48

Guter Freund hat schweren Burnout - wie helfe ich ihm am besten?

Wir haben einen Freund der ein schweres Burnout hat.
Er ist seit 2 Monaten krank geschrieben.
Seine Lebensgefährtin ist eine gute Freundin von mir.
Leider hat sie sich im letzten Jahr eher negativ verändert.
Sie hat kaum Verständnis für ihren Lebensgefährten und nimmt auch meiner Meinung kaum Rücksicht auf ihren Mann.
Jeder lebt in einer anderen Stadt.
Wortwörtlich hat meine Freundin gesagt, sie wäre in den Wechseljahren und hat selbst eine Krise.
Wenn die beiden in letzter Zeit bei uns waren, hat sie ihren Lebensgefährten immer kontrolliert.
Sie will nicht, dass er Alk. trinkt.
Und hat dann in in unserem Keller geschaut, dass er ja Alk. trinkt. Sogar zum Kühlschrank ist sie ihm hinterher gelaufen und guckte ihm über die Schulter.
Unser Freund litt wegen seiner Wochenend Beziehung zusätzlich unter Einsamkeit.
Wir haben ihn in der ersten Zeit des Burnouts jeden Tag angerufen und ihn besucht.
Mein Mann macht mit ihm jetzt immer Sport zusammen und er hat sich beim Lauftreff angeschlossen.
Psychotherapie kriegt er schon und Medis auch.
Ich weiß nur nicht, wie ich mich gegenüber meiner Freundin verhalten soll.
Es sind ja beides gute Freunde.

Sie ist in ihrem Verhalten so komisch.
Ich hatte fast das Gefühl, dass ihr alles egal ist und sie kaum Rücksicht auf ihren kranken Mann nimmt. In meinen Augen hat sie in der schweren Zeit "nur Party gemacht" und in der Großstadt, wo sie auch arbeitet hat sie ihr eigenes Leben.

Ich will mich auch nicht in die Beziehung einmischen.
Jeder ist ja für sich verantwortlich. In einer Beziehung gibt es ja immer 2 Seiten;-)

Wie würdet ihr euch verhalten?

LG Dreamcatcher

09.05.2019 18:22 • x 1 #1


Jedi
Hallo Dreamcatcher !

Zitat von Dreamcatcher:
Er ist seit 2 Monaten krank geschrieben.

Zitat von Dreamcatcher:
Psychotherapie kriegt er schon und Medis auch.

nun, ist euer freund schon gut mit wichtigem versorgt.
Zitat von Dreamcatcher:
Mein Mann macht mit ihm jetzt immer Sport zusammen

und das ihr an seiner seite seit, ist sicherlich ein großes glück für ihn.
Zitat von Dreamcatcher:
Ich weiß nur nicht, wie ich mich gegenüber meiner Freundin verhalten soll.

das gespräch mit der freundin suchen u. versuchen, ihr die möglichkeit zu geben, zu sich selbst u. zu der situation ihres lebensgefährten sich zu äußern.
vermeide vorwürfe u. bewertungen !
einen guten rat nur dann, wenn deine freundin dies wünscht !
Zitat von Dreamcatcher:
Ich will mich auch nicht in die Beziehung einmischen.

aber ist da eine freunschaft nicht dafür da, sich einzumischen ?
wenn es konstruktiv ist, kann es der freundin u. auch ihrem lebensgefährten helfen.

der ausgang bleibt offen u. wird das gespräch ergeben.
möglich könnte es auch werden, dass du, auch nochmals ein gespräch suchen musst.
Zitat von Dreamcatcher:
Jeder ist ja für sich verantwortlich. In einer Beziehung gibt es ja immer 2 Seiten;-)

natürlich ist jeder für sich verantwortlich, aber wofür gibt es freunde, die in krisenzeiten hilfreich dieser beziehung zur seite stehen können.
na klar gibt es immer zwei seiten, aber als freunde sollte man neutralität waren.
Zitat von Dreamcatcher:
Wie würdet ihr euch verhalten?

bleibt an der seite eures BO-freund u. mit der freundin sucht das gespräch !.
wertet das gespräch nicht, sondern bleib neutral u. auch dann der freundin gegenüber empathisch, wenn ihre möglichen aussagen, nicht ganz deinem denken entspricht.

so würde ich es persönlich tun !

