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Ich bin von Hass zerfressen, erkenne hier keinen Sinn

DarkDoomX

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Hallo zusammen,

also mir geht es schon seit einigen Jahren ziemlich schlecht, da ich ständig meine Wut in mich hinein fresse und sich diese heute manifestiert hat. Ich habe heraus gefunden, dass bei mir eine PTBS vorliegt, habe für mich allerdings beschlossen, keine "Therapie" mehr anfangen zu wollen, weil ich der Meinung bin, dass es in diesem Rahmen hauptsächlich nur ums Geld verdienen geht und den Menschen selbst in eine Schublade zu stecken, damit die "Arbeit" dann einfach erledigt ist, nicht, um diesen wirklich verstehen oder helfen zu wollen - ich sage das auf Grund meinen unzähligen, schlechten Erfahrungen, welche ich all die Jahre lang damit durch habe und die dazu geführt haben, dass ich eine Falschdiagnose erhalten habe, welche das, was wirklich mit mir passiert ist, verschweigt.

Ich hatte zu meiner Vorgeschichte eine sehr schwierige Kindheit mit meinem Erzeuger gehabt und wurde in der Schule bis zur 7. Klasse gemobbt und drangsaliert, wurde vor der Schule von einer Schülerin aus der Parallelklasse geschlagen, die Schule hat sich nicht dafür interessiert und meine Mutter sogar noch darum gebeten, die gestellte Anzeige gegen die Schülerin zurück zu ziehen. Ich wohne heute in einer Notunterkunft und wurde auch dort wieder zeitweise (dieses mal von der mir zuständigen Behörde) durch sämtliche Bescheide und Schikanen diskriminiert. Beispielsweise habe ich mehrmals den Vorwurf erhalten, dass ich es "bis heute noch nicht" geschafft habe, mich um einen eigenen Wohnraum zu bemühen (und das obwohl diverse, andere Menschen schon zehn Jahre lang dort wohnen, was das Amt allerdings nicht zu interessieren scheint es geht hauptsächlich darum, Druck auf mir auf zu bauen, nur weil ich das verallgemeinerte Weltbild nicht mehr entspreche, dabei habe ich mich mehrfach beim Ordnungsamt wegen Lärmbelästigung und Ruhestörung beschwert, welche von meinen Nachbarn in der Notunterbringung veranlasst wurden und ich selbst sehr viele Nächte lang nicht mehr schlafen konnte. Die Behörde hat mir dann natürlich weil es so viel einfacher ist einen entsprechenden Stempel verpasst, und ist nun seit zwei Jahren der Meinung, dass ich "psychisch krank" wäre und nicht einmal mehr eine Notunterkunft verdient hätte, sprich, ich gehöre (durch die Blume) "einfach weg gesperrt", weil ich "kein normaler Mensch bin", was ich hier allerdings erkennen muss, ist nur das Entziehen meiner Rechte durch die mir zuständige Behörde, welche das Ganze einfach anhand den obigen Aussagen versucht, zu argumentieren ("Problem": Ich durchschaue in dieser Welt sehr vieles und fresse das dann ebenfalls in mich hinein - nur noch mit dem Vorteil, dass ich darauf wiederum unbeirrt reagiere). Dazu ein gutes Beispiel: Die Behörde hat durch sämtliche Bescheide zwei Jahre lang versucht, mich aus der Notunterkunft in eine Klinik zu "vergraulen", damit sie sich beispielsweise nicht mehr um die Polizeieinsätze kümmern müssen, welche damals statt gefunden haben, weil ich auf Grund meinen lauten Mitbewohnern unter Reizüberflutungen gelitten habe und ich die Polizei auch mehrmals selbst kontaktierte, um die Situation einfach klar zu stellen. Ich habe mich sogar der Behörde selbst anvertraut und gesagt, dass die Nachbarn in der Unterbringung wirklich unerträglich laut sind ich hätte mir dabei im Nachhinein einfach gewünscht, dass sie einen Bußgeldbescheid wegen Lärmbelästigung ausgestellt hätten, das haben die allerdings nicht getan weil es ja "Ausländer" sind und sie wieder bevorzugt werden müssen.

Irgendwann musste ich dann aus der jeweiligen Notunterkunft in eine andere Notunterbringung, in welcher ich traumatische Erlebnisse hatte, nach zwei Jahren umziehen, weshalb ich dann einfach einen Rechtsanwalt in diese Sache involviert habe und jetzt zum Glück in einer anderen Notunterbringung lebe auch hier hat das wieder kein Mensch interessiert und immer und überall wird versucht, die eigene Ahnungslosigkeit gegen meinen Willen durch zu setzen, ohne dabei selbst den wahren Sinn zu hinterfragen.

