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Existenzängste u Depressionen

Myrra

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Hallo zusammen,
wieder eine schlaflose Nacht und 1000 Gedanken schwirren durch den Kopf.

Ich mache mir im Moment große Sorgen, wie es in Zukunft weiter geht. Die steigenden Preise (Lebensmittel, Strom, Gas etc…) fressen uns auf.

Das Geld rinnt uns aus den Händen.

Fahrkarten für die Kinder sind nun auch noch dazu gekommen wegen weiterführender Schule… meine Arbeitszeit habe ich aus gesundheitlichen Gründen ein wenig reduziert, und mein jüngerer Sohn braucht nachmittags noch Betreuung (wegen ADHS).

die Stundenreduzierung macht zur Zeit eher Arbeit, weil meine (neue) Kollegin viel Einarbeitung braucht.

seit 2 Wochen geht es mir so schlecht, dass ich mich total kaputt zur Arbeit schleppe und oft wenig schaffe-dann nachmittags die Launen des Kindes, welches (verständlicherweise) Anpassungsdruck in der neuen Schule hat.

Am liebsten würde ich mich eine Woche krankmelden, um Kraft zu tanken, erfahrungsgemäß ist der Stress hinterher aber schlimmer, insbesondere weil meine neue Kollegin noch nicht alle Berechtigungen hat und dann wieder alles liegen bleibt oder totales Kuddelmuddel entsteht…

ich hoffe ich halte jetzt noch die Tage durch bis zum Wochenende (obwohl das auch nicht wirklich erholsam ist).

wie haltet ihr solche Phasen durch?

Myrra

07.09.2022 00:29 • x 3 #1


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Stromboli

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Liebe Myrra
Deine Situation IST schwierig auszuhalten bzw. es ist real vieles da, was einfach belastend ist. Der Mix von einigen Stressoren, die jeder für sich schon schwierig wären, führt dann zur Überforderung und oft auch zu körperlichen Symptomen.
Ich fände wichtig, dass du für dich selbst eine Unterstützung hast. Darüber sagst du nichts - bist du in Therapie? Wenn ja, hilft sie dir? Wenn nein, warum nicht? Und wenn du nicht schnell eine finden würdest, suche nach niederschwelligen Angeboten, z.B. soziale Beratungsstellen, Familienhilfe usw
Augen zu und durch wird vermutlich nicht funktionieren. Du brauchst irgendetwas für dich, was DICH unterstützt. Vielleicht auch beim Hausarzt deine Notlage ansprechen?

Ich wünsche dir viel Kraft und etwas, was dich auffängt.
Herzlich, Stromboli

07.09.2022 08:01 • x 3 #2



Hallo Myrra,

Existenzängste u Depressionen

x 3#3


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Pilsum

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Hallo Myrra,

Deine Sorgen verstehe ich gut. Ähnlich wie Du, werden viele mehr und mehr unter Existenzängsten
leiden. Zum Teil sind diese Ängste ja berechtigt.
Wenn Du Dich fragst, wie andere das durchstehen, gibt es dafür vermutlich kein bestimmtes klares
Konzept. Gut ist es, wenn Du Deine Ängste nicht so nah an Dich herankommen lässt. Dies ist natürlich
viel leichter gesagt, als getan. Allerdings ist es fast egal, ob wir Angst haben oder nicht. Es passiert immer
das Gleiche. Deshalb versuche darauf zu vertrauen, dass es Dir immer gelingt eine Lösung zu finden, wenn
es erforderlich ist.
So, wie es bisher immer in Deinem Leben war.
Dir wünsche ich viel Kraft, damit Du Dich von einigen Angstgedanken nicht so stark aus der Ruhe
bringen lässt.

08.09.2022 10:40 • x 1 #3


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Alexandra2

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Liebe @Myrra,
Du bist Angestellte? Wenn ja, suche das Gespräch mit Deinem Chef, welche Arbeiten er übernehmen kann für die Einarbeitung. Die Verantwortung ist zuviel für Dich in der jetzigen Situation.
Versuche täglich 30 Minuten für Dich frei zu schaufeln, mit etwas Übung werden die Kinder mitmachen. In diesen 30 Minuten könntest Du Dir Traumreisen anhören, einen zackigen Spaziergang machen... Stress abbauen.
Und alle Kinder können im Haushalt mitmachen, wenn Sie es nicht schon tun.
Alle Jahre habe ich mit krankem Kind eine Mutter- Kind-Kur gemacht, einmal eingeklagt nach 2. Ablehnung der Krankenkasse.
Bist Du alleinerziehend?
Liebe Grüße Alexandra

