Zitat von Gwen: Es lohnt sich nach 37 Jahren allemal noch etwas zu versuchen.
Denn ich kann dir versichern, eine andere Frau hat auch ihre Tücken
Dem kann ich mich aus vollem Herzen anschließen.
Zitat von Dys: Redet Ihr da tatsächlich miteinander, oder eher gegeneinander?
Natürlich reden sie gegeneinander. Der erste macht einen Vorwurf, der zweite verteidigt sich oder lenkt ab, der erste meint, das nun wieder richtig stellen zu müssen usw. usf.
Da muss man drauf achten! Wenn man diese Dynamik bemerkt, muss man sie brechen, sonst kommt man blitzschnell in einen absolut unproduktiven Streit.
Zitat von Dys: Wenn ich mit jemandem rede und die Person wird lauter, sage ich in normaler Lautstärke, dass ich noch gut genug höre und lauter werden daher nicht notwendig ist.
Das kann natürlich schnell als eine Spitze aufgefasst werden, auch wenn das natürlich richtig ist. Von daher nicht ganz optimal.
Wichtig und richtig daran ist der Aspekt, dass man sich nicht im Inhaltlichen verliert (also wer wan was getan oder vergessen hat), sondern dass man den Übergang auf die Meta-Ebene schafft - also das Gespräch selbst als Thema nimmt, etwa: "Merkst du auch, dass wir so nicht weiter kommen? Wir verlieren uns in gegenseitigen Vorwürfen und Rechtfertigungen. Lass uns doch versuchen, beim Thema zu bleiben, uns nicht dauernd zu unterbrechen und versuchen, konstruktiv zu bleiben". Und wenn der andere dann doch sagt: "Ja, aber...", dann würde ich die Taktik der kaputten Schallplatte anwenden und obiges einfach wiederholen, solange, wie es nötig ist.
Und natürlich sollte man unbedingt mit gutem Beispiel vorangehen und aufhören, sich zu verteidigen oder mit Gegenangriffen zu antworten und so den Streit "gewinnen" zu wollen. Das bringt nämlich rein gar nichts. Sich nicht zu verteidigen ist kein Schuldeingeständnis! Und was würde mir ein "gewonnener" Streit nützen? Gar nichts, denn mein Gegenüber würde diesen "Sieg" nicht anerkennen.