Essstörung ja oder nein / Probleme mit dem Essen

Jalin

Jalin
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Hey.

Ich bin neu hier und hab mich eigentlich nicht wegen meiner Essensprobleme angemeldet.
Trotzdem bin ich irgendwie in diesem Bereich hängen geblieben und dachte mir, ich kann hier genauso gut anfangen wie überall sonst.

Zuerst: Ich weiß nicht mal, ob ich eine Essstörung habe. Niemand hat es mir diagnostiziert, dennoch habe ich mich in einigen TBs hier wieder gefunden.

Ich fang mal am Anfang an:

Ich bin ein Meter sechzig und wiege momentan fünfundsiebzig Kilo, das ist auch mein Höchstgewicht.
Vor 2 1/2 Jahren habe ich es geschafft, auf sechzig Kilo abzunehmen: Ich war grade mit dem Abitur durch, hatte ein halbes Jahr Freizeit, keinen Stress und hab mich auf den Abiball gefreut.
Ich stellte meine Ernährung um, aß keine Süßigkeiten mehr, wehcselte von süßen Getränken auf Wasser - alles ging wunderbar.

Dann zog ich aus und das Studium begann.
Eigentlich hatte ich vorgehabt, noch auf fünfundfünfzig Kilo abzunehmen, stattdessen wurde es immer mehr!
Im Winter war ich in Thailand, als ich von da wieder kam war irgendwie alles dahin - inzwischen bin ich seit 2 Jahren auf den fünfundsiebzig und kriege es einfach nicht mehr runter.
Ich habe viel versucht, weniger Essen, keine Kohlenhydrate, keine Süßigkeiten - kein Erfolg.

Irgendwie habe ich meist ein oder zwei Wochen durchgehalten, dann war mein Wille (den ich ja 2008 noch hatte) völlig dahin.
Ich fraß Pizza, Schokolade und Nudeln in mich hinein (allerdings keine großen mengen an Fertigprodukten, ich koche meist selbst) und konnte nicht aufhören.
Jeden Frühling sagte ich mir: JETZT schaffst du es! Nur um im Winter wieder das Ausgangsgewicht zu haben.

Ich trinke immer noch fast nur Wasser - der Punkt ist also dahin.
Sport? Na ja, ich habe kein Auto, fahre jeden Tag etwa 10 Minuten zur Uni hin und zurück Rad, aber das war es eigentlich groß; hin und wieder raffe ich mich zu Sit Ups auf.
Fitnesscenter hatte ich probiert, hat nichts gebracht, ich war kaum da.
Joggen kommt für mich nicht in Frage und längere Strecken mit dem Rad fahren (oder im Sommer skaten), dafür sind die Wege hier nicht ausgerichtet.
Unisport wollte ich dieses Semester anfangen, kam aber zu spät, es war alles voll.

Meine Mitbewohner hatten angeboten, mir beim Einkaufen zu helfen, keine Süßigkeiten etc. zu kaufen, aber was sollen sie machen, wenn ich sie dann anfahre und sage "Hin und wieder darf ich mir das ja wohl gönnen!?"
Aber das Hin und wieder ist halt ständig.
Ich habe in den letzten 2 Tagen vier (!!!) Pizzen gegessen, Schokolade kam auch noch dazu...

Und ich fühl mich furchtbar deswegen!
Ich fühl mich fett, ich fühl mich hässlich, ich hasse meinen Körper.
Ich WILL abnehmen - aber ich schaff es einfach nicht, diese Fressanfälle zu stoppen.
Ich finde immer Entschuldigungen, mir was zu kaufen oder was zu probieren und schon hasse ich mich wieder.
In letzter Zeit denk ich oft drüber nach, mir doch einfach den Finger in den Hals zu stecken nach dem Essen, konnte mich aber bisher noch beherrschen.
Meine Freunde sind alle genervt von meiner ständigen Essensrederei, sie meinen, ich meine das ja alles eh nicht ernst, sonst würde ich ja nicht ständig nachgeben.
Meine Mutter begrüßt mich jedes Mal, wenn ich nach Hause komme, damit, dass ich ja immer noch so fett sei und endlich abnehmen soll - sie habe es ja auch geschafft. Ihre Voraussetzungen sind aber auch ein wenig anders... und Hungern wie sie will ich eigentlich nicht, ich kenn ja den JoJo Effekt.

