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Der ständige Gedanke einfach wertlos zu sein

chaotine

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Hallo an Alle,

Ich bin seitdem ich denken kann depressiv, bei meiner Familie auch kein Wunder. Psychisch kranke Narzisstin als Mutter die sich als Krankenschwester toll darstellen wollte und prügelnder Alk. als Vater. Ich habe schon früh den Gedanken gehabt: "Es KANN nur an mir liegen"

Mir wurde immer wieder klargemacht: so wie ich bin, bin ich nicht richtig. So wie ich bin, bin ich immer falsch. Meine eigene Mutter hat mir als Kind häufiger gesagt, dass sie von der ständigen Prügel weiß. O-Ton: "Ich weiß ja, dass Papa dich schlägt. Aber er macht das ja nur, weil er sich an mich nicht rantraut. Denn würd er mich schlagen, dann wär ich mit deinen Geschwistern sofort weg"
Ich hab da einfach realisiert, dass ich ihr am Ar. vorbei gehe. Es war nicht so, dass sie mich nicht schützen konnte, sie WOLLTE es einfach nicht.

Ich habe bis heute trotz zahlreicher Therapien, früher genommenen Medikamenten und mehreren Klinikaufenthalten dieses Gefühl selbst wertlos zu sein nie ablegen können.

Momentan schlägt es ganz besonders stark zu. Ich fühle mich wie der letzte Müll. Wie abartiger, widerlicher Dreck der einfach nur in den Schmutz getreten und zurückgelassen gehört. Wie eine Kreatur die kein Glück, keine Zuneigung, keine Liebe verdient.Optisch auch durch massives Übergewicht und eine natürliche, ausgeprägte Hässlichkeit leider auch sehr abartig. Wobei es nicht wirklich ein Gefühl ist, sondern eher das Bewusstsein, DASS ich all das einfach bin.

Ich habe einige Aspekte meiner Erkrankung bereits bekämpfen können, aber das blieb als Kern meines Wesens immer da. Dazu kommen noch ausgeprägte Ängste vor Veränderungen die mich selbst in der schlimmsten sch. noch selbige festhalten lassen. Einfach weils bekannt und damit "sicher" ist.

Ich habe nur eine handvoll Menschen um mich rum und bemühe mich schon, alles was in mir vorgeht von ihnen fernzuhalten. Ich weiß, dass ich anstrengend bin und verstehe selbst nicht, warum sich diese paar Menschen überhaupt mit mir abgeben. Sagt mir irgendwer was Nettes, will ich sofort flüchten und es ist mir unglaublich peinlich. Sagt mir wer was negatives, denke ich sofort: Stimmt und ich habs natürlich verdient und es ist meine Schuld.

Ich krieg das nicht weg. Ich kriegs einfach nicht weg.

Therapien haben mich vieles erkennen lassen, aber das habe ich nie beseitigen können. Anti-Depressiva haben bislang alle bei mir nach kurzer Zeit massive Fressattacken oder Kreislaufbeschwerden ausgelöst und mussten deswegen abgesetzt werden. Ich weiß einfach nicht weiter, will mich aber auch nicht geschlagen geben.

Momentan sitze ich bedingt durch einen Ausfall seit Februar ja zu Hause und hab dazu noch Husten. Macht meine Laune nicht besser.

Hat irgendwer mit so einem Mist Erfahrung?

26.04.2020 23:13 • x 2 #1


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Pilsum

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Hallo Chaotine,

Du beschreibst hier einen sehr, sehr schwierigen Lebensweg.

Zitat:
Mir wurde immer wieder klargemacht: so wie ich bin, bin ich nicht richtig.


Deine Eltern haben Dir damit sehr geschadet. Hast Du noch Kontakt zu ihnen?

Ohne Dich näher zu kennnen, sage ich Dir :
Du bist auf jeden Fall richtig! So, wie Du bist, bist Du in Ordnung.


Zitat:
Therapien haben mich vieles erkennen lassen, aber das habe ich nie beseitigen können.


Das kann ich mir vorstellen. Während den Therapien und auch nach Therapien werden viele
Menschen damit allein gelassen, die gewonnenen Erkenntnisse auch umzusetzen.
Oft fehlt es daran dies immer wieder zu erklären und wenn erforderlich, vor zu machen, also zu zeigen.
Zitat:
Ich krieg das nicht weg. Ich kriegs einfach nicht weg.


Dies ist auch nicht einfach. Du kannst es aber meiner Meinung nach schaffen, nach und nach
daran etwas zu verbessern. Dafür ist es sehr hilfreich, wenn Du Kontakte zu anderen
Menschen hast. Durch solche Kontakte kannst Du Dir lernen, besser zu erkennen,
dass Du eine wertvolle Frau bist.

Zitat:
Ich habe nur eine handvoll Menschen um mich rum und bemühe mich schon, alles was in mir vorgeht von
ihnen fernzuhalten. Ich weiß, dass ich anstrengend bin und verstehe selbst nicht, warum sich diese paar
Menschen überhaupt mit mir abgeben. Sagt mir irgendwer was Nettes, will ich sofort flüchten und es ist
mir unglaublich peinlich. Sagt mir wer was negatives, denke ich sofort: Stimmt und ich habs natürlich
verdient und es ist meine Schuld.


Bei dem, was Du hier schreibst, kannst Du erkennen, womit Du beginnen kannst.
Es ist Deine Denkweise und auch vermutlich teilweise Dein Verhalten, was Du verändern solltest.
Dadurch verbessert sich ganz viel.

Vielleicht kommen wir ja mal ins Gespräch.

Dir wünsche ich einen schönen Tag.

Viele Grüße

Bernhard

27.04.2020 11:27 • x 1 #2


chaotine

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Hallo Pilsum,

vielen Dank für deine Antwort. Ich versuche mal zu antworten solange mein Internet noch geht, die Verbindung ist grad ständig weg^^
Sorry schon mal für den etwas längeren Text.

Zitat:
Deine Eltern haben Dir damit sehr geschadet. Hast Du noch Kontakt zu ihnen?


Ich hatte über mehrere Jahre keinen Kontakt, aber mittlerweile halbwegs wieder. Allerdings wissen sie weder wo genau ich wohne, noch wo ich arbeite und haben auch weder Telefonnummer noch E-Mail von mir. Werden sie auch nicht erhalten, der Kontakt (wenn man ihn den so bezeichnen kann) läuft sehr sporadisch über meine älteren Geschwister. Beide (Bruder und Schwester) sind damit einverstanden und haben diese Vorgehensweise selbst vorgeschlagen. Sie wissen um die Problematik, stehen voll hinter mir und halten auch dicht, d. h. sie verraten meine Kontaktdaten nicht und geben unseren Eltern auch sonst keine Infos über mich.

Wobei im Grunde nicht wirklich ein echter Kontakt besteht. Ich habe meine Eltern mehrere Jahre nicht gesehen, meine Mutter letztes Jahr ein Mal und meinen Vater bislang noch gar nicht. Mir fehlt da auch völlig das Bedürfnis, sie sind kein unmittelbarer Teil meines Lebens und haben weder Rolle noch Einfluss auf mein Jetzt. Nur auf meine Vergangenheit und die quält mich.

Zitat:
Dies ist auch nicht einfach. Du kannst es aber meiner Meinung nach schaffen, nach und nach
daran etwas zu verbessern. Dafür ist es sehr hilfreich, wenn Du Kontakte zu anderen
Menschen hast.


