14406

Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

Schlüsselkind
Zitat von Sunny2024:
Er hat keine Zeit und will es verschieben, wenn auch nur um einen Tag. Für mich fühlt es sich total doof an jetzt, so wichtig scheint es ja nicht zu sein … Prioritäten und so. Ich mag nicht mehr.


Mein Mitgefühl, liebe @Sunny2024,
kann das so gut nachvollziehen. Wenn man endlich eine Situation klären möchte und ist wieder gefangen in der Warsteschleife, fühlt sich das niederschmetternd an - aber halte durch und versuche Dich etwas abzulenken bis zum Wochenende - so gut es nur irgends geht.

Wünsche Dir alles Gute für das Gespräch, ich denke auch, dass sich vieles dann im Gespräch selbst ergeben wird.

27.06.2024 09:10 • x 3 #7141


ElfenWeide
Eine schnelle Frage…
Mein Freund sagt mit seit einigen Malen, wo wir uns jetzt gesehen haben wieder von selbst ,,Lieb dich‘‘ Er sagte dazu, dass es ihm leid tut, wenn er das manchmal nicht so über Text sagen kann. Außerhalb der depressiven Phasen ist er das totale Gegenteil. Hat jemand eine Idee oder Erfahrungen damit, woran das liegt, dass es über Text nicht geht? Und darf ich seinen lieben Worten Glauben schenken?

27.06.2024 22:04 • x 2 #7142


A


Hallo Sandra-k,

Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

x 3#3


Jedi
@ElfenWeide

Zitat von ElfenWeide:
Und darf ich seinen lieben Worten Glauben schenken?

Nicht die Worte sind wichtig , es zählen nur Taten !
Nur an seinem ganzen Verhalten wirst Du erkennen, spüren, ob diese Worte, gesprochen
oder geschrieben mit Wahrhaftigkeit gefüllt sind.

04.07.2024 10:58 • x 2 #7143


S
Gestern Abend hatten wir ein 1,5stündiges Gespräch auf neutralem Boden. Es fällt mir recht schwer den Verlauf zu reflektieren, es war total chaotisch. Wir haben uns nicht berührt, nicht umarmt oder sowas. Alle Vermutungen, die ich hatte, als logische Erklärung warum die Situation ist wie sie ist, haben sich nicht bewahrheitet. Er ist weiterhin wöchentlich in Therapie und einmal im Monat in einer speziellen Einrichtung. Ich konnte nicht an mich halten und habe ihm gesagt, dass es auch mir schlecht ging in den letzten Wochen und Monaten, von den Kindern erzählt, ihm vorgeworfen dass er mich aus seinem Leben ausschließt; die Stimme der Vernunft die genau weiß, dass man Depressiven keine Vorwürfe machen soll, war verdammt leise in dem Moment, es ist einfach aus mir herausgeplatzt. Ich habe Dinge gesagt wie, komm ins Handeln, es eigentlich anders gemeint konnte es aber nicht ausdrücken, er hat sich verteidigt, was ich denke dass er macht, ob ich denke dass das so schnell geht, wir haben uns also auch gestritten zwischendrin. Er schämt sich, und zieht sich dann komplett zurück, statt aus Situationen zu lernen und die Dinge dann anders zu machen. Tut einfach gar nichts und schweigt, das meinte ich mit ins Handeln kommen. Mich zu sehen fiel ihm sehr schwer. Er überlegt wieder auszuwandern, bald. Weil er hier lauter Situationen ausgesetzt ist, die schwierig sind, und nur in Ruhe heilen will. In meinem Kopf betrauert er seine Ehe, das ist es aber irgendwie nicht, oder nur zu Teilen, aber die ganze vergiftete Situation in den letzten Jahren hat ihn krank gemacht. Ich verstehe es nicht. Keine für mich logische Erklärung greift so richtig. Er hat mich vermisst meinte er, und er hat den Kontakt in seiner Wahrnehmung gar nie abgebrochen…

Wir sind nun offiziell getrennt. Er meint, es sei so leichter für mich, abzuschließen und weiterzugehen. Ich denke für ihn ist es das auch, es „zieht“ dann nicht noch einer an ihm. Heute fühle ich mich ganz leer, ich bin erstaunlicherweise ganz ruhig. Mal sehen, wie lange das anhält. Ich bin eher verwundert, wie konnte es nur dazu kommen - und wie verdammt unfair ist eigentlich das Leben?!

07.07.2024 06:54 • x 3 #7144


Schlüsselkind
Liebe @Sunny2024,

der Uhrzeit kann ich entnehmen, dass Du wohl eine schlaflose Nacht hinter Dir liegen hast. Mein Mitgefühl auch hier, dass Du nicht wirklich die Antworten finden konntest, die Du Dir erhofft hast.

Zitat von Sunny2024:
es war total chaotisch.


So wirklich vorbereiten kann man sich wohl nie auf solche Situationen, man durchlebt so viele Emotionen, auch welche, die sich über lange Zeit aufgestaut haben und wenn man den anderen dann zudem persönlich sieht, macht das auch noch mal was mit einem.

