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Habe ich eine schizoide Persönlichkeitsstörung?

susie

susie

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Hallo,
erst einmal ein paar Worte zu mir. Ich bin 36 Jahre alt lebe in einer gleichgeschlechtlich Beziehung und habe seit ca. 12 Jahren die Diagnosen
-Rezidivierende depressive Störung
-Persönlichkeitsstörung

Meiner Meinung nach ist das alles sehr wage, allerdings bekomme ich selbst von meiner neuen psychiaterin keine genaue aussage.
Das mit den Depressionen lasse ich gerne so stehen, ist mir relativ egal. Aber die Persönlichkeitsstörung, da wüsste ich shcon gerne mehr darüber, deswegen bin ich hier und wollte mal schildern wie es mir so ergeht.
Angefangen hat es als Teenager, ich habe mir damals meine eigene Welt erschaffen, mit Freunden, Familien usw. Ich selbst bin in dieser Version meiner Realität nicht vorgekommen (Genauso wie meine richtige Familie), sondern hatte zwei, drei Charaktere die ich war. Heute ist es nur noch eine Person in die ich schlüpfe aber die Familie und Freunde um, ich nenne sie Michelle, besteht weiterhin, sie sind alle mit mir gewachsen. Haben ihre Lebensläufe, sind ein Teil von mir.

Wenn ich Ich bin, bin ich lieber zurück gezogen, habe es aber doch tatsächlich geschafft seit 10 Jahren in einer intakten Partnerschaft zu sein, allerdings merke ich wie ich mich in letzter Zeit von meiner Frau distanziere.
Ich nehme Venlafaxin 225mg einmal am Tag und kurze Zeit auch Quentiapin (das habe ich allerdings wieder abgesetzt, da es mir darunter sehr schlecht ging).

Grenz das ganze an eine schizoiden Persönlichkeitsstörung? Ich hatte noch nie eine Psychiaterin die auf das ganze eingegangen ist und meine neue Psychiaterin glaubt denke ich mal das ich schizophren bin, aber das würde ich verneinen, da ich meine Welt, Stimmen steuern kann (meist zumindest)

Würde mich über ein paar Antworten freuen.

03.04.2018 08:33 • #1


Lara80

Lara80

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Ich kann natürlich keine Diagnose abgeben und habe das auch nicht vor. So wie Du schreibst, sind das allein noch keine Indikatoren für eine Persönlichkeitsstörung. Jeder Charakter eines Menschen besteht aus seinen Erfahrungen. Man verinnerlicht viele Menschen und ist somit auch der Mix an Menschen, die man in seinem Leben kennengelernt hat.

1, Frag doch mal deine Psychologin, an welche Symptomen sie die Persönlichkeitsstörung fest macht? Schreibe es dir dann auf.
2, Sprichst Du selbst mit deinen verschiedenen Charakteren?
3, Was sagen denn deine Stimmen und wird es besser, durch die Medikamente? Falls ja, wäre das schon mal ein Anzeichen, dass doch etwas nicht stimmt.

lg

03.04.2018 18:56 • #2


susie

susie


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Ich werde zur Michelle und spreche als sie mit den anderen. Ich ertappe mich manchmal sogar dabei das ich anders laufe, da Michelle eine beinprothese hat.

Durch die quentiapin oder wie die heißen, war michelle und die anderen weg, selbst die venlafaxin dämpfen das ganze ein wenig. Allerdings konnte ich die quentiapin nicht weiternehmen, weil ich dadurch so müde wurde und mir etwas fehlte und michelle so ein paar dinge für mich nicht regeln konnte sondern ich mich damit beschäftigen musste.

Aber ich werde meine psychiaterin mal drauf ansprechen, ihre diagnose kenne ich noch nicht, da ich dort erst seit neuem bin

03.04.2018 20:04 • x 1 #3


Lara80

Lara80

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Zitat von susie:
Ich werde zur Michelle und spreche als sie mit den anderen.Ich ertappe mich manchmal sogar dabei das ich anders laufe, da Michelle eine beinprothese hat.


Wie kommst du dann darauf, dass sich die Psychologin irren könnte?

Zitat:
Durch die quentiapin oder wie die heißen, war michelle und die anderen weg, selbst die venlafaxin dämpfen das ganze ein wenig.


Dann ist es doch eigentlich mehr als eindeutig, dass Du bei der Psychologin gut beraten bist.

Ganz wichtig: Halte dich an die verordnete Medikation!

04.04.2018 15:55 • x 1 #4


susie

susie


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Ja die sache mit den Medikamenten muss ich bei meinem nächsten Termin ansprechen, da ich mit den Medis nicht arbeiten kann!

Ich meinte die Psychologin vor 10 Jahren, dort habe ich ja nur die Depressionen und die emozional instabile Persönlichkeitsstörung als Diagnose bekommen, der Rest wurde ignoriert.

04.04.2018 16:58 • x 1 #5


Timeless77

Timeless77

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Zitat von susie:
da ich mit den Medis nicht arbeiten kann!


Könntest Du ohne Medis arbeiten?

