Habe ich eine bipolare Störung?

Strawberry

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Hallo,

ich weiß einfach nicht, was ich habe. Mein Therapeut, bei dem ich seit über zwei jahren bin, sagt Depression.Vor kurzem war ich wegen Medikamenten bei einem Psychiater und er sprach mich sofort auf bipolar an. Wir gingen ein paar Dinge durch und ich bejahte einige Fragen z.b. "wahnhaftes Geldausgeben" (ich hab meine ersten gehälter insgesamt 5000 euro letztes jahr, für ne studentin sauviel, komplett in klamotten investiert.bin rein in h und m und hab einfach gekauft, gekauft, gekauft, jetzt bin ich wieder arm, ist vielleicht auch besser so). umgamg mit S., WENN ich mal lust habe, dann kennt das keine grenzen, dann KANN ich immer und immer und immer wieder. mit meinem ex habe ich einmal den ganzen tag ca 25 mal hintereinander. ER wollte dann irgendwann nicht mehr. Alk.: WENN ich trinke dann soviel, dass ich richtig betrunkenbin. Einfach mal so ein glas genießen tue ich nicht. nunja.....

Den Ratgeber von dem psychiater legte ich einfach beiseite, ich beschäftigte mich damit nicht weiter, weiß auch nicht warum. Gerade bin ich in einer depressiven phase, ja. ichkann es nicht leugnen, die phasen, die nicht depressiv sind, sind überfröhlich, redselig, total kontaktfreudig. das letzte mal vor ca zwei monaten, das empfinde ich im nachhinein, also auch währenddesen, ich war so gut gelaunt, dass ich teils das gefühl hatte total aus meiner haut zu schweben. das war kurz nachdem ich mit sertralin anfing. (eventuell doch nur gewöhnungsphase an dasmedikament??) aber klar..eigentlich war ich froh über die gute laune.

und dann..gestern ein gespräch mit einem guten kumpel. er sagte mir, dass ich ihn oft - vor allem als ich noch in einer beziehung war - an einen ehemaligem freund vonihm erinnere, der biopolar war. anfangs sei es gar nicht so schlimm gewesen. dann hat mein guter kumpel mitbekommen wie die krankheit immer krasser wurde, am ende brachte er ihn in einer nacht und nebelaktion in die geschlossene. das hat mir angst gemacht..
denn..die sachen mit den beziehungen weisen so krasse parallelen auf. wenn ich beziehungen habe, mich emotional auf jemanden einlasse, und wir streiten,d ann raste ich oft aus. so richtig. ich steigere mich TOTAL in dinge rein und komme auch nicht mehr raus. ich erkenne mich dann kaum wieder und bin deshalb eigentlich auch froh grad keine beziehung zu haben, weil ich mich nicht wieder so erleben will. klar andererseits wünsche ich mir nähe.

ich hab NIE gewusst woher das kommt, das ausrasten, das reinsteigeren bis ins extreme. (bin sogar einmal mit einem stuhl auf meinen ex los). ich dachte immer: meine charakterschwäche.
oft habe ich auch einfach so extreme hassegefühle gegenüber fremden.. dachte auch "ok ich bin einschlechter mensch"
genaus, wenn andere reden denke ich oft: die reden über mich. gesprächsfetzen, ich höre nur einige worte. ich denke: klar, das ging um mich und zwar negativ.

all das habe ich seit ich ca 12 bin. Schon in der Schule sagten Klassenkameraden immer wieder "Strawberry, bezieh nicht alles auf dich" den satz hörte ich wöchentlich. ich dachte das komtm daher, dass ich so vorgeprägt bin, weil ich zwei jahre lang gemobbt wurde, und deshalb halt noch als nachwirkungen vieles auf mich beziehe. doch eventuell war das mobben nur der auslöser für eine disposition, die sowieso da war??
also seit 11 Jahren bin ich so. viele dinge bennene ich schon gar nicht mehr explizit (bsp das alles auf mich beziehen, die hassgefühle, das ausrasten in beziehungen und engen freundschaften) weil ichs ja gar nicht anders kenne.mit meinem thera z..b habe ich erst vor zwei sitzungen zum erstenmal über ausraster gesprochen. und er nur so "warum haben sie mir das nicht früher gesagt?". naja..weil es doch normal für mich war.Die esstörung, die aktuellen probleme standen da eher im vordergrund...

mein vater hat regelmäßig ausraster, meine schwester steigert sich auch immer sehr sehr rein, es wirkt krankhaft. ja.

seit dem gespräch gestern mit dem guten kumpel habe ich wieder hoffnung....falls ich bipolar sein solte, dann gäbe es für all die sachen die mich mein leben lang quälen eine ERKLÄRUNG...

Am freitag habe ich den psychiater termin.

doch was sagt ihr, nach was klingt das??