Zitat von Sunny2024:
Ich konnte nicht an mich halten und habe ihm gesagt, dass es auch mir schlecht ging in den letzten Wochen und Monaten, von den Kindern erzählt, ihm vorgeworfen dass er mich aus seinem Leben ausschließt; die Stimme der Vernunft die genau weiß, dass man Depressiven keine Vorwürfe machen soll, war verdammt leise in dem Moment, es ist einfach aus mir herausgeplatzt.


Ich persönlich finde es gut, dass Du ihm ganz offen Deine Bedürfnisse mitgeteilt hast. Vielleicht war ihm das in dem Maße bisher gar nicht bewusst.

Zitat von Sunny2024:
Er schämt sich, und zieht sich dann komplett zurück, statt aus Situationen zu lernen und die Dinge dann anders zu machen.


Hmm, das kommt mir bekannt vor, ich bin dann zu der Erkenntnis gekommen, dass ich jemanden brauche, der Selbstverantwortung für sich und sein handeln trägt ...

Zitat von Sunny2024:
Er überlegt wieder auszuwandern, bald.


... und nicht vor seinen Herausforderungen davonläuft.

Zitat von Sunny2024:
Ich verstehe es nicht. Keine für mich logische Erklärung greift so richtig.


Ja, das ist der schwierigste Teil. Vermutlich kann er sich selbst auch gar nicht verstehen? Bleibt die Frage, was jetzt genau anders für Dich wäre, wenn Du wirklich alle offenen Fragen beantwortet bekommen hättest, um zu trauern und dann loslassen zu können. Es ist nicht einfach, aber sich immer wieder auf sich und seine eigenen Bedürfnisse zu fokussieren, hilft.

Ich habe später nochmal einen online-Liebeskummerkurs eines Therapeuten mitgemacht, das kann gut unterstützend helfen, sich wieder in den Fokus zu rücken und auf sich selbst zu schauen, inklusive Übungen etc.

Zitat von Sunny2024:
Er hat mich vermisst meinte er, und er hat den Kontakt in seiner Wahrnehmung gar nie abgebrochen…


Sicherlich ist das so. Nur ist es schwierig bis unmöglich so eine Partnerschaft zu führen, wenn nicht offen kommuniziert wird, was beide eigentlich brauchen und dadurch keine Annäherung stattfindet.

Zitat von Sunny2024:
Er meint, es sei so leichter für mich, abzuschließen und weiterzugehen.


Ich schätze, da hat er sich selbst mit gemeint?!

Hatte gerade nochmal Deine älteren Beiträge gelesen, und habe mich darin etwas wiedergefunden, hatte zu der Zeit auch Verlustängste und das ist einfach auf Dauer emotional nicht aushaltbar.

Leider gibt es immer und immer wieder Situationen im Leben, wo man ratlos und mit vielen Fragen zurück bleibt. Vielleicht schaust Du mal in deine Vergangenheit, was Du alles schon tolles, zunächst für dich Unerreichbares durchgestanden und erreicht hast. Sicherlich sind viele viele Dinge darunter, an die Du Dich dann wieder zurückerinnerst. Was hast Du in dieser Situation gemacht?

Du schaffst das ... und hoffe, Du kannst Dich durch Deine Freund*innen gerade seelisch etwas unterstützen lassen?

07.07.2024 14:56 • x 2 #7145


Jedi
@Sunny2024

Zitat von Sunny2024:
Gestern Abend hatten wir ein 1,5stündiges Gespräch

Möglich, dass es für euch beide u. für ein wirklich klärendes Gespräch noch zu früh war.
Zitat von Sunny2024:
wir haben uns also auch gestritten zwischendrin.

Dieser Punkt u. weitere, die ich aus Deinem Beitrag entnehmen konnte, ließen bei mir
keinen anderen Schluss zu.
Sicher habt ihr beide in einem guten Sinn dieses Gespräch führen wollen,
aber zu stark waren die emotionalen Momente, die dann den Verlauf eines
solchen Gesprächs auf eine falsche Schiene bringt.
Dabei geht es nicht um Schuld, für euch beide nicht, aber der Zeitpunkt war
noch nicht reif.
-----------------
Zitat von Sunny2024:
Heute fühle ich mich ganz leer,

Das ist ein normales empfinden, da der Inhalt dieses Gesprächs, soweit Du ihn schilderst,
nichts fundamentales hinterlassen hat.
--
Zitat von Sunny2024:
Wir sind nun offiziell getrennt.

Es ist sicher jetzt eine schwere Situation u. doch ist es richtig, dass ihr diesen Schritt
nun vollzogen habt. - Was mal werden kann, zu einem anderen Zeitpunkt, dass kann nun offen bleiben ! -
---
Zitat von Sunny2024:
Ich bin eher verwundert, wie konnte es nur dazu kommen

Möglich, dass Dir nach u. nach mehr dazu bewusst wird u. Du aus dem Abstand heraus,
Dir mehr u. mehr klarer werden kann, wann alles seinen Anfang nahm.
Vermeide dann bei einer Selbstreflexion, irgenwelche Schuldzuweisungen, weder Dir gegenüber,
noch dem Anderen gegenüber. Oftmals bestimmen Dynamiken eine Geschehen, was einem zu dem aktuellen
Zeitpunkt, gar nicht wirklich bewusst ist.
---
Zitat von Sunny2024:
wie verdammt unfair ist eigentlich das Leben?!