Habe mich im Laufe der Zeit in einen Angestellten der Behörde dezent "verliebt" und dann erfahren, dass er mit einer Migrantin zusammen ist, die er wahrscheinlich in ihren Angelegenheiten finanziell unterstützt hat bei ihm zuhause ein Dolmetscherbüro, stammt aus Thailand etc. und auch wenn ich an dieser Stelle nur eifersüchtig bin, denke ich hier jetzt vergleichsweise darüber nach, was mir selbst alles angesichts meiner Lebenslage, welche durch die Intoleranz/Schubladendenken dieser Gesellschaft verursacht wurde, vorgeworfen wurde wie beispielsweise, dass ich "unselbständig" wäre und ich "niemals" ein "normales" Leben führen könnte, ständig "Unterstützung" brauche etc. (ich verstehe das Urteil bis heute nicht und habe mittlerweile einfach damit abgeschlossen, dass ich in einer kranken, verblendeten und minderbemittelten Welt lebe), und dann sehe ich wiederum wirklich hoch arrogante Menschen, die es sich wiederum ziemlich einfach gemacht haben und denen alles in den Ar*** geschoben wird, womit sie dann wiederum angeben und wofür sie alle hoch gelobt werden. Warum ich das jetzt alles einfach so schreiben muss:

Ich fühle mich von dem Angestellten der mir zuständigen Behörde, für den ich mich ein wenig interessiert hatte, nach dem Motto: "Du willst von mir doch nur Unterstützung weil du selbst alleine zu blöd bist" abgestempelt, und er stempelt mich auch schon seit einigen Jahren als "krank" ab, ich habe aber hingegen das Gefühl entwickelt, dass er selbst etwas zu verbergen hat, bzw den Fokus sehr auffällig auf mich richtet. Dann ist es eines Tages in einem Einkaufsgeschäft zu einem zufälligen Zusammenstoß mit ihm gekommen, da ich seine Ehefrau (welche ich dort begegnet bin) ein paar mal beobachtet habe ich habe sie allerdings weder angesprochen, noch verfolgt etc. Die Frau, die mich heute ein wenig "kennt" (da ich sie auf einer anderen Plattform beleidigt habe) hat sich dann von mir "verfolgt" gefühlt und anstatt die Polizei ihren Ehemann von der Behörde kontaktiert, welche für meine Wohnangelegenheit zuständig ist dieser hat mich dann öffentlich als "irre" und "psychisch krank" beschimpft (was mich - weil ich ihn eigentlich mochte - innerlich schwer getroffen hat) und als ich ihn dann darauf aufmerksam gemacht habe, dass er hiermit nur völligen Mist redet und wohl von sich selbst spricht, hat er sich darin gerechtfertigt, dass ich ja "gesetzlich betreut" werde ich habe die Betreuerin hingegen allerdings nur eingestellt, weil ich keine Lust habe den gesamten Kram von den Behörden zu erledigen (wie beispielsweise diese ewigen Anträge ausfüllen, die kein Mensch mehr versteht, und letztendlich geht es immer nur um die ein paar Euro, über die als "Steuergeld" herum gejammert wird da denke ich mir soll doch die Gesellschaft einfach jeden gleich behandeln anstatt jeden Menschen zu mobben der einfach nur nicht ins Weltbild passt, weniger Druck ausüben etc., aber das ist jetzt meine eigene Meinung und auch diese fresse ich seit Jahren in mich hinein, wahrscheinlich, weil ich in diesen ganzen Themen so viele Widersprüche erkenne, auf die einfach kein Mensch kommt oder selbst kommen will, und das wurde jetzt einfach als Rechtfertigung für die eigenen Beschimpfungen benutzt, dabei denke ich in diesem System einfach nur nach und weiß, wo ich mich sinnvoll wenden kann, ohne dabei so arm sein zu müssen und mich anderweitig zu "verkaufen" - sry falls das anstößig herüber kommen mag aber ich kaue darauf schon seit zwei Jahren herum). Jedenfalls ist es dann so weiter gegangen, dass ich mich gegen den Angestellten wie obig erwähnt: "Sie reden Mist" etc., gewehrt habe und dann der Chef vom Laden dazu gekommen ist, der mich eben auch sofort abgestempelt hat Ergo: Ich: "Irre", Angestellter vom Ordnungsamt, der sich alles erlauben kann: "normal". Der Chef fing damit an, mir zu unterstellen, ich würde die "Kunden anpöbeln" nur um mich danach auf Grund meiner Sonnenbrille, die ich trug, zu fragen, ob "im Laden die Sonne" scheint. Dann habe ich gesehen, wie der Angestellte von der Behörde seiner Ehefrau tröstend über den Arm gestrichen hat, was mich innerlich nun so zerstörte, dass ich heute einfach nichts mehr fühle außer eine innerliche "Starre" und die von mir hinein gefressene Wut.

