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Ist da noch ein Ausweg? Starke depression

Hallo Leute.
Seit Jahre leide ich nun permanent an einer sehr starken Depression. Begangen vor 5 Jahren und bis heute nicht endend. Habe ab und zu mal Phasen wo ich auch einen guten Tag habe oder mal 2 . Aber dann verfalle ich wieder in das Loch. Sehe mich, das Leben als unnötig. Nicht lebenswert. Ich habe das Gefühl, dass ich andere mit meiner Depression und Stimmung nur schade. Ich bin verliebt, habe angst ihn zu verlieren. Ich blocke ab und würde am liebsten von hier gehen. Ich komme mit meinem Studium nicht weiter. Ich komme nicht aus dem Bett. Eine Familie hatte ich nie. Freunde genauso wenig. Ich sehe Alles als wertlos und unnötig. Mein Studium. Mein leben. Und mein Freund wäre besser dran ohne mich. Ich weiss es einfach. Ich mache eine Therapie nebenbei ja und die bringt ein dreck. Hatte mehrere Ärzte einige haben mich aufgegeben. Seitdem verlor ich mein glauben an einer wirksamen Therapie. Ich weiss nicht mehr weiter. Ich bin unglücklich und spüre mich innerlich nicht mehr. Ich fühle mich ToT. Lebendig tot. Es ist grausam. Das schlimme ist aber, dass ich es einfach langsam nach Jahren nicht mehr ertrage. Ich ertrage es einfach nicht mehr. Diese leere diese Depression. Mein Kopf . Alles bringt mich um. Ich vegetieren nur noch vor mich hin. Ich fühle mich zerbrechlich und schwach. Meine antidepressiva haben die Wirkung schon lange verloren aber eine noch höhere Dosis will ich nun auch nicht mehr. Wofür? Geholfen hat es nicht außer der pharma- Industrie bissle Taschengeld geschenkt. Ich kann nicht mehr. Schlafstörungen plagen mich ebenfalls. Meine Augenringe sind mittlerweile dunkler als mein kajalstift. Lustig ne? Ich weiss echt nicht mehr weiter. Ich pack es nicht mehr. Und ich will es auch nicht mehr. ich will es echt nicht mehr. Ich habe mir Bis jetzt nur nichts angetan weil ich Hoffnung hatte, dass es doch irgendwann besser wird. Aber es tut es nicht. . Ich habe sogar den perfekten Freund aber. es bringt nichts mehr. Es ist wie wenn meine Seele verstorben sei und mein Körper nur noch krampfhaft steht. Mehr nicht. Und ich will einfach niemanden mehr zur last fallen. Meine Tränen sind mittlerweile auch ausgetrocknet. Es fließt nichts mehr, da es nichts mehr gibt in mir. ich wünschte mir das endlich mein Herz einfach aufhört zu schlagen. Ich täusche allen mein Glücklichsein nur noch vor. Innerlich bin ich zertrümmert. Ich Lebe nur noch vor mich hin. Aber nicht mal das kann ich mehr. Und nun bin ich hier mitten in der Nacht gelandet. wo mich meine Gedanken wieder plagen. Es ist 6 Uhr morgens und ich kann immernoch nicht schlafen. Mein Kopf explodiert innerlich. Es bringt mich quälend um. Aber nie so, dass ich endlich nicht exestiere. Nein es quält mich nur. Mein leben quält mich. Mein Kopf. Ich komme nicht mehr zu ruh. Ich brauch Hilfe. Und finde sie nicht mehr. Es gab sie nie. Und mir selbst helfen, was ich nun ewig versucht habe, jahrelang. klappt nicht. es scheitert Alles. . Ich kann nicht mehr.

