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Gefühllosigkeit / Körperliche Symptome

bk82

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Ich bin jetzt die letzten Tage aktiv in das Forum eingestiegen.

Mich plagt neben der gedanklichen Leere auch eine emotionale Leere. Ich fühle rein gar nichts, nichtmal weinen klappt bei mir. Das ist sehr quälend weil weinen ja befreiend sein kann! Im Innereren, da wo eigentlich die Gefühle stattfinden, ist nur dumpf oder Druck, manchmal Vibration. Es fühlt sich alles so fremd an. keine Freude, kein Mut, keine Vitalität, keine Hoffnung, keine Aufregung, keine Trauer - einfach LEER! Wut kann ich etwas.

Mich würde interessieren ob ihr auch diese Gefühllosigkeit kennt und wie diese sich bei euch bemerkbar macht oder sich für euch anfühlt. Und wie geht ihr damit um!?

Danke und Gruß
bk

22.06.2019 21:55 • x 3 #1


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NiciST

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Hallo und willkommen , bin selber erst neu hier. Wenn du magst kannst du gerne mal meinen Beitrag hier lesen da es mir ähnlich geht seit vielen Jahren.

Diese leere im Kopf und Körper kommt bei mir immer in Schüben und sehr schlagartig von einer auf die andere Sekunde, wobei die leere immer mit einer wahnsinnigen Angst begleitet wird.

Was ich dagegen mache? Eigentlich nicht viel das einzige was mir etwas Ablenkung verschafft ist dann Auto zu fahren ansonsten sitze ich einfach stundenlang da und mache garnix fühlt sich dann an wie in einer fremden Welt zu sein.

Ich bin immer extrem müde und antriebslos , ab 14 Uhr ist bei mir alles zu spät da schlafe ich sogar im Sitzen ein. Ab nächster Woche fange ich eine Therapie an werde dann mal etwas darüber erzählen

23.06.2019 10:46 • x 2 #2


bk82

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Danke NiciST.
Wenn du sagst das kommt in Schüben, wie lange hält das an und wie lange sind die gesunden Intervalle? Bei mir hält das jetzt schon 3 Monate an!
Wenn es dir nichts ausmacht, kannst du bitte versuchen die Symptome und Empfindungen in Kopf sowie Körper etwas präziser zu beschreiben?
Bei mir ist zum Beispiel ein ständiger Druck in der Körpermitte, da wo eigentlich die Gefühle stattfinden. das lähmt mich für jede Aktivität.

Danke und Gruß
bk

23.06.2019 14:14 • #3


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NiciST

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Also auftreten tuen sie eigentlich täglich mindestens einmal es fühlt sich an als wenn man im ein seelisches tiefes Loch fällt , das heißt starke Traurigkeit, Lustlosigkeit, jedes Geräusch macht ein fertig ( Auto Lärm, Sprache von anderen Menschen zb)

Die Schübe halten dann unterschiedlich lange an von einer Stunde oder auch mal bis hin über den ganzen Tag bis ich ins Bett gehe. Frühs ist dann komischerweise wieder alles gut. Man weiß aber nie wann es zurück kommt.

Das ganz ist dann noch begleitet von schwindel , Bauchschmerzen und Übelkeit und eben auch diesen Druck wie du ihn beschrieben hast, zudem wurde bei mir eine Soziale Phobie festgestellt

23.06.2019 16:14 • x 1 #4


bk82

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Ok.
Klingt eher nicht so eingefahren wie bei mir. Ich kann diesen Zustand aktuell nicht einfach abschütteln oder über Nacht vergehen lassen. Ich gehe mit Freudlosigkeit ins Bett und stehe damit wieder auf. Und das seit 3 Monaten. Diese geistige und körperliche Leere will einfach nicht gehen. Das macht mir neben den eigentlichen Gedanken zusätzlich Angst die mich immer wieder einfährt. Es ist verdammt schwer das auszuhalten.
Ich habe zudem das Gefühl, dass dieser Kopfdruck und der Druck im Körper zusammengehören, denn ich kann das manchmal steuern, dann vibriert das im Körper und der Druck im Kopf verändert sich leicht. Kennst du oder jemand das auch? Sollte mich das ängstigen oder beruhigen?

23.06.2019 16:50 • #5


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NiciST

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Warst du deswegen schonmal beim Arzt bzw in einer Therapie? Bei mir ging das ganz schnell war letzte Woche zum ersten mal wegen diesem Thema beim Hausarzt und habe sofort eine Einweisung in eine Klinik bekommen

23.06.2019 17:01 • x 1 #6


bk82

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Ja ich war beim Arzt, bin nächste Woche aber beim Psychiater. Ich denke, da muss medikamentös nachgeholfen werden. Wie ist das mit den körperlichen Symptomen?