Durch die lange Zeit in der ich schon im Psychiatriesystem bin, habe ich einige Kontakte knüpfen können. Allerdings habe ich mich doch ziemlich anders entwickelt. Einige meines alten Freundeskreises aus der Zeit sind tot, einige völlig abgesackt und der Rest mit ähnlichem Hintergrund wie ich hat sich meist irgendwie in den geschützten Hilfesystemen eingerichtet. Völlig ok, aber für mich ist weder der zweite Arbeitsmarkt, noch Erwerbsunfähigkeit oder nur stundenweiser Zuverdienst was. Dafür bin ich wieder zu ehrgeizig. Ich will noch was erreichen, weiterhin finanziell unabhängig sein, auf meinen eigenen Beinen stehen. Also sind diese Kontakte einfach auseinander gegangen als klar war: alles was verband war die Erkrankung/Einschränkung.

Die Kontakte die ich außerhalb dieser "Szene" habe sind noch spärlich, aber vorhanden.

Es ist auch weniger die Anzahl der Leute sondern eher die Tatsache, dass Gutes, Erfolge und Leistungen einfach keine Kraft haben in meinem Kopf. Komplimente stürzen mich sogar in Panik.
Ich denke immer: " War Zufall, das kann doch jeder, keine große Leistung, das Lob habe ich nicht verdient"

Fehler und Misserfolge hingegen sind immer sofort meine persönliche Schuld und ich "habs verdient und bin einfach dumm und unfähig".

Die dringen durch und bleiben hängen, wohingegen gute Sachen gedämpft empfunden werden, einfach verpuffen und teils sogar aus meinem Gedächtnis gelöscht sind.

Aber wehe ich erinnere mich an einen bestimmten Fehler oder eine dumme Situation. Die habe ich teils Jahrzehnte später noch in allen Einzelheiten im Kopf und durchlebe sogar beim Gedanken daran dieselben Gefühle, als würde es jetzt in diesem Moment passieren.
Da fehlt irgendwie die Dämpfung und das macht alles noch zusätzlich schwer für mich.

29.04.2020 16:30 • x 1 #3


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Pilsum

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Hallo chaotine,

danke für Deine Antwort. Dann hat das mit dem Internet ja doch noch geklappt.
Bei mir läuft das Internet auch deutlich langsamer als sonst. Bestimmt liegt das daran, dass so viele
Menschen zuhause am PC sitzen.

Das Du keinen richtigen Kontakt mehr zu Deinen Eltern hast, finde ich ganz gut. Helfen
würden sie Dir vermutlich eh nicht.
Zitat:
Dafür bin ich wieder zu ehrgeizig. Ich will noch was erreichen, weiterhin finanziell unabhängig sein, auf
meinen eigenen Beinen stehen. Also sind diese Kontakte einfach auseinander gegangen als klar war: alles
was verband war die Erkrankung/Einschränkung.


Das ist toll, wenn Du noch etwas erreichen willst. Viele machen das nicht, jammern aber.
Schade, das eigentlich nur eure Krankheit die Verbindung war.
Zitat:
Die Kontakte die ich außerhalb dieser "Szene" habe sind noch spärlich, aber vorhanden.


Schön wenn Du noch andere Kontakte hast. Kannst Du die mal wieder etwas beleben?
Traust Du Dir das zu?

Zitat:
Es ist auch weniger die Anzahl der Leute sondern eher die Tatsache, dass Gutes, Erfolge und Leistungen
einfach keine Kraft haben in meinem Kopf. Komplimente stürzen mich sogar in Panik.
Ich denke immer: " War Zufall, das kann doch jeder, keine große Leistung, das Lob habe ich nicht verdient"


Das kann ich mir gut vorstellen. Kraft brauchst Du dafür aber nicht. Etwas sollte Dir jedoch klar sein.
Möchtest Du aus Deiner Situation heraus, dann geht das nur, wenn Du in Deiner Denkweise etwas veränderst.
Und jetzt wird es schwierig.
Du hast gesagt:
Zitat:
Dazu kommen noch ausgeprägte Ängste vor Veränderungen die mich selbst in der schlimmsten sch.
noch selbige festhalten lassen. Einfach weils bekannt und damit "sicher" ist.
Ich krieg das nicht weg. Ich kriegs einfach nicht weg.


