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EMR abgelehnt wegen Reha-Verweigerung

Anni84

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Hallo,

ich bin leider sehr verzweifelt, weil ich mittlerweile weder ein noch aus weiß! Ich hoffe sehr, hier ein paar Antworten zu erhalten und wäre über jeden Rat und Tip dankbar!

Ich beziehe schon seit einigen Jahren Erwerbsminderungsrente. Alle 2 Jahre wird dies neu geprüft. Im März lief sie regulär aus, im Juli musste ich zu einer Begutachtung, seither bekam ich sie monatlich nur vorläufig gewährt.
Im Oktober erhielt ich ein Schreiben, in dem ich dazu aufgefordert wurde, an einer Reha-Maßnahmen teilzunehmen, da mir sonst die EMR nicht mehr bewilligt würde. In einem ausführlichen Schreiben habe ich erklärt, warum es mir nicht möglich ist, diese Reha anzutreten. Ich war immer schon gegen einen klinischen Aufenthalt, da ich panische Angst vor Krankenhäusern habe, bzw. ich nur in ein Krankenhaus würde, wenn es um eine ambulante Behandlung geht. Es bereitet mir Panik, in einer fremden Umgebung bleiben zu müssen, vor allem, wenn ich nicht mein sicheres, familiäres Umfeld in meiner Nähe habe. Auch ist es so, dass ich an keinen gruppentherapeutischen Maßnahmen teilnehmen möchte. Ich möchte einfach nicht die Erlebnisse und Erfahrungen anderer Patienten hören und noch viel weniger möchte ich mein eigenes Leben mit fremden Menschen teilen müssen. Ich verstehe nicht, was daran verwerflich ist!? Und dann kommt noch hinzu, dass auch viele andere Angebote nichts für mich sind. Ich habe mal eine ambulante Therapie bei einer niedergelassenen Therapeutin abbrechen müssen, die ich zwar sehr gerne möchte, aber sie wollte mit mir immer wieder verschiedene Entspannungsübungen machen. Mir ging es immer und immer schlechter, bis ich dann mit einer Ärztin darüber sprach. Sie gab mir das gute Gefühl, dass es nicht meine Schuld sei, sondern solche Dinge schlicht und ergreifend nicht für jeden Menschen das Richtige sind. Mich haben diese Übungen jedes Mal nur aggressiv gemacht.
Ich bekam daraufhin ein Schreiben zur Aufforderung, an einer tagesklinischen Maßnahme teilzunehmen, obwohl aus meinem vorigen Schreiben deutlich hervor ging, dass weder ein stationärer noch ein teilstationärer Aufenthalt für mich das Richtige ist. Deshalb setzte ich erneut ein Schreiben auf und auch meine Neurologin (dort bin ich in Behandlung, von ihr bekomme ich monatlich ein Schlafmedikament) schrieb ein Attest.
Nun ist das passiert, was zu befürchten war; die weitere Rente wurde abgelehnt, da ich die Reha-Maßnahmen verweigere.
Ich hatte zudem extra noch darauf hingewiesen, nächstes Jahr im Frühjahr umzuziehen und mich an meinem neuen Wohnort nach einem niedergelassenen Therapeuten umsehen zu wollen, um dort eine ambulante Therapie machen zu können.
Ich bin verzweifelt! Ich lehne diese Maßnahme doch nicht aus Spaß an der Freude ab, sondern weil sie einfach nicht zu mir passt! Der Arzt, bei dem ich zur Begutachtung war, kennt mich doch gar nicht und hat auch nicht so, wie bei vorigen Begutachtungen, mit mir ein richtiges Gespräch geführt, um mich kennenzulernen. Er hat einfach nur eine Reihe von Fragen gestellt, die nichts mit meinen vorigen Antworten zu tun hatten. Es war, als seien das irgendwo notierte Standard-Fragen. Ich habe mich so wenig ernstgenommen und beachtet gefühlt, da er teilweise schon anfing in sein Aufnahmegerät zu sprechen, noch während ich redete. Und eine Aussage kann ich am aller wenigsten vergessen. Er sagte recht zu Anfang, er könne nicht verstehen, warum ich Rente beziehen müsse, ich wirke doch ganz fit.
