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Fast täglich am Weinen

Klabautermann

Klabautermann

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Hallo liebe Community,
ich möchte kurz anreißen, was mich dazu bewegt hier einen Hilferuf auszusprechen.

Im Juli 2016 musste ich einen sehr großen Verlust verarbeiten - die Trennung von meiner damaligen Freundin, nach 9 Jahren Beziehung!
Die Trauer war groß und das Loch in meiner Seele umso größer. Zu sehr hatte ich mich an dieses Leben in Zweisamkeit gewöhnt.
Doch die Trennung hatte durchaus auch gute Seiten. So schaffte ich endlich den Einstieg in die lang ersehnte Selbstständigkeit.
Zudem fand ich wieder ein wenig zu mir selbst, und lebte endlich das aus, was ich sonst, in der Beziehung, so vermisst hatte. Quasi "back to the roots".

Das Jahr 2017 war ganz ok. Und ich hatte viel Spaß am Single Dasein.
Doch ich glaube, es fing im Januar/Februar 2018 an, dass es mir zunehmend beschissen ging und ich nun schlussendlich doch realisierte, dass ich eben diese Zweisamkeit brauche.
Die Nähe, diese Wärme, den emotionalen Austausch. Menschliche Bedürfnisse eben, ohne die man nicht auskommt.

Ich fing wenige Monate nach der Trennung an, Online-Dating Apps zu nutzen. Anfangs erst als Zeitvertreib und Bespaßung. Später wurde es dann zunehmend ernster und intensiver.
Die ersten Dates kamen aber erst Anfang 2018 zustande - nach 1,5 Jahren Online-Dating!

Ich hatte recht hohe Erwartungen und viel Hoffnung auf Erfolg bei den ersten Dates. Dafür wurde ich umso mehr enttäuscht.
Ich bekam es nicht auf die Reihe, das Interesse einer Frau länger aufrecht zu erhalten. Nach 2 bis 3 Dates war meistens Schluss. Und das Verhältnis wurde zunehmend einseitiger und daher auch unangenehmer. Bis zu dem Punkt, an dem sich die Frau dann gar nicht mehr meldete.
Bei einer der Frauen beschloss ich sogar nach einer Abfuhr, die Friend-Zone zu betreten. Es war der schlimmste Fehler in meiner Dating-Geschichte.
Mein Selbstbewusstsein war schon lange im Keller.

Diese Erfahrungen machten mich unglaublich labil in meiner mentalen Verfassung. Ich spürte auf einmal wieder dieses unglaublich kalte Gefühl der Einsamkeit.
Das führte soweit, dass ich im Frühjahr meinem Hausarzt einen Besuch abstattete. Der Verdacht bestätigte sich. Ich leide an einer Depression.

Ich glaube, diese Einsamkeit ist es, die mich innerlich und emotional so zermürbt.
Selbst an Tagen, an denen ich die meiste Zeit von Freunden umgeben und in guter Gesellschaft bin, fühle ich mich am Abend doch allein gelassen und ungeliebt.
Hinzu kommen die Gefühle von Hoffnungslosigkeit, Nutzlosigkeit und der - für mich am erschreckendsten - fehlende Antrieb. Ich hatte in diesem Jahr sehr viele Momente, in denen mir die Lebenslust komplett fehlte. Es gab und gibt Tage, da denke ich, dass ich dieses Leben beenden müsse, da es sich so nicht mehr aushalten ließe. Zu sehr denke ich aber an den Schmerz, den ich meiner Familie damit antun würde.

Der Hausarzt verschrieb mir Johanniskraut und im August hatte ich dann endlich einen Termin beim Psychologen. Leider nur ein Probegespräch mit Aussicht auf Behandlungsstart im März 2019.
Bis vor ein paar Wochen, ließ es sich auch noch recht gut ohne Therapie aushalten nachdem ich die Suche nach einem Psychologen bisher aufgeschoben hatte.

Doch nun ist der Winter in vollen Zügen eingekehrt und es geht wieder los mit der Einsamkeit und den herben Enttäuschungen mit dem anderen Geschlecht.

Vor ca. 1 Monat hatte ich endlich das Glück, auf eine Frau zu treffen, die wohl annähernd die gleichen Gefühle für mich hat, wie ich für sie.
Wir besuchten uns gegenseitig und verbrachten ein paar sehr schöne gemeinsame Stunden.