An dieser Stelle musst Du nun etwas entscheiden.
Was willst Du?
Willst Du Deine alte Denkweise behalten, weil sie Dir sicher scheint, aber nicht gut tut.
Oder willst Du es mal mit einer neuen, veränderten Sichtweise probieren. Eine Sichtweise, die Dich
zufriedener machen wird.
Du kannst das steuern. Es braucht etwas Zeit, bis Du genau weißt, wie das geht.
Zitat:
Aber wehe ich erinnere mich an einen bestimmten Fehler oder eine dumme Situation. Die habe ich teils
Jahrzehnte später noch in allen Einzelheiten im Kopf und durchlebe sogar beim Gedanken daran dieselben
Gefühle, als würde es jetzt in diesem Moment passieren.
Da fehlt irgendwie die Dämpfung und das macht alles noch zusätzlich schwer für mich.


Du beschreibst das sehr anschaulich. Für die Dämpfung Deiner Gefühle und Deiner Erinnerungen bist Du
zu einem geringen Teil vermutlich ein wenig mit verantwortlich. Heute wage ich Dir dies so zu sagen.
Damals als Kind hattest Du vermutlich keine Möglichkeit anders zu reagieren.
Deswegen bist Du als Frau trotzdem immer richtig und wertvoll.
Zufriedener aber wirst Du erst, wenn Du Deine Dämpfung veränderst.

Bist Du dazu bereit etwas zu verändern? Angst brauchst Du davor nicht zu haben.
Als Mensch wird sich für Dich nie etwas verschlechtern. Egal was Du veränderst.
Du bleibst immer die Frau, die Du früher warst und auch heute bist.
Es geht nur um Teile Deiner Denkweise.

Viele Grüße

Bernhard

29.04.2020 17:41 • #4


Julcia

Hallo Chaotine,

ich bin erstmals in diesem Forum. Aus einem eigentlich ganz anderen Grund.

Dann habe ich deinen Beitrag gesehen - und glaube, ein bisschen nachempfinden zu können, welchen Herausforderungen du immer wieder aufs Neue stellst. Du hast deine Situation gut beschrieben. Auf mich machst du den Eindruck, reflektiert zu sein (bitte lass dich nicht abschrecken, falls dir das oder was ich noch schreiben werde zu viel Lob ist. Denn ich meine es viel eher als Feststellung).

Ich kenne deine Gedanke, quasi fast mein ganzes Leben lang. Meine biographischen Verarbeitungen liegen quantitativ weit unter den Verarbeitungen, die noch offen stehen. Das löst mal mehr oder weniger Stress aus, je nachdem wie belastet mein allgemeiner Zustand.

Ich möchte dir Mut zu sprechen, einen Weg der Verarbeitung statt der Vermeidung zu gehen. Das ist anstrengend, erfordert nahezu alle deine Ressourcen und sollte unbedingt in einem professionellen Rahmen seinen Anfang finden.
Selbst bin ich mir dankbar und stolz, immer mehr (z. T. wirklich aus dem Stand heraus) bewältigen zu können. Manchmal ohne dass nicht mal der Ansatz "negativer Selbstbeurteilungen" in meine Gedanken Einzug findet.

Die Sätze, die du nennst, kenne ich eins zu eins. Sie sind jahrelang meine stetiger Begleiter gewesen. Ich kann kaum in Worte fassen, wie viel sich meine Lebensqualität verbessert hat als ich es nach und nach und in mini mini Schritten in den Griff bekam. Das ist auch noch nicht abgeschlossen. Aber ich kann wesentlich besser damit umgehen.