In der Gegenwart trage ich jetzt seit zwei Jahren Earplugs wegen den vielen Kindern um mich herum und kann seit dem auch keine schreiende Kinder mehr hören, ohne das bei mir wortwörtlich das Blut hoch kocht (zum Vergleich: Ich habe heute Tinnitus entwickelt und bin akustisch sehr sensibel geworden, weil ich über eine längere Zeit hinweg - weder in der Klinik noch in der Notunterkunft - keine Ruhe mehr gefunden habe). Sehe für mich selbst auch daher keine Zukunft mehr (habe vier Jahre lang durchgehend nach Wohnungen gesucht, allerdings nur Ablehnungen erhalten, mir sogar noch drei oder vier Wohnungen selbst angeschaut etc., aber ich wurde immer abgelehnt und habe auch manchmal recht komische Antworten auf meine Stellenanzeigen im Internet erhalten (diverse Angebote etc.). Und dann kommt es mir immer so vor, als würden alle um mich herum mit Popcorn dabei zu schauen und mich diskriminieren habe von einer Ärztin den Vorwurf erhalten, ich würde mich nicht genug "bemühen" und immer wenn ich dann nach Unterstützung gesucht habe, habe ich mir nur noch weitere Vorwürfe anhören müssen (wie beispielsweise in der Klinik, wo mir unterstellt wurde "hier ist kein Hotel" etc.). In der Zwischenzeit hat die Ehefrau von dem Angestellten der Behörde einen Facebookeintrag auf thailändisch verfasst und damit angegeben, mit diesem im Urlaub zu sein und drei Kinder zu haben, die alle "erwachsen sind" und nicht "so eine Landbelastung" darstellen, und ich wusste, dass das eine Anspielung auf mich selbst gewesen war der Eintrag wurde auch dann wieder gelöscht, als ich darauf aufmerksam gemacht habe. Ich möchte auch ehrlich gesagt keine Zukunft mehr verfügen da es in meinem Leben einige Gründe gibt, mich dagegen zu entscheiden (ist nicht als Suizidankündigung zu verstehen), sondern ich habe einfach nur fest gestellt, dass das gesamte System und die Gesellschaft sehr provokativ und "wettbewerbsmäßig" aufgebaut ist, weil es in der Menschheit grundlegend am inneren Selbstwert mangelt, und um dieses in sich selbst nicht ertragen zu müssen, benötigt man diverse Sündenböcke, die einem vermitteln, dass man selbst sehr vieles im Leben erreicht hat und man sich nun selbst fälschlicherweise "schlecht" oder "minderwertig" fühlt. Deshalb habe ich den Spieß vor drei Jahren umgedreht und sehe wie viel Erfolg ich habe (auch wenn ich dabei auf viel Trotz gestoßen bin).

Ich wurde einfach in meinem gesamten Leben am laufenden Band und in den verschiedensten Variationen gemobbt und diskriminiert von meinen Mitschülern, ehemaligen Freunden, Ärzten, Polizisten, Behörden etc., so dass es in meinem Leben mehrere Episoden davon gibt. Ich bin heute an einem Punkt angelangt, in dem ich weiß, was wirklich mit mir "los ist" und dass es eigentlich völlig falsch ist, mich weiterhin in eine Schublade stecken zu lassen. Meine Falschdiagnose ist "Borderline" (weil ich in der Vergangenheit mehrere Ausraster hatte) aber ich weiß ganz genau, dass das nur eines von sämtlichen Modediagnosen ist, und in meinem Fall auch keinen Sinn ergibt, so lange ich diese ganzen Ereignisse nicht aufgearbeitet habe man kommt mir dann immer mit diesen ganzen "Skills" (die ich nicht ernst nehmen kann), aber an meinen Erfahrungen (auch wenn man diese natürlich nicht ändern kann) ändert sich nichts . ich meine, es ändert sich nichts an meinen inneren Wunden, die ich selbst niemals überwinden konnte, weil es dafür niemals einen Raum gegeben hat, in dem das überhaupt noch möglich ist - "Skills "sind für mich nur reine Überlebensstrategien, aber nicht wirklich etwas, womit man tiefer sitzende Dinge aufarbeiten kann, man beschäftigt sich dann immer nur mit einem "Symptom", anstatt mit ihrer Quelle, und sieht letztendlich dann nur die Oberfläche. Man hat mir im Leben oft vermittelt, dass ich "überflüssig" bin (und ja, es gab tatsächlich einige solcher Momente/ Situationen und ist von mir nicht einfach nur ein so daher gesagtes Urteil, nur weil ich schlechte Erlebnisse in meinem Leben hatte und sich dadurch manchmal der "Blick" auf die Welt um einen herum ändern kann) und auch dadurch hat sich wiederum sehr viel Hass auf diese Welt entwickelt.