Das Leben ist nicht unfair, auch wenn Du es gerade so empfinden magst.
Zu oft wollen wir etwas nicht sehen, verdrängen es, werden es uns nicht bewusst u.
stehen dann staunend vor Entscheidungen, wo wir die Kontrolle nicht haben, bzw. oftmals
schon vor längerer Zeit, diese Kontrolle schon nicht mehr hatten.
So empfindet man dann auch das Leben , als ein unfaires, wo bei näherer Betrachtung, dass Leben
nur darauf reagiert, Was schon ist !
Vielleicht fällt Dir durch meine Gedanken dazu es etwas leichter, auf diese nun eure Entscheidung
nicht Negativ zu schauen, sondern nun könnt ihr beide, jeder für sich nach vorne schauen u.
jetzt zum Gestalter dieser neuen Lebenswirklichkeit werden.

Dies wünsche ich Dir !
LG Jedi

07.07.2024 15:10 • x 3 #7146


Jedi
Ergänzung !

Zitat von Schlüsselkind:
der Selbstverantwortung für sich und sein handeln trägt ...

Zitat von Schlüsselkind:
... und nicht vor seinen Herausforderungen davonläuft.

Zwei sehr zentrale Dinge, die @Schlüsselkind hier herauszitiert hat.
Das wäre mein Argument dafür, dass der Zeitpunkt für dieses Gespräch zu früh war,
die richtige Zeit noch nicht reif war !
Ich denke, er wird noch länger in seiner Therapie weiter daran arbeiten werden,
um mit der Eigenverantwortung umgehen zu können - auch um dann nicht vor Herausforderungen,
die das Leben an uns stellt, nicht davor wegzulaufen.

07.07.2024 15:19 • x 2 #7147


S
Zitat von Schlüsselkind:
was Du alles schon tolles, zunächst für dich Unerreichbares durchgestanden und erreicht hast.

Tatsächlich war meine Beziehung mit dem Vater meiner Kinder von häuslicher Gewalt und Stalking geprägt. Heute bin ich völlig darüber hinweg, damals war ich völlig alleine und bin stolz mich da herausgekämpft zu haben. Es ging mir schlecht, ich kann mein depressives Gegenüber ein Stück weit verstehen, aber ich wurde darüber nicht krank. Erst ihm habe ich irgendwann mein Herz wieder geöffnet, welch Ironie

Ich komme auch diesmal darüber hinweg, mit Zeit und Tränen, wir hatten die Situation ja quasi schon einmal - das Wort Depression stand damals allerdings nicht im Raum, geschweige denn war eine Therapie in Aussicht. Für mich selbst habe ich mir vorgenommen, am Ende des Jahres noch einmal auf die Gesamtsituation zu sehen - vor allem um dem Loslassen seine Endgültigkeit zu nehmen und mir somit den Schrecken. Wenn ich bis Ende des Jahres gut auf mich achte und die Gedanken an ihn beiseite schieben kann, habe ich denke ich auch gut an Abstand gewonnen. Außerdem muss ich mir eingestehen, dass ich kein 3. Mal fallen gelassen werden will ohne ein Wort, und so unwahrscheinlich wäre das wohl nicht.

Zitat von Jedi:
aber zu stark waren die emotionalen Momente, die dann den Verlauf eines
solchen Gesprächs auf eine falsche Schiene bringt.

Es hätte wohl sehr viel Sinn gemacht, das Gespräch mit therapeutischer Begleitung zu führen. Ich hatte aber auch nicht damit gerechnet, dass mich die Emotionen noch einmal so überwältigen würden!

Es wäre alles so viel einfacher, wenn wir miteinander kommunizieren könnten, es könnte so einfach sein - ist es aber nicht

Zitat von Jedi:
Dabei geht es nicht um Schuld, für euch beide nicht,

Darum ging es auch nicht, uns ist denke ich beiden bewusst dass an der Krankheit niemand schuld hat, ich wollte aber dass er sieht, was es auch mit mir macht. So irgendwie. Frage mich jetzt, weshalb mir das so wichtig war - hatte vielleicht gehofft, dass er dadurch „aufwacht“

Zitat von Schlüsselkind:
man durchlebt so viele Emotionen, auch welche, die sich über lange Zeit aufgestaut haben

Das habe ich noch während des Sprechens gemerkt und auch so benannt, es brach wie ein Vulkan aber alles aus. Auch wenn ihn das jetzt zurückgeworfen hat, bin ich doch froh einmal für mich eingestanden zu sein. Ich kann schließlich auch nichts, für das alles

Zitat von Jedi:
Zu oft wollen wir etwas nicht sehen, verdrängen es, werden es uns nicht bewusst

Da ist das Hoffen und Wünschen, das ich inzwischen fast genausowenig mag wie die Erwartung

Ich danke euch sehr für eure Gedanken, es ist mir eine große Hilfe!