Mir liegt diese Person echt sehr am Herzen und ich habe eine riesen Angst, wieder enttäuscht zu werden.
Ich glaube, ich würde das nicht noch einmal verkraften, nachdem ich bereits wieder so viel emotionale Energie und große Hoffnung in diese Sache gesteckt habe.
Und dieses Mal ja auch ENDLICH das gegenseitiges Interesse vorhanden zu sein scheint.

Ich habe dennoch meine Zweifel am weiteren Verlauf dieser Geschichte, da sich dieses Mädel noch nicht ganz hingeben möchte und sie sich sehr zögerlich und vorsichtig verhält.
Zudem versuche ich alles, um nicht bedürftig zu wirken und schränke daher meine Kommunikation mit ihr ein - sehr zu meinem Nachteil. Da es sehr weh tut keine Antworten auf Komplimente zu erhalten. Ich schreibe also nur so viel, wie auch in etwa von ihr zurückkommt (versuche da eine Balance zu halten) und merke dass auch da das Poten. besteht, dass es einseitig werden könnte. Wenn es nach mir ginge, würden wir jeden zweiten Tag telefonieren.
Ich vermisse Sie auch schon echt und hatte Gefühle von Sehnsucht. Sie wohnt leider ca. 100km entfernt in einer anderen Stadt.

Es zerreißt mich innerlich, diese Gefühl der Ungewissheit und die Verlustängste.
Ich bin schon so weit, dass ich mich weiterhin mit anderen Frauen treffe - das aber nur auf einer rein freundschaftlichen/platonischen Ebene stattfindet.
Nur um mich von ihr abzulenken und ihr nicht zu sehr auf die Pelle zu rücken. Es macht mich fertig und ich fühle mich beschämt. So etwas tue ich normalerweise nicht.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Es ist mittlerweile so schlimm, dass ich nun auch schon Probleme habe, ausreichend Motivation für die Ausübung meiner Arbeit zu finden.
Die Tage, an denen ich morgens nicht aus dem Bett komme häufen sich immer mehr.
Ich denke sehr oft an sie. Und jedes mal, wenn ich an einen schönen Moment denke, den wir miteinander hatten, schmerzt es so ungeheuer in mir. Als ob wir uns gerade getrennt hätten.
Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass es genauso schmerzt, wie die damalige Trennung nach der 9-Jährigen Beziehung.
Nun ist es schon soweit, dass ich fast jeden zweiten Tag in Tränen ausbreche. Die Kombination aus Liebeskummer und Depression ist eine ganz unangenehme Sache, sag ich euch.
Manchmal wünschte ich, ich hätte diese - vermeintlich wunderbare - Frau erst nie kennengelernt. The bad things outweigh the good.

Es ist anscheinend ein ewiger Teufelskreis mit dem anderen Geschlecht. Ich glaube, man merkt mir meine Bedürftigkeit bzw. Einsamkeit an. Ich kann es mir nicht recht erklären.

Ich warte nun schon seit Freitag auf eine Antwort von ihr. Ihre beste Freundin hatte am Donnerstag einen schweren Unfall.
Sie will mir einfach kein Zeichen geben, wie es ihr damit geht und ob sie ihr schon einen Besuch abgestattet hat. Ich habe große Sorge um sie. um uns. Ich habe die leise Ahnung, dass es der Anfang vom Ende dieser kurzen Romanze sein könnte.

Ich weiß absolut nicht mehr, was ich noch machen soll. Mir geht es ziemlich mies und ich fühle mich wie ein Verstoßener der Gesellschaft. Zu viele Freunden jammere ich damit voll. Ich habe das Gefühl, es mir bereits bei einigen Freunden verscherzt zu haben.

Würde mich sehr über ein offenes Ohr und ein paar Kommentare von euch freuen!

17.12.2018 02:40 • x 1 #1


Ex-Mitglied

Hallo,

hast Du denn schon einmal mit ihr darüber geredet - wie es dir geht. Wovor Du Angst hast.

Wenn es ihre beste Freundin ist - will sie sich vielleicht zur Zeit einfach nur um ihre Freundin kümmern und hat gar keinen Kopf für andere Menschen.

