Gutachten für private Berufsunfähigkeitsversicherung

feelein

Hallo

auf der Suche nach Informationen bin ich auf dieses Forum gestossen und hätte eine Frage. Vielleicht kann mir ja jemand helfen?

Versuche es kurz zu halten.

Ich bin jetzt seit fast 3 Jahren aufgrund von Depressionen krank und nicht mehr im Berufsleben.

Nach vielen Versuchen meiner privaten Krankenversicherung das Krankentagegeld einzustellen durch den Besuch mehrer Gutachter fand diese schliesslich einen der doch meinte ich könne wieder teilweise arbeiten. Meine damalige Ärztin erhob sofort Widerspruch und ich wurde zwecks Gegengutachten zu genau demselben!!!! Gutachter geschickt. Als ob er seine Meinung revidieren würde :lol: . Auf Anraten meiner Ärztin (um dem ganzen Stress mit der Krankenversicherung zu entgehen) entschloss ich mich Sozialgeld zu beantragen und bekomme seitdem HartzV und bin nun auch wieder gesetzlich krankenversichert

Nun habe ich vor laaaaaanger Zeit einen Antrag bei meiner privaten BU Versicherung gestellt. Nach ewigem hin und her kam heute nun der Bescheid das ich am 25.01 einen Termin beim Gutachter habe. Hier hab ich totale Panik da in diesem Schreiben steht das die Untersuchung von morgens um 10.00 bis in den Abend dauert?? Uaaaaahhhh, wie soll ich das denn schaffen und was machen die da mit mir so lange?

Ein Problem ist noch das ich eine super Ärztin hatte (oben genannt, die erstaunlicherweise ebenfalls erst meine Gutachterin war) bei der ich nach meinem KH Aufenthalt eine Therapie gemacht habe. Als diese mich jedoch wieder in eine Klinik einweisen wollte, bekam ich totale Panik und bin einfach nicht mehr hingegangen und nun traue ich mich nicht mehr zu ihr :(

Somit habe ich auch niemanden mehr der mir ein wenig zur Seite steht dabei.

Hat vielleicht jemand Erfahrung mit solch langen Gutachten? Weiß echt nicht wie ich das überstehen soll.. :(

Lieben Dank fürs Lesen

13.01.2007 11:16 • #1


peanuts

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Hallo feelein,

erstmal herzlich willkommen.

Aktuell kann ich Dir leider nicht helfen, aber einige Tipps.
Bist Du im VdK od. einem anderen Sozialverband ? Den brauchst Du eventuell mal, wenn die private BU-Versicherung nicht zahlen will.

Ich habe gehört, daß die meistens Ärger machen, wenns ans Zahlen geht. Ich habe auch eine private BU-Versicherung, habe diese aber (noch) nicht in Anspruch genommen.

Vielleicht kannst Du die bisherigen Gutachten, die über die gemacht wurden, (und in Deinem Sinne sind) an die private BU-Vers. geben.

Ich selbst bin auch privat versichert und warte sozusagen täglich darauf, daß die mal nicht zahlen wollen. Ich bin jetzt fast 4 Monate Arbeitsunfähigkeit und bekomme seit rd. 3 Monaten von der privaten Krankenkasse Tagegeld.

Bei welcher privaten Kasse warst Du denn versichert ? und ab wann haben die Dich dann zum Gutachter bestellt ?
Ich habe gehört, daß das bei der privaten Krankenkasse sehr schnell gehen soll, d.h. daß die bereits nach 4 Monaten Ärger machen. Hat Dich der Gutachter der privaten Krankenkasse denn nun für erwerbsunfähig gehalten od. berufsunfähig ?

Auch wenn ich Dir vorerst nicht weiterhelfen kann, drück ich Dir die Daumen, daß alles gut geht.
Aber warte auch ab, was die anderen Dir hier für Tipps geben können.

Alles gute

peanuts

14.01.2007 11:37 • #2



Hallo feelein,

Gutachten für private Berufsunfähigkeitsversicherung

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feelein

Erstmal lieben Dank für deine Antwort und den Willkommensgruß

Also ich war bei der Halleschen. Der Hohn ist das ich vorher als selbst. Versicherungsmaklerin gearbeitet habe und eigentlich recht überzeugt war von dieser Gesellschaft. Wurde dann leider schnell eines besseren belehrt