23.06.2019 17:32 • #7


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NiciST

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Energielosigkeit , Übelkeit, Schwindel, Bauchschmerzen

23.06.2019 17:36 • #8


Mandiii

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Hallo zusammen,

bei mir ist das so ähnlich.Ich fühle mich einfach leer.Freuen kann ich mich auf gar nichts (nicht mal auf den Urlaub).
Hinzu kommt noch das ich dieses Gefühl habe,alles würde an mir vorbei ziehen und ich nur mit einem Tunnelblick durch leben gehe.Ich habe auf Grund dessen kein Zeit Gefühl mehr.

24.06.2019 05:31 • x 1 #9


bk82

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Danke Mandi.

Zeitgefühl ist auch bei mir mies, aber es geht einigermaßen.

Denkst du denn über den Urlaub nach oder stellst du einfach nur fest, dass du dich nicht freuen kannst? Spürst du Aufregung? Was spürst du dazu?

Ich spüre nichtmal Aufregung oder Vorfreude auf etwas. Es fehlt einfach dieses "kribbeln". In meinem Körper einfach dumpf und druck in den Nervensträngen. Es ist manchmal so, dass ich sogar beim Gedanken an positives Angst bekomme, weil es aktuell so freudlos besetzt ist! Kennst du das auch!?

Danke für deine Erfahrungen
bk

24.06.2019 17:33 • #10


Mandiii

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Hallo Bk,

ich denke schon über den Urlaub nach aber ich realisiere nicht das ich in drei Wochen fliegen werde
Ja ich kenne das zugut wenn ich mal Aufgeregt bin gleich wieder Angst zu bekommen.

Hast du vielleicht Ratschläge/Tipps wie man wieder etwas mehr Zeitgefühl bekommt?

LG

24.06.2019 21:05 • x 1 #11


bk82

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Hallo mandiii,
leider habe ich keine Tips zum Zeitgefühl.

Ich denke, dass das mit der Freudlosigkeit zusammenhängt und dadurch kein Abstraktion möglich ist!? Ich lebe dann so in den Tag und die Wochen und versuche es so gut es geht zu akzeptieren. Das passt mir natürlich nicht immer wirklich, mehr scheint aber aktuell nicht drin zu sein. Sich zu erinnern, welcher Tag heute ist, fällt schwer! Erinnern und merken überhaupt! Wie ist das bei dir / euch?

Ich habe mal während einer depressiven Phase eine Flugreise gemacht, es war die Hölle! Ich hoffe du hast wenigstens etwas Vorfreude!?
Bei mir ist alle Freude erloschen seit 3 Monaten und eine Reise würde ich nicht schaffen, schaffe mir gerade mal das Essen zu machen und mich zu versorgen mit Mühe.

Diesen Tunnelblick verstehe ich so, als ob es dir vorkommt, gar nich in der Situation anwesend zu sein, korrekt? Und wenn man dann die Augen zu macht, übermannen einen Gedanken, man kann irgendwie nicht in der Situation bleiben.
Wie sieht es denn mit deinen Gedanken aus? Sind die leer? Zu viel? Unlogisch? Bruchstückhaft? Mehreres?

Ich für meinen Teil habe mich gefragt ob erst die Gedanken von LEER auf voll springen müssen oder ob eher das Gefühl der Freude wieder auftauchen wird? Irgendwie bedingt beides diese Zeit- und Antriebslosigkeit. Was meinst du / ihr?

Grüße
bk

25.06.2019 14:28 • #12


Mandiii

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Hallo Bk,

genau ich komme mir vor als ob ich nicht anwesend bin.Ich weiß zwar wo ich bin aber es fühlt sich so an ob es alles vorbei geht ohne mich.Verstehst du wie ich es meine?
Leider hat meine Mutter auch kein Verständnis dafür das ich "krank" bin.Sie sagt oft ich würde mir das alles einreden.
Generell habe ich wenig Freunde in meinem Alter bzw. Leute die mir zuhören und mich nehmen so wie ich bin.Deshalb bin ich froh hier zu sein und mich mit Leuten austauschen kann den es genauso geht wie mir

LG
Mandi

25.06.2019 20:24 • x 1 #13


bk82

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Hallo mandiii,
dann freut es mich wenn du dich hier austauschen kannst und mit ähnlich betroffen redest.

Dass dich deine Mutter nicht versteht, kenne ich zu gut. Ich habe auch den Eindruck, dass ich nicht verstanden werde, geschweige denn wieder gesund werde! Glücklicherweise lassen die Menschen in meinem Umfeld mich so sein wie ich bin, auch wenn da schonmal ein "reiss dich zusammen" kommt.

Erzähl mir doch mehr von deinen Symptomen auf der gedanklichen Ebene. Kannst du klare Gedanken fassen? Oder wie würdest du das beschreiben? Fällt es dir schwer zu denken, hast du viele Gedanken? Vielleicht bekommen wir so mehr Licht ins Dunkel!?

Kannst du dich auf etwas konzentrieren? Bekommst du deine Augen konzentriert auf etwas fokussiert? Kannst du lesen und dir Inhalte behalten? Das kostet bei mir alles unmenschliche Kraft!

