Diagnose - chronifizierte mittelgradige depressive Episode

manne123

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Hallo, bisher erfolgte eine Arbeitsunfähigkeit mit dem ICD Code G33.1G

Im letzten Bericht an die LaGeSo und Zusatz-PKV steht nun:

Diagnostisch handelt es sich am ehesten um eine chronifizierte mittelgradige depressive
Episode (F32.1). Der Patient ist derzeit noch arbeitsunfähig, die psychische Störung scheint
erheblich chronifiziert, ein Ende der Arbeitsunfähigkeit ist derzeit nicht klar abzusehen, auch
eine Aussage über die letztliehe Prognose ist derzeit noch nicht genau zu treffen.
Sinnvoll wäre noch einmal eine stationär-ambulante intensive psychiatrisch-psychotherapeutische
Betreung über einen längeren Zeitraum...


?? ist das nun gut bezüglich GDB ? Psychotherapie läuft seit Oktober...

28.01.2014 21:06 • #1


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achtsamkeit

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Hallo manne,

was verstehst du denn unter gut? Hoffst du auch Besserung? Oder möchtest du deinen Zustand bestätigt sehen?
Meinem Eindruck nach wird ein stationärer Aufenthalt befürwortet, zB. in einer psychosomatischen Klinik.
Du solltest mit deinem Psychologen darüber sprechen was die Diagnose für dich bedeutet.

Lg Achtsamkeit

29.01.2014 14:41 • #2



Hallo manne123,

Diagnose - chronifizierte mittelgradige depressive Episode

x 3#3


manne123

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Hallo, ich danke dir für die Antwort. Meine Fage ziehlt in verschiedene Richtungen:

a. diese Stellungnahme erfolgte durch den Neurologen - es sind immer kurze Gespäche, max. 5 Minuten - rein - raus. De Arzt macht sich auch keine Notizen, hat aber alle Unterlagen. Und da ich Wortfindungs- und Kommunikationsprobleme habe, Kopien meine Anträge z.B. wegen GDB. Auch erhielt er von meinem Psychologen den Rat, mich längerfristig Arbeitsunfähigkeit zu schreiben. Ich hatte nun einen Antrag auf GDB gestellt - nun der Wechsel von F33.1 G auf F32.1.

Mein Psychologe meinte bei Erstkontakt übrigens F48...

b. Ich habe dann den Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente gestellt - das Feststellungsverfahren beginnt.

c. Wäre das mit der Klinik gleichbedeutend mit REHA - oder sind das zwei verschiedene Paar Schuhe ( REHA hatte ich schon 2011) - und was ist dann mit der laufenden Psychotherapie ?

Danke für den Rat - mit den Psychologen zu spechen...Dienstag wieder.

Gruß
Manne

30.01.2014 11:46 • #3


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achtsamkeit

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Hallo,
also bei mir war es so, dass mit dem Antrag auf Eu Rente zuerst einmal eine 6 Wöchige Reha in einer psychosomatischen Klinik vom medizinischen Dienst gefordert war. Das ging sehr schnell übrigens die Mitteilung wan und wo.
Die ambulante Psychotherapie war davon nicht betroffen, bei Rückkehr konnte ich dort weiter hingehen. Zudem war für mich meine Thera auch wichtige Stütze währende der Reha.
Die Reha in einer psychosomatischen Klinik soll ja die Berusfunfähigkeit, bezw.Berufsfähigkeit feststellen. Neben den diversen Therapiengruppen und Kursen steht am Ende auch das Arbeiten an. Dort wird Belastung etc. beobachtet.
Wenn du schon eine Reha hattest, bist du dann arbeitsfähig entlassen worden? Wenn man als arbeitsunfähig entlassen wird, gibt es keine Reha mehr im Normalfall, weil die Reha soll einen ja schließlich arbeitsfähig machen.

LG Achtsamkeit

31.01.2014 13:28 • #4


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Knoten

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Hallo manne,

du darfst bei all deinen Fragen nie vergessen, dass auch wir hier alle Laien sind und nur aus unserer eigenen Erfahrung sprechen.
Es ist also durchaus möglich, dass es bei dir ganz anders läuft, als bei mir. Meine Erfahrung erhälst du zwischen deinen Absätzen.