Ich finde du bist sehr reflektiert. Du kannst die Persönlichkeitsstörung von außen sehen und nimmst dich in der Mitte wahr. Das ist schon mal sehr positiv. Wie Lara aber schon sagte, darfst du die Medis nicht selbst absetzen.

04.04.2018 17:01 • x 1 #6


susie

susie


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Zitat von bernd77:

Könntest Du ohne Medis arbeiten?

Ich muss arbeiten... und ich gehe auch täglich dort hin auch wenn ich nicht unbedingt immer ganz anwesend bin

Zitat:
Ich finde du bist sehr reflektiert. Du kannst die Persönlichkeitsstörung von außen sehen und nimmst dich in der Mitte wahr. Das ist schon mal sehr positiv. Wie Lara aber schon sagte, darfst du die Medis nicht selbst absetzen.

Das liegt daran weil ich mir gerade sehr viele Gedanken mache und mich mit mir selbst beschäftige, darunter leidet zwar ein wneig meine Ehe aber ich habe mit ihr darüber geredet und sie weiß auch bescheid was in mir vorgeht.
Und ja das mit den Medis weiß ich...
Habe nun aber seit über 20 Jahren "Meine Welt" bei mir und ohne diese fühle ich mich sehr sehr leer und schwach. Vorallem muss ich mich dann mit meinen inneren Problemen auseinandersetzen und das kann ich im Moment nicht. Deswegen bin ich auch auf der Suche nach einem Therapieplatz, aber das ist ja mal wieder nicht so einfach.

Ach und Bernd Super Avatar, das ist mein Kinder Held :-)

04.04.2018 17:52 • #7


Martin11111

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Hallo Schitzoide Ps hat so einige Symtome die so entstehen mit den Lauf der Zeit. Fangen wir mal an mit dieser Spaltung von dem man lesen kann.In der Regel merkt man das eigentlich nicht selbst was in einen vorgeht und nimmt das auch nicht wahr.Ein kleines Beispiel. Man sitzt in einer Gruppen runde hört sich von jeden an was so geredet wird. Sobald man den Raum verlässt ist nichts von dem gespeichert was da so alles gesprochen wird. Einen selbst fällt das in der Regel nicht auf. Ist ähnlich wie bei einen Depressions Kranken nur bei jemanden mit der Diagnose leider dauerhaft.Wie kommt es zu so einer Spaltung.Ganz einfach durch sehr schwere Depressionen über Jahre und nichts dagegen tun. Also geboren aus einer Depression würde ich mal sagen entsteht die Spaltung.

25.07.2018 18:42 • #8


Josh

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Hallo, ich leide selbst an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung die bei mir bereits vor fast 4 Jahren diagnostiziert und weswegen ich auch lange in Verhaltenstherapie war. Ich bin - wie die Meisten hier - kein Fachmann und kann nur von meiner Recherche und meinen Erfahrungen berichten.

Was du beschreibst deckt sich mit meinem Krankheitsbild nicht. Ich bin mir aber nicht darüber im Klaren, welche Unterarten der schizoiden Persönlichkeitsstörung es gibt, deswegen kann ich dir nur sagen, dass du zumindest nicht die Art von Störung hast wie ich. Meine Persönlichkeitsstörung zeigt sich ganz besonders in meinem Umgang mit Menschen. Ich minimiere den Kontakt weitesgehend und sofern ich doch in Kontakt treten muss fällt mir dies ungemein schwer. Beziehungstechnisch kann ich nur aus einer Partnerschaft berichten die ein Jahr hielt, bis sie mir persönlich zu intim wurde und ich weder meine eigenen Gefühle zulassen konnte noch die meiner Partnerin ernst nehmen (vermutlich aus Furcht einem Menschen zu Nahe zu kommen und mich dadurch verletzbar zu machen). Diese Traumwelten wie du Sie beschreibst hatte ich auch nie. Allgemein habe ich nie das Gefühl meine Persönlichkeit zu spalten oder nicht immer ich selbst zu sein, sondern vielmehr eine Art soziale Phobie.

Was ich damals getan habe, als ich meine Diagnose bekam ist im ICD 10 (einfach googlen) mal nachzusehen was meine Krankheit denn laut Wissenschaftlern genau ausmacht. Die schizoide Persönlichkeitsstörung findest du übrigens unter der Codierung F60.1.

Ich hoffe mein Beitrag hat dir ein kleines bisschen weiter geholfen.

LG, Josh

02.01.2019 22:18 • #9


Martin11111

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Was ich da beschrieben habe ist nur eine Begleiterscheinung von vielen.Es ist schon richtig das man ein Einzelgänger leben führt so in etwa. Und was man so lesen kann bei Goggle ist nicht so gemeint wie es da so steht. Zum Beispiel Keine Freude oder kaum Trauer zu empfinden.Die meisten denken an Emo­ti­ons­los und so ein Quatsch. In wirklichkeit ist da etwas ganz anderes mit gemeint.Kommt aber leider auch von der Spaltung. Man ist nicht in der Lage Schöne und auch Schlechte dinge zu speichern bzw man kann das nicht selbständig abrufen.Und das leider Dauerhaft. Ich wünsche noch einen schönen Abend.

02.01.2019 23:03 • #10




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