Ich befinde mich momentan in Therapeutischer Beratung, allerdings wegen anderer Dinge...
Vllt. sollte ich da meine Essensprobleme mal ansprechen?
Aber ich hab nur noch 9 Stunden, die möchte ich eigtl. lieber für anderes aufwenden...


So... jetzt hab ich mich mal ausgelassen...
Würde mich über Kommentare freuen.

Lg,
Jalin

#1


34 Antworten ↓
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Isi
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Hallo Jalin,

darf ich hier ein bisschen was dazugeben?

Ich schreibe dir unter anderem, weil ich genauso "groß" bin wie du und exakt das gleiche Gewicht habe. Meine Geschichte mit Diätversuchen, Abnehmen, wieder Zunehmen etc., ist zu lang, um sie hier aufzuschreiben (ist ja dein Thread), aber meine heutige Meinung zum Thema ist, dass man nur abnehmen kann, wenn man erstmal den IST-Zustand akzeptiert. Sich selbst und seine Bedürfnisse (auch die körperlichen Bedürfnisse) annimmt, wie sie nun mal sind. Nicht jeder Mensch lebt gern asketisch, und das ist vollkommen in Ordnung so. Kluge Tipps und Sprücheklopfen von anderen hin oder her.

Aus deinen Zeilen spricht sehr viel Wut und Aggression gegen dich selbst. Du verachtest dich regelrecht für deine "Schwäche", lässt dir von deiner Mitbewohnerin Tipps geben, du beschäftigst dich rund um die Uhr damit, warum du nicht beherrschter essen kannst. Warum, frage ich dich, ist eine schlanke Figur so wichtig für dich? Warum darf ein Mensch keine Schwäche haben? Du hast Übergewicht, das ist so, ich hab auch Übergewicht, aber es ist nicht gesundheitsgefährdend viel, und sieht auch nicht besondern auffällig aus. Das denkst du dir nur selbst, diese Vorstellung machst du dir selbst, und diese Vorstellung bringt dich dazu, dich selbst immer weniger zu mögen.

Versuch doch, mal einen Tag lang, genau das zu essen, worauf du Appetit hast. Also nicht nen Joghurt mit Müsli zu frühstücken, "weil das gesund und kalorienarm ist", sondern dir, falls dir der Sinn danach steht, ein Omelett mit frischen Brötchen zuzubereiten. Oder nicht mittags einen Salat und Vollkornbrot zu essen, "weil das gutes Essen ist", sondern dich nach deinem Bauchgefühl zu entscheiden: Was möchte ich essen? Worauf habe ich Appetit?
In anderen Worten: Gönn dir das, worauf du Lust hast, und zwar rechtzeitig. Denn deine sogenannten "Fressanfälle" könnten auch bedeuten, dass dein Körper sich auf diese Weise holt, was du ihm sonst nicht gönnst. Was ist so falsch und schlimm daran, gerne gut zu essen, und auch mal etwas zu sich zu nehmen, das scheinbar ungesund ist und dick macht?

Wenn ich zu Mittag Nudeln mit einer gehaltvollen Soße und einen leckeren Salat (nein, nicht den, den man nur mit Salz und Zitronensaft anmacht) esse, bis ich satt bin, brauche ich bis abends nichts mehr. Wenn ich dagegen nur eine Suppe und etwas Salat esse, fängt mein Magen nach zwei Stunden wieder an zu knurrren...und ein "Fressanfall" ist vorprogrammiert. Iss dich satt, und versuch, den Gedanken an Kalorien auszublenden. Gib deinem Körper das, was er braucht, und ohne schlechtes Gewissen, dann wirst du (außer es liegt tatsächlich ein gesundheitliches Problem vor), keine solchen Fressanfälle mehr haben. Warum auch? Du bist ja satt, und hast gut gegessen. Du hast dir was gegönnt, und das ist vollkommen ok.

Dies nur als kleine Anregung ; - )

Liebe Grüße, Isi

19.11.2010 13:07 • #17


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Hallo Jalin,

Essstörung ja oder nein / Probleme mit dem Essen

x 3#3


A

Annatomie
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Hallo Jalin,

herzlich Willkommen bei uns. Wundere dich nicht- ich habe aus deinen Zahlenangaben Wörter gemacht. Lies dazu gern die Info im Forum; wir machen das, weil Zahlen mehr ins Auge springen und ordentlich triggern können.

Aus deinem Beitrag höre ich heraus, dass du mit der momentanen Situation sehr unglücklich bist. Du scheinst alles zu versuchen und täglich wieder festzustellen, dass du es auf diesem Weg nicht schaffst. Das ist anstrengend und frustrierend.
Dass du schon mal geschafft hast, soviel abzunehmen, macht den Druck wahrscheinlich noch größer, weil es so aussieht, als könntest du es ja theoretisch und seist nur jetzt zu undiszipliniert. Dazu erstmal: Es ist leichter abzunehmen, als das Gewciht zu halten.

Aber erstmal zu etwas anderem: Kannst du dir vorstellen, dass dein Essverhalten mit deiner allgemeinen psychischen Situation im Zusammenhang steht? Du schreibst, dass du in Therapie bist und dass es dort um etwas anderes geht. Kann das eine etwas mit dem anderen zu tun haben?
Wenn es so sein sollte, ist es vielleicht wirklich eine gute Idee, das Essverhalten dort anzusprechen, auch wenn du nur noch so wenige Stunden hast. Zumal es dich ja in deinem Wohlbefinden stark beeinträchtigt. Machst du eine Verhaltenstherapie? Kommt eine Verlängerung theoretisch in Frage? Und vor allem: Hast du das Gefühl, dass die Therapie dir hilft?

Soviel erstmal,
Grüße Anna

06.11.2010 09:47 • #2


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Hallo Jalin,

herzlich Willkommen bei uns. Wundere dich nicht- ich habe aus deinen Zahlenangaben Wörter gemacht. Lies dazu gern die Info im Forum; wir machen das, weil Zahlen mehr ins Auge springen und ordentlich triggern können.

Aus deinem Beitrag höre ich heraus, dass du mit der momentanen Situation sehr unglücklich bist. Du scheinst alles zu versuchen und täglich wieder festzustellen, dass du es auf diesem Weg nicht schaffst. Das ist anstrengend und frustrierend.
Dass du schon mal geschafft hast, soviel abzunehmen, macht den Druck wahrscheinlich noch größer, weil es so aussieht, als könntest du es ja theoretisch und seist nur jetzt zu undiszipliniert. Dazu erstmal: Es ist leichter abzunehmen, als das Gewciht zu halten.

Aber erstmal zu etwas anderem: Kannst du dir vorstellen, dass dein Essverhalten mit deiner allgemeinen psychischen Situation im Zusammenhang steht? Du schreibst, dass du in Therapie bist und dass es dort um etwas anderes geht. Kann das eine etwas mit dem anderen zu tun haben?
Wenn es so sein sollte, ist es vielleicht wirklich eine gute Idee, das Essverhalten dort anzusprechen, auch wenn du nur noch so wenige Stunden hast. Zumal es dich ja in deinem Wohlbefinden stark beeinträchtigt. Machst du eine Verhaltenstherapie? Kommt eine Verlängerung theoretisch in Frage? Und vor allem: Hast du das Gefühl, dass die Therapie dir hilft?

Soviel erstmal,
Grüße Anna

#2


Jalin
Hey, danke für deine Antwort!

Ja, das mit den Zahlen hatte ich gelesen, nur vergessen zu beachten, danke für's Ändern!

Hm, ja, Gewicht halten ist definitiv anstrengender... aber das ist dennoch so schwer einzusehen :(
Wie du sagst, der Druck ist groß, auch von zuhause aus, weil man es ja schon mal geschafft hatte.

Ich denke mal, dass meine Freundin recht hat und ich einfach alles mit Essen kompensiere.
(Im Gegensatz zu Alk. oder Zig., beispielsweise)
Aber ja, ich denke schon, dass mein psychischer Zustand viel damit zu tun hat - Kompensierung, wie gesagt.

Es ist eigentlich noch keine Therapie, nur eine Beratung, da hab ich halt nur 10 Stunden, die von der Uni gestellt werden.
Um nen Therapieplatz bemüh ich mich noch, aber die Listen sind lang...
Ich hatte bisher auch erst eine Stunde, aber ich komm mit dem Berater sehr gut klar und ja, ich denke schon, dass es mir hilft....

Meine Mitbewohnerin hatte heute die Idee, dass ich mir doch einen 'Schlemmertag' in der Woche gönnen könnte und sie würde halt immer bis zu dem Tag meine sündigen Süßigkeiten für mich aufbewahren, damit ich etwas habe, auf dass ich mich freuen kann und so den Rest der Woche besser durchhalte...
Vielleicht hilft das ja.

Gruß,
Jalin

#3


X
Hallo Jalin,

also wie es scheint, zumin. mir, hast du auch keine Essstörungen. Das du mal Frustessen machst ist ja nachvollziehbar und hat sicher jeder von uns mal. Also ich kenne das gut. Auch deine Situation ist mir nicht fremd. Ich habe/hatte ein ähnliches Problem.
Auf einmal nahm ich zu ohne jegliche Veränderung in meiner Ernährung. Dazu kam bei mir eine dauerhafte Müdigkeit dazu und ich ging zum Arzt, weil ich mich einfach krank und schlapp fühlte. Meine Ärztin machte dann ein Bluttest und überprüfte auch meine Schilddrüsen-Werte. Die weichten den Normwerten ab und ich musste zu einer Schilddrüsendiagnostik und da stellte man fest, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe.
Jetzt nehme ich morgens immer meine Tabletten und es geht damit viel besser und meine Gewichtszunahme kam durch die Unterfunktion der Schilddrüse. Ich habe schnell bemerkt, dass mein Gewicht sich reduzierte.

lg

#4


Jalin
Ich hatte vor ein paar Jahren schon mal einen Schilddrüsentest, da kam aber nichts bei raus.
Kann sich sowas noch entwickeln?
Würde es also Sinn machen, den Test noch einmal zu machen?

#5


X
Zitat von Jalin:
Ich hatte vor ein paar Jahren schon mal einen Schilddrüsentest, da kam aber nichts bei raus.
Kann sich sowas noch entwickeln?
Würde es also Sinn machen, den Test noch einmal zu machen?

Ich habe gelernt, dass die Schilddrüsen-Werte ab Mittag sich normalisieren können. Deshalb sollte die Diagnostik so früh wie möglich gemacht werden und dann auf nüchternem Magen. In ein paar Jahren kann sich eine Menge entwickeln.
Bei mir wurd davor auch immer ein Test gemacht, weil meine utter auch eine Schilddrüsenunterfunktion hat, aber da kam nie was raus und dann erst durch einen "Zufall".

#6


Jalin
Ich hab morgen früh - nüchtern - einen Termin zur Blutabnahme.
Mal schaun, was bei rauskommt.

Meine Mitbewohnerin meint, wenn ich krank wäre, hätte ich doch nur wieder eine Ausrede, warum ich nicht abnehme...
Ich persönlich möchte es aber wissen, immerhin, vllt. kann ich mich dadurch selbst beruhigen, denn dann wüsste ich wenigstens, es liegt nicht NUR an meinem schwachen Willen...

#7


A
Hallo,

wenn es dir hilft, lass deine Werte nochmal checken. Die Bluttests sind relativ sicher. Somit schließt du zumindest aus, dass es damit zusammenhängt. Deiner Beschreibung nach halte ich es für unwahrscheinlich. Du isst ja bewusst an manchen Stelle zuviel und zu ungesund. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse ist es eher so, dass die Gewichtszunahme scheinbar ohne Grund eintritt. Was natürlich im Zusammenhang stehen könnte, sind durch die Schilddrüse verursachte depressive Verstimmungen und das kompensatorische Essen.
Geh zum Arzt und frag gezielt nach, wenn es dir hilft. Und auch sonst kannst du jederzeit beim Arzt nach Hilfe zur Ernährungsumstellung fragen. Vielleicht kann er selbst helfen oder aber dich an einen spezialisierten Kollegen verweisen. Ich würde aber versuchen, die psychischen Einflüsse nicht zu vergessen. Sie sind am schwersten zu beheben, haben aber meist den größten Einfluss ;-)

Gruß Anna

#8


Jalin
Hatte heute Blutabnahme, Donnerstag weiß ich mehr.
Hatte bei meiner Ärztin schon mal ne Weile ne Ernährungsberatung, allerdings wollte sie nur, dass ich Unmengen an Kohlenhydraten esse und dadurch hab ich nur noch mehr zugenommen.
Ohne hat es besser geklappt, nur muss ich mich darauf erst wieder einstellen...

#9


X
und? Alles Ok mit den Blutwerten?

#10


Jalin
Ja, die Blutwerte sind, schildrüsentechnisch, okay.
Nur mein Eisenwert ist zu niedrig, weswegen ich nicht mehr Blut spenden darf.
Eine Bekannte hat mir allerdings geraten, mehr Tests machen zu lassen, bei ihr waren die Blutwerte auch negativ, aber andere Tests haben dann doch eine Unterfunktion gezeigt.
Das werd ich also nächstes Jahr mal machen.

Dennoch muss ich mir jetzt also doch komplett die Schuld geben, dass ich nicht abnehme...
Bin also nicht willensstark genug, wie schon vermutet.

Oh, und sie meinte, meine Schlafprobleme kommen vllt. auch durch meine psychischen Probleme und sollten sich ja durch die Therapie erledigen denk04
Eigentlich bräuchte ich aber eher jetzt ne Lösung dafür, nicht in 6 Monaten...

#11


X
Hat dir das dein Allgemeinmediziner gesagt, dass die Therapie helfen soll? Am Besten gehst du deswegen noch einmal zu einem Neurologen, Psychologen oder Psychiater, die können dir besser helfen und besser Ratschläge geben wie du voran gehen sollst.

Zu den Schilddrüsenwerten: Bei mir war der Wert nur leicht unter Durchschnitt, aber meine Ärztin wollte sicher sein (da meine Mutter auch eine Unterfunktion hat) und hat eine Schilddrüsendiagnostik verordnet und die muss auf jeden Fall morgens oder vormittags stattfinden. Bei der Diagnostik stellte sich dann heraus und ich bekam Tabletten verordnet.

und hast du was gegen deinen Eisenmangel bekommen? Damit sollte man auch nicht spaßen.

#12


Jalin
Ja, das war meine Hausärztin, ich werd bei der nächsten Therapie- bzw. Beratungsstunde mal schaun, ob ich die Schlafprobleme ansprechen kann...

Ich werd wegen der Diagnostik nächstes Jahr noch mal hingehen, im Moment ist mein Terminkalender so voll...
Und die Ärztin geht auch noch in Urlaub für 3 Wochen.
Ist ja auch nicht so, als würde es unglaublich eilen.

Nein, hab wegen des Eisenmangels nichts verschrieben gekriegt, seltsam genug.
Aber anscheinend ist es ja doch nicht so schlimm, wenn sie mir nichts gibt...

#13


Jalin
Heute ist mal wieder Montag.

Am Wochenende hatte ich nen totalen Zusammenbruch und habe einfach nur gefressen... nicht mal richtige Sachen, nur Unmengen an Schokolade, Chips und anderen Dreck.
Ich versuche mich jetzt wieder zusammen reißen und hab zum Frühstück mit meinem normalen Joghurt mit Birnen und Trauben gegessen...
Hoffe, ich krieg den Dreh diesen Monat noch wieder raus, dann wird es mir vielleicht leichter fallen, den Advent und die Weihnachtszeit zu überstehen.
Momentan ist der Drang sehr groß, einfach alles bis Januar hinzuschmeißen, aber das ist ja auch keine Lösung 032.gif

Jedenfalls war ich am WE wieder nahe dran, mir den Finger in den Hals zu stecken.
Auch der Drang danach wird irgendwie immer größer, nur kann ich mich bisher noch beherrschen... aber ich weiß nicht mehr, wie lange noch, wenn ich noch mehr solcher Fressanfälle kriege...

#14


A


Hallo Jalin,

x 4#15


A
Hallo Jalin,

ich kenne das, was du beschreibst, sehr gut. Ich wollte an dieser Stelle nur nochmal darauf hinweisen, dass ich die Unterfunktion der Schilddrüse nach deinen Erzählungen für immer unwahrscheinlicher halte. Bei Essanfällen, wie du sie beschreibst, ist es nicht wirklich verwunderlich, dass du an Gewicht zunimmst.

Was aber sehr wichtig ist: Die Schlussflogerung, dass es dann an deiner Disziplinlosigkeit liegen muss, ist in meinen Augen nicht so einfach. Natürlich bist du es, die nachgibt. Aber dafür kann es tausend Gründe haben, gegen die man- schon rein biologisch- ganz schwer ankommt. Depressionen, Fehlernährung, Gewohnheit...alles Dinge, die dazu führen können, dass man dem Muster immer wieder nachgeht. Allein ist es schwer, diese Verhaltensweisen zu beobachten, verstehen und umzulenken.

Ich würde dir daher nach wie vor empfehlen, dieses Thema zum Bestandteil (d)einer Therapie zu machen. Mit den ewigen Selbstvorwürfen, du seiest zu undiszipliniert, fett und hässlich, machst du es wahrscheinlich noch schlimmer, weil du damit deine Depression "fütterst".

Gruß Anna

#15

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