Habe ich eine gespaltene Persönlichkeit?

Elitess

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Guten Tag erstmal :)

Wie ich schon im Forum fürs vorstellen gesagt habe, heiße ich Markus bin 22 Jahre alt und leide seit meinem 16ten Lebensjahr an Depressionen.


Nun mal zu den Dingen, die sich in letzter Zeit bei mir ereignet haben und die mir Tag für Tag den Kopf zerbrechen.

Mal zur Vorgeschichte ein bisschen. Vor ca. 3 Jahren habe ich eine alte Bekannte "neu" kennen gelernt. Irgendwie war es anders, als bei anderen
Neuanfängen. Es schien sich irgendwie alles von alleine zu entwickeln. Ich sah sie bei der Beerdigung meiner Oma (An dem Tag fanden zwei Bestattungen
zeitgleich statt und sie war ein Teil der Verwandschaft der anderen Beerdigung). Jedenfalls habe ich sie gesehen und in dem Moment war mir klar,
dass ist die Frau. Ich weiß, mit damals 19 Jahren hört sich das ein wenig an wie eine der Jugendlieben, bei denen die meisten bei der Trennung denken, dass
die Welt für sie zerstört ist, aber nach 2 Wochen alles vergessen ist. Dem war nicht so. Um die ganze Geschichte zu verkürzen, wir sind ein halbes Jahr später
zusammen gekommen, es war irgendwie eine eigenartige Art und Weise wie alles dazu kam. Ich persönlich glaube nicht an das Schicksal oder ähnliches, nur in diesem
Fall schienen zu viele Zufälle aufeinander zu passieren, als das es nicht irgendeine Art von Schicksal gewesen sein kann.

Sie litt auch unter Depressionen, daher war es schwer für uns, uns nicht gegenseitig runter zu ziehen, nur haben wir es irgendwie geschafft. Was zwischen uns war,
war wirklich Liebe. Es war keine Schwärmerei oder Schmetterlinge. Es war einfach Liebe, ja das gibt es auch bei 19 Jährigen :D.

Irgendwann kam es dann soweit, dass wir es nicht mehr geschafft haben, diese Beziehung aufrecht zu erhalten, was mir den Boden unter den Füßen weg riss.
Ca. einen Monat darauf, nachdem auch alle anderen Umstände sich verschlechtert haben (teilweise wochenlang keine Stunde Schlaf, abgekapselt von Freunden und
auch von diesen ziemlich im Stich gelassen und einen Vater der mit derartigem ohnehin nicht klar gekommen ist, da er es einfach nicht verstehen konnte).

Jedenfalls habe ich mir dann einen Cocktail aus Tabletten gemacht, aus allen die ich finden konnte. Schlaftabletten, Anti-Depressiva und Migräne Tabletten sowie
Schilddrüsentabletten, ich habe einfach alles zusammen geschmissen was das Haush hergab. Wie man sieht habe ich es überlebt und habe mich daraufhin freiwillig
eingewiesen.

Dann fing es vor drei Monaten an mit den Alpträumen, Alpträume in dem Sinne, dass ich jede Nacht von ihr geträumt habe und die Träume wurden von Nacht zu Nacht
klarer bis zu dem Tag, an dem der Traum der Realität glich. An dem Tag hat sie erneut Kontakt versucht aufzubauen. Als ich dann erfuhr, dass sie wieder einen
Freund hat, ist für mich mal wieder die Welt zusammen gebrochen, da ich eigentlich seit der Trennung keinen Tag hatte, an dem ich nicht an sie und uns dachte.

Nunja, ich habe ihr meine Gefühle offenbart und wir haben jetzt weiter Kontakt, weil mir dieser zu ihr gut tut, ich glaube es hilft mir die ganze Sache zu verarbeiten,
da ich sonst ein Weltmeister im verdrängen bin, wenn nicht ab und an dann wieder Gedanken an sie hochkamen.



