Habe ich eine schwere Depression?

Cherry28

Cherry28

55
7
Hallo,

hier bin ich wieder... ich glaube, es war naiv zu glauben, dass nach 3 Sitzungen und 1,5 Wochen krank geschrieben sein alles wieder gut ist. Man kann sich Dinge wirklich schön reden.

Am Donnerstag meinte mein Mann zu mir, es sei so schwer für ihn. Ich sei immer unzufrieden, nie wirklich gelöst, würde wenig lachen... er käme noch immer nicht an mich ran und das nehme auch ihm ein Stück Lebensfreude...
mittlerweile denke ich, dass es wirklich Depressionen sind. Das ist kein Burnout, das fühlt sich anders an. Das ist das Gefühl, dass ich seit Jahren mal schlimmer, mal schwächer in mir trage... ich habe ein Gedicht aus dem Jahr 1999 gefunden, schon da schrieb ich von einem schwarzen Loch, unendlich tief, scheinbar ohne Boden. Ich stehe am Rand und sehe hinab - und beginne zu fallen... Ich habe permanent Angst nicht zu genügen, dabei genüge ich zuallererst meinen EIGENEN Ansprüchen nicht. Ich studiere nebenbei, habe gerade meinen ersten Abschluss mit insgesamt sehr gut bestanden... aber konnte mich nicht wirklich über die 1,7 im schriftlichen Teil freuen... 1,7 ist eine Wahnsinns-Note, aber ich war... enttäuscht... weil ich kein besseres Ergebnis erreicht habe.

Wie bekomme ich Lebensqualität wieder??

Morgen habe ich einen Termin bei einer ganz neuen Ärztin. Ich schildere ihr alle meine Probleme und Beobachtungen, von der bleiernen, täglichen Müdigkeit über die Ohrengeräusche, die ich seit neuestem habe und die Zyklusstörungen, die kein Ende nehmen.

Ich möchte wieder richtige Freude verspüren, keine Freude, die nach 2 Stunden wieder verflogen ist. Ich möchte, dass es auch meinem Mann wieder besser geht. Ich möchte wieder richtig leben, mich nicht irgendwie durch den Tag schleppen, mit Konzentrationsschwächen und Minderwertigkeitsgefühlen.
Ich hoffe, diesmal schaffe ich es wirklich!
Drückt mir die Daumen, dass die neue Ärztin Verständnis für mich hat.

Viele Grüße und einen schönen Abend
Cherry

04.07.2011 20:09 • #31


Avatar

Pyxidis

1045
17
2
Hallo Cherry,

Zitat:
Drückt mir die Daumen, dass die neue Ärztin Verständnis für mich hat.


ich drücke die Daumen!

Machst Du denn Deine ambulante Therapie weiter? Und wieso hattest Du erst drei Sitzungen seit November letzten Jahres?

Viele Grüße
Scorpio

05.07.2011 12:45 • #32



Hallo Cherry28,

Habe ich eine schwere Depression?

x 3#3


Cherry28

Cherry28

55
7
Hi Scorpio,

danke :-)

Ich hatte zwar eine Überweisung für einen Psychotherapeuten erhalten, aber da hätte ich 6 Monate Wartezeit gehabt. Also hab ich es privat gemacht und bezahlt und mir eingebildet, dass es mir nach 3 Sitzungen ja schon wieder total gut ging! :-( Blöd. Denn die Dinge, die mich seit mehzr als 10 Jahren immer wieder beschäftigen hatte ich da nicht angesprochen... Hm, mal sehen, was die Ärztin sagt. Heute geht es mir eigentlich echt gut!

Grüße
Cherry

05.07.2011 13:12 • #33


Cherry28

Cherry28

55
7
Hi,

wer von euch hat Erfahrungen mit Citalopram??
Machen die wirklich sooo müde, wie man mir in der Apotheke gesagt hat??

Danke und Grüße
Alex

06.07.2011 12:12 • #34


Avatar

Pyxidis

1045
17
2
Hallo Alex,

das muß nicht so sein. Ich habe Citalopram morgens genommen und war überhaupt nicht müde davon.

Viele Grüße
Scorpio

06.07.2011 12:20 • #35


Cherry28

Cherry28

55
7
Hallo Scorpio,

ich teste das am WE mal. :-)

Danke und Grüße
Cherry

06.07.2011 12:27 • #36


Avatar

Sarah

582
15
4
Zitat von Cherry28:
Hallo Scorpio,

ich teste das am WE mal. :-)

Danke und Grüße
Cherry


Ich habe zwar keine eigenen Erfahrungen mit Antidepressivas, aber soweit ich es hier gelesen und von bekannten gehört habe wird ein Wochenende nicht reichen um abzuschätzen, wie das Medikament bei dir wirkt...

06.07.2011 19:12 • #37


Cherry28

Cherry28

55
7
Hi Sarah,

bis es mich (hoffentlich) positiv beeinflusst, wird es ca. 2 Wochen dauern. Aber ob Müdigkeit eintritt hoffe ich nach zwei Tagen beurteilen zu können! :-)

Viele Grüße
Cherry

07.07.2011 12:02 • #38


Avatar

JeanLucca

543
8
1
Hallo Alex.

Ich nehme auch das Medikament. Was die Apothekerin bei mir gesagt hat weiß ich nicht mehr (die sagen ja immer was), irgendwas davon wie ich es einnehmen soll. Ich hab ihr gar nicht zugehört weil ich mich nicht von ihr beraten lassen wollte sondern meinem Doc vertraue. Sie sollte mir nur das Päckchen geben. Sicher stehen da auch Nebenwirkungen an, bei mir waren es auch welche, aber ich habe das immer meinem Arzt erzählt und er hat dann 3x an der Dosierung geschraubt und jetzt fühle ich mich gut eingestellt.