07.07.2024 19:40 • x 3 #7148


S
Eben kam mein Großer aus dem Zeltlager nach Hause und meinte, er würde ihm gerne sagen dass er jederzeit herkommen kann wenn er mal alleine ist, oder mit ihm reden kann. Dass es doch eigentlich gar kein Problem gibt.

Doch, heute hadere ich sehr mit dem Leben! Noch so ein paar Dinge, und ich ende als verbitterte alte Katzenlady, hrmpf! Nach vergossenen Tränen bin ich gerade bei Ironie

07.07.2024 20:10 • x 2 #7149


Jedi
Zitat von Sunny2024:
Nach vergossenen Tränen bin ich gerade bei Ironie

Das ist doch völlig Ok !

07.07.2024 20:45 • x 1 #7150


Schlüsselkind
Zitat von Sunny2024:
Tatsächlich war meine Beziehung mit dem Vater meiner Kinder von häuslicher Gewalt und Stalking geprägt


Das klingt nach einer sehr belastenden Zeit, da kannst Du stolz auf Dich sein, Dich gelöst zu haben und
trotzdem weiter ein glückliches Leben führen zu können!

Hast Du Dich schon einmal mit Deinem Bindungsmuster beschäftigt? Die eigene Partnerwahl ist ja leider kein Zufall.
Mir hat das geholfen und hilft es immer noch, mein Verhalten besser zu verstehen.

Bezüglich der Katzendame: Ich persönlich sehe das Alleinsein nicht negativ (und würde das Alleinsein dem Miteinander mit für mich imkompatiblen Menschen auch immer vorziehen). Aus dem Alleinsein kann viel positives und kreatives entstehen (hiermit ist aber das freiwillige Alleinesein gemeint und nicht die unfreiwillige Einsamkeit). Lese gerade das Buch »Die Freiheit, allein zu sein. Eine Ermutigung« von Sarah Diehl - wirklich ein sehr ermutigendes Buch.

Aber jetzt wünsche ich Dir erst einmal gute Freund*innen, zeitweise Ablenkung und viel Kraft für die nächste Zeit!

08.07.2024 14:55 • x 3 #7151


S
Da bin ich absolut bei Dir, ich kann auch gut alleine sein. Männer gibt es wie Sand am Meer, aber nur wenige interessieren mich, ich bin aber auch wenig kompromissbereit (geworden), suche ein AddOn, eine Bereicherung auf irgendeiner Ebene

Tja mein Bindungsverhalten, darüber habe ich natürlich auch schon oft nachgedacht, finde aber meine Expartner alle sehr unterschiedlich. Meinen neuesten Expartner (ha!) habe ich als souverän, intelligent und den gleichen Humor teilend kennengelernt, wir waren in vielen Dingen der gleichen Meinung, wussten ganz genau wie der andere tickt usw bis dann irgendwann plötzlich alles ganz anders war ….

08.07.2024 15:59 • x 2 #7152


ElfenWeide
@Jedi Danke. Du hast diese eigentlich sehr logische Sache nochmal aufgeschrieben, sodass man sie etwas leichter greifen kann.

Es scheint inzwischen alles wieder gut zu sein. Sein Gefühlschaos ist vorbei, wir haben tolle WE‘s zusammen verbracht und er hat mir sogar einen Haustürschlüssel übergeben, obwohl er jetzt erstmal 5 Wochen von Zuhause weg ist.
Ich habe aber gemerkt, dass mir trotz allem die letzten Male ein wenig Vertrauen fehlt… Weil jetzt plötzlich wieder alles gut ist und das kann ich nicht verstehen. Ich habe ihn auch entfernt darauf angesprochen, dass die Aussagen seines Therapeuten mich beschäftigen. Er sagte, alles sei wieder gut und dass wir uns ja damals bei unseren Telefonaten darüber ausgesprochen hätten und dass er gegen die Aussagen seines Therapeuten geredet hat, der nur einen Denkanstoß von sich gab, weil es ihm ohne mich viel blöder gehen würde. Ich habe das alles als so viel mehr wahrgenommen bzw kann man ja die Chatverläufe noch lesen und wichtiges aus den Telefonaten habe ich mir kurz danachaufgeschrieben. Das beschäftigt bzw verwirrt mich etwas, dass wir da wohl beide so unterschiedliche Auffassungen haben bzw weiss ich eigentlich genau, was denn wie genau gesagt wurde von uns beiden… Er sagte, vielleicht hätte ich es verdrängt. Jedoch glaube ich, dass er vielleicht ein paar Dinge vergessen hat mir zu sagen/klarzustellen. Oder, wie es nunmal oft ist: Im Gefühlschaos nimmt man Dinge anders wahr und sagt Dinge, die man vielleicht nicht so oder ganz anders meint, auch wenn es in dem Moment so ist.

Naja, jetzt ist er erstmal bei seiner Oma, leider aufgrund von Terminen länger als wir beide wollten.