LG Jedi

09.05.2019 18:59 • x 2 #2


Liebe Dreamcatcher,

also ich finde es auch schonmal toll, wie gut Ihr Euch um Euren Freund kümmert.
Wie lange sind die beiden denn schon zusammen? War die Beziehung der beiden denn mal vertrauter, Deine Freundin zugewandter und nicht so rücksichtslos, wie Du es empfindest?
Ich würde auch versuchen, mal mit der Freundin ins Gespräch zu kommen, allerdings würde ich versuchen, erstmal keine Partei für Euren Freund zu ergreifen, sondern erstmal nur mit ihr über sie reden - wie es ihr geht, vielleicht warum sie genau das tut was sie tut, was dahinter steckt, dass sie viel party macht. Also ohne es zu bewerten. Vielleicht bekommst Du dann auch ihre Sicht auf die Dinge. Vielleicht geht es ihr ja wirklich schlecht, wer weiss. Meinst Du denn sie würde mit Dir darüber reden oder ist Euer Verhältnis nicht so vertraut? Und dann erzählt sie vielleicht auch von sich aus, wie es ihr mit der Beziehung und der Krankheit Ihres Mannes geht.
Und wenn sie sich wirklich so negativ in Ihrem Charakter verändert hat, dann könnt ihr wahrschienlich auch nur Euren Freund weiterhin unterstützen.

Liebe Grüße

09.05.2019 19:20 • x 2 #3


Danke euch:-)
Das Verhältnis zur Freundin ist schon vertraut.
Ich werde bei Gelegenheit einfach mal meine Freundin auf ihre Lage ansprechen.
Neutralität ist schon gut in so einer Sache.
Meine Freundin hat allerdings Probleme mit Kritik oder Anmerkungen umzugehen.
Sie ist schnell beleidigt und angefasst. Daher bin ich da vorsichtig.
Vom Herzen her bin ich eher bei unserem BO Freund
Die beiden sind schon über 20 Jahre zusammen.
Diese Beziehung hat sich bei denen irgendwie in eine andere Richtung entwickelt.

09.05.2019 21:00 • x 2 #4


Ja wenn Ihr Euch mit beiden trefft, ist wahrscheinlich so viel Neutralität wie möglich gut.
Und Euer Freund weiß ja bestimmt auch Eure Hilfe zu schätzen und versteht vielleicht auch, dass Ihr und vor allem Du in einer blöden Lage bist.
Oder wo liegen genau Deine Bedenken?
Manche Freundschaften leben sich einfach auch auseinander. Ich habe das ja auch erlebt.
Liebe Grüße

09.05.2019 21:18 • x 2 #5


Ja, meine Bedenken sind, daß unsere Freundschaft bei Kritik leidet.
Wir hatten schon mal vor ein paar Jahren komplette Funkstille mit unseren Freunden, für ca. 2 Jahre.
Keiner wusste warum?
Das ging eher von meiner Freundin aus.
Ich habe sie dann mal getroffen und gefragt, warum unser Kontakt damals so abrupt abgebrochen ist?
Ihre Antwort war damals, es hätte sie gestört, dass sich alles um unser Kind gedreht hat.
Unser BO Freund hat uns dann auf dem Sportplatz getroffen und gefragt, ob wir nicht einfach einen Neuanfang machen wollen.
Da habe ich natürlich ja gesagt.
Seitdem war wieder alles ok.
Nur ich habe das Gefühl, dass meine Freundin eben sehr dominant ist.
Unser Freund kann sich schwer durchsetzen. Momentan ist er ja auch krank, da ist es noch schwerer.
Ich mache mir immer zu viel Sorgen um meine Mitmenschen
Da sollte ich mich innerlich auch besser abgrenzen.

09.05.2019 21:41 • #6


Guten Morgen liebe dreamcatcher,

Wahrscheinlich wäre es das beste wenn deine Freundin selbst eine Therapie macht oder sich irgendwie Hilfe holt, es hört sich so an als hätte sie selbst Probleme.
Mit dem Kontaktabbruch, vielleicht war sie da eifersüchtig auf euer Kind oder auf eure Situation als Familie, auf jeden Fall kann ich verstehen, dass es schwierig für dich ist, nachher wird der Kontakt bei Kritik wieder abgebrochen oder so.
Das ist ja auch eine tolle Eigenschaft, dass Du Dich um Deine Mitmenschen, die Dir nahe stehen sorgst und kümmerst. Aber wie Jedi schon sagt, ist euer Freund ja eigentlich auch gut versorgt. Habt ihr das Gefühl, dass die Therapie ihm hilft? Redet er darüber?
Wenn sie ihn so kontrolliert, hilft ihm das natürlich wenig in seiner Situation. Aber ist wahrscheinlich heikel, ihr das so direkt zu sagen.
Liebe Grüße

10.05.2019 08:29 • x 2 #7


Jedi
Hallo Dreamcatcher !