Lieben Gruß JeanLucca

07.07.2011 12:34 • #39


Avatar

Sarah

582
15
4
Zitat von Cherry28:
Hi Sarah,

bis es mich (hoffentlich) positiv beeinflusst, wird es ca. 2 Wochen dauern. Aber ob Müdigkeit eintritt hoffe ich nach zwei Tagen beurteilen zu können! :-)


Aber soweit ich weiß gehen auch die Nebenwirkungen unter Umständen nach ein Paar Wochen wieder zurück. Daher würde ich nicht nach ein Paar Tagen die Flinte ins Korn werfen. Und wenn du auch auf längere Sicht nicht mit Citalopram klar kommst sprich deinen Arzt darauf an, damit ihr vielleicht ein anderes Medikament versucht.

Guck doch mal hier: citalopram-fuehrt-zu-gewichtszunahme-will-nicht-zunehmen-t15345.html Ein ziemlich umfangreicher Thread zu genau diesem Medikament

07.07.2011 16:50 • #40


Cherry28

Cherry28

55
7
Hi Sarah,

vielen Dank für die Tipps! Bin sehr gespannt, da es doch alles noch etwas befremdlich für mich ist...

Viele Grüße
Cherry

07.07.2011 22:09 • #41


Cherry28

Cherry28

55
7
Guten Morgen ihr Lieben,

da bin ich mal wieder. Nachdem ich einige Zeit lang dachte, ich hätte alles im Griff, geht es mir in den letzten Wochen wieder schleichend schlechter. Seit 2 Tagen könnte ich fast nur heulen, fühle mich wertlos und hässlich und überhaupt ist alles sch.... Ging soweit, dass ich am Silvesterabend heimlich, still und leise mit einer Nagelschere in meinem Arm geritzt habe, weil ich nicht wusste, wie ich der Sache Herr werden soll. Klar, dass das nur kurzfristig Abhilfe und Erleichterung schafft - aber in dem Moment tat es gut und das macht mich ganz fertig, denn das habe ich seit Jahren nicht mehr getan.
Dazu habe ich einen Job, der definitiv gut ist, aber mit dem ich mich nicht identifizieren kann. Das wird mir immer bewusster. Ich habe mich für drei andere Stellen in einer anderen Branche beworben - am WE kam die erste Absage. Ich habe Angst, die nächsten Jahren in einem Job festzustecken, der mich nicht erfüllt, unter Druck setzt, mir persönlich dauerhaft keinen Spaß macht... ich habe mich dabei ertappt zu denken (aber nur kurz!), was wohl wäre, wenn ich nicht mehr da wäre und ob das nicht besser wäre als permanent da zu sitzen und zu weinen und sich wertlos zu fühlen. Ich weiß, dass das Blödsinn ist, aber manchmal denke ich, mich würde eh keiner vermissen. Was auch wieder Blödsinn ist.

Meine Hausärztin hatte mir letztes Jahr im Sommer eine Überweisung an einen Psychotherapeuten ausgestellt, diese habe ich aber nicht in Anspruch genommen, weil es mir mit der Packung Citalopram, die ich damals genommen hatte, besser ging... Die hält mich doch für bekloppt, wenn ich nun wieder ankomme und sage: öhm, ich bräuchte bitte nochmal eine Überweisung, mir gehts doch nicht so gut wie ich mir eingeredet habe... ?!? Ich bin gerade echt verzweifelt und verstehe mich schon wieder selber nicht mehr... außerdem: was sollte ich denn noch zu einer Therapie gehen? Ich habe feste Arbeitszeiten (bis 18 Uhr abends), mache zur Zeit eine Physiotherapie, die ich mit Mühe und Not unterbekomme und studiere nebenbei (abends, nach der Arbeit an 1-2 Tagen je Woche). *seufz*

Und nachdem es in der Familie 2010/2011 bei einem Mitglied ein schweres Alk. gab, möchte ich nicht wieder mit psychischen Dingen die Familie belasten. Wie macht man es wohl am besten falsch??

Danke für's Zuhören!

Alles Liebe euch allen für 2012 - macht's besser als ich!
Cherry

02.01.2012 09:00 • #42


Avatar

Pyxidis

1045
17
2
Hallo Cherry,

Dein Beitrag hat mich irgendwie sehr angesprochen und da möchte ich Dir ein paar Zeilen schreiben. Keine Sorge, Deine Hausärztin hält Dich nicht für bekloppt, wenn Du sie nochmal nach einer Überweisung zum Therapeuten fragst.

Viele Psychotherapeuten bieten auch abends Stunden an, weil viele Klienten berufstätig sind.

Ich bin sicher, wenn Du Dich weiter bewirbst, wirst Du bald eine Zusage bekommen.

Vielleichts solltest Du Deine Aufgaben ein wenig reduzieren. Das hört sich für mich schon alles nach sehr viel an.

Ich finde, Du solltest Dich auf jeden Fall Deiner Familie anvertrauen und Dir jede Hilfe, die möglich ist, holen.

Alles Gute,
Scorpio

02.01.2012 12:06 • #43



Hallo Cherry28,

x 4#14


Cherry28

Cherry28

55
7
Danke, Scorpio, für deine lieben Worte!

03.01.2012 08:56 • #44

Pfeil rechts




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag