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Habe Bedenken hinsichtlich verschriebene Psychopharmaka

PeterSchmidt

PeterSchmidt

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Hallo, ich heiße Peter, mir ist eine starke Depression attestiert wurden, Code: F 32,2 G.

Zunächste wurde mir Mirtazapin 30 mg verschrieben, das ging überhaupt nicht, bin zwar früh gut losgekommen, aber ich hatte einen seltsamen Geruch in der Nase, die war auch verstopft und dann hat sich mein Körper irgendwie fremd angefühlt, ist schwer zu erklären und am schlimmsten war, dass ich kaum noch mitdenken konnte, ich hab mir den Film Mission Impossible 01 angeschaut, der ist nur wirklich nicht schwer zu verstehen, ich hab das nicht kapiert, konnte der handlung absolut nicht folgen.
Lange Rede kurzer Sinn, erst kam Dosisreduzierung, die Nebenwirkungen waren deutlich weniger, das medikament hat mir aber auch echt nichts gebracht, jetzt ist es abgesetzt und mir geht es schon etwas besser, na ja, abgesehen von der starken Depression.
Jetzt soll ich Sertralin 25 mg nehmen, da hab ich mir die Nebenwirkungen durchgelesen und bin fast umgefallen, also die Nebenwirkungen sind absolut inakzeptabel, ganz besonders die S. Sache, das ist eines der wenigen Sachen die noch gut funktionieren, wenn das auch noch wegfällt, na dann wirds für mich wirklich ultimativ, daher nehm ich das Zeug nicht!
Ich hab jetzt aber das Gefühl, dass ich von der Psychiaterin als schwieriger Patient wahrgenommen werde, weil ich ihr das nächste Mal mitteilen muß, das ich nicht nur nicht mit dem Medikament klar komme, sondern, dass ich es noch nicht mal probieren werde, was also soll ich eurer Meinung nach tun?

20.05.2021 20:48 • #1


EmptyLife

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Wenn du Medikamente nicht nehmen möchtest, aus welchem Grund auch immer, muss das akzeptiert werden. Es ist dein gutes Recht.
Es bleibt dann nur die Frage, ob es für dich andere Wege/Möglichkeiten gibt, mit dem klar zu kommen, was dich belastet/beeinträchtigt.

20.05.2021 21:00 • x 2 #2



Hallo PeterSchmidt,

Habe Bedenken hinsichtlich verschriebene Psychopharmaka

x 3#3


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Lilly-18

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Hallo Peter, herzlich Willkommen hier im Forum!
Die Diagnose starke Depression ist ja nicht gerade eine Kleinigkeit. Da musst du natürlich was machen.
In erster Linie würde ich dir empfehlen, dir einen Therapeuten zu suchen. Oder bist du bei deiner Psychiaterin schon in Therapie?
Das mit den Medikamenten ist so eine Sache. Wenn du das richtige findest ist es ein Segen. Leider hat dir das erste nicht geholfen. Ich kann dir nur Mut zusprechen, weiter zu probieren. Ich hab da auch schon einiges hinter mir.

Sertralin hat mir persönlich sehr gut geholfen. Es war, als ginge ein Vorhang auf und die dunklen Wolken waren weg. Ich werde dieses Gefühl nie vergessen. Das mit dem S. war blöd, leider muss ich das bestätigen, dass es nicht mehr so lustvoll war wie ohne Medikament. Aber das ist sehr individuell und muss nicht zwingend so sein!
Aber, ganz ehrlich, mir war es das wert, weil ich mich einfach wieder gut gefühlt habe. In diesem Zustand konnte ich dann wieder an mir arbeiten, die Therapie hat angeschlagen und nach ein paar Monaten habe ich das Sertralin wieder ausgeschlichen.
Wie gesagt, es ist eine Abwägungssache, letztlich entscheidet der Leidensdruck.

20.05.2021 21:25 • x 5 #3


PeterSchmidt

PeterSchmidt

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@ emptylife

Ja, da hast Du natürlich recht und ich bin über jeden Hisweis dankbar, der mir da weiterhilft.
Es geht bei der Therapie darum einige sehr schlimme Sachen die mir als Kind angetan wurden aufzuarbeiten und unterstützend halt die Medikamente dazu, das erste Medikament hat ja nicht funktioniert und ich bin froh das alle Nebenwirkungen jetzt zu 100% weg sind.

.. bei dem neuen Medikament habe ich mich im Internet mal schlau gemacht, manche Nebenwirkungen bleiben Monate, sogar Jahre, oder auch für immer erhalten, das ist mir zu heiß, dann hab ich vielleicht keine depressionen mehr, dafür habe ich 3 neue Probleme, wenn Du weißt was ich meine und deshalb wäre es schön, wenn ich anstatt der Medikament irgendetwas anderes, vielleicht was pflanzlichen, nehmen könnte, wen Du, oder jemand anderes eine Idee hat, wär ich dankbar.

