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Ein neuer Rückschlag

Christian03

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Hey Leute,
eben habe ich die Nachricht bekommen, dass meine Oma nun auch verstorben ist. Da sie seit ca 2 Jahren im Altersheim ist, und die Ärzte es auch vorrausgesagt haben, ist es ein wenig zu erwarten gewesen. Da ich bei meinen Großeltern aufgewachsen bin, trifft mich ihr verlust sehr. Vor nichtmal 3 Monaten, ist mein Opa gestorben und vor fast einem Jahr meine Mutter.
All diese Ereignisse haben dazu beigetragen, dass ich mich im Inneren sehr sehr oft tot fühle. Ich würde so gerne Weinen und alles raus lassen, aber es geht nicht.
Ich habe im März angefangen Sport zu machen und bin schon von 115 auf 110 kg runter und wurde auch besser im Sport, aber seit 2 Wochen habe ich fast keinen Sport mehr gemacht, weil ich keine Motivation mehr finde. Ich bin dafür immer mit einem Freund in den Park gegangen, aber der lässt mich auch immer wieder hängen. Ich bekomme immer wieder diesen drang dazu zu viel ungesund zu essen, Alk. zu trinken oder einen durch zu ziehen.
Immer wieder Stelle ich mir die Frage, wie soll das so weiter gehen?
Das Haus von meinen Großeltern wird verkauft, ich sorge mich die ganze Zeit, was aus meinem geistig zurückgebliebenen Bruder wird und fühle mich einsamer als je Mals zuvor.
Was soll ich nur tun?

21.05.2021 22:34 • x 2 #1


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Juju

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Lieber Christian,
das ist wirklich viel auf einmal.

Zunächst mein herzlichstes Beileid an Dich.

Lebt denn Dein Vater noch? Hast Du sonst noch Geschwister, außer Deinem Bruder? Tante oder Onkel? Geschwister Deiner Eltern?
Ich selbst bin auch alleine, bei mir lebt leider auch kein Eltern oder Großelternteil mehr.
Ich würde Dir empfehlen erst einmal Deine Trauer zuzulassen.
Vielleicht mal zu Deinem Hausarzt zu gehen, mit ihm zu sprechen, Dir Hilfe holen.
Vielleicht eine Therapie machen und natürlich auch hier weiterhin Deine Gedanken und Nöte aufzuschreiben.
Ich bin mir sicher, dass Du Unterstützung finden wirst und alles für Dich gut werden wird.
Ich wünsche es Dir jedenfalls sehr.
LG, Juju

22.05.2021 06:44 • x 3 #2



Hallo Christian03,

Ein neuer Rückschlag

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Christian03

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Danke @Juju für deine Antwort.

Ich lebe derzeit bei meinem Vater, aber meine Eltern waren beide Einzelkinder. Lediglich zu dem Bruder meines Opas und seinem Sohn (Großonkel und onkel) habe ich durch diese Vorfälle ein wenig Kontakt. Außerdem habe ich noch einen, ich glaube 10 Jahre alten Bruder. Dieser lebt aber bei einer Pflegefamilie und ich habe eigentlich keinen Kontakt zu ihm. Ich bin derzeit 18 und mein Großer Bruder (20 Jahre, mit der Behinderung) wohnt noch in dem Haus. Mein Opa hat sich bis zum Schluss um ihn gekümmert. Er hat zwar eine Ausbildung bereits abgeschlossen und arbeitet als Lagerarbeiter, aber ich glaube nicht, dass er wirklich gut zurecht kommen wird alleine zu wohnen. Er isst nur fertig Produkte, kann nicht mit Geld umgehen und ist sehr leicht zu beeinflussen. In einer Wohngruppe oder so möchte er aber auch nicht wohnen.

Das komische ist, dass ich gestern Abend so verzweifelt war, dass ich nicht weiter wusste. Ich bin fast durchgedreht aber heute morgen, war alles wie weggeblasen. Es hat für mich ein ganz normaler Tag begonnen. Zwar ein wenig trauriger als sonnst aber die ganzen Emotionen von gestern sind fast alle weg, was mir ein wenig Angst macht.

22.05.2021 13:39 • #3


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Juju

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Das braucht Dir keine Angst zu machen.
Hoch und Tiefs gibt es ja.
Gut, dann bist Du ja nicht alleine und Dein Vater wird Dich sicherlich auch ein Auge auf Deinen Bruder haben.

22.05.2021 14:17 • #4

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