Wie lange leidest du schon an deinem Zustand!?

Gruß
bk

25.06.2019 21:08 • #14


Mandiii

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Hallo Bk,

ich beschreibe das mal so: Ich fühle mich so als ob das Leben an mir vorbei zieht.Zum Beispiel: Ich gehe arbeiten mache meine Arbeit auch gut realisiere aber nicht so wirklich das ich auf Arbeit bin.
So geht es mir auch im Alltag.Daher schaffe ich nix und bin Antriebslos.

Der Zustand geht so ein halbes Jahr.

26.06.2019 07:38 • x 1 #15


bk82

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Dass du arbeiten gehst ist ja schonmal etwas. Ich bin jetzt seit drei Monaten krank geschrieben und an arbeiten ist zunächst nicht zu denken! Vielleicht ist das ein Weg für dich auch dort eine kleine Auszeit zu nehmen?
Bei mir spielt sich auf der gedanklichen Ebene so viel ab so dass ich mich schlecht konzentrieren kann. Wie ist das bei dir? Gedanken? Konzentration? Merkfähigkeit?
Wie stellt sich das im Alltag dar!? Kannst du TV gucken? Hast Bock auf Dinge oder hast du an irgendetwas Spaß?
Gibt es vielleicht körperliche Symptome auf die auch mal ein Arzt gucken sollte?

Ich versuche jedenfalls nicht zu hadern, aber das fällt schwer.

Liebe Grüße
bk

26.06.2019 10:07 • x 1 #16


Mandiii

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Ich muss zugeben,dass ich auch auf Arbeit viel grübel und manchmal auch gereizt bin innerlich.
Tv schauen ist bei mir schwierig.Lust auf irgendwas zu machen habe ich überhaupt nicht.Und wenn dann muss ich mich stark überwinden.

Ich habe auch neuerdings das Gefühl wenn ich zum Beispiel einkaufen gehe oder auch mit dem Bus fahre das Leute mich anschauen und über mich reden..Naja ich bin auch ziemlich klein(1.50cm).
Kennst du/ihr das auch?

Liebe Grüße
Mandy

26.06.2019 18:07 • x 1 #17


bk82

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Grübeln heißt du denkst über was genau nach? Immer das gleiche? Oder springen deine Gedanken in den Themen?

Überwinden muss ich mich auch für alles!

Mir kommt das schon bekannt vor, dass man denkt leute reden über einen. In so einer Phase hat man kein Selbstbewusstsein und daher sieht man alles so.

Körperliche Symptome oder dauerhafte Kopfschmerzen etc. hast du nicht!?

26.06.2019 19:57 • #18


Mandiii

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Hallo Bk,
ich denke immer über gleiche Themen nach.Das sind so Art Zukunfsängste.Dadurch passiert es auch das ich on Panink verfalle.
Ich habe heute auch frei und werde mich bei einem Pysichater vorstellen.

Kurze Vorgeschichte:
Vor ungefähr zwei Wochen ging es mir so schlecht,dass ich Panikattaken hatte und ins Krankenhaus gegangen bin.Sie haben nix festgestellt außer sagten ich solle zu meiner Hausärztin gehen und die sollen mir erstmal Citalopram verschreiben.Weil sie vermuten ich habe eine wiederkegrende Depression (seit 1 Jahr ungefähr brauche ich kein Setralien mehr nehmen).
Meine Hausärztin verschrieb mir Blutdrucksenker und Quetiapin.Obwohl ich ihr gesagt habe wie schlecht es mir ginge aber die wollte nicht hören.Ich dachte erst das diese helfen würden aber das ginge nicht.Seit gestern bekomne ich wieder diese Panikschübe.

Körperliche Syptome habe ich nicht.

Liebe Grüße

27.06.2019 05:30 • x 1 #19


bk82

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Kommen diese Panikschübe wenn du was bestimmtest denkst oder tauchen diese einfach auf?
Ein Psychiater ist wohl unerlässlich!
Körperlich Symptome spürst du auch?
Hattest du bereits eine Depression in der Vergangenheit?
Quetiapin ist eher ein Neuroleptikum und gerne bei Psychosen eingesetzt werden, oder wie begründet das die Hausärztin?

27.06.2019 17:22 • #20


Mandiii

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Die Panikattaken treten auf wenn ich an die Zukunft denke.Ich weiß das es eigentlich keinen Grund gibt dafür aber ich weiß nicht warum das so ist.

Im Jahr 2008 wurde bei mir eine Depression festgestellt .Habe bis vor einem Jahr auch Sertalin genommen.
Aber Ende Juli habe ich ein Termin beim Psychiater.Hoffe er kann mir dann helfen.

Die Hausärztin begründet das so:" Das gilt zur beruhigung,damit sie Nachts keine Panikattaken bekommen und ruhig schlafen können.Warum sie mir dann noch Blutdrucksenker verschrieb weiß ich auch nicht.

27.06.2019 17:38 • x 1 #21

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