Ich wurde als Kind von meinem Erzeuger missbraucht, verhielt mich auffällig, konnte aber nie mit jemanden darüber sprechen, weil ich es wohl für mich so abgespalten hatte. Meine Mutter war alleinerziehend mit 4 Kindern und überfordert mit so einem auffälligen Kind wie mir. Ich war aggressiv, sie wusste keinen Rat, bekam auch keine Hilfe. Und so nahm es seinen Lauf, dass sie viel und oft im Umgang mit mir falsch gehandelt hat, was alles noch schlimmer machte. Sie fragte mich zwar oft, ob mein Vater was mit mir machen würde, aber ich konnte es ihr nicht sagen. Heute bin ich ihr nicht mehr böse darüber, wie sie mich behandelt hat, sie war überfordert und wusste schließlich nicht, was mit mir stimmt. Aber es ändert nichts daran, dass es alles nur noch verschlimmert hat.
Schon in der Grundschule wurde ich gemobbt, ich hatte oft Bauchschmerzen und wollte nicht mehr zur Schule. Mit 11 wollte ich sterben, fing an, mir in die Arme zu schneiden. Das war da schon kein einfaches "Ritzen". Mit 14 wurde ich dann schwanger. Ich war nicht dumm, ich war aufgeklärt. Aber ich war so naiv und glaubte, so aus allem rausgekommen, mit meinem Freund zusammenziehen zu können und eine eigene Familie haben zu können. Stattdessen rastete meine Mutter völlig aus, es eskalierte und ich wurde völlig überzogen vom Jugendamt mit der Polizei im 7. Monat schwanger wie eine Schwerverbrecherin aus der Wohnung geholt. Man mag es nicht glauben, aber ich habe tatsächlich nichts getan, wurde aber behandelt, als sei ich ein Täter. Ich wurde in eine Einrichtung in eine andere Stadt gebracht. Das war traumatisch und definitiv einer der Gründe, warum ich keinen Klinikaufenthalt schaffen würde.
Als meine Tochter geboren wurde, wollte ich schnellstmöglich aus dem Krankenhaus, musste aber noch eine Woche bleiben. In der Einrichtung hatte sie zwar ein eigenes Zimmer, aber sie schlief mit in meinem Bett. Eine Mitarbeitern war sehr dagegen, da sie meinte, die Kleine könne aus dem Bett fallen, oder ich könne mich auf sie drauflegen. Sie drohte mir sogar damit, mir die Kleine wegzunehmen. Mein Bruder ist Tischler und baute ein Bettgitter, so dass gewährleistet war, dass sie nicht aus dem Bett fallen kann und die Betreuerin nicht weiter so ein Theater macht. Mit ca. 3 Monaten hatte meine Tochter Atemaussetzer, was ich glücklicherweise einen Abend mitbekam, da ich noch wach war. Ich schüttelte sie und rannte sofort zum diensthabenden Betreuer. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie eine Woche bleiben musste. Es gab als Eltern die Möglichkeit, in einem Nebenzimmer immer dort zu bleiben, was ich die ganze Woche tat. Ich teilte mir das Zimmer mit einer anderen Mutter, eine erwachsene Frau, die sehr nett war. Während ich bei allem beobachtet wurde, was ich mit meiner Tochter machte, war das bei ihr nicht so. Als wir einen Abend darüber sprachen, war ihr das völlig unverständlich. Ich fühlte mich zum ersten Mal ernstgenommen!
Da ich wieder Kontakt zu meiner Mutter hatte, gab sie mir vor der Entlassung den Hinweis, nach einem Überwachungsgerät zu fragen. Meine Tante habe so etwas damals mitbekommen, als mein Cousin Atemaussetzer hatte. Die Krankenhausmitarbeiterin sagte jedoch, so etwas sei nicht nötig.