Positiv überrascht hat mich, dass wir am WE ein Eis essen waren und ich gefragt habe, ob wir das als unsere ,,Jahrestag Vorfeier‘‘ bezeichnen wollen, weil dieser in der Zeit ist wo wir uns nicht sehen. Ich hätte damit gerechnet, dass er entweder ja sagt, oder sagt dass ihm so ein Datum nicht wichtig ist, genau wie Valentinstag und der Tag quasi nicht existent ist. Aber er meinte, dass wir das nachfeiern, weil er ja jetzt gar nichts vorbereitet hat. Das hat mich irgendwie total überrascht. Ich meinte dann, dass ich das sicher vergesse, aber er sagte er würde ganz sicher dran denken.

Es würde mir viel bedeuten, wenn wir das wirklich machen und dabei kommt es mir nicht darauf an, was wir machen, sondern um die Geste. Und wenn’s nur ein Spaziergang ist, den man als kleine Feier bezeichnet.

08.07.2024 23:04 • x 3 #7153


S
Zitat von Jedi:
Ich denke, er wird noch länger in seiner Therapie weiter daran arbeiten werden,
um mit der Eigenverantwortung umgehen zu können - auch um dann nicht vor Herausforderungen,
die das Leben an uns stellt, nicht davor wegzulaufen.

In mir hält sich die Frage, ob man wohl je wieder ganz gesund wird/die Depression wieder ganz loswerden kann. Ich hatte so gar kein Gefühl dafür, wie schnell eine Therapie anschlägt - 5 Monate kamen mir hier wie 5% vor. Wir reden hier eher von Jahren, oder was ist Deine Einschätzung @Jedi ? Es waren schon Schritte zu sehen, aber insgesamt war er so fertig und abgestumpft. Bleibt man abgestumpft? Und vermeidet man Konfliktsituationen aus Angst wieder hineinzurutschen? Glaskugelfragen… Ich hatte irgendwo gelesen, dass man nach einer Depression wieder ganz gesundet - der Meinung bin ich irgendwie nicht, die Situation macht ja etwas mit einem, sowohl mit dem Betroffenen als auch mit dem Umfeld

10.07.2024 06:52 • x 3 #7154


ElfenWeide
@Sunny2024

Ich denke auch, dass, je nach Schweregrad und Dauer der Depression, man nicht vollständig gesund werden kann, da diese chronisch werden kann. Aber das habe ich nur mal vor Langer Zeit in einem Artikel überflogen. Man kann dennoch lernen, weitestgehend mit der Depression umzugehen

11.07.2024 06:57 • x 1 #7155


Schlüsselkind
Guten Morgen zusammen

das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung und wie schon geschrieben, hängt die Heilung oder Besserung von sehr vielen individuellen Faktoren ab.

Aber was ich festgestellt und für mich in dieser Situation abschließend reflektiert habe, ist, dass nicht nur die Depression einen entscheidenden Einfluss auf die Partnerschaft/Beziehung hat, sondern gerade die Situation auch im Zusammenhang mit dem eigenem Bindungsstil und dem des anderen (was dann zu Nähe-Distanz-Problemen führen kann).

Das war bei meinem Gegenüber der vermeidende Bindungstyp, ich würde mich zum ängstlichen Bindungstyp zählen. Wenn zwei unsichere Bindungstypen aufeinandertreffen, wird es schwer. Besser ist es, wenn zumindest einer der beiden bindungssicher ist – so auf meine Vergangenheit gesehen, kann ich das für mich bestätigen.

Liebe Grüße in die Runde!

11.07.2024 09:18 • x 1 #7156


Jedi
@Sunny2024

Zitat von Sunny2024:
In mir hält sich die Frage, ob man wohl je wieder ganz gesund wird/die Depression wieder ganz loswerden kann.

loswerden eher schwierig - aber man lernt mit den Episoden umzugehen - Frühwarnsystem erkennen,
lernt man in der Therapie. Natürlich braucht es Zeit u. man muss erstmal ein paar Episoden überstanden
haben u. Erfahrungen gesammelt haben.
---
Zitat von Sunny2024:
was ist Deine Einschätzung

Natürlich ist es auch davon Abhängig, wodurch sich die Depression manifestiert hat.
Das wird sicher in einer Therapie herausgearbeitet.
--
Zitat von Sunny2024:
Bleibt man abgestumpft?

Das muss so nicht bleiben !
Mir hat die Achtsamkeit (Body Scan), neben der Therapie sehr geholfen.
---
Zitat von Sunny2024:
vermeidet man Konfliktsituationen aus Angst wieder hineinzurutschen?

Wenn man frisch aus einer Therapie kommt, kann dies durchaus passieren.
Aber auch da lernt man Strategien, mit Konflikten umzugehen u. der Angst nicht den Raum zugeben,
so dass der Vermeider die Oberhand gewinnt.
---
Zitat von Sunny2024:
Ich hatte irgendwo gelesen, dass man nach einer Depression wieder ganz gesundet - der Meinung bin ich irgendwie nicht, die Situation macht ja etwas mit einem, sowohl mit dem Betroffenen als auch mit dem Umfeld

Die Defination, ganz gesund bei Depression finde ich schwierig.
Aber die Depression od. Episoden können ihre Macht verlieren, wenn man an den Übungen dranbleibt.
Natürlich bleibt immer etwas bei Betroffenen u. dem Umfeld zurück.
Doch auch da gilt, aus den Erfahrungen zu lernen u. einen angemessenen Umgang mit der Situation zu finden.