Mein Herz tut mir heute einfach nur noch unendlich weh, und das tagtäglich. Ich lasse mich von der Gesellschaft keines Falls unterkriegen (dazu denke ich etwas zu weit hinaus und erkenne zu viele Widersprüche im System) und sehe mich auch selbst schon lange nicht mehr als "labil" oder "krank", auch wenn ich mich sehr schlecht fühle, möchte ich natürlich nicht den Faden verlieren, nämlich den, dass diese Gefühle von außen in mir selbst jahrelang verursacht wurden.

Ich habe mich nicht nur von der Gesellschaft abgeschnitten, sondern auch von meinem eigenen Leben, weil ich selbst über einen langen Zeitraum hinweg dementsprechend gelebt habe (für mich gehört da beispielsweise einfach noch einen Ort dazu, an dem man überhaupt ruhig leben und sich selbst aufbauen kann und das hatte ich nicht. ) und sehe hier auch großflächig keinen Sinn mehr außer den, Geld zu verdienen und sich von diesem Geld nur der Selbstbestätigung wegen wieder Dinge zu kaufen, mit denen man sich selbst vermarkten kann. Das Einzige was ich heute noch wirklich fühle, ist Wut/Hass auf die Gesellschaft und auf die ganzen Spielereien, die mit mir unternommen wurden, wie auch die Tatsache, dass ständig von der Wahrheit weg geschaut wird.

Ich weiß nun wirklich nicht mehr "weiter" - mich jemanden an zu vertrauen habe ich komplett gestrichen, da sich in jedem Gespräch dann nur die Fahnen im Wind drehen und ich wieder innerlich unter Druck gerate - nicht, weil ich eine "Persönlichkeitsstörung" habe, so wie man es ja gerne bei diesen ganzen Dingen bezeichnet, sondern weil ich einfach mit denke und dann nicht mehr weiß, wie ich auf diese ganzen Widersprüche antworten soll, eben so nach dem Motto: "Das ist so doof, dass mir dazu echt keine Antwort mehr einfällt". Medikamente vertrage ich alle nicht (und ich halte sie auch ebenso für sehr fragwürdig - hatte jahrelang nur Gewichtsprobleme und dadurch wieder endlose sensorische Probleme wie auch rein körperliche Minderwertigkeitskomplexe, einen verschlimmerten, niedrigen Kreislauf, Atemprobleme wegen zu viel Müdigkeit/Dämmung und gesteigerte Depressionen, weil ich auf Grund dieser chemisch herbei geführten Müdigkeit wiederum keine Dinge mehr unternehmen und mich über längere Zeit hinweg auch auf nichts mehr konzentrieren konnte etc.) und aktuell ist mein Hass von Tag zu Tag nur noch allgegenwärtig - möchte von dieser Notunterkunft und diesen seltsamen Menschen dort weg, bin deshalb immer noch auf Wohnungssuche aber auch hier werde ich dann irgendwann innerlich einfach wütend, wenn ich dann sehe, wie alles überlagert wird, und wie sich wieder sämtliche Rosinen dabei heraus gepickt werden ("Festanstellung" etc.), und wie viele natürlichen Grundbedürfnisse von irgendeinem Papierkram abhängig gemacht werden, der einfach nichts nützliches aussagt, und ganz am Ende bleibt bei mir selbst nur noch der Hass übrig, den ich in mich hinein fresse, während ich diese Welt von Tag zu Tag existenziell in Frage stelle und ich mir auch selbst die Frage stelle, wozu ich lebe und was ich hier mache.

Langer Text kurzer Sinn: Ich kann einfach nichts mehr in mich hinein fressen, ohne dass ich dabei ständig in diversen Gedanken versinke, bin jeden Tag passiv-aggressiv (was allerdings auch von meiner Tagesfassung abhängig ist) bin zusätzlich hochsensibel, so dass auch alle äußeren Reize für mich unerträglich werden (betrifft dann allerdings auch nur sehr lautes wie Kinder oder Baustellen) und ich sehe einfach, wie sehr ich mittlerweile mit Vergangenheit und Gegenwart zu kämpfen habe, und werde dadurch innerlich auch wieder wütend. Ich habe zeitweise dann noch versucht, aus diesem "Sog der Wut" hinaus zu kommen und mich mit anderen Dingen ab zu lenken, aber das funktioniert dann auch immer nur vorübergehend, deshalb habe ich mich hier einfach angemeldet und die Dinge nieder geschrieben.