Meine Tochter war 2 Wochen später tot und ich hatte es nicht bemerkt. Sie lag neben mir im Bett. Ich schrie, es kam eine Betreuerin, der Krankenwagen wurde gerufen, sie wurde mir aus den Armen gerissen, versucht zu reanimieren, dabei war sie schon kalt, es war zu spät. Man brachte sie weg und mich in ein Krankenhaus. Ich durfte sie irgendwann beim Bestatter nur nochmal kurz sehen, hinter einer Glasscheibe. Ich konnte mich nie von ihr richtig verabschieden. Ich weiß, eine Obduktion ist Pflicht, aber als ich den Anruf bekam, meine Einwilligung dazu geben zu müssen. Es hätte auch eh nichts gebracht, es abzulehnen, da es sonst angeordnet würde. Aber für mich war es, als müsse ich meine Einwilligung dazu geben, mein Kind aufschneiden zu lassen. Ich konnte es nicht beschützen. Beim Bestatter passierte es mir, dass ich sagte, sie solle eine bestimmte Jacke anziehen, damit sie nicht friert.
Die eine Betreuerin fragte, ob ich mich auf sie draufgelegt hätte. Ich lag am Morgen da, wie ich eingeschlafen war und die Obduktion bestätigte den plötzlichen Kindstot.
Ich konnte mein Kind nicht beschützen und weil ich so jung war und nicht ernstgenommen wurde, ist sie gestorben. Es ist gefühlt meine Schuld!
Seitdem kann ich nicht mehr nachts schlafen. Ich bin mittlerweile älter und kann sagen, dass mich nachts jedes kleinste Geräusch weckt, ein schnarchender Partner für mich hingegen die absolute Beruhigung ist. Ich weiß dann, er lebt. Ich spüre genau, wann die Atmung komisch wird und bei manch einem, wenn die Atmung aussetzt. Und obwohl ich auch da nachts immer in alarmbereitschaft bin, bin ich morgens entspannter, als in ruhigen Nächten, in denen mein Gehirn immer darauf wartet, dass etwas passiert.
Mit 17 war ich so naiv, geplant ein Kind zu bekommen. Denn auch, wenn ich bei meinem ersten Kind selbst noch Kind war, änderte das nichts daran, dass ich meine Tochter geliebt habe und ihr Tod eine Lücke verursacht hat. Es war das Schlimmste, was ich tun konnte, diese Lücke mit einem anderen Baby schließen zu wollen. Aber ich hatte keine Hilfen und ich wusste nichts von meinen psychischen Problemen, die ich schon zu lange hatte und mit allem, was passierte, nur noch schlimmer wurden.
Mein damaliger Partner war 3 Jahre älter und wollte ebenfalls ein Kind. Unser Sohn entstand also völlig geplant von Anfang an. Die Beziehung zerbrach dennoch noch während der Schwangerschaft. Zur Geburt war meine Familie im Urlaub, glücklicherweise war wenigstens meine Schwägerin für mich da. Im Krankenhaus verlief es nicht schön. Ich wurde unter anderem dazu aufgefordert, nicht so laut zu schreien, das würde anderen Angst machen. Ich hatte keine PDA und hatte Schmerzen. Ich verließ das Krankenhaus am nächsten Tag mit meinem Sohn. Er war glücklicherweise wohlauf und gesund, nur ich fühlte mich gar nicht gut. Aber ich wollte da weg! Die schlechten Erinnerungen lösten nur Panik in mir aus. Eine Freundin meiner Schwester kümmerte sich um mich und nahm mir meinen Sohn für ein paar Stunden ab, weil ich körperlich sehr angeschlagen war.
Es fehlte etwas. Und so sehr ich mich auch bemühte, es blieb etwas ganz Elementares aus: Das Gefühl zu meinem Kind. Heute würde ich sagen, es lag daran, dass die Lücke, die meine Tochter hinterlassen hat, so einfach nicht hätte versucht werden dürfen, sie zu schließen und alles wohl zu viel war und ich zusätzlich unter einer Wochenbettdepression litt. Aber ich war allein, ohne Menschen, die so genau hinsahen, um mir zu helfen. Und so wurde alles nur viel schlimmer.