Bei mir ging der Stress schon los als ich in der Klinik war. Mußte am gleichen Tag wo ich bei einer Ärztin war schon in die Klinik wg. Suizidgefahr. Dort bekam ich dann nachdem ich 3 Wochen drin war ein Schreiben der KV sie würde die Kosten nicht übernehmen.PANIK. Das konnte dann aber geklärt werden. Ich war 3 Monate in der Klinik und ich glaube wenn ich mich recht erinnere (mein Problem, kann mich echt kaum noch erinnern) mußte ich einen Monat später schon zum ersten Gutachter. Dann im Abstand von 2 Monaten glaub ich, jedesmal zu einem anderen bis sie dann endlich einen ganz jungen super arroganten Arzt gefunden haben der meinte ich wäre in der Lage ein paar Stunden zu arbeiten, obwohl ich noch die volle Dosis Medis genommen habe und somit Fahruntauglich*, sollte ich doch zurück in den Aussendienst und Kunden beraten. Meine Ärztin hat da echt die Krise drüber bekommen und sofort ein Gegengutachten gestellt, dann mußte ich wieder zu genau dem gleichen Arzt. Das war echt der Hammer aber ich war zu schwach um zu kämpfen... Ich bin nicht im Vdk, werde ich mich mal informieren. Lieben Dank für den Tip! Aber ich denke auch das ich nicht um einen Anwalt herum kommen werde..

Schon traurig wenn ich an die ganzen Beiträge denke die ich schon bezahlt habe.. Wo bist Du denn versichert?

14.01.2007 19:22 • #3


peanuts

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Hallo feelein,

ich bin seit über 3o (!) Jahren bei der Continentalen KV versichert, hab dort mal vor 3o Jahren rd. 3 Jahre selber gearbeitet, daher weiß ich, daß die - wenn der Versicherungsnehmer echt Geld kostet - den entweder gesundschreiben od. ganz krank-machen = in Rente schicken wollen.

Und hinter den Selbständigen sind die besonders hinterher, man vermutet da immer, daß die Krankengeld abkassieren und trotzdem nebenher arbeiten !

Da ich in einer Bank angestellt bin, kann man mir sowas natürl. nicht unterstellen.

Ich habe mich ferner vor rd. 8 Jahren beim Bayerischen Versicherungs- Verbund BBV noch zusätzlich gegen Berufsunfähigkeit versichert.

Hat jemand hier noch Beiträge zu Ärger mit privaten Krankenkassen und / oder Ärger mit privater Berufsunfähigkeitsversicherung und kann
hierzu etwas beitragen ?

viele grüsse
peanuts

15.01.2007 10:38 • #4


Florian

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Hallo,

alles Gute!

30.07.2007 18:20 • #5


peanuts

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Hallo,

habe bereits in diesem Thread einiges zum Thema geschrieben.
Es ist dann tatsächlich eingetroffen:

War im April/Mai für 5 Wo. in der Roseneck-Klinik. Gleich nachdem ich dort (arbeitsunfähig) entlassen wurde, hat mich die PKV per 22.5. zum Gutachter geschickt. Dieser meinte, ich wäre austherapeirt u. zu mind. 5o % erwerbsunfähig. Bereits 1 Wo. nach dem PKV-Gutachter-Termin schrieb mir die PKV, daß sie daher mit Wirkung vom 22.8. die Krankengeldzahlung einstellt.

Habe bereits im März 2007 Antrag auf private BU-Rente bei der privaten BU-Vers. gestellt, u. denen alle Gutachten etc. gesandt. Die zahlen jedoch bis heute nicht ! Begründung:
Die Ursache meiner Erkrankung ist Mobbing am Arbeitsplatz u. wenn ich dort nicht hingegangen wäre, wäre ich auch nicht krankgeworden !!!!
Aber: entgegenkommender-weise wollen sie evtl. doch zahlen, wenn mein Arzt schriftl. mitteilt, wie lange meine Erkrankung andauern wird ! Dies kann mein Arzt natürlich nicht !!! Dann wollen sie auch noch warten, ob die BfA/DRV meinem Antrag auf volle Erwerbsminderungrente zustimmt !

Da werd ich mir wohl einen Anwalt nehmen müssen ! Wenn ich die Vers.Bedingungen lese, muß nur ärztl. angewiesen sein, daß ich auf unbestimmte Zeit zu mind. 5o % meinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht nachkommen kann - mehr nicht....

Aber so ist das immer: wenn eine Vericherung zahlen soll, dann suchen sie halt was, damit sie nicht zahlen müssen......

Ich habe Ende Juni Rentenantrag mit Hilfe des VKD gestellt (Bin dort bereits über 1o J. Mitglied) Hatte bereits gestern - 31.7. - den Termin beim BfA-Gutachter. Was dabei rauskommt ? ich weiß es nicht, muß abwarten, auch wenn ich ab 22.8. keine Einkünfte mehr habe.