25.01.2010 14:41 • #1


Strawberry

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Ja nichts, ich wünsche es mir doch sogar... hatte eigentlich gehofft hier Meinungen zu dem Geschriebenen zu bekommen.

25.01.2010 16:12 • #2


Pyxidis

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Hallo Strawberry,

Zitat:
doch was sagt ihr, nach was klingt das??


Du hast bereits zwei Meinungen bezüglich einer Diagnose einmal von Deinem Psychiater und einmal von Deinem Therapeuten bekommen.

Woher sollen wir das denn besser wissen als diese beiden Fachmenschen?

Was erhoffst Du Dir also von einer Antwort von uns?

Viele Grüße
Scorpio

25.01.2010 16:23 • #3


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FrotteeTierchen

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Hallo Strawberry

Dass "Diagnoseideen" in einem Forum gern auch zwischen sinnfrei und gefährlich variieren können, ist dir und jedem anderen hier ja klar. Denn ob das, was du hier beschrieben hast noch im Bereich des "Üblichen" und nicht-pathologischen Verhalten eines Menschen liegt, ob es symptomatisch für Manie, eine Persönlichkeitsstörung, für eine Psychose oder Dro. ist... dafür gibt es viel zu wenig informationen.

Du gibst dir in deinem Post ja selber schon Hinweise, bzw. hast diese bereits von deinem Therapeuten bekommen: schildere ihm dein Erleben, dein Verhalten. Er kann dann entscheiden, was er für relevant hält. Sicher ist das oft schwer, besonders, wenn man bestimmte Dinge einfach für normal hält. Ich hab (bezogen auf mich selber) auch einiges erst lernen müssen, bevor ich Probleme ansprechen konnte, damit auch der Weg für eine vernünftige Diagnose und wichtiger für eine vernünftige Therapie geebnet werden konnte.

Lg
FrotteeTierchen

25.01.2010 17:26 • #4


Merlin.70

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10 ärzte und 10 Diagnosen ich selber kenne das und es ist nicht einfach für mich dadurch zu schauen zumal es keine festen regeln gibt und oft die einzelnen krankeheits bilder sich miteinander mischen aber letztendlich ist der prozeß zur erkenntniss ein langer weg und ich hoffe du hast geduld mit dir und das sich etwas zu deinem guten tut

mfg

Merlin.70

25.01.2010 19:40 • #5


Strawberry

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hallo,

danke für eure antworten. ich hatte mich da wohl falsch ausgedrückt, ich wollte keine "diagnose" von euch. eigentlich nur wissen, ob meine gedanken bezüglich bipolar sehr abwegig sind oder ob dem ein oder anderen betroffenen meine schilderungen bekannt vorkommen.

25.01.2010 21:23 • #6


Merlin.70

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passen auch zum borderliner but dahinter kommst du auch nur nach einer gewissen zeit

25.01.2010 21:31 • #7


Pyxidis

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@Merlin:

Zitat:
passen auch zum borderliner but dahinter kommst du auch nur nach einer gewissen zeit


Das verstehe ich jetzt nicht so ganz, was Du ihr/uns damit sagen willst?

Viele Grüße
Scorpio

25.01.2010 22:09 • #8


jannis

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Mir hat mal eine sehr eng mit mit befreudete Ärztin in einer manischen Phase sinngemäß gesagt: "Weißt Du, Diagnosen sind auch nur Worte und die sind meist auch noch falsch. Im psychiatrischen Bereich überlappt sich vieles. Etwas stimmt zur Zeit nicht mit Dir und das werden wir ändern." - Mir hat das sehr gut getan.

Wenn es Dir hilft: Ich bin bipolar diagnstiziert, habe aber seit Jahren unter dem Enfluss von Lithium (tut nicht weh, merkt man gar nicht) keinerlei Auffälligkeiten mehr gehabt. - Man bekommt das wirklich prima in den Griff.

31.01.2010 15:39 • #9


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KarinaV

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Zitat von Strawberry:
Hallo,

ich weiß einfach nicht, was ich habe. Mein Therapeut, bei dem ich seit über zwei jahren bin, sagt Depression.Vor kurzem war ich wegen Medikamenten bei einem Psychiater und er sprach mich sofort auf bipolar an. Wir gingen ein paar Dinge durch und ich bejahte einige Fragen z.b. "wahnhaftes Geldausgeben" (ich hab meine ersten gehälter insgesamt 5000 euro letztes jahr, für ne studentin sauviel, komplett in klamotten investiert.bin rein in h und m und hab einfach gekauft, gekauft, gekauft, jetzt bin ich wieder arm, ist vielleicht auch besser so). umgamg mit S., WENN ich mal lust habe, dann kennt das keine grenzen, dann KANN ich immer und immer und immer wieder. mit meinem ex habe ich einmal den ganzen tag ca 25 mal hintereinander. ER wollte dann irgendwann nicht mehr. Alk.: WENN ich trinke dann soviel, dass ich richtig betrunkenbin. Einfach mal so ein glas genießen tue ich nicht. nunja.....