Hier ein paar ganz akutelles Beispiel:
--> 1,5 Jahre gebraucht bis ich mich endlich für ein neues Laptop entschieden habe ("Wie kann man nur so blöd sein, sich nicht entscheiden zu können. Wieso halte ich an meinen Kriterien fest, wenn der Markt dem nicht entsprechen kann? Das ist so oberdumm. Ich bin so unfähig.") Ich war aber nicht unfähig, ich wusste nur genau was ich wollte und mich durch die Suche zur Laptop-Expertin entwickelt. Das "sehe" ich aber nur rational. Das Gefühl von Unfähigkeit bleibt.
Dann kaufe ich mir endlich ein Highend Gerät zu einem Highend Preis, freue mich, dass endlich wieder kratz-freien Ton haben werde, funktionierende Buchsen, Akku, der halbwegs berechenbar ist, mehr als drei Tabs offen und trotzdem stürzt das Laptop nicht ab usw.
Neues Laptop wird geliefert. Dann festgestellt, dass es einen werkseitigen Hardwarefehler hat, Akku defekt.
Es folgte die nächste gedankliche Reaktion ("Wie kann man nur so blöd sein, sich kurz vor Ostern und mit Corona ein Laptop zu bestellen. Jetzt erreiche ich weder Hersteller, noch Händler. Die werden auch völlig unterbesetzt sein. OMG, was für ein Fehler. Was kann ich überhaupt?! Außer wertlos sein.")
Nach Ostern folgte das volle Programm mit Mircosoft Kontakt (deren Support ist echt ein Witz, da rede ich mir mein Versagen nicht ein) und dem Händler. Dieser hat vorbildlich reagiert, aber auch ich war eine vorbildliche Kundin, indem ich alles tat, was die Bearbeitug verkürzt. Ein Austauschgerät frühestens in 6 bis 10 Wochen. Gleiche negativen Gedanken wieder: Wenn ich besser nachgedacht hätte, dann hätte ich nicht bestellt, dann gäbe es jetzt kein Problem = totale Unfähigkeit.
Am Ende wurde mir zwei Wochen nach der Schadensmeldung die bestmöglichste Option angeboten. Das Laptop hat zwei Akkus, nur eines ist defekt. Das ist zum Glück in der Tastatur und die wird mir neu zugeschickt. Ist nächste Woche da. Das war nur möglich, weil ich mich genau über die Konstruktion des Laptops (Convertible) informiert habe.
10 Sekunden später sehe ich, dass das gleiche Modell wieder verfügbar ist und sogar 70 Euro weniger kostet.
Normalerweise hätte ich mir auch wieder, nur wegen 70 Euro, ein Gefühl der Fehlentscheidung zugesprochen, aber das wollte ich nicht.

rot: destruktiv
grün: das ist mir gut gelungen

Weshalb schildere ich das so genau? Ich schließe mich Bernhard an. Es ist das Denkmuster, was bei deiner Lebensgeschichte verständlich ist, das dir zu Schaffen macht.
Es gibt erlernbare Strategien, umzudeuten. So wie du deine Beiträge verfasst hast, hast du auf jeden Fall auch die kognitiven Kapazitäten. Jemand sagte mal zu mir: "Wie wir etwas nennen, hat Auswirkungen darauf, wie wir etwas wahrnehmen". Dies konnte ich oft beobachten. Es ist ein Prozess, den ich in extremen Situation fast schon als Kampf mit mir selbst wahrnehme, aber es lohnt sich. Natürlich wird deine Welt auch danach nicht zum Paradies, aber es ist nicht mehr zeitweise die Hölle.
Dass solche Gedanken eine Hölle im Kopf sind, habe ich erst realisiert, als ich mich lösen konnte.

Gerne würde ich dir mehr Positives schreiben, mehr Stärken, die sich aus deinen Zeilen lesen lassen. Wenn du das möchtest, schreib das bitte einfach.