Ich nahm Dro. (nicht, weil ich Dro. nehmen wollte, sondern weil ich meinen Kopf nicht mehr ausgeschaltet bekam), gab meinen Sohn letztendlich zu seinem Vater (es war kein Jugendamt, dass das bestimmt hatte, sondern ich selbst) und mein Leben geriet endgültig aus den Fugen. Irgendwann, als ich dachte, es ginge mir gut, füllten sich plötzlich Erinnerungslücken meiner Kindheit. Der Missbrauch. es waren Flashbacks. Ich realisierte, dass ich gravierende Probleme hatte. Ich war Anfang 20. Ich lernte jemanden kennen, der 10 Jahre älter war, als ich. Dank ihm schaffte ich es, mir Hilfe zu holen. Aber ich schaffte es leider nicht, an die Richtigen zu geraten und verlor zu oft den Mut.
Heute nehme ich keine Dro. mehr. Das war nie mein Leben. Man glaubt es kaum, aber mein Lebensplan war mal, zu studieren, richtig etwas aus meinem Leben zu machen. Folglich war ich nie von Dro. abhängig und hörte einfach irgendwann von jetzt auf gleich auf. Leider gab ich damit noch viel mehr auf. Ich gehe nicht mehr weg, habe alle Menschen hinter mir gelassen aus der Zeit, auch wenn das nicht nur "Dro.-Opfer" waren. Die Meisten gingen ja glücklicherweise einer Arbeit nach und hatten ein Leben. Aber sie brachten mich in meinem Leben dennoch nicht weiter. Das habe ich in Kauf genommen, auch sie zu opfern. Das bedeutet aber, dass ich nun keinen einzigen Freund mehr habe. Ich vereinsame, aber ich weiß, dass ich das andere Leben nicht zurück möchte.
Letztes Jahr habe ich das Glück gehabt, eine Ärztin zu finden, die mich sterilisiert hat. Ich hatte nach meinem Sohn immer panische Angst schwanger zu werden, obwohl ich die Pille nahm und häufig sogar noch ein Kond. dazu. Ich habe teilweise Schwangerschaftstests gemacht, selbst wenn es völlig unmöglich war, dass ich hätte schwanger sein können. Ich habe nach der Sterilisation eine Woche nur geweint. Ich wollte immer eine Familie, ganz klassisch ein gutes Leben, einen guten Job, ein einziges Kind. Vielleicht war dieses Kind meine Tochter, die starb. Meinen Sohn hätte ich einfach nicht bekommen dürfen. Es wäre nicht fair ihm gegenüber gewesen, ich hätte irgendwann nochmal ein Kind bekommen! Meine Entscheidung war reine Vernunft. Spätestens da ist aber auch endgültig mein Lebensplan gestorben.
Ich habe die Diagnosen PTBS, Borderline, Depressionen und Angststörungen. Ich habe es oft mit Medikamenten versucht, aber nichts half. Ich möchte meinem Körper damit nicht mehr schaden und ich möchte mich auch nicht mehr von einigen Medikamenten so fühlen, als sei ich auf Dro.. Das ist ein fürchterliches Gefühl! Ich habe es einige Male mit einer ambulanten Therapie versucht, aber nicht geschafft, es durchzuziehen. Meistens habe ich mich zu sehr unter Druck gesetzt. Und was viel schlimmer ist, ist, sobald ich da sitze, schaffe ich es nicht, allem die Wichtigkeit beizumessen, die es hat und dann kann ich nicht mehr darüber reden. Ich musste immer alles allein machen und wurde auch immer mit allem allein gelassen. Deshalb meinte der Gutachter auch, ich wirke doch ganz fit. Ich habe nach außen eine unfassbare Selbstbeherrschung. Ich breche nach außen nie zusammen und selbst meiner Familie gegenüber nur dann, wenn es wirklich alles für mich nicht mehr zu halten ist. Aber auch dann nur soweit, wie es wirklich absolut nötig ist und es so viel ist, bis ich mich wieder kontrollieren kann.
