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Gefühllosigkeit gegenüber meiner Familie - bin gefühlstaub

Lisa_marie

Lisa_marie

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Einen wunderschönen guten Abend.
Seit paar Tagen leide ich unter Gefühllosigkeit. Ich empfinde für niemanden mehr liebe, nicht für meinen Partner,meiner und seiner Familie geschweige zu unserem Sohn. Das macht mich richtig fertig das einzige was ich fühle ist Trauer und Selbsthass. Ich lasse meinen Partner es besonders spüren und er denkt jetzt ich liebe ihn nicht mehr da ich es ja nicht spüre aber ich weiß zu 100% das ich ihn liebe. Ich bin anerkannter borderliner und litt oder leide an starke Depressionen. Ich war damals Ende 2017 deswegen auch in der Psychiatrie und war bei mehreren Psychologen. Ich bin mir sicher das es an meinen Depressionen liegt das ich so fühle. Gibt es hier welche die genau so fühlen? Wann kann ich wieder fühlen bzw kann ich überhaupt je wieder liebe empfinden?

10.03.2020 22:21 • x 2 #1


Windbreaker

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Hi,

dieses Gefühl ist eine Art innere Leere. Bei mir gehört dies Gefühlslosigkeit schon recht lange an und es geht mir quasi genauso. Wenn ich mir Bilder anschaue von meiner (derweil Ex) Freundin empfinde ich maximal Freundschaft, mir sind fast alle egal die ich eigentlich lieben sollte damit eingehend kann ich keine Nähe so wirklich leiden. Ich bin mehr oder weniger selbst frisch betroffen, aber scheinbar schon lange Depressiv und auch lange weitergelebt bis es vor kurzem gar nicht mehr ging. Zu meinen engen Familienkreis weiß ich, das ich ihnen verbunden bin mehr aber auch nicht. Aber diese Verbundenheit lässt mich hoffen, das irgendwann wieder die Sonne scheint. Ich kann dir also nicht sagen wie lange es dauert oder wann es zurückkommt, aber ich sage auch mal vorsichtig, wenn du sagst das du ihn 100% liebst aber nichts empfindest schließt sich das irgendwie auch aus, oder? Ich wollte hier nur mal ein Denkanstoss geben, ob die Ehe oder Beziehung wirklich so glücklich und perfekt ist, all deine Bedürfnisse erfüllt werden etc. Für mich war das der Grund mich nach 1.5 Jahren von meiner Freundin zu trennen, weil ich ebenso wie du gefühlt habe. Die Rahmenbedingungen waren aber "leichter", getrennte Wohnungen, keine Kinder usw. Was ich damit sagen will - und mit meine Psychiaterin auch mal mitgegeben hat, ist das man auch die Beziehung kritisch aber objektiv beurteilen sollte, um zu wissen ob diese nicht eine "Teilschuld" an der Erkrankung hat.

Aber: du bist nicht alleine, es geht vielen so aber wie du weißt, ist jede Depression anders bei dem einen geht es früher weg bei dem anderen nur schwer. Ich beginne gerade erst die Therapie, aber bin mir sicher das ich schon seit Jahren "nichts" fühle. Aber das merkt man erst, wenn man sich selbstreflektiert.

Auf Grund deiner Erkrankung hast ja sicherlich ein Facharzt also Termin gegeben lassen - wenn sowas nicht allzu lange andauert und es keine objektiven Gründe gibt, ist es sicherlich schnell in den Griff zu kriegen.

Jedes Loch hat ein Rand!

10.03.2020 23:10 • x 1 #2


Lisa_marie

Lisa_marie

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Zitat von Windbreaker:
Hi,

dieses Gefühl ist eine Art innere Leere. Bei mir gehört dies Gefühlslosigkeit schon recht lange an und es geht mir quasi genauso. Wenn ich mir Bilder anschaue von meiner (derweil Ex) Freundin empfinde ich maximal Freundschaft, mir sind fast alle egal die ich eigentlich lieben sollte damit eingehend kann ich keine Nähe so wirklich leiden. Ich bin mehr oder weniger selbst frisch betroffen, aber scheinbar schon lange Depressiv und auch lange weitergelebt bis es vor kurzem gar nicht mehr ging. Zu meinen engen Familienkreis weiß ich, das ich ihnen verbunden bin mehr aber auch nicht. Aber diese Verbundenheit lässt mich hoffen, das irgendwann wieder die Sonne scheint. Ich kann dir also nicht sagen wie lange es dauert oder wann es zurückkommt, aber ich sage auch mal vorsichtig, wenn du sagst das du ihn 100% liebst aber nichts empfindest schließt sich das irgendwie auch aus, oder? Ich wollte hier nur mal ein Denkanstoss geben, ob die Ehe oder Beziehung wirklich so glücklich und perfekt ist, all deine Bedürfnisse erfüllt werden etc. Für mich war das der Grund mich nach 1.5 Jahren von meiner Freundin zu trennen, weil ich ebenso wie du gefühlt habe. Die Rahmenbedingungen waren aber "leichter", getrennte Wohnungen, keine Kinder usw. Was ich damit sagen will - und mit meine Psychiaterin auch mal mitgegeben hat, ist das man auch die Beziehung kritisch aber objektiv beurteilen sollte, um zu wissen ob diese nicht eine "Teilschuld" an der Erkrankung hat.