23.09.2018 05:22 • #1


JuliaW
Hallo,

während ich Deine Zeile lese, kommen mir die Tränen. Es sind Tränen des Mitgefühls und der Frustration darüber, dass es einen Menschen gibt, der das erleben muss, was Du beschreibst. Ich wünschte, ich könnte Dir zeigen was ich gefunden habe, doch wahrscheinlich wären das nur Worte. Ich habe nicht erlebt, was Du erlebst, hatte nie diesen Gedanken, dass alles wertlos und unnötig ist, und auch nicht den Wunsch, dass mein Herz einfach aufhören möge zu schlagen. Meine Themen liegen anders und es gab in mir immer etwas, das mir sagte, dass es einen Weg da raus geben müsste, so verzweifelt ich mich auch fühlte. Vielleicht ist auch das der Unterschied: Ich fühlte Verzweiflung, bei Dir klingt es nach Resignation, so, als ob Du aufgegeben hättest. Du scheinst schon einen langen Weg gegangen zu sein und nicht die Hilfe gefunden zu haben, die Du gebraucht hättest, um Hoffnung zu schöpfen.

Dich daran zu erinnern, dass Du Dir Hilfe holst, wenn die Gedanken Dein Leben zu beenden akut werden, während Dein Wunsch genau das Gegenteil zu sein scheint, mag sinnlos erscheinen, doch ich werde es trotzdem tun. Vielleicht siehst Du es als das was es ist, als der aufrichtige Wunsch, dass Du leben und es Dir besser gehen möge. Der Wunsch, dass dieses Leid ein Ende haben möge, allerdings ohne Dein Leben zu beenden. Hier findest Du Nummern von Krisendiensten: soforthilfe-adressen-nummern-der-krisendienste-t11782.html. Dort sitzen Menschen, die dafür ausgebildet sind und vielleicht auch schon mit einem Menschen gesprochen haben, der so leer war und den Wunsch hatte zu gehen, so wie Du. Vielleicht findest Du am anderen Ende des Telefons genau den Menschen, der Dir einen Funken Hoffnung wiedergeben kann, weil er einen Menschen kennt, der einen Weg gefunden hat, obwohl es unmöglich erschien.

Du fragst in Deiner Überschrift "Gibt es da noch einen Ausweg?" Meine Antwort ist: "ja". Das mag eher wie ein Wunsch klingen, denn Du wirst viel ausprobiert haben und es mag Ärzte gegeben haben, die Dich aufgegeben haben (was möglicherweise mehr über die Ärzte aussagt als über Dich und Deine psychische Situation). Doch es gibt einen Fakt und der sorgt dafür, dass ich "ja" sage: Es gab einen Weg da rein, also muss es auch einen Weg dort wieder heraus geben. Du schreibst, dass Du "seit Jahren" an einer sehr starken Depression leidest, das heißt, dass es auch eine Zeit davor gab, es war nicht immer so. Wenn es Dein Leben lang so gewesen wäre, wäre das was anderes, doch irgendetwas ist passiert, vielleicht hast Du es mitbekommen, vielleicht auch nicht, und das hat eine Veränderung ausgelöst. Und aufgrund dieser Veränderung gab es eine weitere Veränderung und noch eine und noch eine, so lange bis Du hier und heute diese Zeilen in diesem Forum gepostet hast. Es mag wie ein großer Wust erscheinen oder was auch immer das passende Bild für Dich ist, doch wenn Du es genau betrachtest, war es ein Weg. Es war nicht sofort alles so wie es jetzt ist. Es sind einzelne Schritte, die Dich immer tiefer reingeführt haben, Dir immer stärker die Hoffnung genommen haben und im Außen gab es anscheinend auch zu wenig, was Dir Halt hätte geben können. Doch jetzt scheint es anders zu sein. Es gibt da jemanden, Du bist verliebt, Du beschreibst ihn sogar als "den perfekten Freund" und vielleicht kann er Dich bestärken. Doch letztlich geht es weniger um das Außen. Es geht um Dich und Dein Inneres. Wenn Du beschließt, dass es nichts bringt (ob bewusst oder unbewusst), dann wird nichts, was irgendjemand von außen tut oder anbietet, Dir helfen können. Ob es einen Weg gibt, hängt deshalb vor allem auch von Dir ab. Lässt Du Dir die Hoffnung nehmen von all dem, was Du erlebt und hinter Dir hast? Oder machst Du Dich auf - vielleicht unterstützt von Deinem Freund - um einen neuen Versuch zu wagen, obwohl...