Menschen sind da ja auch sehr unterschiedlich - einige sind der Meinung wenn sie einmal ich liebe dich sagen - reicht es - andere möchten es ständig sagen oder hören.

Ich würde auch noch einmal mit deinem Hausarzt sprechen, das die Zeit bis zum Psychologen für dich zu lange ist - evtl. kann er dich bis dahin etwas stabilisieren.

17.12.2018 02:56 • #2


issabella

issabella

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Klabauterman,
was Du gerade beschrieben hast, ist für Liebeskummer sehr typisch.
Es bedeutet noch lange nicht, dass Du deswegen oder aus anderen Grund, Depressiv bist.
Online Dating ist nicht die beste Idee - hast Du schon erfahren.
Du bist noch sehr jung, da stehen Dir verschiedene Möglichkeiten zu Verfügung.
Geniesse Dein Leben als Single.
Alles Gute
i.

17.12.2018 03:35 • #3


Pilsum

Pilsum

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Hallo Klabautermann,

Deinen Wunsch, eine Partnerin an Deiner Seite zu haben kann ich verstehen.

Das Leben hat viele Farben. Man kann es als Single leben oder auch in einerPartnerschaft.
Vor- und Nachteile hast Du hier auch schon beschrieben.

Zitat:
Doch die Trennung hatte durchaus auch gute Seiten. So schaffte ich endlich den Einstieg in die lang ersehnte Selbstständigkeit.
Zudem fand ich wieder ein wenig zu mir selbst, und lebte endlich das aus, was ich sonst, in der Beziehung, so vermisst hatte.
Und ich hatte viel Spaß am Single Dasein.

Zitat:
Doch ich glaube, es fing im Januar/Februar 2018 an, dass es mir zunehmend beschissen ging und ich nun schlussendlich doch realisierte, dass ich eben diese Zweisamkeit brauche.


So etwa, wie Du es hier beschreibst, kann ich es auch gut nachvollziehen.
Nun hast Du Dir mit Deiner Entscheidung für ein Leben in der Partnerschaft ein neues
Lebensziel gegeben.
Du beschreibst, wie Du nun täglich daran arbeitest und hoffst, eine passende Frau an Dich zu binden.
Dabei solltest Du möglichst etwas mehr Geduld haben. Die Zeit wird Dir helfen.

Zitat:
Ich hatte recht hohe Erwartungen und viel Hoffnung auf Erfolg bei den ersten Dates.


Zu hohe Erwartungen können manchmal leicht das an Gefühlen auslösen, was Du hier beschreibst.
Siehst Du eine Möglichkeit, Deine Erwartungen etwas herunterzuschrauben? Das würde Dich
viel, viel ruhiger und innerlich ausgeglichener machen.
Zitat:
Doch nun ist der Winter in vollen Zügen eingekehrt und es geht wieder los mit der Einsamkeit und den herben
Enttäuschungen mit dem anderen Geschlecht.


Der Beginn der Winterzeit hat einen großen Einfluss auf unsere Gefühle.
Wir werden empfindsamer. Das verstärkt unsere Lebensängste.
Deshalb ist auch in den Internetforen zur Zeit wieder viel mehr los als im Sommer.
Zitat:
Es zerreißt mich innerlich, diese Gefühl der Ungewissheit und die Verlustängste.


Du wirst ja, wie Du beschreibst, eine Therapie beginnen. Dann solltest Du da gleich ansprechen, wie Du
mit Ungewissheiten besser umgehen kannst. Dies wird Dich stärker machen.
Zitat:
Die Kombination aus Liebeskummer und


Du sprichst von Liebe. Ist es wirklich schon Liebe an diese Frau?
Wenn ja, warum suchst Du gleichzeitig schon den Kontakt zu anderen Frauen.
Was bezeichnest Du mit Liebe?
Ist "Liebe" für Dich beliebig auf andere Frauen austauschbar?

Dir wünsche ich, dass Du bald eine Partnerin findest, mit der Du viele Gemeinsamkeiten leben wirst.

Viele Grüße

Bernhard

17.12.2018 10:28 • #4


Klabautermann

Klabautermann


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Zitat von florica:
Hallo,

hast Du denn schon einmal mit ihr darüber geredet - wie es dir geht. Wovor Du Angst hast.