Wer noch andere Ratschläge hat außer Therapien oder Medikamente (auf Grund meinen schlechten Vorerfahrungen und diversen, vorübergehenden Verschlimmerungen wie auch die zusätzliche Bedingung, dass bei mir Medikamente ohne hin nicht weiter helfen können) der kann sie gerne unter meinen Beitrag schreiben.

Lg DarkDoomX

12.09.2021 17:51 • x 2 #1


EmptyLife

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Hallo DarkDoomX,

es macht mich wütend, dass in der heutigen Zeit so eine Bevormundung und Behandlung, wie du sie erleben musstest, überhaupt noch existiert. Das ist der beste Beweis dafür, dass sich die Gesellschaft im Kern nie wirklich weiterentwickelt, sondern sich lediglich die Methoden ändern (damit sie weiterhin gesellschaftlich anerkannt werden) und immer in ihrem primitiven, konservativen Denken stecken bleibt.

Du siehst das alles sehr richtig und ich schließe mich deinen Erkenntnissen an. Ich selbst habe diese in den letzten 2 Jahren gewonnen, weil ich von Ämtern und Maßnahmeträgern ähnlich behandelt wurde. Seitdem lehne ich Diagnosen, die einem individuellen Charakter wie mir, dir und vielen anderen eine Krankheit oder Störung unterstellen, konsequent ab. Es gibt Namen, um Dinge einfacher einzuordnen, aber ich lasse mich nicht als krank bezeichnen, weil ich meine eigene Art zu fühlen, denken und handeln habe.

Ich habe keinen Ratschlag für dich, denn ich sitze in dieser kaputten Welt genauso fest. Ich möchte dich nur wissen lassen, dass du keinesfalls alleine bist. Menschen wie wir trauen sich nur nicht, sich zu zeigen, weil die Intoleranz uns gegenüber oft zu feindselig und zu verletzend ist.
Und ich für meinen Teil suche schon lange Menschen, die meine Ansichten teilen. So ließe es sich vielleicht etwas erträglicher leben.

Grüße an dich

12.09.2021 22:44 • x 2 #2



Hallo DarkDoomX,

Ich bin von Hass zerfressen, erkenne hier keinen Sinn

x 3#3


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buddl1

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... ähnlich geschriebenes habe ich hier schon gelesen,
sicher unter anderem Namen und mit weniger Worten,
aber so doch mit gleichen Sinn...

.... weißt du,
bei allen Individualisten, die unter uns leben,
die einen mit mehr die anderen mit weniger Geld, Rum oder Macht.
mit oder ohne Glauben, Intelligenz die immer andere messen und stigmatisieren wollen.
aber allen ist unterm Stich gemeinsam,
sie wollen oder müssen in dieser heutigen gültigen Gemeinschaft leben.

ich habe, wie so viel auch,
mir nicht die Zeit, diese Gesellschaft oder das System ausgesucht und doch
eben ein Platz, meinen Platz angenommen, erarbeitet oder als zugewiesen akzeptiert.
nun, nach 56 Jahren auf diesen Planeten, in zwei gelebten Systemen, am sichtbaren Ende der Arbeitslebenszeit bald angekommen,
war alles denn sinnlos oder umsonst?
nein,
es gab Hochs und ebenso noch mehr Tiefs,
aber ein aufgeben, gab es nie.

nun frage ich dich,
was kannst du aus deinem Leben machen?
man muss nicht gegen alles sein,
sei es Schule, Ausbildung oder eben mit Harz seinen Überlebenskampf führen,
letztlich muss und wird man an dem gemessen,
was man in dieser Gesellschaft will oder zu erwarten hat.

ja, die Grundlagen sind so unterschiedlich wie das Leben selbst,
ich würde weder mit dir tauschen, noch dir meinen Werdegang bis zu deinen erreichten Lebensjahr empfehlen,
das ist mein Päckchen, schwer mit viel Leid, Enttäuschung, Armut und Einsamkeit.
Eins stand aber immer im Vordergrund,
aus dem was man ist, für sich, nicht für andere, machen was möglich ist.
du hast noch so viel Jugend in dir, darin einen, deinen Anfang zu finden, sei es Arbeit oder zunächst Ausbildung und dann zur ersten eigenen Wohnung.
ja, die Wohnung kam zum Schluss wurde nicht einfach gestellt, musste erarbeitet und auch bezahlt werden können,
so lehrte es mir die Mutter, ein Vater, es nicht zu erwähnen gibt.
was ist heute nur los, dass es diese kleine muss für sich selbst nicht mehr gibt,
wer essen will, muss es sich verdienen, nicht erwarten, dass es gegeben wird...