20.05.2021 21:41 • #4


PeterSchmidt

PeterSchmidt

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Zitat von Lilly-18:
Hallo Peter, herzlich Willkommen hier im Forum! Die Diagnose starke Depression ist ja nicht gerade eine Kleinigkeit. Da musst du natürlich was machen. In erster Linie würde ich dir empfehlen, dir einen Therapeuten zu suchen. Oder bist du bei deiner Psychiaterin schon in Therapie? Das mit den Medikamenten ist so eine ...


Hallo Lilly,

vielen Dank für Deine netten Worte und Deine Erfahrungen.

Ich denke die S. Sache sieht aus männlicher Sicht etwas anders aus, ich verliere ja nicht nur etwas an S. Qualität, oder auch komplett den S., das wäre ja alles noch zu verkraften, aber ich verliere nun damit auch meine Männlichkeit und da ist es egal ob man meint es macht einen Mann doch mehr aus als seine S., ich bin aber ein Kind der 80ger (in den 70gern geboren), das ist in mir so sehr verwurzelt, das ich da nicht mehr rauskome, aus dieser Denke, wenn ich das verliere, verliere ich auch einen großen Teil meines Wertes, auch wenns komisch klingt, aber für mich wäre das der Super-Gau, das wäre dann de facto existenzbedrohend, da würde ich den ultimativen Schritt ohne zu zögern gehen, daher kann ich das Medikament nicht nehmen.

Ich könnte es auch andersherum sagen, mal angenommen das zeug hilft wirklich so super und all meine probleme sind weg, dann hätt ich aber wieder ein Neues und zwar eins das man dann nicht mehr so einfach wegbekomt, es wird oft berichtet, dass gerade die S. sache oftmals selbst nach dem Absetzen noch Monate, wenn nicht sogar jahre danach bestehen bleibt, ich hätte mich dann also verschlimmbessert.

Sorry, falls das etwas zynisch rüberkommt, ich bin wirklich dankbar für Deine Antowrt, aber das Risiko ist mir bei dem Medikament zu hoch, auf dem Beipackzettel stehen ja auch noch andere schlimme Nebenwirkungen drauf, die S. Sache tritt übrigens sehr häufig auf, also bei mehr als einer Person von 10 Personen, da kann ich drauf wetten, dass ich das auch bekomme, ich sag nur Murphys Law!

20.05.2021 21:53 • #5


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Lilly-18

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Hallo Peter, das verstehe ich natürlich schon irgendwie. Wobei ich nicht glaube, dass die Wirkung Jahre anhält obwohl du nichts mehr nimmst. Bei mir war nach ein paar Tagen nach absetzen alles wieder normal.
Inzwischen habe ich keine Depression mehr, sondern eine Angststörung. Auch das Medikament gegen Angst hat S. Störungen und Empfindungslosigkeit zur Folge. Drum nehme ich es immer nur wenn es gar nicht mehr anders geht, schnaufe ein paar Monate durch und schleiche es dann wieder aus. Auch für eine Frau ist es nicht toll, nichts mehr zu fühlen, das kannst du mir glauben!

20.05.2021 21:58 • #6


PeterSchmidt

PeterSchmidt

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Zitat von Lilly-18:
Hallo Peter, das verstehe ich natürlich schon irgendwie. Wobei ich nicht glaube, dass die Wirkung Jahre anhält obwohl du nichts mehr nimmst. Bei mir war nach ein paar Tagen nach absetzen alles wieder normal. Inzwischen habe ich keine Depression mehr, sondern eine Angststörung. Auch das Medikament gegen Angst hat ...


Es tut mir sehr leid, dass Du jetzt anstatt Depressionen eine Angststörung hast, das hört sich für mich wie aus dem Regen in die Traufe an, ich kann es aber nicht beurteilen, da ich eine sehr unängstlicher Mensch bin, was ja bei einer schweren Depression böse enden kann, ich hab sogut wie keine Angst, außer vor den Nebenwirkungen dieses Medikaments, ich weiß ja auch noch nicht einmal ob es wirkt. ich frag mich ob es ewtas als Nahrunsgergänzung gibt, das den Serotonin Spiegel auf natürliche Art etwas anhebt, vielleicht wäre ja das etwas für mich.

Lilly, ich möchte mich auch noch bei Dir entschuldigen., ich hatte nicht vor, Dein Leiden unter den Nebenwirkungen zu minimieren, ich glaube halt nur, dass es für einen Mann allein durch die gesellschaftlichen und sozialen Normen beim Verlust der S. einem ein deutlich größerer Makel anhängt. der Mann der keiner mehr ist wird zum Gespött, auch in der jetztigen Gesellschaft, ist leider so.

