Zitat von Frederick: DU hast das beste Forum der Welt gefunden, mehr brauchst du nicht.
Hallo Frederick.
Zumindest hat es bisher den Anschein, auch wenn ich erst ganz frisch dabei bin. Du weiß natürlich auch, dass es noch einige andere, viel größere Foren gibt. Doch wenn ich ehrlich bin, und das bin ich ja,

herrscht in allen anderen ein extrem rauer Umgangston. Hab` zwar kein Problem damit, dagegen zu halten, aber muss das sein, vor allem in Psychoforen? Ich denke nicht. Und das nur, weil man anderer Meinung ist. Also wir beide werden jedenfalls keine Freunde, denn ich bin ein Katzentyp.

Nein nur Spaß, obwohl das mit der Katze stimmt. Wir hatten mal einen Perser, unser ein und alles. Danach waren nur noch einige Urlaubskatzen zu Besuch, aber für einen neuen Mitbewohner ist meine Frau nicht mehr bereit und ich auch nicht. Egoistischerweise muss ich zugegeben, das mehr an Freizeit doch zu genießen. Auch wenn es wie eine Rechtfertigung klingt, ich bin 60, meine Frau 62. Holt man sich einen Stubentieger, die gerne mal 15 Jahre alt werden können, sind wir weit über 70. Und einen 5 jährigen oder so, aus dem Tierheim oder von Privat ist nicht. Einen 5 Jährigen aus einem bestehenden und vertrauten Haushalt zu holen, oh Mann, geht gar nicht. Neulich war in den ebay Kleinanzeigen ein 2 jähriger Britisch Kurzhaar. Meine Frau zeigte mir die Bilder, weil sie glaubte, mich damit glücklich zu machen. Mir wurde richtig schlecht vor Angst und vor einer ungewissen Zukunft.
Dass du wegen Corona nicht mehr beim Therapeuten bist, verstehe ich nicht. Ich bin bei 2n. 4 x im Jahr bei einem Quartalspsychiater mit Mundschutz und einem Abstand von mindestens 3 Meter und bei einer Psychologin im gleichen Gebäude, aber in einem nur halb so großen Raum. Und bei ihr darf ich den Mundschutz sogar abnehmen. An der Zentrale werde ich gefragt, wie es mir geht und es wird auch die Temperatur gemessen und letztens wurde ich gefragt, ob ich bereits die 2. Impfung erhalten hätte. Also wo ein Wille, seitens des Therapeuten, da auch ein Weg. Übrigens, als ich bei dem oben erwähnten Star-Therapeuten war, stand eine Plexiglasscheibe zwischen uns. Ist alles möglich, oder mit Test.
Apropos Looser. Die Menschen in meiner Nachbarschaft wissen nicht, dass ich depressiv bin, aber aufgrund meines Verhaltens, bin ich der Sonderbare, der Komische, bei dem man sich wegdreht, wenn er vorkommt, um ihn nicht grüßen zu müssen. Na ja, der Zug ist abgefahren. Selbst wenn ich wegziehen würde, wäre ich in einer anderen Straße auch über kurz oder lang der Sonderbare, der sich nirgendwo beteiligt.
Dass ich meine Baustellen akzeptieren soll, ist leider unmöglich. Dazu haben die letzten 55 Jahre beigetragen. Mein Psychiater sagte vor ein paar Monaten, meine Seele sei vernarbt. Recht hat er. Das ist schon lange meine Meinung. Aufgrund dessen hatte ich vor ca. 6 Jahren in einer weit entfernten Stadt meine erste dissoziative Amnesie, weil ich in einer Versicherungsfiliale nach einem Kalender fragen wollte und komplett versagt habe. Die arme Frau wusste gar nicht, wie ihr geschah, so stark wie ich gestammelt und gestottert habe. Die erste DA war höchst interessant. Nach ca. 2 Minuten wollte ich eine Verkehrsarme Nebenstraße überqueren. Plötzlich "entfernte" sich die Straße von mir. Ich fühlte mich wie ein Riese, so wie im Film, wenn der Hintergrund mit der Kamera weg gezoomt wird. Dann weiß ich nur noch, dass ein Passant mich ansprach und fragte, ob er mir helfen könne.
Wenn ich all das zusammennehme, die Baustellen, die immer mehr werdenden Streits mit meiner Frau, wenn wir uns trennen, was ich mir manchmal wünsche, wenn das passiert, werde ich mein Leben auf der Stelle beenden. Und deswegen, mit Gesprächen kommt man mir nicht mehr bei. Die Therapeutin versteckt sich hinter dem Datenschutz, dabei sitzen ihr sehr viele sozial ängstliche Patienten gegenüber. Für mich ist das Paragraphenreiterei. Selbstverständlich weiß ich, dass sie keine Namen herausgeben darf. Sie braucht auch nicht jeden Patienten zu fragen, zu drängen, sich doch mal mit mir zu unterhalten, aber ich bin sicher, dass sie abschätzen kann, wer den gleichen Wunsch hat wie ich. Denn schließlich sitzt sie ja bereits einer anderen psychischen Gruppe vor. Ich habe mal daran teilgenommen. So deplatziert fühlte ich mich in der Therapieszene noch nie. Wie eine Schaufensterpuppe saß ich dabei und konnte nichts dazu beitragen.
Ich habe nächste Woche wieder einen Termin. Der letzte war vor 8 ! Wochen. Die Sitzung geht über 25 Minuten und in der Zeit schaut sie 15 x zur Uhr. Ich werde sie noch ein letztes mal auf andere Patienten ansprechen und wenn sie wieder ablehnt, höre ich bei ihr auf. Bin bei ihr eh nur zum schwameln. Für`s aufarbeiten ist diese Therapeutin nicht geeignet.
Kurze Lebensgeschichte Ende.
Gruß, nonspeaker