Annaleen hat auch einiges geschrieben, was ich für ganz gut u. richtig halte !
Zitat von Dreamcatcher:
Meine Freundin hat allerdings Probleme mit Kritik oder Anmerkungen umzugehen.
Sie ist schnell beleidigt und angefasst.

nun liegt es an Dir, wie ich immer auch hier schon des öfteren geschrieben habe, eine wohlwollende Sprache zu wählen.
auf kritik u. möglicherweise unpassende anmerkungen, reagieren die allermeisten menschen allergisch.

versuch es einmal, dass gespräch aus der sicht deiner freundin anzugehen.
dann wird sie sich angenommen fühlen können u. kann sich möglicherweise mehr öffnen.
du kennst deine freundin u. versuche einmal aus ihrer möglichen denkweise, durch nachfragen, wie es ihr geht mit der situation , wie es um ihr gefühlsleben steht u. was sie sich villt. schon überlegt hat oder was sie gar bräuchte, dass sich die beziehungssituation wieder verbessern kann u. wo sie villt. selbst unterstützung bräuchte, um mit der erkrankung ihres partners umzugehen, um ihn dabei zu unterstützen, dass er wieder aus seiner situation herauskommen kann.

versuche einmal einen solchen gesprächseinstieg, denn damit kritisierst du sie nicht, machst ihr keine vorhaltungen, du interessierst dich für sie u. bietest unterstützung an, wenn sie es denn möchte.
die entscheidung bleibt bei deiner freundin u. ich würde ihr auch keine ratschläge geben, nur wenn deine freundin danach fragen würde.

ein gesprächsverlauf ist natürlich wie immer offen u. hängt auch von deiner freundin ab.
du solltest ganz bei dir bleiben u. auch versuchen, nicht zu sehr emotional auf das mögliche verhalten oder aussagen deiner freundin reagieren.

so wünsche ich dir oder euch hoffentlich ein gutes gespräch !
es macht jedenfalls Sinn, es zu probieren u. wer weiß, was da gutes angestoßen werden kann.

LG Jedi

10.05.2019 11:02 • x 3 #8


Meine Freundin ist relativ beratungsresistent.
Das habe ich leider nicht nur wahrgenommen, sondern auch mein Mann, unser Kind und andere Freunde.
Deswegen bewege ich mich da bei wohlwollender Kritik auf dünnen Eis.
Unser Freund geht bald auch zu einer Kur. Da wird dann auch einiges bearbeitet.
Ich habe das Gefühl, dass er rundum versorgt ist.
Meine Freundin hat gegen jegliche Vorschläge, die ich ihr mache immer Einwände und sieht das Meiste negativ.
Therapie hat sie auch vor ein paar Jahren gemacht und dann nach 5x abgebrochen.
Dann hatte sie auch online Therapie gemacht, auch abgebrochen.
Mir sagte sie, dass Therapeuten sie nur "runterziehen" und dass der Therapieerfolg laut Wissenschaftlichen Studien eh nicht erfolgreich wäre.

Immer wenn ich von meinen Therapien und Massnahmen spreche, kriege ich nur ein "Aha" zu hören. Sie hält das alles für nutzlos.
Eine Kur hatte sie auch mal beantragt, bei der 1.Ablehnung hat sie aufgegeben.

In meinen Augen ist ihr "Kontrollwahn" in den letzten Jahren extremer geworden.
Ich wurde auch schon von Bekannten darauf angesprochen.
Die Frage ist, was hält unsere Freundschaft aus?

Ich habe schon ein wenig aufgegeben, meine Freundin auf Probleme anzusprechen:-(
Irgendwie traurig.
Jedenfalls habe ich es versucht.

10.05.2019 13:27 • x 3 #9


Jedi
Hallo Dreamcatcher !