20.05.2021 22:07 • x 1 #7


PeterSchmidt

PeterSchmidt

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Ich möchte mal ein bisschen weiter ausholen, also, so wie ich die Pyschiaterin verstanden habe hat wohl jeder sein DNA Päckchen zu tragen, dazu kommen dann die Probleme, Stress und Unverarbeitetes aus der Vergangenheit und schon ist man über die Linie geraten, so ist es auch ganz sicher bei mir, ich hätte aber auch gerne nur eine normale Therapie gehabt, aber meine private KV zahlt nur wenn der behandelnde Arzt ein Psychiater ist und die verschreiben halt mal gerne Medikamente, und klar, als Unterstützung ist das sicherlich gut, da ich auch schon öfters über SZD nachgedacht habe und ich verstehe, dass die Ärtzin versucht das Ganze schnell zu deesaklieren.

Wie dem auch sei, ich hab ihr je sogar einen Vertrage unterschrieben, dass ich es nicht tun werde und ich möchte ja wirklich meine Traumata (ist das ein richtiges Wort) aufarbeiten und wenn ich vorher die endgültige Notbremse ziehe wär das ja irgendwie nicht so gut, obwohl es sich manchmal als die einzige Lösung präsentiert.
Ich würde es jedenfalls gut finden, wenn es etwas gäbe, das diesen Serotoninspiegel wenigstens etwas erhöht, ohne das ich solche schlimmern Nebenwirkungen befürchten muß, es sind ja auch andere (außer der S. sache) wirklich schwere Nebenwirkungen zu befürchten.

Wie gesagt, ich habe große Hoffnungen in die Therapiestunden gesetzt, so das ich den ganzen Mist aufarbeite und dann nach 1-2 Monaten zumindest über den Berg bin und nicht ständig ans Schluß machen denken muß.
Ist irgendwie alles nicht gut, egal wie man es auch dreht, es ist einfach nicht gut.

20.05.2021 22:25 • x 2 #8


EmptyLife

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@PeterSchmidt
Ich kann dir leider keine Ratschläge oder Tipps geben, denn ich habe keine Erfahrung mit Medikamenten. Ich wollte nie welche nehmen und "unvernebelt" an mir arbeiten. Ich habe seitdem immer schlimmere Dinge durchgestanden - auch alles ohne Medikation. Wie, das weiß ich selbst nicht Das frage ich mich ehrlich gesagt immer wieder. Irgendwie halte ich es einfach aus. Wenn es ganz schlimm war, hat es gereicht, wenn ich die Telefonseelsorge angerufen habe. Ich bin seit meiner Therapie immer rationaler geworden. Ich verdränge und unterdrücke negative Gefühle seit längerem nur noch und lenke mich mit Hobbies ab, die mich aus der Realität raus holen. In virtuellen Welten gefällt es mir besser

Auf die Nebenwirkungen von den Medikamenten hätte ich genauso wenig Lust! Könnte ich eigentlich mit zu den Gründen zählen, warum ich sie für mich ablehne.

20.05.2021 22:45 • x 1 #9



Hallo PeterSchmidt,

x 4#10


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Greta

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@PeterSchmidt
Ich habe etwa fünf Jahre lang Citalopram genommen und außer ein bisschen Benommenheit in den ersten Tagen keine weiteren Nebenwirkungen gespürt. Auch nicht, was die Libido angeht. Muss aber dazu sagen, dass ich damals in keiner Beziehung war, so dass mir das vielleicht auch einfach nur nicht aufgefallen ist.

In der aktuellen depressiven Phase hat mir meine Ärztin ebenfalls das Sertralin verschrieben.
Das hat mich einige Zeit wirklich lustlos gemacht. Allerdings ... in schlechten Phasen habe ich ohnehin keine Lust auf S.
Das Sertralin hilft mir sehr gut. Die tiefdunklen Tage sind deutlich weniger geworden.
Und an guten Tagen funktioniert es inzwischen auch mit dem S. wieder. Ist bei mir also wohl auch stimmungsabhängig.
Bei meinem Mann übrigens auch Er nimmt zwar keine Medis, aber wenn er gestresst ist oder Sorgen hat, klappts bei ihm auch nicht. Lust entsteht nun mal im Kopf, und man(n) muss nicht immer "können".

Die Beipackzettel lese ich grundsätzlich nicht mehr.
Da steht ja alles drin, was sein kann, denn damit sichert sich der Hersteller ja auch ab.
Aber es ist nicht gesagt, dass Nebenwirkungen auch bei jedem eintreten.
Hier hilft es nur, auszuprobieren, abzuwarten (manche NW verschwinden mit der Zeit auch wieder) und wenns gar nicht geht, auf ein anderes Medikament zu wechseln.

Auch ist es bei mir so, dass ich mit dem Wissen um die Nebenwirkungen stets in mich reinhorche, ob da jetzt nicht irgendwas ist. Gerade beim S. denke ich, ist das problematisch, wenn man währenddessen ständig im Hinterkopf hat, dass es vielleicht nicht klappen könnte.

Vielleicht kannst du mit der Psychiaterin sprechen und ihr deine Bedenken zu diesem Thema mitteilen. Sicher gibt es auch Präparate, die nicht so sehr auf die Libido gehen.

Es grüßt
Greta

21.05.2021 07:20 • x 2 #10

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