Aber: du bist nicht alleine, es geht vielen so aber wie du weißt, ist jede Depression anders bei dem einen geht es früher weg bei dem anderen nur schwer. Ich beginne gerade erst die Therapie, aber bin mir sicher das ich schon seit Jahren "nichts" fühle. Aber das merkt man erst, wenn man sich selbstreflektiert.

Auf Grund deiner Erkrankung hast ja sicherlich ein Facharzt also Termin gegeben lassen - wenn sowas nicht allzu lange andauert und es keine objektiven Gründe gibt, ist es sicherlich schnell in den Griff zu kriegen.

Jedes Loch hat ein Rand!





Danke für deine Antwort, nein die Beziehung läuft jetzt nicht perfekt aber jede Beziehung hat Höhen und Tiefen. Es gibt Kleinigkeiten die ich gerne anders hätte und es sind viele Sachen passiert die echt sch**** waren. Aber ich liebe ihn trotzdem und kann mir kein anderen mehr an meiner Seite vorstellen. Aber es ist ja genau so wie mit meinem Sohn ich liebe ihn keine frage aber selbst bei ihm spüre ich nichts, nicht mal wenn er mich anlächelt und er selber spürt auch das es mir nicht gut geht und ist deswegen unruhiger. Es tut gut zu hören das ich mit meinen Problemen nicht alleine da stehe sondern es vielen so geht.

10.03.2020 23:18 • #3


Windbreaker

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Nun, du kennst die Antwort ja jetzt. Du brauchst fachmännische Hilfe, gerade das Thema Gefühlslosigkeit ist extrem schlimm. Ich habe mich, all die Jahre, damit gewöhnt und weiß gar nicht mehr wie sich Liebe oder so anfühlt, daher bin ich gar nicht (wie du) in Hass oder Selbstzweifel übergegangen sondern hab es jahrelang als Persönlichkeitsmerkmal abgestempelt. (Lag aber vielleicht daran das mein Hausarzt mal meinte " sie empfinden keine Gefühle mehr für alle ? "JA" . Arzt: dann ist ja die Freundin schonmal nicht die richtige .

Im Grunde wäre es für alle leichter webb du an deine Selbstzweifel und Hass bzw Trauer deswegen erstmal etwas arbeitest, das du insofern stabil bist das dein Sohn nichts merkt. (Maske)

Weil eines ist klar: mit der Trauer wird alles nur schlimmer. Klinik täte dir natürlich wahrscheinlich zur Stabilisierung am besten, aber das kann dir nur der Psychiater(in) sagen. Auch wegen antidepressiva.

Übrigens: Höhen und Tiefen klar, aber wenn man im gleichen Atemzug sagt das "viel schei***" passiert ist, sollte das trotzdem zum Nachdenken anregen.

10.03.2020 23:25 • x 1 #4


Eulenspiegel

Lisa -marie , das kommt wieder mach dir keinen Kopf, eventuell braucht es Medikamente für eine gewisse Zeit

10.03.2020 23:26 • x 1 #5


Eulenspiegel

Sport kann helfen , und auch Schlafentzug Meditation , und deine eigener Wille der Glaube an euch alle zusammen

10.03.2020 23:35 • x 1 #6


M+M

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Deine Gefühllosigkeit, keine Liebe mehr, bitte gibt deine Familie nicht auf. Das ist die Krankheit. Sprich mit deiner Therapeutin darüber. Schade das zuerst immer der Partner-/in dran schuld sein sollen, das geht gar nicht. Windbreaker, du und dein Arzt, der sowas äußert, finde ich absolut fraglich! Wenn du schon sehr lange das Gefühl hast, ergründe es.

11.03.2020 09:47 • x 1 #7


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MamivonVier

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Hallo Lisa-Marie,

ich kann so mit dir fühlen!
Mir geht es genauso, meinem Mann gegenüber hab ich dieses Gefühl oder eben "nicht" Gefühl schon seit Jahren.
Ich kann mich kaum noch von ihm anfassen lassen, jede Berührung ekelt mich schon fast an!
Ich hab es versucht zu verdrängen weil er mir leid tat, aber das brachte nichts.außer das es mir dadurch noch schlechter gieng.

Bei meinen Kindern fängt es teilweise auch schon an.
Ich kann es nicht erklären aber je älter sie werden und natürlich dementsprechend dann auch selbstständiger, mir gegenüber frecher.desto kälter werde ich und kann kaum nähe zulassen!

Das tut mir so leid für sie weil ich nicht will das sie genauso leben müssen wie ich, sie lernen ja von uns eltern!

Gestern war ich das erste mal beim Therapeut und hoffe sehr das er mir helfen kann.

Dir drück ich die daumen das es wieder berg auf geht.ich glaube mehr helfen kann ich nicht

11.03.2020 10:37 • x 1 #8

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