Ich weiß, das hier ist unglaublich viel Text. Aber das ist das, was ich nie irgendwo kann. Das ist das, worüber ich mit niemanden sprechen kann. Es ist aber auch das, wonach der Gutachter überhaupt nicht gefragt hat, obwohl er das gekonnt hätte, denn grundsätzlich müssten ihm ja die Unterlagen vorgelegen haben, in denen das vermerkt ist.
Ich werde nun kein Geld mehr bekommen und da mein Erzeuger dieses Jahr gestorben ist und ein Erbe ansteht, stellen sich auch andere Stellen quer, weil für die mit dem Erbe Mittel zur Verfügung stehen und es die nicht interessiert, dass dem nicht so ist, da noch reichlich Schulden aus dem Erbe zu begleichen sind und das Erbe derzeit auch nicht aus finanziellen Mitteln besteht und dies nicht in meiner Macht steht, es sofort zu Geld zu machen, zumal ich nicht die einzige Erbin bin. Die anderen Stellen stellen sich sogar quer, die Zahlungen als Darlehen auszustellen und das mit der Begründung von Steuerzahlern. Das ist kein Witz!
Ich kann den Ballast meines Lebens ohnehin schon kaum noch schultern und es kommt tagtäglich Neues hinzu (ich habe hier nur die gravierenden Ereignisse geschildert) und nun weiß ich noch nicht mal mehr, wovon ich finanziell existieren soll, habe Angst um meine Wohnung und alle anderen Rechnungen, der Druck erdrückt mich! Ich bin eigentlich eine Frühaufsteherin, aber mittlerweile schaffe ich es teilweise nicht mehr hoch, ich liege nur noch da und starre oft die Wand an, weil ich nicht mehr weiter weiß und mir die Kraft fehlt.
Letztes Jahr hat mein letzter Partner mich verprügelt, da wäre heute endlich mal Verhandlung gewesen. Letzte Woche bekam ich Post. Auch das ist kaum zu glauben, dass dieser Termin nun das 3. Mal seitens des Gerichts ohne Begründung verschoben wurde. Ursprünglich war es im August, da bekam ich 1 Woche vorher Post, der Termin würde verschoben. Im September dann die Mitteilung, der Termin sei im Oktober, direkt eine Woche später dann wieder die Umladung auf heute, aber, wie gesagt, letzte Woche dann die Nachricht, der Termin wird wieder verschoben und zwar auf den 1.April 2019. Da sind es dann aber fast 2 Jahre her, dass ich verprügelt wurde. Und auch damit bin ich allein, auch mit den Gefühlen, was das jedes Mal mit mir macht und dass ich damit all die Zeit über nicht abschließen kann.
Und nun muss ich mir noch selbst Vorwürfe machen, nur, weil ich einerseits aus vielen Gründen nicht in eine Klinik kann, auch nicht tagesklinisch und andererseits, weil es schlicht und ergreifend nicht das Richtige für mich ist. Ich werde gezwungen, meine Probleme auf eine Weise zu "beheben", mit der es mir überhaupt nicht gut geht! Das kann doch einfach nicht sein!?
Es tut mir unendlich leid, für die Länge meines Textes! Letztendlich kam es einfach über mich und als ich anfing zu schreiben, konnte ich einfach nicht mehr aufhören. Aber ich bitte ja auch um Rat und ich möchte, dass jemand versteht, dass ich nicht einfach Leistungen versuche zu fordern und nichts steckt dahinter, bzw. ich sei aus einfachem Unwillen nicht bereit dazu, etwas dafür zu tun.
Ich wäre so dankbar dafür, wenn mir jemand sagen könnte, was man vielleicht noch für Möglichkeiten in einer solchen Situation hat, oder Tips hat, wo und an wen man sich wenden könnte, um dort vielleicht noch Hilfe zu bekommen. Ich bin wirklich für alles dankbar, denn ich weiß wirklich nicht mehr weiter!