Werde weiter berichten

liebe Grüsse

peanuts

01.08.2007 11:09 • #6


peanuts

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Hallo zusammen,

inzwischen hat der Gutachter der DRV mich am 31.7. untersucht. Am 16.8. kam dann der Rentenbescheid der DRV:

- Berufsunfähig, da in meinem Berufs nicht mehr mind. 6 Std. arbeitsfähig
- jedoch auf dem allgem.Arbeitsmarkt für mind. 6 Std. einsatzfähig ! = erwerbsfähig !

das ergibt (leider) nur die halbe Rente.

Bin kommende Woche beim VdK wegen Widerspruch, da mir dies der VdK bereits angekündigt hat, das macht die DRV in letzter Zeit häufig so....

Die private BU zahlt bis heute nicht, immer neue Schikanen u. Ausreden.
Jetzt wollen die das Gutachter der DRV. Das habe ich auch (noch) nicht.
Habe mir einen Fachanwalt für Versicherungsrecht genommen (aus dem Internet, da ich keinen kenne). Der macht einen guten Eindruck. Sagte mir jedoch, ich solle aus taktischen Gründen den Rentenbescheid NICHT der BBV einreichen, da die sonst erst recht Zicken machen würden. Ich solle zuerst (nach dem Urlaub meiner Ärzte Mitte Sept.) nochmals ein schriftl. Gutachten einreichen, wo drinsteht, daß ich - egal wo - nicht arbeiten könnte.

Jetzt bekomme ich wenigstens 5o % Rente, das ist derzeit nicht viel, aber besser als garnichts.

Muß noch weiterkämpfen.....

Ich kann jedem nur raten, rechtzeitig einen Rechtsschutz-Vers. abzuschließen, man kann nie wissen ! Heute bin ich froh, daß ich sowas habe.

Liebe Grüsse

peanuts

26.08.2007 09:29 • #7


peanuts

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Hallo zusammen,

ich habe seit rd. 8 jahren eine BU-Versicherung. Als es jetzt ums Zahlen ging
- bin lt.Privat-Krankenkasse und Bfa (w/Mobbing depressiv) berufsunfähig u. erhalten 5o % Rente -
wollte die Bay.BeamtenVers.AG nicht zahlen.

Die meinten, wenn ich nicht in die Arbeit gegangen wäre, wäre ich auch nicht krank geworden. Als dies Ursachen-Argumentation nichts half, haben die sich etwas neues einfallen lassen.

Jetzt sind sie der Ansicht, daß ich zwar krank wäre, aber NUR wenn ich zu meinem jetzigen Arbeitgeber in DIESE Arbeit gehen würde. In einer anderen Firma - bei gleichem Beruf - wäre ich nicht / nicht mehr krank, denn in einer and. Firma würde ich ja nicht gemobbt werden.

Leider ist das nicht so: inzwischen bin ich über 1 Jahr nicht mehr an meinem Arbeitsplatz gewesen und bin immer noch depressiv, in therapeutischer Behandlung u. muß Anto-Depressiva nehmen. Es ist zwar richtig, daß der Auslöser mein Arbeitsplatz war, jedoch besteht meine Krankheit immer noch. Die Vorstellung, wieder an irgendeinen anderen Arbeitsplatz zu müssen, macht mir Angst. Meine Ärzte u. meine Therapeutin sehen das genauso : egal welche Tätigkeit, ich bin damit überfordert. Das Mobbing hat sozusagen schwere Spuren hinterlassen, welche ich bis dato noch immer nicht verwunden habe.

Ich habe mir dann einem Fachanwalt f. Vers.Recht genommen, denn diese Spitzfindigkeiten waren mir dann doch zuviel.

Einige Briefe hin und her.... und dann haben wir unsverglichen:

Sie zahlen nicht ab 1.7.2006 sondern erst am 1.7.2007 (= offizieller Rentenbeginn DRV)

Erkrankt bin ich ab 1.1.2006 , zzgl. 6 Monate = 1.7.2006, ab da müssten sie lt. Vers.Bedingungen zahlen..... sie haben sich somit 1 Jahr gespart.

Mein Anwalt hat gemeint, ich soll den Vergleich annehmen, denn er könnte nicht sicher sagen, ob ein Gericht unserer Meinung wäre. Wir hätten das Risiko, daß das Gericht der Meinung der BBV sein könnte u. ich somit den Prozeß verlieren könnte.

Na ja...... immerhin etwas....