Wir hatten bereits einige sehr offene Gespräche über ihre und meine Gefühle. Sie hatte bisher in ihrem Leben noch keine langanhaltende Beziehung. Also nichts, was länger als 3 Monate anhielt. Sie hat es außerdem bereut, manche dieser Beziehung frühzeitig abzublocken. Ich denke sie ist da sehr vorsichtig und will zu 100% den richtigen Typen abwarten. Sie meinte noch, dass sie, wenn sie eine Beziehung anstrebt, diese möglichst und idealerweise ewig halten sollte.

Daraufhin habe ich ihr meinen Standpunkt beschrieben. Dass ich jetzt sehr lange einsam war und ich so froh bin, sie kennengelernt zu haben. Und, dass ich mir schon ziemlich sicher bin, dass es mit uns klappen könnte.
Ich habe ihr auch geraten, sich einfach mal fallen und die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Selbst, wenn die Beziehung nur 1 bis 2 Jahre hält, kann es doch trotzdem eine sehr schöne Zeit werden.

Sie hat mich bereits am Ende des ersten Dates nach einem Kuss gefragt. Den habe ich natürlich erwidert. Es war für mich wie ein Jackpot, da ich sehr schüchtern bin, wenn es darum geht, den ersten Schritt zu wagen.
Wir haben bei den ersten Treffen also gekuschelt und rumgeküsst.
Doch mit dem S. will sie noch abwarten und bat mich um Rücksicht. Sie meinte dann, dass sie seit ca. einem Jahr keinen S. mehr hatte. Und es würde ihr leichter fallen, wenn sie angetrunken wäre.
Ich glaube, da sind noch einige Hemmungen vorhanden.

Genau diese Erinnerungen sind es, die tagtäglich in den Kopf schießen und mich so runterziehen.
Ich würde sie so gerne aus meinen Gedanken verbannen. Aber ich krieg es nicht auf die Reihe.

Nur deshalb treffe ich mich mit anderen Mädels. Rein zur Ablenkung. Ich empfinde auch nichts für diese anderen Frauen. Da ist kein Kribeln, kein Feuer. So langsam sehe ich auch die Sinnlosigkeit hinter diesen Ablenkungsversuchen.


Zitat von Pilsum:
Du sprichst von Liebe. Ist es wirklich schon Liebe an diese Frau?
Wenn ja, warum suchst Du gleichzeitig schon den Kontakt zu anderen Frauen.
Was bezeichnest Du mit Liebe?
Ist "Liebe" für Dich beliebig auf andere Frauen austauschbar?


Ich habe eig. nur den Begriff "Liebeskummer" verwendet, weil mir für dieses Gefühl kein anderes Wort einfällt.
Ich würde eher sagen, dass ich verliebt in sie bin.

Es fühlt sich für mich halt an, als hätten wir uns schon getrennt. Jetzt da sie gerade komplett stillschweigt, ist es umso schmerzlicher.

Wenn wir uns sehen ist alles immer super und ich habe keine großen Zweifel.
Problematisch sind nur die Zeiten zwischen den Treffen. Sie schreibt kaum noch von sich aus und braucht sehr lange zum Antworten auf Nachrichten. Telefongespräche kommen auch nur aus meiner Initiative heraus.
Ich denke dann immer, dass ich es mit einer komplett anderen Person zu tun habe.

Ich hatte bereits überlegt, das ganze zu beenden. Weil der Schmerz einfach so über die guten Gefühle überwiegt.
Aber alle meine Freunde rieten mir, dran zu bleiben und Geduld zu beweisen...

17.12.2018 12:36 • x 1 #5


Ex-Mitglied

Hallo ich hoffe du verträgst offene Worte.

Mich hättest du damit abgeschreckt

Zitat:
Dass ich jetzt sehr lange einsam war und ich so froh bin, sie kennengelernt zu haben. Und, dass ich mir schon ziemlich sicher bin, dass es mit uns klappen könnte.


Da würde ich mich fühlen als ob ich nur "Mittel zum Zweck" bin. Und wenn sie dann vielleicht noch mit bekommt, du triffst dich mit anderen Mädels... so nach dem Motto "festhalten und weiter suchen"....
Also das halte ich für nicht wirklich gut.