17.12.2018 12:28 • #1


ulysses

Hallo Anni84,

es ist unfassbar was Menschen ertragen müssen. Es ist aber gut dass du dir ein wenig Erleichterung verschafft hast (wie ich hoffe) uns wen wird der lange Text da stören!?
Du bist scheinbar eine sehr starke und intelligente Frau und hast noch lange nicht aufgegeben - weißt aber nicht weiter. Deine Problematik kann ich natürlich auch nicht auflösen aber ich kann dir sagen dass du Grundsicherung beantragen kannst so dass du nicht auf der Straße sitzt und verhungern musst. Dazu muss allerdings deine Rente endgültig abgelehnt sein.
Ich bleibe ja nicht der einzige der sich hier in deinem thread meldet also warte mal noch ab und wenn dich zusätzlich etwas quält dann ruhig hier nieder wenn du möchtest - es darf auch etwas mehr sein, ganz bestimmt.

17.12.2018 13:02 • x 1 #2


Anni84


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Hallo ulysses,

vielen lieben Dank erst einmal, was du da schreibst! Es bedeutet mir gerade sehr viel, auch einfach ein paar nette Worte zu lesen, auch wenn es mich gerade wieder zum Weinen bringt.
Ja, es hat zumindest im ersten Moment etwas Druck von mir genommen, weshalb es mir ab einem gewissen Punkt ja auch so schwer fiel, mit dem Schreiben aufzuhören. Es ist gerade wirklich das Limit dessen, was ich tragen kann, sehr weit überschritten.

Das mit der Grundsicherung hatte ich bereits versuchen müssen, denn bereits für Oktober hatte die Rentenversicherung angekündigt, das nicht sicher sei, ob sie die vorläufigen Zahlungen weiter leisten würden. Deshalb wandte ich mich an die Grundsicherung, die mir mitteilten, sie seien nicht zuständig, sondern das Jobcenter. Denn es ist wohl so, dass, wenn der Antrag der Rentenversicherung abgelehnt wird, wie es nun der Fall ist, ich als vermittelbar für den Arbeitsmarkt gelte. Ich war auch bereits beim Jobcenter. Das ist allerdings eine der Stellen, die sich mit der Zahlung schwer tun, da ich geerbt habe. Wie ich aber bereits schrieb, besteht das Erbe derzeit noch nicht aus finanziellen Mitteln und es lässt sich auf die Schnelle auch nicht dazu machen. Ich habe mehrfach gesagt, dass ich nicht Alleinerbin bin und es diesbezüglich auch Probleme gibt, weil die Miterbin viel verzögert hat und letztendlich alles nur noch über einen Anwalt zu regeln ging und andererseits kann ich aber auch schlecht Backsteine aus dem Haus ziehen und mir in den Bauch legen und/oder sie meinem Vermieter in die Hand drücken. Das scheint alles nicht zu interessieren, denn für die ist das Erbe da und damit auch der Wert.
Das ist es ja, was mir zusätzlich Probleme bereitet, dass mir als Unwissende nichts anderes übrig bleibt, das hinzunehmen und ich alternativ auch keine Stelle weiß, an die ich mich wenden kann, um Hilfe zu bekommen.
Und es bleibt dann auch noch der Punkt, dass ich dann zur Vermittlung stehe. Ich habe Angst davor. Ich bin nicht arbeitsfähig. Ich möchte doch eine Therapie machen, aber eben nicht so, wie es die Rentenversicherung für "besser" für mich hält.
Hier konnte ich mal etwas von dem aus mir herauslassen, was ich woanders nicht kann. Und es ist so bitter, dass ich offensichtlich in aller Öffentlichkeit zusammenbrechen sollte/müsste, damit Menschen wie dieser Gutachter sehen, dass ich ganz weit weg davon bin "fit" zu sein. Ich mein, natürlich bin ich fit. Ich bin nicht dumm und ich würde auch grundsätzlich meinen Alltag auf die Reihe bekommen, wenn ich mal durchatmen könnte. Aber ich bin nicht fit, wenn es darum geht zu leben. Derzeit existiere ich doch einfach nur noch. Wenn mir jetzt aber auch noch die finanziellen Mittel gestrichen werden... ich bin am Ende!

17.12.2018 13:35 • #3


ulysses

Dass das jobcenter sich mit der Zahlung schwer tut glaube ich ja. Ich glaube aber auch dass sie dir die Leistungen nicht verwehren dürfen. Ich schicke dir mal eine PN, wenns recht ist ..

17.12.2018 13:44 • #4


Ex-Mitglied

Kennst du den Sozialverband?
Das wäre auch eine Möglichkeit - die sind nicht so teuer und regeln viele Sachen für einen, wenn es nötig ist.