11.07.2024 19:38 • x 3 #7157


Jedi
@Sunny2024

Vielleicht noch eine Ergänzung zu meinem Beitrag !
Es ist nicht zwingend so, dass man einer Depression hilflos ausgeliefert ist.
Was ist für unbedingt sinnvoll u. notwendig erachte ist die professionelle Begleitung !
Allein es zu versuchen, raus aus der Depression ist aus meinen Erfahrungen kaum
möglich. Ein guter vertrauenswürdiger Kontakt zu dem TP´in u. ein stabiles Umfeld u.
auch eigene persönliche Einsicht, dass man sich traut Hilfe zu suchen. Dies sind Garanten dafür, dass es möglich ist,
Nachhaltig mit der Depressionserkrankung leben zu können - so auch in einer Partnerschaft.
Flucht, Rückzug u. Vermeidung ist pures Gift eines jeden an Depression- oder einer Angsterkrankung
erkrankt zu sein. Damit wird das Leiden nur verlängert u. es kann sich recht schnell Chronifizieren.

Ohne prof. Hilfe u. Unterstützung gibt es kaum Schritte vorwärts, sondern eher dreht man sich im Kreis,
bleibt im Gedankenkarussell stecken oder verläuft sich dabei u. trifft Entscheidungen (Trennung, Rückzug),
die eher Kontraproduktiv u. nicht Hilfreich sind.
Dazu etwas von Martin Walser- Dem gehenden schiebt sich der Weg unter die Füsse.
Hängt an meiner Pinnwand u. hat mich immer daran erinnert, nur wenn ich mich bewege,
dann kann ich der Depression u. der Angst ihre Macht nehmen !

Auch wenn es sehr schwer ist, gerade wenn man in einer schweren Depression steckt sich zu bewegen,
dann können Medis dabei helfen u. natürlich eine Therapie.
So möchte ich allen Betroffenen Mut machen, sucht euch immer Hilfe wenn nötig u.
zieht euch nicht zurück in die Dunkelheit. Wenn ihr eine Partnerin / Partner an eurer Seite habt,
dann ist dies eine Ressource von unschätzbaren Wert, um dieser Erkrankung etwas entgegenzusetzen.

LG Jedi

Gestern 12:31 • x 2 #7158


T
Jedi,

ich lese schon sehr lange still mit, mein Weg mit einem an Depressionen erkrankten Menschen war unfassbar leidvoll, ging über Jahre. Oft habe ich hier die Geschichten gelesen und wusste, ich bin als Angehörige, die still leidet, nicht allein.

Deine Worte, lieber jedi, sprechen mir sehr aus der Seele und ich wünschte, jeder Depressive würde sie sich zu Herzen nehmen. Wie oft stand auch ich daneben, habe immer wieder gezeigt, gesagt: ich bin da. Nicht mehr, nicht weniger, nimm es doch an...aber wo vorher soviel Zuneigung u Offenheit und Liebe war, schien am Ende Hass, auf mich, eben dass ich da bin. Da wurde verletzt, nicht nur auf privater Ebene. Ich glaube, ab einem gewissen Zeitpunkt sogar bewusst, denn ich habe sehr wohl gesagt: so geht's nicht weiter, das wirkt hier so und so...ich konnte manchmal nicht anders, habe geweint in vielen Situationen-man wird so absolut dünnhäutig, da man vorher schon 100 Situationen geschluckt hat weil man dachte, er/sie kann ja nicht anders es wird wieder schön, ich muss nur warten...und irgendwann weint man abends, schläft schlecht und versteht die Welt nicht mehr und zumindest ich war kurz davor, durchzudrehen. Mir wurden Worte im Mund umgedreht, mir wurde meine Wahrnehmung abgesprochen. Immer wieder. Wenn ich was angesprochen habe, was ich denn jetzt schon wieder hätte. Usw.

Mich hat das verändert. Auch jetzt noch, bei z. B.solchen wohlwollend Worten von @Jedi . Wir, die Angeh.oder Freunde oder was immer, können nicht für den Erkrankten gehen. Auch für ihn gibt's Grenzen. Ich weiß, dass hier in meinem Fall das Ggü noch ganz andere psych Probleme hatte, wurden auch z. T.über Jahre therap.begleitet, aber, aus meiner Sicht, nicht ernsthaft. Sondern wie ein Hobby, nach dem Motto: wird schon. U d Wer mit mir ein Problem hat, soll doch gehen. Ich komme alleine gut zurecht. Gegangen sind viele. Viele unfreiwillig. Ich auch. Und nach mir gehen sicher noch 10 andere, genauso, wie sie kommen. Da ist dann aus gr. Vertrautheit etc absolute Gleichgültigkeit geworden.
Absolut traurig.

Alles Gute allen.

Gestern 13:46 • x 2 #7159


Jedi
Hallo @traum

Zitat von traum:
mein Weg mit einem an Depressionen erkrankten Menschen war unfassbar leidvoll, ging über Jahre.