In den letzten Wochen, Monaten habe ich gemerkt wie ich mich verändert habe. Ich war noch nie schlank, immer eher relativ dick - daher fasste ich den Entschluss
abzunehmen. Allerdings habe ich das bis heute nicht wahr gemacht, aus dem einfachen Grund, dass ich in den meisten Fällen am Tag darauf wieder denke, warum das
alles, werde ich ohnehin nicht schaffen. Das hat sich soweit gesteigert, dass ich mittlerweile Angst vor mir selber habe, da ich mal so denke, in 5 Minuten
komplett anders, als hätte ich mehrere Charactere in mir. Den einen Tag denke ich mir, Rache an den Frauen, am nächsten Tag denke ich, warum sie können doch nicht
alle für die ganzen Dinge die passiert sind (auch im Bezug zu meiner Mutter der an dieser Stelle irrelevant ist). Ich weiß mittlerweile einfach nicht mehr, was ich will,
wer ich bin und wo ich hin will. In der einen Sekunde träume ich davon mein Leben auf die Kette zu kriegen, im nächsten Moment habe ich so tierische Angst vor der
Zukunft, dass ich mich ins Bett lege und einfach nur schlafen will. Es ist einfach ein ständiger Wechsel aller Vorstellungen von allem. Ob es sich auf die Arbeit
bezieht, auf Frauen oder sonst irgendein Thema. Mittlerweile hat sich bei mir auch schon eine Art Phobie gegenüber Menschen zum Ausdruck gebracht,
sobald mehrere mir unbekannte oder weniger bekannte Menschen in einem Raum befinden, fange ich an zu schwitzen ohne Ende, wenn ich dann realisiere, dass ich schwitze
fühle ich mich noch unangenehmer und schwitze noch mehr. Besonders in der Gegenwart von Frauen ist das zu bemerken. Auch wenn mir das auf der Arbeit zu viel wird,
wie wenn ich im Büro sitze mit einem Kollegen und der am Telefon ist, während 2m weiter von mir eine Kollegin mit meinem Chef über etwas redet und irgendeiner
noch mit mir am reden ist. Wenn ich mich dann nicht schnell verziehe und eine Rauche, würde ich dort kaputt gehen.

Um es mal zu vereinfachen: unbekannte Menschen > schwitzen > ich bemerke dass ich schwitze > angst das es andere riechen > mehr schwitzen

Ich hoffe ich konnte einigermaßen meine Situation darstellen, falls noch etwas unklar ist, gerne nochmal nachfragen. Ich erkläre lieber alles 5 mal als,
dass mich jemand missversteht und daher evtl. falsche Ratschläge gibt oder sonstiges.




Achso und danke an diejenigen die sich die Zeit genommen haben, sich das alles durch zu lesen.

Danke :)

23.06.2013 22:20 • #1


achtsamkeit

achtsamkeit

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Hallo Elitess,
dein Zustand scheint ja so wie du es beschreibst sich zunehmend zu verschlechtern.
Hast du bereits eine Psychotherapie gemacht, oder bist du in Behandlung. Ich glaube, dass du umbedingt jemand neutrales brauchst, dem du all deine Gedanken und Gefühle mitteilen kanst und der dich begleiten und stärken kann.
LG Achtsamkeit

24.06.2013 11:20 • #2


Elitess


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Hallo Achtsamkeit,

Ich war wie oben genannt in einer psychiatrischen Klinik, dort wurden Therapiesitzungen veranstaltet. Problem war nur, dass ich mich fremden Menschen im direkten Kontakt schlecht öffnen kann, eigentlich gar nicht. Habe da größtenteils das gesagt, was die von mir hören wollten, so dumm es ist. Seitdem war
Ich in keiner Behandlung mehr.

24.06.2013 11:33 • #3


achtsamkeit

achtsamkeit

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Vielleicht kannst du trotzdem nochmal darüber nachdenken ob eine ambulante Psychotherapie dir nicht doch helfen könnte. Eine Ambulante Therapie ist anders als in einer KLinik!

24.06.2013 12:13 • #4




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