Hallo Mellymouse,
Offenheit der einzig hilfreiche Weg, denn es gilt ja erstmal, die Gedanken aufzulösen, die Rückzug und das Gefühl, eine Last zu sein, noch
verstärken.
Man benötigt Hilfe von außen, *nicht* weil man nicht mehr kompetent genug wäre, oder so, aber weil man den Überblick über das Ganze verloren hat.
Ein Berg muss nie in einem Zug abgetragen werden und so muss auch täglich ein Teil aller Aufgaben abgearbeitet werden.
Sollte man sich tatsächlich übernommen haben, ist ein Blick eines Außenstehenden oft auch hilfreich, wie die Gesamtsituation am sinnvollsten getragen
und gehändelt werden kann. Das sind aber stets Prozesse, die erarbeitet werden. Die wenigsten Lösungen fallen vom Himmel.
Ich würde ein Treffen arrangieren und es wäre eine Selbstverständlichkeit, nicht nur "über´s Wetter" und andere Banalitäten zu reden, sonder Klartext.
Es ist ein Schleier von Vorurteilen, eine Depression zu verbergen, nicht Rücksicht.
Du tust deiner Freundin einen Gefallen, dies klarzustellen *und* vorzuleben.
Oft werden enge Angehörige ja mit krank. "Co-abhängig" nennt man es bei Süchten, wie du ja gewiss weißt.
Ihr steht euch so ehrlich zur Seite, wie ich es deinen Zeilen entnehmen, da wird doch genug gegenseitiger Respekt und Vertrauen gewachsen sein.
Ich wünsche dir viel Kraft, Mellymouse.