Leidvoll, dass ist fast schon milde ausgedrückt - es wirkt zerstörerisch an beider Seelen,
der des Angehörigen´innen, so auch bei dem Betroffenen.
Und in der Psychologie spricht man auch von Co-Abhängigkeit, wenn es von Angehörigen nicht geschafft wird,
damit aufzuhören u. eine Verantwortung mittragen zu wollen. Daran verhebt man sich meist u. das haben hier
viele Angehörige leidvoll erfahren müssen.
Co-Abhängigkeit natürlich mit guten Absichten, doch u. das habe ich als Betroffenr selbst erfahren,
ich bin für mich selbst verantwortlich u. kann meine Verantwortung nicht abgeben oder teilen !
Es ist etwas wertvolles, wenn man eine Partnerin als Unterstützung weiss, aber mehr kann u. sollte
man dieser Person nicht aufbürden !
Wenn man sich als Partnerin darin Helfen wollen selbst verliert (was einigen hier passiert ist), sich ungefragt, etwas zur
Aufgabe zu machen, dann ist man schon mit dem Betroffenen u. seiner Erkrankung verstrickt,
so in einer Co-Abhängigkeit geraten.

Damit spreche ich nicht von einem schuldhaften Verhalten der Angehörigen , sondern
das sich zu Eigen gemacht wurde, dem Betroffenen Partner helfen zu wollen.
In der Co-Abhängigkeit steckt eben drin:
Ich möchte in Ordnung bringen, was andere angerichtet haben
Ich versuchen immer die Probleme anderer zu lösen
Erkentnis: Ich habe immer Menschen geholfen, obwohl es mich im Grunde
überfordert hat
Ich habe immer härter an an Lösungen gearbeitet, als der/die Betroffenen selbst

So kommen wir zu einem weiteren wichtigen Thema, Grenzen setzen und Loslassen
Seine Grenzen zu setzen u. zu wahren oder auch Nein sagen, gehört eben zum Loslassen können !
Wenn dies so nicht möglich ist, entwickeln sich daraus nicht selten dysfunktionale Beziehungen.
Das Wort toxisch lasse ich jetzt mal in den Zusammenhang weg, auch wenn ich es hier sicher
auch des öfteren benutzt hatte.

So mein pers. Fazit, Autonomie ist ein wichtiger Teil gesunder Beziehungen !

LG Jedi

Gestern 15:04 • x 2 #7160


T
@Jedi ,
da stimme ich grdsl zu. Aber wer weiß schon immer so genau, ab wann es sich falsch/toxisch/dysfunktional entwickelt? Man lernt sich kennen, harmoniert viele Monate, manchmal Jahre, redet auch über die Erkrankung, weiß, es gibt Prof. Hilfe; man hilft sich gegenseitig im Alltag etc und ist auf Augenhöhe, teilt wunderbare Momente, Stunden und Tage. Man weiß gegenseitig, dass man füreinander da ist. Das ist was schönes! Und irgendwann kippt es, man merkt es anfangs kaum, will es nicht sehen, noch weitere Situationen...usw. da vergeht viel Zeit, es verändert sich, man spricht es an. Entweder dann patzige Antworten oder Ignorieren. Z. T.über Tage. Wer beurteilt da, wann Schluss ist? Ich denke, das ist sehr individuell. Co-Abhängigkeit ist ein gutes Stichwort. Aber ich wollte bewusst nie helfen, dazu sah ich mich nie befugt. Aber ich habe viel zu lange ertragen! Immer ausgehalten u d gehofft, statt mal klare Worte zu sprechen. Und wenn ich was sagte, wie gesagt, war es ja egal. Und am Ende, als ich dann doch klar sagte, was ich fühlte, sagte das Gegenüber schlicht: ich weiß nicht was Du hast oder willst, bin überfordert.
Das war es dann. Nie eine Entschuldigung für viel Fehlverhalten und passive Aggression.

Grüße

Gestern 15:26 • x 2 #7161


Jedi
Zitat von traum:
Aber wer weiß schon immer so genau, ab wann es sich falsch/toxisch/dysfunktional entwickelt?

Ja, dass ist oft nicht einfach !
Doch u. Du hast es auch so beschrieben,
Zitat von traum:
irgendwann kippt es, man merkt es anfangs kaum, will es nicht sehen,

Und genau da bin ich persönlich der Meinung, dass es schon auch wahrgenommen wird,
ab wann sich etwas falsch anfühlt, sich dysfunktional (toxisch) entwickelt !
Ich glaube, dass da schon ein Gespür dafür gibt, nur u. Du hast es auf den Punkt gebracht - will man es nicht sehen,
gar wahrhaben !
Unser Wunsch, Hoffnung, Vorstellung, wenn man sich doch liebt u. gut versteht, ist so stark in uns aktiv,
damit überstehen wir auch gemeinsame Krisen.
Nur wird eine Depressionserkrankung u. ihre vielen Gesichter, die sie zeigen kann dabei unterschätzt.
--
Zitat von traum:
am Ende, als ich dann doch klar sagte, was ich fühlte,

sagte das Gegenüber schlicht: ich weiß nicht was Du hast oder willst, bin überfordert.