Achja, das was mir persönlich eher weniger hilft, wenn ich anderen meine negativen Gedanken offenbare (sehr sehr selten) und diese dann einfach sagen: "Ach, das wird schon... kann jedem passieren... Nimm es dir nicht zu Herzen" Ja, stimmt alles. Kommt dann aber nicht bei mir an. Eher hilft mir mit Hilfe von anderen oder auch alleine genau zu schauen, was der Auslöser ist, worauf dieser wieder zurück zu führen ist und mir dann die Frage zu stellen, wie viel Zeit möchte ich mich jetzt dafür investieren mit dem Risiko, mich am Ende wieder niederzumachen, ist es mir wert und komme ich damit weiter.

Zu meinem Laptop Fail ist klar zu sagen: Nicht meine Schuld. Aber es gibt ja noch anderes. Da hilft mir dann reden.

Das ist aber alles nur meine Ansicht und nur meine Erfahrungen nach vielen Jahres der aktiven Auseinandersetzung. Wenn dir etwas von den Ausführungen nicht hilft, einfach streichen. Nimm das, was dir sinnvoll erscheint.

Alles Gute für dich : )

30.04.2020 01:47 • x 1 #5


dumbo

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Hallo Chaotine,

diese Gedankengänge könnten auch von mir kommen.

Lob. Furchtbar. Ich habe mich früher auch drum herum gewunden, gleich für mein Gegenüber die Ausredennmit erfunden, warum das nicht so gut ist, wie er denkt. Für jedes Lob habe ich mich dreimal selber runtergemacht.
Ich bin irgendwann dazu übergegangen, einfach "Danke" zu sagen. Nicht mehr, nicht weniger. Niemand der lobt, will doch damit eine Diskussion lostreten. Und auch, wenn ich das Lob nicht annehme/glaube, ich muss doch seine falsche Meinung nicht korrigieren, ist sein Problem. Das Danke sagen hat mich aber über längere Zeit an den Punkt gebracht, dass ich es doch akzeptieren/annehmen kann.

Leider gilt das Dazulernen auch nur für das Loben.

Wenn etwas gut läuft war es meist Glück. Aber wenn etwas schief läuft, gebe ich sofort mir die Schuld. Beschimpfe mich innerlich oder lauthals fluchend. Der Tag kann 1000 tolle, schöne Sachen mitgebracht haben, dann passiert abends eine winzige schlechte Kleinigkeit und alles ist dahin. Ich bin dahin. Es fällt alles zusammen. Meine Welt bricht auseinander und ich sage mir, wat ja klar, es war wirklich nicht anders zu erwarten, warum probierst du es überhaupt.

Mir wurde es ebenfalls anerzogen. Nicht so krass wie dir, bei mir hat es mehr mit Missachtung und beiläufige Herabwürdigung durch den Vater und überforderter Mutter zu tun (die ebenfalls komplett missachtet wurde). Ich habe alles falsch gemacht und daraus wohl gezogen, dass ich falsch bin. Diese Erkenntnis habe ich, aber kann damit nichts anfangen. Ich komme mir vor, wie ein Lügner, wenn ich versuche es "Schön zu reden".
Ich bin momentan dabei mir Hilfe zu suchen und hoffe sehr, dass ich es eines Tages doch schaffen werde.

Der Therapeut, bei dem ich jetzt war, hat mir gesagt, dass man vieles von Kindheit an aufarbeiten müsste, weil da vieles nicht "gut" gelaufen ist. Witzigerweise hatte ich mir vor dem Erstgespräch ein Buch bestellt (das Kind in uns), weil ich selbst schon mal ein bisschen stöbern wollte, wie ich mir selber helfen kann, da ich ja merke, dass ich manchmal wie ein Kleinkind agiere.

Ich kann dir gar nicht Mit zu sprechen oder viel aufbauendes sagen, eigentlich nur, dass du damit nicht alleine bist und das es andere gibt, die das genauso nervt. Rein von der Logik und der Theorie weiß man es, kann aber trotzdem nicht anders. Aber wie soll man auch etwas, was man über Jahrzehnte gelernt hat, einfach so auslöschen oder gar um 180 Grad drehen können.