09.09.2022 14:37 • x 1 #4


Super

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Oh je, ich kenn das, hab das in ähnlicher form erlebt, dachte immer , nur ich hab solche ängste. Ich hab mich allerdings richtig reingesteigert. Hab mich schon auf der strasse gesehen, obdachlos mit kind, am hungertuch nagend. Dann hab ich heulkrämpfe bekommen, bin verzweifelt und leider auch hysterisch geworden.
Mach das nicht, denk positiv, ich schaff das schon! Irgendwie gehts auch immer. Du wirst das schaffen, glaub an dich, nicht umsonst bist du da wo du jetzt bist.Den weg hast du auch geschafft, es kann nur besser werden.vielleicht solltest du dir wirklich hilfe holen, kann nicht schaden, etwas weniger arbeit. Die 30 minuten auszeit find ich auch gut.
Probiers doch mal.

09.09.2022 15:21 • x 1 #5


Myrra

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@Alexandra2 Liebe Alexandra,
danke für deine Nachricht!

Ja ich bin Angestellte, das Problem ist, niemand anders als ich kann die Neue einarbeiten… ich werde meiner Chefin trotzdem sagen, dass es für mich Zuviel ist. Im Prinzip mache ich jetzt mit weniger Stunden die gleiche Arbeit + Einarbeitung.Natürlich wäre eine Einarbeitung VOR der Stundenreduzierung ideal gewesen, ging aber aus betrieblichen Gründen nicht…

Eine Mutter-Kind Kur habe ich auch schon ins Auge gefasst, vor vielen Jahren wurde diese mehrfach abgelehnt… erst hieß es, dass seien keine Mutter spezifischen Probleme, dann war ich zu "krank", ich hatte am Ende keine Kraft zum klagen, weil ich zwischenzeitlich auch noch die Kündigung bekam…Ich werde einen neuen Versuch starten, weiß aber von Anderen, dass die Wartezeiten sehr lang sind (wegen Corona) und ich nur in den Ferien kann wegen Schulkind. Deshalb überlege ich, eine Kur alleine zu machen, das würde eventuell schneller gehen.

Ich bin übrigens nicht alleinerziehend, mein Mann übernimmt immer morgens die Kinder, damit ich früh arbeiten kann.

LG
Myrra

11.09.2022 08:08 • x 1 #6


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buddl1

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... schön zu lesen ist, dass dein Mann dir zur Seite steht aber, wenn das nicht allein reicht,
es gibt noch weitere Unterstützung um für sich selbst und eben auch innerhalb der Familie sich Unterstützung geben zu lassen.
- ja es wird alles teurer und damit werden auch die damit verbundenen Sorgen größer, doch bisher und dann mein ich wirklich so wie ich es schreibe, keiner muss hungern, frieren oder es muss jeder Wunsch erfüllt werden.
wenn ich zurück auf meine Kindheit schaue, was wir hatten, oder besser was eben nicht, andere uns zeigten, was man sich alles so leisten kann, ich nur von Demut berichten kann, dass wir eben auch nicht hungern mussten, oder frieren. meine Mum, allein und einen Sohn durch einem Unfall verloren und doch musste alles sich finden, ihre Kindheit, kaum vergleichbar mit unserer Zeit…
schätzen wir unseren Wohlstand zu niedrig ein? können wir nicht mit weniger leben und uns dennoch darüber freuen.

freilich die Arbeit, ein Muss, aber diese auch nach Arbeitsende abzuschließen, nicht mit nach Hause zunehmen, eine Kunst die man erlernen muss. klar die Arbeit zuhause, sie ist genauso wichtig und manchmal anstrengender, dazu unbezahlt, kaum messbar durch die anderen, aber da!
über soziale Einrichtungen kann man sich durchaus etwas Spiel-oder Freiheit verschaffen. Erholungsräume für sich, für seinen Partner oder eben auch für die Kinder. das Jugendamt gibt darin viele Hilfestellungen, kommt aber nicht ins Haus um diese aufzuzeigen, da muss man schon hin, sei es bei der Betreuung, der Unterstützung innerhalb der Familie.
natürlich kann man alleine oder mit seinem Partner das schaffen, das machen viele, aber über die schreiben wir hier nicht, sondern, du berichtest von erreichten eigenen erkannten Grenzen und dass es schmerzt noch weiter diese zu überschreiten...
buddl1,

11.09.2022 09:35 • x 1 #7

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