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Die komische Tante und der Kinderwunsch

Pfeffani

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Hi ihr Lieben,
das ist mein erster Beitrag und ich bin noch ziemlich neu hier. In meinem Umfeld habe ich ein paar Freunde mit der gleichen Diagnose: Persönlichkeitsstörung, aber -haha- ich traue mich nicht so recht, mich dort auszutauschen. Meine Diagnose habe ich vor einem guten Jahr bekommen (jetzt fast 2 Jahre Verhaltenstherapie). Ich weiss, man unterscheidet nicht mehr, solang es kein Borderline ist, aber damals war es noch ein Mix aus paranoider und ängstlich-vermeidender. Ich bin 35, seit 6 Jahren verheiratet (auch nur, weil mein Partner so stur ist und sich zumindest bis jetzt noch nicht hat davon jagen lassen) und seit 7 Jahren mit Kinderwunsch.

Und das bringt mich zu meiner Frage an euch:

Habt ihr mal über Nachwuchs nachgedacht? Wie geht es denen mit Kindern, könnt ihr eurem Kind gerecht werden?

Ich zweifle mittlerweile extrem daran, ob das eine gute Idee ist, oder am Ende besser für alle, dass es bei uns nicht klappt, denn: ich bin oft einfach mit mir selbst beschäftigt, brauche viel Ruhe, bin Kraft- und antriebslos, aufbrausend und ich mache mir Sorgen, dass ich ungünstiges Verhalten (man vermutet ja auch, dass es zu einem Teil erblich ist) und die krankheit weiter gebe.

Bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Liebe Grüße
Pfeffi

14.10.2022 13:59 • x 1 #1


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missesschmutz

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Ich habe mir damals auch alles mögliche überlegt, aber man weiß ja nie, was kommt und was nicht. Bei mir hat es nicht geklappt mit Nachwuchs, war aber auch bereit, mir Unterstützung zu holen. Da gibt es durchaus Möglichkeiten.

14.10.2022 14:11 • x 1 #2



Hallo Pfeffani,

Die komische Tante und der Kinderwunsch

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Krizzly

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Hallo Pfeffani,

ich verstehe dich gut. Ich bin ebenfalls 35, habe einen Kinderwunsch, bin mir aber überhaupt nicht im Klaren, ob ich gut für ein Kind wäre. Ich habe eine Angststörung und immer wieder Erschöpfungsdepressionen und bin oft schon mit mir selbst ziemlich überfordert. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass mir die Zeit davon läuft, was oft sehr viel Druck auslöst, meine Probleme schnell in den Griff kriegen und bald eine Entscheidung treffen zu müssen. Ich hab leider keine Lösung, aber ich verstehe dein Problem. Falls dir das was hilft

Liebe Grüße
Krizzly

14.10.2022 15:28 • x 4 #3


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aurora333

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liebe @pfeffanie Deine Ambivalenz ein Kind in diese Welt zu setzen, ist mir verständlich. Du musst versuchen ganz in Dich hinein zu fühlen und dann zu hören, zu spüren, was für Dich zutiefst stimmt. Ich weiss nicht. ob ich heutzutage noch ein Kind in diese Welt setzen würde wollen..aber es gibt auch die Ansicht von Martin Luther, der sagt Und wenn die Welt morgen untergeht , pflanze ich heute noch ein Bäumchen...

14.10.2022 16:05 • x 5 #4


Pfeffani

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@Krizzly das hilft ungemein! Finde es immer tröstlich zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht. Und Verständnis tut immer gut

15.10.2022 08:59 • x 1 #5


Pfeffani

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@aurora333 das nehme ich mir zu Herzen.

15.10.2022 09:01 • x 1 #6


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Kintaro-Oe

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Annähernd jeden Tag stelle ich mir die Frage ob ich meiner Tochter gerecht werde oder nicht. Annähernd jeden Tag stelle ich mir die Frage ob ich die Vaterrolle so ausfülle, dass sie keinen Schaden durch meine Erkrankung nimmt. Die ständigen Selbstzweifel scheinen jedoch bei mir dazuzugehören.

Ich muss gestehen, Heute wüsste ich nicht, ob ich nochmal ein Kind in die Welt setzen würde.
Das ist eine so schwierige, so persönliche Entscheidung.

15.10.2022 09:28 • x 3 #7


Pfeffani

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@Kintaro-Oe Wow, das ist nochmal zusätzlicher Druck, den man mit der Erkrankung ja eigentlich gar nicht gebrauchen kann.

15.10.2022 13:27 • #8


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Marylu

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Liebe Pfeffani,
das ist wirklich eine schwierige Frage und ich bin froh, dass ich erst nach der Geburt meiner Tochter krank wurde. Ich kann aber sagen, sie ist das Beste,was es für mich gibt. Gestern ist sie 18 geworden und ich bin wahnsinnig stolz auf sie. In meinen Krankheitsphasen war sie der Grund weiter zu machen und somit meine beste Medizin. Ich habe mich auf Grund meiner Krankheit gegen ein zweites Kind entschieden, bin aber wahnsinnig glücklich mit meiner Tochter. Wichtig ist ein gutes Netzwerk an Leuten, die einen unterstützen, wenn es Mal nicht so gut geht. Ich wünsche allen mit Kinderwunsch eine gute Entscheidung.

15.10.2022 20:45 • x 2 #9



Hallo Pfeffani,

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buddl1

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... zu oder für einem Kind gehören immer zwei,
jedenfalls sehe ich das so und das möglichst ein lebenslang!
so viele Beziehungen schaffen es nicht, es gibt unzählige Gründe die dafür oder eben dagegensprechen.
das trifft ebenso auf den eigenen Kinderwunsch zu.
als Vertreter meiner Art, muss ich gestehen, selbst wenn ich es wollte, ich könnte kein neues Leben allein schenken, nur den kleinen gewissen Anteil.
aber als gleichwertiger Partner an der Seite derjenigen, der dieses Privileg zu Teil wurde,
ein unvergleichbares Erlebnis ist, dieses Leben zu schenken, weiterzugeben, von sich, die Welt zu erklären, Liebe zu geben und zu empfangen und am Ende des eigenen Wege sehen zu können, dass ein gewisser Teil weiter Leben wird, vor allem von sich selbst!
ja, das ist schon sehr egoistisch, zumal die biologische Uhr, ihr Unwesen treibt.
ein Kind bereichert das eigene Leben und schrenkt es auch wiederum ein,
es bleibt nichts wie es war, für die meisten eine Erfüllung.
wenn du dich dafür stark genug fühlst, ist die Frage danach bereits beantwortet, alles Weitere wird sich finden,
solang die Liebe euch zusammenhält,
mehr brauch es nicht.
buddl1,

16.10.2022 08:40 • x 2 #10

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