Ich wünsche Dir sehr, dass Du einen Funken Hoffnung finden mögest, um Schritt für Schritt einen Weg da raus zu finden und wieder ins Leben zurückzukehren. Wenn Du noch ein wenig mehr schreibst, hat vielleicht einer von uns Mitgliedern eine Idee oder selbst schon mal etwas ausprobiert, was funktioniert hat.

Liebe Grüße
Julia

23.09.2018 11:01 • x 2 #2


Cleofee
Ich habe deine Zeilen gelesen und mich direkt wieder erkannt. Vor einigen Jahren habe ich das gleich durchgemacht. Ich habe in dieser Zeit jeden Tag Tagebuch geschrieben. Und da stehen jeden Tag Sätze wie: "ich halte das nicht mehr aus, ich ertrage das nicht mehr, alles ist sinnlos, ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, warum wache ich jeden Morgen wieder auf, alles ist sinnlos" usw. Und das ging über Jahre so. Ich hatte auch das Gefühl keiner kann und will mir helfen. Das Bild das ich von mir und der Depression hatte war, dass ich in einem dunklen, kalten, nebligen und toten Wald ganz alleine sitze. Ich kann also sehr gut nachempfinden wie es dir geht. Auch mir kamen beim lesen deiner Worte die Tränen.
Ja, es gibt einen Ausweg und Ja, es wird wieder besser. Es wir einem häufig gesagt, man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Das ist unsinnig. Wenn man schwer depressiv ist, dann hat man keine Hoffnung mehr.
Ich kann dir nur sagen: kämpfe, kämpfe und kämpfe. Auch wenn dein Kopf sagt, es ist sinnlos, es ist hoffnungslos, es wird nie besser, ich habe keine Kraft mehr - kämpfe! Denn diesen Kampf kannst und wirst du gewinnen. Es ist die Depression, die sagt, dass alles sinnlos ist, das bist nicht du. Ich habe auch lange gebraucht, bis ich erkannt habe was die Krankheit mit meinem Gehirn angestellt hat.
Ich weiß, wie schwer es ist, sich diesem "Kampf" zu stellen und nicht aufzugeben, aber den Preis, den du dann bekommst ist es auf jeden Fall wert.

23.09.2018 13:28 • x 3 #3


Hallo
Du glaubst es nicht, aber ich kann dich so gut verstehn. Das man sich wünscht das Herz bleibt einfach stehn und man steht nicht vor der Entscheidung es selber zu beenden. Oh, ich weiß genau wie das ist, wenn man sich leer fühlt und meint nur noch eine Belastung zu sein. Ich habe auch schon über 3 Jahe schwere Depressionen und ebenso wie Du nur manchmal ein oder vielleicht zwei gute Tage dazwischen, aber diese Tage sind für mich wie kleine Wunder. Perlen die mir in der Dunkelheit entgegenschimmern, die den Tag zu etwas ganz Besonderen werden läßt. Etwas was Gesunde nicht kennen sondern nur jemand wie Du und ich.
Du sagst Du hast einen Freund, nimm auch das als etwas Besonderes. Ich habe zwei Jungs, es sind die Einzigen mit denen ich noch lachen kann, auch das ist für mich ein Licht in meiner Dunkelheit. Denk an diese schönen Momente die Du mit Deinem Freund hast und vielleicht fällt Dir ja auf wieviel schöne Momente es schon gab, an die Du vorher gar nicht so bewußt gedacht hast.
Auch wenn sich das jetzt blöd anhört, gib noch nicht auf, Du bist noch so jung. Es kann noch soviel Gutes kommen. Der Satz die Hoffnung stirbt zuletzt ist nicht nur so daher gesagt, die Hoffnung auf Besserung ist Deine Rettung, daran mußt du unbedingt festalten.

Ganz liebe Grüße und ich denk an Dich
Callas69

27.09.2018 00:52 • x 2 #4




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