Zitat von Dreamcatcher:
bei wohlwollender Kritik

bitte keine kritik !
da reagieren, nicht nur die beratungsresistenten menschen, meist mit heftiger ablehnung drauf.
Zitat von Dreamcatcher:
Meine Freundin hat gegen jegliche Vorschläge, die ich ihr mache immer Einwände und sieht das Meiste negativ.

versuche es mal ohne eigene vorschläge zu machen u. lenke das gespräch so, dass sie für sich selbst herausfinden kann,
was sie möchte oder was sie nicht möchte.
Zitat von Dreamcatcher:
Mir sagte sie, dass Therapeuten sie nur "runterziehen" und dass der Therapieerfolg laut Wissenschaftlichen Studien eh nicht erfolgreich wäre.

hinter einer solchen aussage könnte man auch vermuten, dass es möglicherweise der falsche TP gewesen sein könnte oder gar auch die falsche Therapieform ?
kommt leider auch nicht selten vor, da es heute schwer ist, überhaupt einen therapieplatz zu finden u. dann bleiben Klienten bei dem TP u. erhalte die falsche therapie.
dann ist eine erfolgslosigkeit auch nicht ausgeschlossen.

aber wie es sich nun in bezug auf deine freundin verhält, kann ich natürlich nicht wissen.
villt. verhält es sich bei ihr völlig anders u. sie gehört möglicherweise zu den menschen, die gar therapieresistent sind.
das gibt es eben auch !

kenne auch einige enttäuschte aussagen von BO-betroffenen, die leide auch an den falschen TP mit der nicht hilfreichen Therapieform geraten waren.
Zitat von Dreamcatcher:
dass der Therapieerfolg laut Wissenschaftlichen Studien eh nicht erfolgreich wäre.

ich behaupte ja selbst, dass der therapieerfolg maßgeblich von einem selbst abhängt.
gut, TP u. Therapieform müssen auch stimmen, aber die eigene mitarbeit u. das vollständige einlassen, macht den größten anteil des therapierfolges aus.
das mit den Studien ist natürlich quatsch u. nur für sie eine passende ausrede.
Zitat von Dreamcatcher:
Immer wenn ich von meinen Therapien und Massnahmen spreche, kriege ich nur ein "Aha" zu hören.

was willst du denn dann auch erwarten ?
Zitat von Dreamcatcher:
Sie hält das alles für nutzlos.

bei ihren erfahrungen u. selbst erschaffenen erklärungen, kann ich eine solche aussage nachvollziehen.
es ist u. bleibt letztendlich ihre entscheidung, es für nutzlos zu halten.
Zitat von Dreamcatcher:
In meinen Augen ist ihr "Kontrollwahn" in den letzten Jahren extremer geworden.

wenn ihr es so festgestellt habt, dann ist es gerade schade, denn die Verhaltentherapie kann da sehr gut helfen davon wegzukommen u. einen anderen umgang, hinter diesem kontrollzwang zu finden.
aber der bzw. die betroffene muss es selbst als leid wahrnehmen, dann kann hilfe sinn machen.
Zitat von Dreamcatcher:
Ich habe schon ein wenig aufgegeben, meine Freundin auf Probleme anzusprechen:-(
Irgendwie traurig.
Jedenfalls habe ich es versucht.

sicherlich ist das schade, gar traurig.
aber jeder mensch ist in ersterlinie für sich allein verantwortlich u. trägt damit auch selbst mögliche konsequenzen.
aber Du hast es versucht u. das sollte für dich am wichtigsten sein.
schön wenn man eine solche freundin sein kann !
aber der oder die Andere, kann eine freundschaftliche unterstützung annehmen oder eben ablehnen.

mehr kannst du wohl ersteinmal nicht tun oder zu einem späteren zeitpunkt, nochmals das gespräch suchen.

LG Jedi

10.05.2019 14:39 • x 2 #10


Das glaube ich Dir, dass Dich das enttäuscht und traurig macht, wenn von ihr immer alles abgewehrt wird. Aber es ist ihre Entscheidung, auch wenn es vielleicht nicht gut für sie ist. Da kann man dann nicht so viel machen.
Ist doch gut, dass Euer Freund auch noch eine Kur macht. Dann kommt er mal ganz raus und vielleicht kann er da ja was bearbeiten, was auch wiederum die Beziehung verändert.

Vielleicht versteht Ihr Euch ja irgendwann mal wieder besser, wer weiss.