17.12.2018 13:28 • x 3 #6


Klabautermann

Klabautermann


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Ich habe beim zweiten und dritten Treffen auf ihrem Smartphone Tinder Benachrichtigungen aufploppen sehen.
So ganz geheuer war mir das auch nicht...

17.12.2018 14:01 • #7


Frederick1

Frederick1

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hallo Klabautermann,

Bezeiehungsprobleme äußern sich oft in der Angst vor zu enger Bindung, und zugleich vor der großen Angst, diese Beziehung wieder zu verlieren. Menschen spüren diese Angst in dir, denn auf der anderen Seite hast du eine große Not und Bedürftigkeit. Aber heute möchte man das überspielen, man muss doch heute eher cool und gelassen sein.

Und dann basieren deine Beziehungen, auch durch deine Lebensgeschichte immer wieder auf der Angst, das eine Beziehung immer Schmerz verursachen wird.

Aber es stimmt auch, in Beziehungen kann ich verletzt werden, verachtet, es bringt Schmerzen, aber auch Freude, Erfüllung, Schönes usw..............

Deswegen finde ich es persönlich so wichtig, das uns in unseren Beziehungen Wertschätzung und Annahme entgegengebracht wird. Denn danach sehnen wir uns Menschen.

Das ich Grenzen versuche zu achten, meine Beziehungen nicht unter einen Erwartungsdruck setze. Das ich mein Herz für meine Beziehungen öffnen kann.

Aber ich glaube, du hast gerade deine langjährige Beziehung noch nicht verarbeitet. Das ist wichtig, bevor du dich auf andere Beziehungen einlässt, Wenn du dich selbst nicht lieben und annehmen kannst, dein ganzes Leben, auch das nicht so gute, dann bist du nicht offen für eine Beziehung, sondern noch sehr unsicher.

Das du offen, wahr und ehrlich mit dir selbst umgehst, wieder mehr Selbstvertrauen bekommst, und du wieder ehrlich und mit offenem Herzen nach Beziehungen suchst. Alles andere wird dich immer wieder verletzen und dir weh tun.


in guten Gedanken für dich,


liebe Grüße,


Fredereick

17.12.2018 18:29 • x 1 #8


Ex-Mitglied

Zitat von Klabautermann:
Ich habe beim zweiten und dritten Treffen auf ihrem Smartphone Tinder Benachrichtigungen aufploppen sehen.
So ganz geheuer war mir das auch nicht...


Also würde ich sagen das Grundvertrauen ist schon einmal nicht da.
Vielleicht bin ich ja altmodisch
Aber ich vertraue immer erst einmal in einer Beziehung, wenn ich mich darauf einlasse.
Klar kann das schief gehen - aber dann ist das so. Aber wenn ich von Anfang an schon misstrauisch bin,
wäre das für mich definitiv der falsche Partner

18.12.2018 00:31 • x 3 #9


Klabautermann

Klabautermann


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Gestern hat sie sich endlich zurückgemeldet. Nach 3 Tagen Funkstille.
Ich hab ihr dann geschrieben, dass ich für sie da bin und sie anrufen kann, wenn sie darüber reden will oder Ablenkung braucht.
Sie hat bestimmt den Kopf voll damit. Aber ich fühl mich halt so ungewiss, wie es mit uns weiter geht.

18.12.2018 11:36 • #10


Ylvi13

Ylvi13

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Hallo, um hier nicht alles zu wiederholen, florica's Beiträge unterschreibe ich genau so.
Für mich sollte eine Beziehung nicht mit Problemen, Unsicherheiten und Misstrauen beginnen. Wenn man sich einsam fühlt und einen Partner sucht, sollte es passen, natürlich sind Kompromisse notwendig. Und manchmal dauert die Suche einfach sehr lang. Ich habe zwischen meinen Beziehungen immer lange Zeiten als Single gelebt, aus verschiedenen Gründen. Auch da war mein Leben gestaltet, ausgefüllt und positiv besetzt. Wieder in einer Beziehung zu leben war bei mir keine Entscheidung aus Einsamkeit. Aber da ist wohl jeder Mensch anders.
Ich wünsche dir Glück und Mut für Entscheidungen.
LG

18.12.2018 12:08 • x 1 #11


Klabautermann

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Danke Ylvi.
Wie lange warst du zwischen den Beziehungen Single, wenn ich fragen darf?
Bei mir sind es jetzt schon 2,5 Jahre. Und irgendwie scheint mir das verdammt lang.