ich weiß, meine Worte lesen sich hart,
aber sie sind eben mein gelebtes Leben,
sich auch anpassen zu müssen...
ja Medis oder Ratschläge helfen nicht mehr, du findest nicht deinen Weg,
weil du ganz unten anfangen und vor allem suchen musst.
zu sehen, wenn jemand dir die Hand gibt,
sich selbst anzustoßen zu erlernen ist...
nur dann, ja nur dann findet man sein Lebensziel...
.... ich weiß nicht ob du mich darin verstehen kannst...
buddl1,

13.09.2021 17:16 • x 2 #3


DarkDoomX

DarkDoomX

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@EmptyLife

nun, aus diesem Grund habe ich mich auch von dieser Gesellschaft distanziert und lebe heute so ein wenig nach dem schoperhauer'schen Prinzip: "Nur wenn man allein ist, ist man frei" (weil ich das gerade so passend fand). Du hast sehr recht damit, wenn du schreibst, dass sich die Gesellschaft im Kernpunkt niemals weiter entwickelt und es sich im Grunde genommen nur um die soziale Anerkennung dreht.

Leider ist die Sicht der Gesellschaft sehr stark von traditionellen Normen und Strukturen abhängig und daher letztendlich auch so intolerant und stigmatisierend. Diagnosen sind auch nur dazu da, um den Klienten ein falsches Bild von ihm zu übermitteln und diesen dann an das eigene Geschäft zu binden, um Geld zu verdienen (es sei denn man findet sich darin selbst wieder, aber in bestimmten Fällen sind auch viele Diagnosen sehr schwer miteinander zu differenzieren, wenn sie dann einmal überhaupt "wirklich zu treffen", und das einzige Ergebnis, was man dann hat, ist eine Falschdiagnose...). Verstehe ich natürlich, wenn man dann etwas aus dem "Tellerrand hinaus denkt" und sich nicht mehr länger irgendwelchen Klischees zu ordnen lässt.

Jedenfalls habe ich mit dieser Gesellschaft heute voll und ganz abgerechnet, und mir ist es dabei auch ehrlich gesagt egal, wer noch mit welchen Urteilen oder Äußerungen daher kommt, da sie dann meistens entweder rein subjektiv oder von einem anderweitigen Bild geprägt werden, und wie ich finde, muss man sich davon einfach nach und nach konsequent distanzieren... Ja, es ist natürlich sehr schwierig, jemanden mit einer gegensätzlichen Weltansicht, die nicht mehr von diesem System geprägt ist, zu finden, der da auf der selben Ebene ist, aber ich kann nur sagen, dass ich (zumindest anhand deiner Antwort) in einigen Punkten mit dir übereinstimme.

LG DarkDoomX

15.09.2021 00:37 • x 3 #4


EmptyLife

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Zitat von DarkDoomX:
und mir ist es dabei auch ehrlich gesagt egal, wer noch mit welchen Urteilen oder Äußerungen daher kommt, da sie dann meistens entweder rein subjektiv oder von einem anderweitigen Bild geprägt werden, und wie ich finde, muss man sich davon einfach nach und nach konsequent distanzieren

Wie bist du dorthin gekommen, dich derart von allem Allgemeingültigen distanzieren zu können? Braucht es dafür nicht sehr viel innere Stärke und auch ein gewisses Selbstwertgefühl? Wo fängt man da an?
Ich würde auch gerne an diesen Punkt kommen, weiß aber nicht, woher ich die Kraft dazu nehmen soll. Ich habe nach allem, das mir passiert ist, einfach resigniert. Ein Kampf lohnt sich für mich nicht mehr.

Deine Signatur ist übrigens super!

15.09.2021 14:47 • x 2 #5


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buddl1

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ich bin dir sehr dankbar, dass du auf mein Schreiben geantwortet hast.
wenn du die Möglichkeit hast schau dir den Film "Systemsprenger" an,
er beschreibt zumindest, einen Teil deines jetzigen ichs,
du bist damit nicht allein, aber letztlich, eben auf all die anderen angewiesen,
wenn es dir darin gelingt einen Mittelweg für dich zu finden,
wir müssen allein nicht die Welt verändern, oder Berge aufbauen, die kein anderer sehen mag.
wir leben nun mal in dieser Welt, in dieser Zeit, sich darin zu finden, zu lieben und
eben auch zu sterben, jeden bleibt dafür recht wenig Zeit.
buddl1,

15.09.2021 20:53 • x 2 #6


DarkDoomX

DarkDoomX

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@EmptyLife

Ich glaube, ich bin in dieser Sache schon immer ein sehr reflektierter "Kopfmensch" gewesen und kann daher einfach nicht bestimmte Richtlinien, Normen oder "Muster" folgen, die im Kernpunkt einfach keinen Sinn ergeben und mich als Individuum nur schädigen (das Beste aller Beispiele sind da die unzähligen "Maßnahmen" und "Therapien", die ich in meinem Leben durch hatte und mich zu dem heutigen Tief geführt haben - eben wegen diesen ganzen, weiteren Konflikten, Stigmatisierungen, Bevormundungen und der Tatsache, dass sich meine empfundene Entfremdung gegenüber allen Dingen nur noch mehr verschlimmert hat, sprich, rein grundsätzlich hat es nur mein Trauma verschlimmert... da war "rechtzeitig mit allem abbrechen" noch eines der besten Optionen für mich, um einmal überhaupt wieder "Ruhe" für mich zu finden).

Ja, und natürlich ist eine innere, selbstbewusste (aber auch reflektierte und distanzierte) Haltung gegenüber der Umwelt und sämtlichen Denkmustern ein wichtiger Bestandteil, um sich da von der Gesellschaft nicht weiterhin unter Druck zu setzen, geschweige denn verunsichern zu lassen und erfordert auch ein gewisses Maß an "Selbstvertrauen" (dieser wurde bei mir in der Kindheit, in der Pubertät und auch in meiner weiteren Jugend durch diese ganzen Urteile, Diagnosen und Vorwürfe erheblich geschädigt). Naja, und erst als ich dann so mein eigenes Tief vor drei Jahren erreicht habe, sprich: Die mir durch Druck aufgeschwatzten Maßnahmen und weitere Erpressungen durch irgendwelche richterlichen "Anordnungen", falls ich diese Maßnahmen "nicht einhalten oder durch ziehen sollte" (eines dieser Anordnungen war damals beispielsweise eine andere Einrichtung gewesen, die auch von allem was ich kannte sehr weit weg gewesen war) abgebrochen und dadurch hingegen (fast) obdachlos geworden bin, und dieser Abbruch natürlich niemand nach vollziehen konnte. Ich habe nach diesem Punkt einfach eingesehen und damit resigniert, dass man in dieser Welt nur sich selbst vertrauen sollte, und das hat eben auch so ein wenig dazu geführt, dass ich diese "distanzierte Haltung" gegenüber der Gesellschaft als einen sehr wichtigen und sinnvollen Instinkt anerkannt habe...

Es gibt da so ein Zitat von Friedrich Nietzsche: "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker", auch wenn ich so rein generell mit dem Leben auf dieser Welt abgehakt habe und dem menschlichen Leben (zumindest das, was heute als "menschlich" betrachtet wird) auch keinen Sinn mehr zuschreibe.

Ich kann dir hier für keine Tipps geben, wie man sich von dieser Gesellschaft distanzieren kann, und dir nur ein Beispiel unter vielen aus meiner eigenen Perspektive schildern - den Weg (und natürlich auch nur der, der für einen selbst sinnvoll ist) muss man letztendlich (so wie ich es zuvor auch erfahren musste) ganz für sich selbst finden. Für mich stellt es beispielsweise mehr ein Kampf dar, mich selbst zu verraten und zu vernachlässigen, als mich gegenüber einer falschen Moral zu verteidigen, welche dann wiederum für sämtliche, innere Konflikte sorgt und das eigene Selbstbewusstsein zerstört, was sich dann wiederum auf meine eigene Depressionen - auf Grund meiner PTBS und sämtliche Ereignisse in meinem Leben - sehr nachteilig auswirkt. (Da sieht man mal wieder, dass eigentlich jeder Mensch an sich sehr verschieden ist).