Zitat:
a. diese Stellungnahme erfolgte durch den Neurologen - es sind immer kurze Gespäche, max. 5 Minuten - rein - raus. De Arzt macht sich auch keine Notizen, hat aber alle Unterlagen. Und da ich Wortfindungs- und Kommunikationsprobleme habe, Kopien meine Anträge z.B. wegen GDB. Auch erhielt er von meinem Psychologen den Rat, mich längerfristig Arbeitsunfähigkeit zu schreiben. Ich hatte nun einen Antrag auf GDB gestellt - nun der Wechsel von F33.1 G auf F32.1.
Mein Psychologe meinte bei Erstkontakt übrigens F48.

Deine Symptome sind nicht ungewöhnlich bei den Affektiven Störungen. Ich, und einige andere hier im Forum, leben seit Jahren damit.


Ich habe trotz meiner Krankheit, die mich in die Erwerbsunfähigkeit geführt hat, nur einen GDB von 30% erhalten. Andere, hier, haben einen deutlich höheren erhalten. Ich befürchte, dass diese Unterschiede an den jeweiligen Sachbearbeitern liegen.

Albarracin hat sich sehr viel Arbeit damit gemacht, das Wichtigste zu diesem Thema zusammenzutragen. Schau doch bitte in dem Unterforum und dem obersten Beitrag, es werden sich sicher viele deiner Fragen beim lesen von alleine Beantwortet.
schwerbehinderung-betreuung-forum-f64.html

Der Wechsel zwischen den Diagnosen im Bereich der Affektiven Störungen ist nicht soooo unüblich. Wenn du dir die icd-codes genauer anschaust, wirst du feststellen, dass sie die gleiche Krankheit nur auf verschiedenen Ebenen beschreibt. Das der F 48 dabei als erster auftaucht , ist für mich dabei auch nicht abwegig.
Ich glaube du interpretierst in den icd-codes zuviel hinein.
Es macht keinen Sinn sich daran aufzuhängen und einen GDB dabei herauslesen zu wollen. Wenn du wissen willst, warum die Änderung vorgenommen wurde, musst du mit deinem Neurologen und/oder Psychologen darüber sprechen.

Zitat:
b. Ich habe dann den Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente gestellt - das Feststellungsverfahren beginnt.

c. Wäre das mit der Klinik gleichbedeutend mit REHA - oder sind das zwei verschiedene Paar Schuhe ( REHA hatte ich schon 2011) - und was ist dann mit der laufenden Psychotherapie ?


Meine Anmerkung hierzu: Eine Berufsunfähigkeit bedeutet noch lange nicht, dass du Erwerbsunfähig bist. Bei Berufsunfähigkeit wird sicher geprüft, ob du in einem anderen Beruf deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst.
Deine letzte REHA war 2011, also ca 2 Jahre her. In diesen 2 Jahren kann sich bei dir viel getan haben. Es wäre also durchaus möglich, dass hier eine Prüfung deiner Arbeitsfähigkeit ansteht.
Klinik und REHA kann, muss aber nicht das Gleiche bedeuten. Manche sagen ich geh in eine Klinik, obwohl es eine REHA Einrichtung ist. Eine richtige Klinik bedeutet Krankenhaus und man lebt dort auch wie in einem Krankenhaus.
Wenn die Ärzte es für richtig halten und die Aussicht auf einen Erfolg zur Stabilisierung durch eine REHA oder einem Klinik Aufenthalt gut steht, ist es doch positiv, wenn du die Chance zu einer REHA erhälst! Sei glücklich über diese Aussicht!

Auch für diese Fragen gibt es ein Unterforum in dem ebenfalls sehr viel an Informationen zusammengetragen wurde. arbeitsplatz-und-krankheit-forum-f21.html

Konzentriere dich nicht alleine darauf, einen GDB zu erhalten, sondern stecke deine Energie lieber in die Bewältigung der Depression. Ich muss sagen, dass es scheint, dass du sehr viel Energie besitzt!

31.01.2014 14:21 • #5

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