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Ich habe das Gefühl falsche Diagnosen zu haben

Aya_loves_Games
Ja, diese sogenannten Fachleute, die erstellten ja bisher all diese widersprüchlichen Diagnosen. Uff ja Psychologe wäre wohl was wobei hier jeder sagt Psychologen erstellen keine Diagnosen, das tun nur Psychiater. Und einen Psychiater habe ich, der ist nur leider an mir als Mensch oder an meiner Geschichte null interessiert. Das ist wirklich so einer der fragt was ist das Problem und okay futter diese Tabletten und das ist schon mein neuer besserer Psychiater. Ist der dritte Psychiater.

27.11.2019 23:16 • x 1 #16


CeHaEn
Mit der eigenen Beurteilen ist das so eine Sache, wie gesagt. Bei den unterschiedlichen Störungsbildern in den Katalogen findet man viele Kriterien, die wohl jeder Mensch irgendwie bei sich selbst erkennen kann. Für eine Diagnose kommt es allerdings auch auf die Kombination und das jeweilige Ausmaß an. Zusammen mit einem Bestätigungsfehler und anderen ganz allgemeinen Effekten, kann man Selbstdiagnosen meiner Meinung nach knicken.

Es müsste schon eine ganz krasse Fehlkommunikation gegeben haben, um bis zu sechs Ärzte und die Psychologen in den jeweiligen Pflegeteams kilometerweit daneben landen zu lassen.

Die Idee von @maya60 sieht doch gut aus. Besorg dir 'nen Termin bei einem Facharzt und kümmere dich um eine Therapie. Neben Psychiatern gibt es z.B. auch Fachärzte für psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Vielleicht findest du in deiner Nähe jemanden. Schön wäre es natürlich, wenn da keine akute Krise dazwischenkäme, die möglicherweise noch etwas verzerrt.

27.11.2019 23:18 • x 1 #17


maya60
Hallo Aya, ich würde mal einfach machen, was dein Psychiater empfiehlt, denn wenn du starke depressive Symptome hast, dann ist es sehr sinnvoll, zu schauen, dass diese sich verbessern. Eine Depression beeinflusst Denken, Fühlen und Handeln und wenn sie nicht mehr so schwer ist, dann wird alles besser, egal, was sonst noch ist.

Ach ja, eine Frage hätte ich noch, wenn du noch Geduld mit mir hast:

7.) Ist unter deinen ganzen Diagnosen auch eine einer angeborenen Erkrankung wie ADHS, Autismus oder Borderline, wenn ich richtig liege, dass Borderline als angeboren gilt. Du musst sie nicht nennen, nur schreiben, wenn du magst, ob eine vorliegt.

Das frage ich, weil bei mir in meiner Krankheitsbiografie meine chronische Dauerüberreizung durch ADHS, für das es erst eine Diagnose gab, als ich 50 Jahre alt war, eine große Rolle spielte. Also, wenn du eine bestimmte Hirnchemie oder -anatomie mit in die Wiege vererbt bekamst, ist das auch ein wichtiger Aspekt.

Liebe Grüße! maya

27.11.2019 23:23 • x 1 #18


Aya_loves_Games
(7 Angeblich ja aber ich halte das für eine Fehldiagnose

@CeHaEn Ich habe gar keine Empfehlungen von meinem Psychiater, der redet ja nicht mal mit mir. Der hat auch keine Diagnose gestellt, das einzige was der macht ist Pillen verschreiben.

Und ich hätte so gerne jemanden, der mich mal keine Ahnung über ein Jahr begleitet und wo ich regelmäßig hin gehe und der auch eine Diagnose stellen darf und die dann auch gültig ist. Aber versprechen stabil zu bleiben kann ich nicht, ich habe die letzen paar Jahre mehr Geburtstage und Weihnachten in der Klinik verbracht als Zuhause. Aber ich wünsche mir so sehr jemanden der mich begleitet, der auch Fachperson ist und der ne Diagnose erstellt, die nicht nur innerhalb einer Krise entstanden ist.

Das Ding ist es gab einen Arzt der sich mal wirklich mit mir beschäftigt hat und der hatte auch ganz andere Diagnosen, viel passendere als wie ich jetzt habe von den Leuten die mich im besten Fall einmal die Woche für ne Stunde sehen während eines stationären Aufenthalts für paar Wochen. Der Arzt der durfte aber die Diagnosen dann nicht stellen, weil ich die Station wechseln musste und dann wieder so einer für mich verantwortlich war, der nie mit mir geredet hat oder kaum, nie irgendwelche Fragen gestellt hat außer wieso willst du dich umbringen und wie willst dus tun und naja der sich nicht wirklich mit mir befasst hat, nie Zeit hatte, ständig krank war. Und so jemand gibt mir dann irgendeine Lebenszerstörende Diagnose, wo auch alle anderen in der Klink so Krankenschwestern und so sagen, das kann aber nicht hinkommen, dass passt doch gar nicht.