Und welche Gründe haben dich sonst dazu bewegt, wieder eine Beziehung zu starten, wenn es nicht aus Einsamkeit war?

18.12.2018 12:18 • #12


Ex-Mitglied

Zitat von Klabautermann:

Und welche Gründe haben dich sonst dazu bewegt, wieder eine Beziehung zu starten, wenn es nicht aus Einsamkeit war?


Ich bin gerade wirklich erschrocken. Aus Einsamkeit habe ich noch nie eine Beziehung angefangen. Als ich mich von meinem ersten Mann getrennt habe, hat mir das Singel Leben auch gut gefallen. Ich hatte nicht vor noch mal zu heiraten.
Und dann kam mein Mann und ich habe mich fürchterlich verliebt.

Ihm hatte das Singel Leben auch gut gefallen und er war nicht auf "der Suche".

Wir waren eigentlich beide zufrieden .
Und das ist, glaube ich wichtig, man muss mit sich selber zufrieden sein und sich mögen. Dann mögen einen auch andere.
Ich denke immer, wenn ich mich nicht einmal selber liebe, wie soll es denn ein anderer können.

18.12.2018 12:27 • x 1 #13


Ylvi13

Ylvi13

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Hallo Klabautermann, ca. 6 bis 7 Jahre. Als Single bin ich allein/einzeln, aber ich war nicht einsam. Bis zum heutigen Tag habe ich mich noch nicht einsam gefühlt, ich kann gut mit mir allein sein, an schlechten Tagen kann ich mich nicht leiden und bin mir selbst zu viel , aber sonst mag ich mich ganz gern.
Bei meinem jetzigen Mann habe ich gar nicht nach einer Beziehung gesucht, ich hatte eine Annonce aufgegeben, warum weiss ich schon gar nicht mehr, vielleicht war es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt, vielleicht wollte ich das mal ausprobieren. Schon nach dem 4. Date habe ich es bitter bereut, aber ich hatte dem 5. Date schon zugesagt und heute sind wir verheiratet. Es hat einfach gepasst, ohne das ich mir gross Gedanken gemacht habe.

18.12.2018 15:25 • x 2 #14


Klabautermann

Klabautermann


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Da ist schön.
Was war denn an den ersten 4 Dates so verkehrt?

Bei mir ist es so, dass ich mich seit Anfang des Jahres sehr einsam fühle und das fast täglich.
Ich war am Anfang sogar so verzweifelt, dass ich eine App nutzte, um mit fremden Leuten aus der ganzen Welt zu chatten und zu telefonieren. Da steigerte am Ende aber nur noch mehr das Gefühl, ein Außenseiter zu sein.

Das Kuriose an meiner Geschichte ist, dass ich, bevor ich diese erste richtige, lange Beziehung hatte, bei mir alles ok war.
Ich war sogar gerne alleine und habe mir die Leute fast schon auf Abstand gehalten, weil ich lieber mit mir selber Zeit verbrachte. Ich hatte nie das Gefühl einsam zu sein, nicht eine Sekunde lang.
Ich hatte mein Hobby - welches gleichzeitig auch meine größte Leidenschaft im Leben war - und das hat mir gereicht.
Dann dachte ich außerdem immer, ich bräuchte nie im Leben eine Freundin.
Als sich diese Beziehung dann anbahnte, hatte ich sogar große Bedenken, dass diese mir schaden könnte.

Vielleicht hat sie das auch in gewisser Weise. Vielleicht habe ich damals Blut geleckt und kann mich jetzt nicht mehr ohne eine Beziehung zurechtfinden im Leben.

Dieser Gedanke, eine Beziehung nicht aus der Einsamkeit heraus anzustreben, öffnet mir so allmählich die Augen.
Damals war es bei mir ja auch nicht die Einsamkeit, die mich dazu geritten hat.

Vielleicht sollte ich diese Sache, die sich da gerade anbahnt wieder fallen lassen?
Ich weiß nur nicht, ob ich diesen Schmerz verkraften würde. Dafür waren die bisherigen gemeinsamen Momente einfach zu schön um aufzuhören.

18.12.2018 19:08 • #15




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