Also an alle, die auch mit den Privaten BU-Vers. Ärger haben: nehmt euch einen Anwalt, das kann nie schaden, ggf. auch über Rechtshilfe.

lg

peanuts

27.10.2007 15:18 • #8


Florian

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Hallo Peanuts,

ich kann gut mit Dir fühlen. Es ist unfassbar, was sich BU Versicherer einfallen lassen, nur um die Zahlung zu verschleppen oder gar zu verweigern.

Ich habe seit 2003 diesen Kampf geführt.

Aktuell darf ich aber auch mal was ganz Positives in dieses Forum bringen.

1. Ich habe meine dritte Verlängerung für weitere zwei Jahre von der DRV mitgeteilt bekommen. 100% EU

2. Beine private BU Versicherung, die bisher die Dynamik außer Kraft setzte und nur 75% der BU Leistung zahlte, hat jetzt mitgeteilt, dass die normale Rente gezahlt würde.

Damit ist der lange Kampf und die große Unsicherheit endlich für zwei Jahre zur Ruhe gekommen.

Ich wünsche Euch allen, dass Ihr einen ebenso erfolgreichen Ausgang bei allen Eueren Kämpfen erleben dürft!

Liebe Grüße

Florian

31.10.2007 11:27 • #9


ToWa

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@feelein

du schreibst, du bekommst seit drei jahren krankengeld.
wir nicht nur 78 wochen bezahlt??
oder ist das bei der pkv anders??

grüße, ToWa

14.11.2007 00:58 • #10



Hallo feelein,

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peanuts

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Hallo,

ich bin aus der GKV (gesetzl. Krankenkasse) vor rd. 2o Jahren ausgetreten (da über der Pflichtvers.Grenze verdient) , da damals die Beiträge in der PKV (privaten KV) um die Hälfte billiger waren. Von derart drastischen Kosten-u.Beitragssteigerungen im Alter hat man damals nichts gewust. Ich würde es jedenfalls nicht mehr tun. Nun gut, ich darf jetzt hier deswegen nicht jammern, war meine Entscheidung.

Als privatversichert kann ich daher die Höhe meines Kranketagegeldes ab dem 43. Tag ( d.h. nach der üblichen 6-wöchigen Lohnfortzahlung durch den AG) selbst bestimmen. Man darf nur nicht mehr versicheren, als man tatsächl. netto verdient. Anpassungen aufgrund Lohnsteigerungen muß man selber melden bzw. sich darum kümmern.

In der Vers.Bedingungen steht (beim mir) jedenfalls keine zeitliche Begrenzung (wie z.b. bei der GKV 78 Wochen) drin. Ich ging daher davon aus, daß ich mehr Zeit fürs Auskurieren habe, als die gesetzl. versicherten.

War wohl nix: Die PKV kann jederzeit während der Zahlung des Krankentagegeldes den Versicherten/Kranken zum eigenen Gutachter bestellen. Bei mir haben sie das bereits nach 4 Monaten getan. die Versicherung schaut i.d.R. drauf, daß sie möglichst nichts od. wenig zahlen muß.

Und bei Älteren Menschen (ich bin 56 J.) versuchen sie eben, diese für total erwerbsunfähig zu begutachten, dann können sie die Zahglung des Krankentagegeldes einstellen (lt. Vers.Bedingungen !)

Und jüngere Versicherte werden eben für gesund erklärt !
Alles legal.

Ob und Wann ich dann ggf. eine Rente beantrage od. auch bekomme, ist denen egal......

Und wenn die DRV ggf. sagt, daß man/frau erwerbsfähig ist/wäre und die PKV sagt das Gegenteil, dann hat man/frau ein Problem u. muß ggf. die DRV od. die PKV verklagen !!!!!

Wohl dem, der Ersparnisse hat........

Bei den GKV-versicherten spricht sich die BfA/DRV sozusagen ab, wer wann bis wann zahlt, so daß der Versicherte in den meisten Fällen immer Geld zur Verfügung hat. so weiß ich das jedenfalls.......

Also die Privaten müssen nicht immer beneidet werden.....
Es gibt noch viele Beispiele, wo die Privaten schlechter gestellt sind, aber die gehört nicht in diesen Thread.

Ich hatte übrigens Glück:
habe seit gestern Bescheid von der DRV: bekomme (nach Widerspruch mit Hilfe des VdK) nun 1oo % Rente mit Frist-Verlängerung zum 30.09.2009.

Hurra ! Ich drück allen die Daumen, bei denen es noch keinen positiven Bescheid gibt !!

lg

peanuts

15.11.2007 13:30 • #11

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