Liebe Grüße

10.05.2019 17:09 • x 2 #11


Zitat von Jedi:
was willst du denn dann auch erwarten

Tja, Jedi vielleicht hatte ich mir hier ein positives Feedback von meiner Freundin erwartet.
Da mir meine Therapien und Massnahmen sehr geholfen haben.
Aber das kann ich eben nicht erwarten. Nur weil ich mich für andere freue und meine Freunde positiv motiviere.
Das ist ein Problem von mir, dass ich an mich und andere zu hohe Erwartungen habe.

10.05.2019 18:32 • x 2 #12


@annaleen:
Vielleicht ist es auch besser ein wenig Abstand zu unseren Freunden zu nehmen.
Ich kann momentan nichts an der Situation ändern.
Vor allem weil mir meine Freundin am Herzen liegt, ist ein wenig Distanz auf Zeit nicht verkehrt.

Unser Freund unternimmt momentan sowieso mehr mit meinem Mann.
Da kann er auch besser Gespräche von Mann zu Mann führen
Wenn er von uns beiden Hilfe benötigt, sind wir immer für ihn da.

Unsere Freundin kommt erst ca. Mitte Juli wieder zu uns.

Dann lasse ich die Zeit für mich arbeiten.

10.05.2019 18:39 • x 2 #13


Hallo Dreamcatcher,

ich hab hier ein wenig mitgelesen und möchte dir gerne meinen Eindruck dazu geben.

Zitat von Dreamcatcher:
Sie ist in ihrem Verhalten so komisch.
Ich hatte fast das Gefühl, dass ihr alles egal ist und sie kaum Rücksicht auf ihren kranken Mann nimmt. In meinen Augen hat sie in der schweren Zeit "nur Party gemacht" und in der Großstadt, wo sie auch arbeitet hat sie ihr eigenes Leben.


Weißt du, als ihre Freundin steht es dir meiner Meinung nach zu, ihr zu sagen, was du von dem allen denkst. Wie es bei dir ankommt.
Trotzdem, so wie du es erzählst, entsteht bei mir der Eindruck, dass es ihr wirklich nicht gut geht.
Anders als ihrem Freund im Burnout. Trotzdem kämpft deine Freundin gerade mit ihren eigenen Dämonen.

Und jetzt wäre es meiner Ansicht nach an der Zeit, wirklich Freundin zu sein. Für sie da zu sein und zuzuhören, damit du rausbekommst, was da wirklich bei ihr schief läuft. Und diese Zuwendung und Geduld kann bei deiner Freundin schon vieles ändern.

Wir wissen alle, dass im Wechsel die Hormone verrückt spielen. Das ist eine Phase, die eine Zeit lang anhält und dann wieder abflacht. Eine erwischt es gar nicht schlimm, die andere leidet furchtbar.
Viele Frauen nehmen dann zusätzlich Hormone oder Antidepressiva's. Ich verstehe aber alle Frauen, die das einfach natürlich abhandeln wollen. Der Vorgang ist ja auch natürlich.

So wie du es schilderst, hat es auch deine Freundin "schlimm" erwischt. Und dafür sollte man - auch wenn man sich hin und wieder ärgert - trotzdem Verständnis aufbringen.

lg Nickse

10.05.2019 18:49 • x 3 #14


Alexandra2
Liebe Dreamcatcher,
Ich möchte nur auf das Gespräch selbst eingehen. Das zu führen bringt Dich in die schwierige Lage, schnell zwischen die Stühle zu geraten. Das Risiko ließe sich mindern, indem Du ganz bei ihr bist: wertschätzend, achtsam und nur fragst, sie erzählen lässt. Wenn das Gespräch stockt, fühle hin, was sie aussendet und spreche es vorsichtig an.
Z.B. "wie fühlst du dich, seit dein Mann krank ist?", "wie sehen deine Pläne aus?", "wo findest du Abstand und Ruhe?", "wer ist für dich da?"
Sie fasst bestenfalls Vertrauen, und wird es verlieren, wenn ungefragt Ratschläge kommen. Da kann es sehr schwer für Dich sein, neutral und zurückhaltend zu bleiben.
Ich bin gerührt, wie Ihr Euch um ihren Mann kümmert. Es könnte sein, daß sie eifersüchtig ist auf die Zuwendung, die er erhält, und sich das selbst nicht eingestehen kann. Oder sie ist einfach überfordert und hilflos.
Ich wünsche Dir Gelassenheit und Klarheit im Gespräch und daß Du Dich dabei gut fühlst.
Liebe Grüße
Alexandra

10.05.2019 20:15 • x 3 #15




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag