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Entzugserscheinungen bei Venlafaxin

Disney

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Hallo, ich habe jahrelang Venlafaxin 150mg genommen. Das dieses Medikament bei Absetzen Entzugserscheinungen auslöst,ist mir bekannt.
Doch hatte ich nun diese Entzugserscheinungen während der Einahme.
Ich bin zu meinem Arzt, dieser meinte er möchte es mit Duloxetin 60mg versuchen, gesagt getan.
Die Entzugserscheinungen würden aufhören hat der Arzt gesagt.
Ab dem nächsten Tag habe ich Duloxetin genommen.
Nach 14 Tagen waren die Entzugserscheinungen immernoch da. Mein Arzt hatte Urlaub, also bin ich zu seiner Vertretung.
Dieser meinte, die Entzugserscheinungen kommen vom Venlafaxin und daran ändert auch die Einnahme vom Duloxetin nichts. Ich soll bitte erstmal keine Medikamente mehr nehmen, viel trinken damit alles aus meinem Körper ausgeschwemmt wird.
Ich bin jetzt seitdem 1.3.2019 komplett ohne Medikamente und weiss nicht wie ich das weiterhin aushalten soll.
Diese sch. Entzugserscheinungen sind immernoch da, wir reden mittlerweile von über 2 Wochen.
Das Leben ist so schon nicht mehr schön mit diesen sch. Depressionen aber nun ist es auch nicht mehr auszuhalten.
Am Donnerstag werde ich zu meinem Arzt gehen und bin gespannt was kommt.
Was ist wenn das Duloxetin bei mir keine Wirkung zeigt?
Was gibt es für Alternativen?
Wie lange muss ich diesen Zustand noch aushalten?
Fragen über Fragen in meinem Kopf.
Lg

05.03.2019 19:34 • #1


Moal

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Hallo,

ich habe meine Medikamente immer ausgeschlichen. Meist war die Empfehlung meines Arztes noch zu großzügig. Ich hab von daher immer in ganz kleinen Schritten ausgeschlichen. Noch langsamer als empfohlen.
Wenn ich das richtig verstehe bist du von einem Tag auf den anderen von 150mg Venlafaxin auf 60mg Duloxetin und nun mit allem auf 0? Wenn dem so ist, musst du ja Entzugserscheinungen haben. Verstehe die Empfehlung alles abzusetzen dann aber auch nicht.
Ich würde da zeitnah nochmal einen Facharzt fragen.

liebe Grüße

05.03.2019 20:07 • x 2 #2


maya60

maya60

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Ich habe 2017/18, nachdem es mir gut ging und ich mich immer mehr überdosiert fühlte, in Absprache mit meinem Facharzt Venlafaxin von 300 mg in 3 Monaten auf 225 mg, in weiteren 3 Monaten auf 150 mg, in weiteren 3 Monaten auf 75 mg, in weiteren 3 Monaten auf Einnahmepause reduziert.

So langsam war es nicht von meinem Arzt verordnet, aber ich weiß ja, dass ich auf Medikamentenumstellung hochsensibel reagiere.

Wenn du magst, kann ich dir aus einem anderen Thema kopieren, wie genau ich vorging. Das ist zwar alles individuell unterschiedlich, aber vielleicht doch eine Orientierung?

Ich hatte keine Absetzerscheinungen, aber nach ca 5-6 Wochen Einnahmepause begannen wieder depressive Symptome. So konnte ich genau feststellen, wo ich stand: Heute nehme ich dauerhaft Venla 150 mg ein.

Venlafaxin hat eine starke Wirkung. Die Nebenwirkungen beim Einschleichen und Höherdosieren, bei dem ich schneller vorgehe als beim Ausschleichen sind bei mir immer eine Verstärkung meiner depressiven Symptome.

So vermute ich, dass Absetzsymptome auch eine Verstärkung der depressiven Symptome sein könnten. Dazu könnten noch die "normalen" depressiven Symptome kommen, wenn die Dosierung zu niedrig wird.

Mein Doc würde mich nie ein alternatives Antidepressivum nehmen lassen, bevor Venla nicht 2 Wochen abgesetzt wäre nach dem Ausschleichen, das war damals bei mir Umstellung von Citalopram auf Venlafaxin auch schon so.

Auch meine Psyche reagiert stark psychosomatisch auf Unsicherheit wie zu abrupte Änderung bei Medikamenten.

05.03.2019 20:52 • x 1 #3


Disney

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Ich hätte das Venlafaxin gerne weiter genommen aber warum hatte ich diese Entzugserscheinungen schon als ich es noch regelmäßig genommen habe?
Da war an Absetzen ja noch garnicht zu denken.
Vielleicht hätte es höherdosiert geholfen?
Keine Ahnung.

05.03.2019 20:58 • #4


maya60

maya60

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Wenn du es regelmäßig in unveränderter Höhe genommen hast, waren es keine "Entzugserscheinungen". Ich weiß nicht, ob der Begriff "Entzugserscheinungen" stimmt, denn der setzt eine Sucht voraus. Absetzsymptome können aber genauso wie beim schnellen Gewöhnen an Venlafaxin Nebenwirkungen sein, weil der Körper sich enorm eingewöhnen muss bei einem derart hoch wirksames Medikament.

Ob es depressive Symptome waren, weil du eine höhere Dosierung brauchtest, weiß ich nicht, aber es kann gut sein.

Wenn du statt 150 mg schnell auf eine niedrigere Dosis hinunterdosiert hast, können es gut Absetzsymptome gewesen sein. Denn auch wenn du neu anfängst mit täglich 75 mg Venla oder von 75 mg auf 150 mg plötzlich täglich erhöhst, bekommst du meistens für eine Weile Nebenwirkungen, die hinterher verschwinden.

Ein abrupter Unterschied von 150 mg täglich beim Einschleichen oder Absetzen stelle ich mir brutal vor.

Genauso wie beim Einschleichen und Höherdosieren wird es auch beim Herunterdosieren sein, wenn es schnell geschieht.

05.03.2019 21:07 • x 1 #5


maya60

maya60

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Genauso wichtig wie die fachärztlichen Anweisungen und Infos ist die eigene Selbstbeobachtung, vor allem, wenn du mehr als 1 Psychopharmakum einnimmst.

Dann kommt noch dazu, ob du jahreszeitlich oder situativ (Stressereignisse) unterschiedliche Dosierungen brauchst wie ich z.B, mit meinem Winterblues.

Momentan gehe ich z.B. der These nach, ob, wenn ich die höhere "Winterdosierung" auch im Frühling/Sommer beibehalte, der Winterblues erst gar nicht so stark ausfällt, denn mit Citalopram früher fiel der Winterblues mal ganz aus bei einer höheren Dosierung wegen akuterer Beschwerden auch im Sommer in dem Jahr.

Wichtig ist auch noch, sich bewusst zu machen, dass die Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin (und Dopamin?), die mit Venlafaxin "erhöht" werden, nicht nur auf die depressiven Symptome wirken, sondern eben auch auf viel mehr Bereiche, was man ja auch an den bleibenden Nebenwirkungen merken kann.

Wenn da zu abrupt ein Zustand verändert wird, kann das Chaos ergeben, sonst hieße das ja auch, dass das Medikament nicht wirkt, wenn es einfach so absetzbar wäre.

05.03.2019 21:19 • #6


Disney

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Es waren exakt dieselben Symptome wie ich sie jetzt seit Wochen habe. Ich werde sehen was am Donnerstag der Arzt sagt. Lg

05.03.2019 21:23 • #7


maya60

maya60

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Ich drücke dir die Daumen, dass du weiterkommst!

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mehr auch hier:

absetzsymptome-bei-antidepressiva-wie-venlafaxin-mirtazapin-t22420.html

05.03.2019 21:24 • #8


Luna1985

Luna1985

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Ich teile hier mal meine Erfahrung mit dem Medikamentenwechsel:

Hatte bisher 150mg Venlafaxin, da es aber bei der Angst keine ausschlaggebende Wirkung gezeigt hat nach der Erhöhung, wurde es abgesetzt und ich nehme jetzt Escitalopram. Der Übergang ging relativ glatt, ich war nur etwas "manisch" vom Esci; aber das Ausschleichen vom Venlafaxin ging super. Habe bei der 37,5mg immer um eine Minitablette reduziert, die in der Kapsel drin sind und gleichzeitig wurde das Escitalpram auf 15mg hochdosiert.

Die Angst geht jetzt bzw kann ich mich besser regulieren, wenn sie aufkommt. Leider hilft das Esci gar nicht gegen die Depression, es wurde wieder schlimmer. Müdigkeit, keine Konzentration, Müdigkeit (die Doppelnennung ist Absicht :wink: ).

Deshalb wurde jetzt mit Reboxetin gegengesteuert. Nehme es erst seit heute. Also mal sehen:)

LG und gute Nacht
Luna

21.03.2019 02:29 • #9


rambo

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ich habe jahrelang fluoxetin genommen und als ich in der klinik war haben sie 20mg fluoxetin gegen 300mg venlafaxin auf einen schlag ausgetauscht.da ich aber sehr starke nebenwirkungen hatte,habe ich vorgestern die 300mg venlafaxin auf einmal abgesetzt und mache nun die Hölle durch.ich habe auch angst das es noch schlimmer wird.wielange wird es wohl andauern?

Vor 2 Stunden • #10


bones

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Ich würde wieder venlafaxin nehmen, damit die nebenwirkungen/ erzugerscheinungen nicht mehr so stark bleibt. Dann langsam reduzieren und ausschleichen lassen. Sofort alles auf einmal weglassen ,ist keine gute Idee. Bei deiner hohen Dosis sowieso nicht. Rede am besten mal mit dein arzt/in darüber. Solch Personen können dir genau sagen,wie du was zu machen hast.

Vor 2 Stunden • #11




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