Den Ratgeber von dem psychiater legte ich einfach beiseite, ich beschäftigte mich damit nicht weiter, weiß auch nicht warum. Gerade bin ich in einer depressiven phase, ja. ichkann es nicht leugnen, die phasen, die nicht depressiv sind, sind überfröhlich, redselig, total kontaktfreudig. das letzte mal vor ca zwei monaten, das empfinde ich im nachhinein, also auch währenddesen, ich war so gut gelaunt, dass ich teils das gefühl hatte total aus meiner haut zu schweben. das war kurz nachdem ich mit sertralin anfing. (eventuell doch nur gewöhnungsphase an dasmedikament?) aber klar..eigentlich war ich froh über die gute laune.

und dann..gestern ein gespräch mit einem guten kumpel. er sagte mir, dass ich ihn oft - vor allem als ich noch in einer beziehung war - an einen ehemaligem freund vonihm erinnere, der biopolar war. anfangs sei es gar nicht so schlimm gewesen. dann hat mein guter kumpel mitbekommen wie die krankheit immer krasser wurde, am ende brachte er ihn in einer nacht und nebelaktion in die geschlossene. das hat mir angst gemacht..
denn..die sachen mit den beziehungen weisen so krasse parallelen auf. wenn ich beziehungen habe, mich emotional auf jemanden einlasse, und wir streiten,d ann raste ich oft aus. so richtig. ich steigere mich TOTAL in dinge rein und komme auch nicht mehr raus. ich erkenne mich dann kaum wieder und bin deshalb eigentlich auch froh grad keine beziehung zu haben, weil ich mich nicht wieder so erleben will. klar andererseits wünsche ich mir nähe.

ich hab NIE gewusst woher das kommt, das ausrasten, das reinsteigeren bis ins extreme. (bin sogar einmal mit einem stuhl auf meinen ex los). ich dachte immer: meine charakterschwäche.
oft habe ich auch einfach so extreme hassegefühle gegenüber fremden.. dachte auch "ok ich bin einschlechter mensch"
genaus, wenn andere reden denke ich oft: die reden über mich. gesprächsfetzen, ich höre nur einige worte. ich denke: klar, das ging um mich und zwar negativ.

all das habe ich seit ich ca 12 bin. Schon in der Schule sagten Klassenkameraden immer wieder "Strawberry, bezieh nicht alles auf dich" den satz hörte ich wöchentlich. ich dachte das komtm daher, dass ich so vorgeprägt bin, weil ich zwei jahre lang gemobbt wurde, und deshalb halt noch als nachwirkungen vieles auf mich beziehe. doch eventuell war das mobben nur der auslöser für eine disposition, die sowieso da war?
also seit 11 Jahren bin ich so. viele dinge bennene ich schon gar nicht mehr explizit (bsp das alles auf mich beziehen, die hassgefühle, das ausrasten in beziehungen und engen freundschaften) weil ichs ja gar nicht anders kenne.mit meinem thera z..b habe ich erst vor zwei sitzungen zum erstenmal über ausraster gesprochen. und er nur so "warum haben sie mir das nicht früher gesagt?". naja..weil es doch normal für mich war.Die esstörung, die aktuellen probleme standen da eher im vordergrund...

mein vater hat regelmäßig ausraster, meine schwester steigert sich auch immer sehr sehr rein, es wirkt krankhaft. ja.

seit dem gespräch gestern mit dem guten kumpel habe ich wieder hoffnung....falls ich bipolar sein solte, dann gäbe es für all die sachen die mich mein leben lang quälen eine ERKLÄRUNG...

Am freitag habe ich den psychiater termin.

doch was sagt ihr, nach was klingt das?


Hallo liebes uch war ca. 6 Jahre krank bis ich wusste dass an Depressionen leide, und ca. 3 Jahre später landete ich in eine Klinik, wo man die neue Diagnose stellte. Ich war bipolar.
Ich würde es nur behaupten, dass du wesentlich ausführlich mit deinem Arzt sprichst, erst dann kann er richtige Diagnose stellen.

11.01.2021 17:30 • #10


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KarinaV

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Wenn du schwebst ganz hoch und tief immer wieder über längere Zeit, dann könnte man vermuten, dass du bipolar bist. Es ist so als ob du gewisse Zeit bist schwach und dumm und später intelligent und aktiv. Die beiden Seiten sind anstrengend. Mann sucht nach Normalität oder Mitte...

11.01.2021 17:35 • #11

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