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Infektion der Kopfhaut / Staphylokokken - Antibiotika nehmen?

julienne

julienne

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Seit drei Jahren kämpfe ich gegen eine Infektion der Kopfhaut, die von Staphylokokken hervorgerufen wird. Erst vor etwa einem Jahr stellte man den Verursacher fest. Da bislang kein erfolgreiches Gegenmittel gefunden wurde, leide ich weiter unter den Auswirkungen.
Ich bin extrem übervorsichtig im Umgang mit Antibiotika und schiebe daher Panik, alles falsch zu machen.

Gibt es hier vielleicht jemanden, der sich ein bisschen besser mit Antibiotika auskennt?

13.06.2020 16:56 • #1


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Sothesoul

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Frage kann man da nicht mit Betaisodonasalbe oder Tinktur etwas machen , das tötet doch auch Bakterien besteht aus Jod

13.06.2020 17:41 • x 1 #2


julienne

julienne

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Das weiß ich nicht. Weder Hausarzt noch Dermatologe haben jemals davon gesprochen.

13.06.2020 19:10 • #3


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maya60

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Liebe Julienne, hast du schonmal eins der Zentren für seltene Krankheiten kontaktiert?

Liebe Grüße! maya

13.06.2020 19:29 • x 1 #4


julienne

julienne

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Liebe Maya,
nee, hab ich noch nicht. Ich hab da aber eben nach gegoogelt. Ja, eine Form von Impetigo ist dort im SE-Atlas aufgeführt, doch es gibt keine Einrichtungen oder Sonstiges, wo weitergeholfen werden könnte.

Impetigo ist ja auch eigentlich keine seltene Krankheit. Normalerweise tritt sie bei Kindern auf und verschwindet nach drei Wochen wieder. Der langjährige, hartnäckige Verlauf bei mir ist wohl eher das Seltene daran.

Liebe Grüße,
Julienne

13.06.2020 19:54 • x 1 #5


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maya60

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Liebe Julienne, also hast du eine seltene Verlaufsform und wenn die dich dort behandeln, dann die spitzenärzte aller Fachrichtungen. Wäre einen Kontakt wert, finde ich.

13.06.2020 19:59 • x 1 #6


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Sothesoul

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Wie ist es denn mit der Körpereigenen Abwehr stärken , Wechselduschen Sport Vitaminreiche Ernährung Ingwer Curcuma , Tipp Manuka Honig teuer aber gut killt Bakterien hilft der Haut

13.06.2020 20:49 • x 2 #7


julienne

julienne

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@Sothesoul
Um chemischen Antibiotika aus dem Weg zu gehen, habe ich es schon mit Kamilleextrakt und Edelkastanienextrakt probiert. Auch Salben aus Schwarzkümmelöl und Kanukaöl und Manukaöl oder Aloe Vera Gel schmierte ich mir auf die Kopfhaut. Ich wasche täglich meine Haare mit Naturprodukteshampoos, die aus Kamille, Protein oder Jojobaöl sind und alle Milchsäure enthalten.

13.06.2020 22:24 • x 1 #8


Henni-Glück

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Hallo,
Vielleicht hast du schon von der goldenen Milch gehört. Diese soll sich unter anderem sehr positiv auf Hauterkrankungen auswirken. Vorallem der entzündungshemmende Wirkstoff in Kurkuma.
Viele Grüße

13.06.2020 22:50 • x 1 #9


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Sothesoul

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Was ist mit Lavendelöl ?

13.06.2020 22:55 • x 1 #10


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mutmacher

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Ich habe seit Jahren ein Ekzem am Hinterkopf und bekomme dafür BetaGalen Lösung 0.1 % vom HA auf Rezept.
Ich trage es auf und das Ekzem verschwindet- dann vergesse ich die Lösung und das Ekzem kommt wieder. Ich müsste mal länger dranbleiben, aber ich vergesse es einfach
Aber empfehlen kann ich es unbedingt. Meine Mutter hat auch ein Kopfekzem u. durch sie kam ich zu BetaGalen.
Ich hab es bei ihr aufgetragen (es ist flüssig und fettet nicht) und konnte beobachten wie gut die Kopfhaut reagierte.

13.06.2020 23:23 • x 2 #11


julienne

julienne

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Huch, herzlichen Dank für die vielen Anregungen
Ich merke, dass ich doch noch nicht alles probiert habe.

13.06.2020 23:35 • x 1 #12


julienne

julienne

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@mutmacher
Ich habe sehr trockene Haut und neige daher zu Ekzemen. Mit einem Ekzem am Hinterkopf fing bei mir die ganze Problematik an bzw. zeigte sie sich erstmal so.
Ich bekam vom Hautarzt "MomeGalen". Ich traute mich jedoch nicht, es anzuwenden, weil es Kortison enthält und das Bakterienwachstum vergrößern könnte...
Ich weiß, ich bin ein Schisser, wenn es um Arzneimittel geht. Aber wenn im Beipackzettel steht, dass man das nicht bei bakteriellen Infektionen anwenden darf, dann steht mir der Angstschweiß auf der Stirn.

13.06.2020 23:49 • x 1 #13


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mutmacher

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Dann müsste meinem HA aber auch der Angstschweiß auf der Stirn stehen, denn er verschreibt das schließlich.

14.06.2020 13:21 • x 1 #14


julienne

julienne

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Ich hatte es so verstanden, dass dein Ekzem nicht infiziert sei.

14.06.2020 13:31 • #15


julienne

julienne

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Der Thementitel wurde von der Forenleitung geändert - vielleicht habe ich mich zu unklar ausgedrückt.

Da es eine schwere, bakterielle Infektion ist, sehe ich inzwischen auch keinen anderen Ausweg mehr als chemische Antibiotika anzuwenden. Die Verwendung macht mir jedoch große Angst. Da ist einerseits die meterlange Reihe von möglichen Nebenwirkungen und andererseits die Gefahr von Resistenz.
Zunächst versuchte ich es im Januar 4 Wochen mit einer Fucidincreme. Kein sichtbarer Erfolg.
Von April-Mai versuchte ich es es 8 Wochen lang mit Nadixa Creme. Die ersten 6 Wochen ein sichtbarer und spürbarer Erfolg - endlich weniger Schmerzen. Die Krustenbildung nahm jedoch stark zu. Nach den 6 Wochen begannen dann Schmerzen beim Auftragen.
Seit einer Woche wende ich nun Refobacin Salbe an. Mir ist das überhaupt nicht geheuer. Der Hautarzt sprach von 8 Wochen Anwendung. Doch im Beipackzettel steht, dass man es nur wenige Tage anwenden und nicht großflächig anwenden soll. Wie viel sind "wenige Tage" und wie viel ist "großflächig"? Ich hasse solch unpräzisen Angaben.
Die Anwendung bereitet mir Schmerzen und die Angst vor den Nebenwirkungen, wie z. B. neuro-muskuläre Folgen machen mir Angst, weil ich ja zurzeit mindestens einen Bänderriss im Sprunggelenk habe.

Nun hab ich ja mit Antibiotika angefangen und komme da nicht mehr raus. Was ist, wenn ich jetzt alles falsch mache und sich statt Heilung Resistenzen aufbauen...

18.06.2020 16:59 • x 1 #16


julienne

julienne

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Nun war ich wiedermal beim Hautarzt. Wir starten einen neuen Versuch - diesmal ohne Antibiotika. Yeah! Stattdessen nun mit einer angemischten Polihexadin-Macrogol-Salbe. Gestern Nacht der erste Versuch. Holla, die Waldfee, hat das gebrannt! Ich hoffe, es hilft und verschafft mir nicht nur Schmerzen und Glatze.
8 Wochen soll ich es jeden Tag durchziehen.
Bleibt auch das erfolglos, wird erneut eine Kopfhaut-Biopsie gemacht. Da graut mir vor den
anschließenden Schmerzen.

Nach Betaisodona-Anwendung hatte ich gefragt, aber das darf nicht über einen so langen Zeitraum angewendet werden. Aber das brachte ihn immerhin auf die Idee mit dem Polihexadin und weg von Antibiotika...

17.07.2020 15:14 • x 2 #17


julienne

julienne

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Wiedermal sind acht Wochen rum. Kein Erfolg. Neues Experiment mit Desinfektionsmittel - diesmal mit Octenidin. Hurra, es gibt wieder Desinfektionsmittel zu kaufen...
Das Mittel wurde noch nicht auf Langzeitanwendung erprobt. Ich bin jetzt mal Testmensch...
Eigentlich sollte heute eine erneute Biopsie vorgenommen werden. Ich bin froh, dass es nicht gemacht wurde. Bin heute eh körperlich völlig durch den Wind... Kopfhaut schmerzt, juckt, nervt, Kiefergelenk macht Kopfschmerzen, im Bauch alles verquer, Puls viel zu schnell und immer wieder Hitze, bis zum Schwindel. Die Probleme im Bauch machen die Psyche wieder weinerlich. Ich brauch mal einen Tee...

07.09.2020 17:20 • x 1 #18


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hlena

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Ich bewundere dich echt für deine Ausdauer.
Ich würde die Antibiotika Behandlung machen, da siehst du bald einen Erfolg.
Wegen der Nebenwirkungen mußt du keine Angst haben.
Im Beipackzettel muß jede eventuelle Nebenwirkung aufgeführt werden.
Daß du schon ein Brennen merkst, spricht dafür daß du bereits offene Stellen hast.
Eine Eintrittspforte für Keime aller Art!

07.09.2020 18:01 • x 1 #19


julienne

julienne

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Naja, Ausdauer haben die Bakterien - ich bin einfach nur hilflos, ratlos, verzweifelt und ängstlich gegenüber Antibiotika. Ich hab ja schon verschiedene durchprobiert, zum Einnehmen und zum Draufschmieren. Das eine zum Einnehmen musste ich nach drei Tagen absetzen, weil die Nebenwirkungen zu heftig waren. Drei Salben brachten nicht den gewünschten Erfolg.
Der Arzt macht Druck, dass ich die Krusten ablösen muss. Wie das gehen soll, weiß er auch nicht, aber ICH soll das schaffen

09.09.2020 00:00 • #20


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hlena

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Du wirst um eine Behandlung mit Antibiotika nicht herum kommen.Ich denke,bis jetzt hast du noch nicht das richtige Antibiotikum angewendet.
Ich verstehe den Arzt auch nicht.Warum hat der nicht schon längst ein Antibiogramm gemacht?
Du löst die Krusten am besten,wenn du die Kopfhaut wässrig hälst bzw.vor dem Abtragen die Krusten anfeuchtest.
Denn es ist klar,unter den Krusten tummeln sich die Bakterien.

09.09.2020 00:13 • #21


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hlena

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Ich meinte,die Kopfhaut wässrig halten,nicht wässrig.Aber mein PC nimmt das wässrig nicht.Er macht einfach wässrig daraus.

09.09.2020 00:17 • #22


julienne

julienne

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Zitat von hlena:
Ich verstehe den Arzt auch nicht.Warum hat der nicht schon längst ein Antibiogramm gemacht?

Ja, das verstehe ich auch nicht. Es dauerte anderthalb Jahre, bis er sich überwinden konnte, eine Kopfhaut-Biopsie durchzuführen. Ausschlaggebend war da wohl, dass ich ihm sagte, dass ich wegen der Krusten nicht mehr unter Menschen gehe. Die Biopsie ergab "nur", dass es eine schwere, bakterielle Infektion ist. Erst auf mein weiteres Drängen, wurde mir noch einmal in die Kopfhaut gestochen, um zu schauen, WELCHE Bakterien es denn sind.
Ich hoffte dann auf Antibiotikum, dass nur gegen diese Bakterien wirkt, also kein Breitband-Antibiotikum! Aber ich bekam Doxycyclin und Skid. Beides Breitband-Präparate. Und immer noch kein Antibiogramm!

Nun drängt er auf eine neue Biopsie - aber immer noch kein Antibiogramm.

09.09.2020 00:42 • #23


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hlena

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Vielleicht mal eine 2.Meinung einholen?Zahlt sogar die Kasse.

Übrigens : Beta Galen Salbe ist auch eine Cortisonsalbe.
Und Fucidine Salbe ist eine antibiotische Salbe.
Wahrscheinlich wirst du nicht umhin kommen,als zweigleisig zu fahren.
D.h. : lokale Behandlung und innerlich.

09.09.2020 00:58 • x 1 #24


julienne

julienne

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Im Laufe dieser drei Jahre konnte ich Krusten, die sich von der Kopfhaut gelöst und mit den Haaren rauswuchsen, nach einem Zentimeter zur Kopfhaut abschneiden - also ich schnitt dann die Haarsträhne mit der Kruste einfach ab. Die Krusten, um die es jetzt geht, sitzen alle bombenfest auf der Kopfhaut.
Der Hausarzt hatte es einmal gutgemeint und versuchte, eine Kruste zu entfernen, indem er sie quasi trocken abraspelte. Es ergab eine riesen Sauerei und er musste aufhören, als feststellte, dass sich die Kopfhaut dabei ebenfalls ablöste. Seine Aussage: Das hab ich mir einfacher vorgestellt ...

Ich weiß, dass die Krusten weg müssen. Ich bin da nur nicht die Heldin, weil ich nicht weiß, was ich darunter zu sehen bekomme ... Das Ganze spielt sich hauptsächlich am Hinterkopf ab, was es mir zusätzlich schwermacht, zielgenau zu agieren.

09.09.2020 00:59 • #25


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hlena

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Ich würde eine 2. Meinung einholen und mich evtl.an eine Uniklinik überweisen lassen.

09.09.2020 01:05 • x 2 #26


julienne

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Zitat von hlena:
Wahrscheinlich wirst du nicht umhin kommen,als zweigleisig zu fahren.
D.h. : lokale Behandlung und innerlich.

Die Befürchtung hab ich jedesmal, wenn die Schmerzen und die Hitze unerträglich werden. Ich wäre ja vielleicht bereit dazu, wenn ich mehr ärztliche Unterstützung hätte sprich Antibiogramm und Überwachung der Nebenwirkungen.
Aber wenn es immer nur heißt "nehmen Sie das Breitbandpräparat 8 Wochen und dann schaun wir mal", fühle ich mich ziemlich allein gelassen und überfordert.

09.09.2020 01:08 • x 1 #27


julienne

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Weißt du vielleicht, wie so ein Antibiogramm gemacht wird?

09.09.2020 01:22 • #28


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hlena

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Das weiß ich nicht.
Ich weiß nur, früher hat diese Untersuchung mehrere Tage gedauert.
Deshalb würde oft ein Breitbandantibiotikum gegeben, weil die Zeit gedrängt hat.

09.09.2020 09:47 • #29


julienne

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Ja, auch heute muss man noch mehrere Tage auf das Ergebnis warten, weil ja Kulturen angelegt werden. Mir ist nur nicht klar, ob ich dafür schon wieder ein Stück Kopfhaut hergeben muss oder ob eine Blutuntersuchung ausreicht.

09.09.2020 10:06 • #30

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