Und ich weiß das Selbstdiagnose nicht gut ist aber manche Dinge sind so offensichtlich da, da frage ich mich wie kann es sein, dass ich die Diagnose nicht habe und wieso habe ich stattdessen irgendwas unpassendes von jemanden der mich eigentlich nicht kennt.

Das Problem ist, die meisten nehmen sich keine Zeit alles muss möglichst schnell gehen und ja.

Und ich kann nicht das machen, was ihr vorschlagt, da ich keinerlei Einkommen habe und die Krankenkasse keinen weiteren Therapeuten oder Psychiater bezahlt.

Aber ich werde das auf jeden Fall in Worte fassen, dass ich mir das wünsche.

28.11.2019 19:16 • #19


Zitat von Aya_loves_Games:
Ich habe große Probleme mit meiner Diagnose oder meinen Diagnosen. Diese ändern sich ständig, teilweise widersprechen sie sich und sind komplett gegensätzlich oder ich bekomme beim einen Arzt eine Diagnose und beim nächsten die Ansage, dass das definitiv eine Fehldiagnose ist.

Ich will es mal so sagen: Du bist nun mit der Erkenntnis konfrontiert, dass Psychologie und Psychiatrie streng genommen nicht das sind, was sich Laien wie wir unter Wissenschaft vorstellen. Ich bin selbst kein Wissenschaftler, aber kenne Leute, die mir ganz verständlich darstellen können, worin die Unterschiede zwischen Natur- und Geisteswissenschaften liegen. In Mathematik z.B. (Naturwissenschaft) kann man Aussagen anhand von Gesetzen, an denen es einfach nichts zu rütteln gibt, einwandfrei veri- oder falsifizieren. Psychologie und Psychiatrie arbeiten aber mit Modellen, die auf keinen strengen Naturgesetzen fußen. Das Gehirn ist bis heute eines der größten, wenn nicht gar das größte, Mysterium in der Medizin. Genaue Zusammenhänge über die komplette Funktionsweise sind nicht bekannt. Ich weiß das eigentlich schon lange, aber habe die Bedeutung während einer Depression nie ernst genug genommen. Nun, wo ich wieder mal gesund bin, kann ich sagen: Der Behauptung vieler Informatiker, dass das Gehirn eine Blackbox ist, stimme ich absolut zu. Ein Reverse-Engineering, wie bei elektrischen Schaltkreisen ist nicht möglich. Man sollte bedenken, dass in ICD und DSM Diagnosen psychischer Krankheiten heute als gültig aufgenommen und nach mehreren Jahren auch wieder gestrichen werden. H*mo***ualität (warum muss man das Wort hier zensieren, sind wir im Mittelalter?) z.B. hat seinen Weg hinein vor vielen Jahren gefunden und vor nicht ganz so vielen Jahren auch wieder herausgefunden. Möge jeder für sich selbst entscheiden, für wie seriös er sowas hält. Ich hörte schon von Ärzten, eine schwere Depression würde ohne Behandlung nicht verschwinden. Tja, dann durfte ich mich wohl schon 4 mal an einem Wunder erfreuen. Da hat's der liebe Gott wohl ganz gut mit mir gemeint, obwohl ich gar nicht an ihn glaube.

28.11.2019 20:11 • #20


Guten Abend Aya,

vielleicht wäre eine gute Psychologin oder ein Psychologe eine gute Lösung. Denn im Grunde ist die Diagnose ja eigentlich nicht sooo entscheidend. Wichtig ist, dass Dir geholfen wird und Du Begleitung hast, wenn ich das richtig verstehe. Ich denke, dass die Mediziner oft überfordert sind, da sich nicht alle psychischen Erkrankungen in Schubladen stecken lassen. Ich habe zum Beispiel vor kurzem erst gelernt, dass "Borderline" nicht von an die Grenze gehen kommt sondern bedeutet, dass das Krankheitsbild an viele andere Krankheitsbilder grenzt. Somit also keine reine Diagnose möglich ist und deswegen Borderline heißt. Fand ich sehr interessant.
Einen guten Psychologen oder Psychologin zu finden ist nicht leicht aber möglich. Wie sieht es da in Deiner Umgebung aus?
Liebe Grüße von Bella

28.11.2019 20:52 • #21





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