieren (insgesamt sind es vier). Allerdings habe ich das Jatrosom nach Rücksprache kürzlich um 20 mg reduziert, weil mein Hirn nicht mehr so leistungsfähig war, wie ich das gewohnt war. Auch mit weniger geht es mir gut, das lässt hoffen.

Schöne Grüße,
Martina.

25.04.2019 14:34 • x 1 #10


Eis

Eis

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Das ist ja eine ganz schön lange Zeit. Irgendwie hoffe ich ja immer noch, dass ich irgendwann mal wieder "gesund" bin. Aber mein Psychiater meinte auch, dass es durchaus 5 Jahre dauern kann. Bin jetzt seit 2 Jahren in der Depression, kann aber immerhin mittlerweile wieder arbeiten.

Die größte Hürde beim Jatrosom werden die Migräneanfälle sein, da ich die Triptane ja nicht mehr nehmen darf, die mir bisher gut geholfen haben. Aber du machst mir Hoffnung, dass die Migräne verschwindet. Da es bei mir auch sehr stressinduziert auftritt, sollte es ja eigentlich besser werden, wenn ich stabiler bin.

LG
Eis

25.04.2019 15:10 • #11




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