Ja, die Signatur stammt von Ashleigh Brilliant

17.09.2021 17:35 • x 2 #7


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buddl1

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dein weiteres Schreiben,
es zeigt, dass du dich sehr viel mit deinem ich, mit deiner Umwelt und vor allem mit allem auseinandersetzt.
mich frage es,
was kannst du gemeinsames finden,
was könntest du selbst für dich erreichen
und vor allem, wonach willst du noch streben?

sicher, sich in Nitzsche zu finden oder zu verlieren,
weil es eine Alternative erscheint,
wohl ein Weg der jedoch keine Klarheit bringt...
wer alles ablehnt, alles alles bezweifelt.
ja er mag in vielen es erklären, das Geld Macht, schwach oder stark, reich oder arm,
Gott ablehnt oder nicht,
es macht weder satt, noch birgt eine sichere Existenz,
geschweige Wohn-oder sonstigen Freiraum...
erst wenn man erlernt, begreift, wie man einen Baum pflanzt, ihn zur wahren Größe verhilft,
seinen schatten nutzt, dass er auch einen selbst am Leben erhalten kann und letztlich,
ja ihn benutzt als Wärmequelle,
man wohl versteht, was es gilt zu Leben oder leben zu lassen.
es nützt nichts, über das Unrecht der Welt sich auseinanderzusetzen, wenn man selbst nicht seinen Beitrag gibt,
sich und eben für andere zu tun. nur der satte Bauch lässt das Gehirn über die Frage, wer ehr da war, das Ei oder das Huhn,
zu befinden.
der Hunger, lässt sowas nicht zu,
man kämpft darum, zu überleben
egal, was er dafür letztlich tun muss...
die Erkenntnis ist weder neu noch immer gut, aber
eben darum, war Nitzsche nur einer,
nicht die vielen , die für seine Werke auf dem Feld oder in der Stadt,
die Grundlage schafften...
buddl1,

19.09.2021 17:18 • x 1 #8


EmptyLife

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Zitat von DarkDoomX:
Ich glaube, ich bin in dieser Sache schon immer ein sehr reflektierter "Kopfmensch" gewesen und kann daher einfach nicht bestimmte Richtlinien, Normen oder "Muster" folgen, die im Kernpunkt einfach keinen Sinn ergeben

Mir geht es genauso. Ich kann alles, was du schreibst, absolut nachvollziehen.

Ich finde, dass du auf einem guten Weg bist, den richtigen Umgang mit dieser Welt für dich zu finden. Ich bin jedenfalls noch nicht so weit wie du. Deshalb die Frage: Weshalb schreibst du hier? Möchtest du dich einfach nur ablenken, Austausch oder Ratschläge? Ich finde Letzteres brauchst du gar nicht.

Ich habe mir übrigens dein Profil angesehen und das Wort "normopathisch" entdeckt. Dazu habe ich interessante Artikel im Internet gefunden. Danke dafür

20.09.2021 19:25 • x 1 #9



Hallo DarkDoomX,

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DarkDoomX

DarkDoomX

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Zitat von EmptyLife:
Ich finde, dass du auf einem guten Weg bist, den richtigen Umgang mit dieser Welt für dich zu finden. Ich bin jedenfalls noch nicht so weit wie du. Deshalb die Frage: Weshalb schreibst du hier? Möchtest du dich einfach nur ablenken, Austausch oder Ratschläge? Ich finde Letzteres brauchst du gar nicht.

Ich habe mir übrigens dein Profil angesehen und das Wort "normopathisch" entdeckt. Dazu habe ich interessante Artikel im Internet gefunden. Danke dafür


Ehrlich gesagt habe ich mit der Diskrepanz zwischen mir und 98% dieser Gesellschaft einfach nur so gut wie resigniert, denn letztendlich können die Leute einen ja auch nicht aktiv ändern, nur weil man selbst nicht ihren "Wertevorstellungen" entspricht (es sei denn sie tun es mit Mobbing/Ausgrenzung oder unterschwelligen Erpressungen, nur um dann der eigenen Selbstgefälligkeit - ich nenne es auch gerne "Herdenego" - wieder gerecht werden zu können). Da war ich schon immer gleich an diesem Punkt, die Gesellschaft und das System erst persönlich zu hinterfragen, bevor ich mich selbst von irgendetwas "mit ziehen" lasse.

Zu deiner Frage: Da mir aktuell sehr vieles über den Kopf wächst, habe ich mich zum Schluss einfach mal hier angemeldet
(vielleicht, weil ich hier auch mal vor Jahren aktiv gewesen war). Ich denke, so konkrete "Ratschläge" die einen helfen, kann man über das Internet letztendlich auch nicht wirklich geben, aber dieses Forum hilft oftmals, seine eigenen Gedanken wieder neu zu sortieren.

Ich finde die Bezeichnung "Normopathie" schon an sich sehr interessant, da ich zu der Zeit, als es für mich noch ein Fremdwort gewesen war, nicht einmal wusste, dass es überhaupt einen konkreten Begriff gibt, dessen Bedeutung sich sehr gut auf meine kritische Sicht gegenüber der Gesellschaft übertragen lässt (was mich damals wirklich überrascht hat, als ich es dann einmal selbst gegoogelt habe).

Vor 1 Stunde • #10

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