17.12.2018 13:46 • #5


Angel2

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Hallo Ani 84
Ich habe deinen Beitrag heute
Erst gelesen.
Ich bin von Jobcenter aufgefordert worden, Rente zu
Beantragen. Das ist auch nicht
Weiter schlimm.
Da ich im April 2017 einen
Unfall hatte, wurde mir geraten
Hilfsmittel über die Pflegekasse
Zu beantragen. Daraufhin
Dann wurde ich zu Hause begutachtet. Es war eine relativ
Freundliche Frau. Nur was mich
Sehr gestört hat, meine Söhne
Waren dabei.,aber diese Gutachterin ignorierte mich
Fast völlig. Sie sprach über mich
Nicht mit mir, ich hab ihr gesagt
Das sie sich ruhig an mich wenden könnte, ich wußte ja
Auch um was es ging. Das war
Ihr dann doch peinlich.
Ich sagte ihr dann noch das
Ich nicht Dementi bin, und noch im vollbesitz meiner geistigen
Kräfte. Etwas später fing sie an
Mir ein schlechtes Gewissen
Einzureden. Ich wäre ja erst 65
Das ist kein Alter um nicht mehr zu versuchen noch etwas zu
Arbeiten. Ob ich gar nicht an
Meine Soehne denk die wollen
Bestimmt mal was anderes machen, als mich immer zu
Pflegen. In diesem Jahr kam wieder eine Pflegerin vom
Vom Pflegedienst um zu sehen
Ob mein Sohn alles richtig macht.
Das ist ja auch in ok. Aber dann
Fing auch sie an, mich zu ignorieren, und sie nur mit meinen Sohn sprach, und ich eine Frage hatte, die sie meinen
Sohn über mich stellte die ich
Nicht verstanden hatte, sagte
Mir ich könnte ja hinterher
Meinen Sohn fragen. Da hab
Ich ihr freundlich aber bestimmt
Meine Meinung gesagt. Aber
Daran habe ich gemerkt das
Die Gutachter uns gar nicht
Richtig ernst nehmen.
Und die wollte auch das ich
In eine Tagesklink gehe. Und da ich da dasselbe Problem hab wie du habe ich das gleich vo
Vornherein abgelehnt.
Aber die war zum Glück
Nicht meine Gutachterin.
Ich werde in den nächsten 8
Wochen wieder richtig begutachtet.
Da bin gespannt was da so rauskommt

25.12.2018 23:23 • #6


Acon

Acon

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Hallo Anni84,

Erst mal Danke, dass Du Dich in Deinem Beitrag so geöffnet hast. Das Jobcenter ist für Dich zuständig, wenn Du keine Einkünfte hast. Du hast Anspruch auf ALG II, denn Du hast noch kein Erbe erhalten. Die Aussicht auf eine Erbschaft rechtfertigt nicht die Leistungsverweigerung. Solltest Du einen entsprechenden Ablehnungsbescheid erhalten, dann lege innerhalb eines Monats schriftlichen Widerspruch ein. Es kann passieren, dass das JC Dir die Leistungen nur mit einer Abtretung gewährt. Das bedeutet, dass das JC vor Auszahlung des Erbes erst ihre erbrachten Leistungen beansprucht und dann erst erhältst Du den Rest Deines Erbteils. Dann wird man Dir vorrechnen, wie lange Du damit auszukommen hast. Beantrage bei Deiner/m Vermittler/in wegen Deinem gesundheitlichen Problemen eine Begutachtung durch den Arbeitsmedizinischen Dienst. Schon im Antrag wird nach Deinen Einschränkungen gefragt. Mir ist es auch nicht leicht gefallen diesen Fragebogen auszufüllen. Bitte beschönige nichts schreib es auf. Sollte der AMD keine Vermittlungsfähigkeit feststellen, dann darfst Du auch nicht vermittelt werden.
Bitte gib nicht auf, Du schaffst das, denn Du bist stark, denn Dein Leben hat Dich stark werden lassen.
Viel Kraft auf Deinen Weg wünscht Dir
Andrea

30.12.2018 04:22 • #7




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