Das ist eines der Gesichter, wo innere Instanzen (wie ich sie nenne), ihre ganze Macht entfalten u.
ja, als Betroffener verlierst Du unter Umständen jegliches Gefühl zu Dir selbst - so aber auch jegliches Gefühl
davon, wie es unser Partnerin in der Situation geht u- klar ist, der Betroffene fühlt sich überfordert mit
sich selbst, seiner Erkrankung u. der Partnerschaft.
---
Zitat von traum:
Nie eine Entschuldigung für viel Fehlverhalten und passive Aggression.

Weil Fehlverhalten u. gerade die passive Aggression, häufig gar nicht mehr wirklich wahrgenommen wurde
(was hier natürlich als keine Entschuldigung dafür gelten soll) !
----
Zitat von traum:
ich habe viel zu lange ertragen! Immer ausgehalten u d gehofft,

Nun, da komme ich zurück, was ich im ersten Teil meines Beitrags festgestellt habe -
man möchte es vielleicht nicht sehen u. schon gar nicht wahrhaben u. mit dem Aushalten u. die Hoffnung
verlängert dann nur das Leid.

Gestern 16:46 • x 4 #7162


T
Ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukommt. Im Nachhinein (!) gibt es genug Warnzeichen und sogar Warnworte. Bzgl der Distanz z. B. Ich hab gesehen, wie mit anderen Leuten umgegangen wurde, und wie mit Konflikten. Wurden ignoriert, entsorgt. Dich hätte ich nicht gedacht, dass ich auch mal so entsorgt würde, nach all der einzigartigen und guten Zeit. Man steht aufgrd der Veränderungen machtlos daneben. Ein paar depr. Episoden haben wir zusammen geschafft, hat mich daran teilhaben lassen, indem geredet wurde. Manchmal nur selten, aber immerhin. Irgendwann ging das nicht mehr. Da war ich dann wohl zu viel, wusste zu viel, das hat Angst gemacht. Noch mehr Angst, als die, die sowieso schon immer mächtig war. Die wir aber zusammen ein bisschen besiegt haben. Aber dann war ich war quasi Mitwisser, nicht mehr. Ich musste weg. Ich bin weg.
Sowas passiert mir kein zweites Mal.
Man muss gut auf sich aufpassen. Sobald man anfängt, um den Depressiven einen Eiertanz zu machen, versucht, Verhalten was als verletzend empfunden wird zu entschuldigen, im schlimmsten Fall ständig, ist man auf dem besten Weg, selbst abzurutschen.
Es sind nur meine Gedanken, Erfahrungen.

Gestern 23:25 • x 1 #7163


Jedi
@traum

Zitat von traum:
Es sind nur meine Gedanken, Erfahrungen.

Danke für diese Deine Gedanken u. Erfahrungen
Diese können für noch so manche Angehörige, die hier in diesem Forum u. Thread landen wird,
von Interesse sein.
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Zitat von traum:
ich hätte ich nicht gedacht, dass ich auch mal so entsorgt würde, nach all der einzigartigen und guten Zeit.

Das klingt sehr nach Verbitterung (entsorgt).
Nein, es mag sich für Dich so anfühlen u. doch da fehlte offenbar deinem Partner
etwas sehr entscheidenes,
um die Situation angemessen zu beherrschen zu können.
Tragisch für Dich , aber auch für ihn, weil er so eine wichtige Ressource, um gesunden zu können,
so einfach weggeben hat.
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Zitat von traum:
Man steht aufgrd der Veränderungen machtlos daneben.

ja, dass fühlt sich ganz sicher so an u. doch ist die Machtlosigkeit eher auf Seiten des Betroffenen,
dessen Depression die Macht übernommen hat - darin liegt die eigentliche Machtlosigkeit.
Was Du gebraucht hast u. hier mehere Angehörige in ganz ähnlicher Situation, ist die Selbstfürsorge u.
was ich noch für sehr wichtig halte- Selbsttliebe !
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Zitat von traum:
Sowas passiert mir kein zweites Mal.

Klingt wieder so bitter u. doch hast Du vieles offenbar richtig gemacht, im Umgang mit Ihm.
Das solltest Du Dir immer bewusst sein.
Und trotzdem kann es Dir wieder bei einem Menschen passieren, wenn man sich verliebt.
Doch nun verfügst Du über Erfahrungen u. wirst sicher ganz anders mit der Situation umgehen können.
--
Zitat von traum:
Sobald man anfängt, um den Depressiven einen Eiertanz zu machen,

Das sollte man vermeiden !
Zitat von traum:
ist man auf dem besten Weg, selbst abzurutschen.

Denn dann kann dies recht leicht passieren.

Nimm dies alles als eine Erfahrung, die Dir das Leben geschickt hat !

-(Mein Leben ist mein Coach)-

LG Jedi

Heute 15:51 • x 1 #7164


A


Hallo Sandra-k,

x 4#25


T
Vielen Dank für die Worte, @Jedi, alles so wahr und weise...

Gerade eben • #7165

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