Ich versuche momentan mein Denken etwas zu verändern. Wenn mir was runterfällt, mir nicht zu sagen, dass ich doof war, sondern dass der Kulli doof war und ich einfach nur ein wenig ungeschickt und dass das jedem passiert. Manchmal klappt es, wenn ich mich selber runtermache, dass ich mit mir selbst wie mit einem Kind spreche "Nein, dumbo, du bist NICHT dumm, du hast gerade ungeschickt das Glas berührt und dabei ging es zu Bruch, du musst in Zukunft nur ein wenig langsamer machen". Hört sich einfach an, ist es nicht, klappt bei mir momentan vielleicht in 5 % der Fälle. Aber 5 sind schon mal besse4 als nichts.

Gib nicht auf. Versuch deine Denkweise zu zerstören, frag dich, warum du dir wieder die Schuld gibst, ob du sie auch deinen Freunden geben würdest, wenn denen so etwas passieren würde.

Fühl dich gedrückt von jemanden, der dieses Denkmuster leider auch zu genüge kennt. Es ist auf jeden Fall nicht alles deine Schuld und du hast das Lob verdient, was du abbekommst!

26.05.2020 19:47 • #6


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Kate

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Liebe Chaotine,
ich kann Dich auch voll und ganz verstehen. Meine Mutter hatte immer gesagt - Dich kann man gar nicht lieb haben -!

Das ist nur ein was, was damals so passiert ist, aber nicht weniger nachhaltig. Ich fühle mich nicht nur wertlos und bedeutungslos, Ich weiß ich bin es. Anscheinend spielt das für mein Inneres gar keine Rolle, wie oft ich Gegenteiliges höre und mir auch selbst immer wieder sage. Das ist mein Ich was das ausmacht.
Ich habe die Befürchtung, damit muss ich nun immer weiterleben.

Einen großartigen Schritt hast Du schon gemacht, Dich aus destruktiven Bindungen von damals zu lösen. Ein großer Schritt Richtung Heilung.

Ich glaube Du schaffst es. Weil Du es willst. Das ist der nächste große Schritt.

LG Kate

26.05.2020 20:07 • #7


Martl

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Liebe Chaotine, ich habe deinen Beitrag mehrmals gelesen, da es mir selbst oft genauso geht und dies schon über 40 Jahre. Ich bin jetzt 55, und aktuell hab ich wieder das Gefühl wertlos zu sein, nichts zu können und so weiter. Auch ich habe schon mehrere Therapien hinter mir, aber man muss auch ganz ehrlich zu sich sein. Helfen kann man nur sich selbst am besten. Ratschläge einholen finde ich super, glaub an dich selbst, du bist einzigartig, wie jeder von uns. Jeder Mensch hat seine eigenen STÄRKEN aber auch Schwächen. Alles Gute Liebe Grüße

26.05.2020 21:23 • #8


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Pilsum

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Zitat von Kate+:

Das ist nur ein was, was damals so passiert ist, aber nicht weniger nachhaltig. Ich fühle mich nicht nur wertlos und bedeutungslos, Ich weiß ich bin es. Anscheinend spielt das für mein Inneres gar keine Rolle, wie oft ich Gegenteiliges höre und mir auch selbst immer wieder sage. Das ist mein Ich was das ausmacht.
Ich habe die Befürchtung, damit muss ich nun immer weiterleben.


Hallo Kate,

auf keinen Fall musst Du mit der Rolle weiter leben, die man Dir in der Kindheit versucht hat
aufzudrücken.
Kein Mensch ist bedeutungslos. Du also auch nicht.
Besser wird die Situation dann, wenn Du nicht mehr immer das bereits vorgedachte, alte und
verstaubte Falschurteil von früher hervorziehst.
Das kam doch gar nicht von Dir. Diese falsche Bewertung kam doch von anderen.
Was Dich als Frau ausmacht ist nicht das, was bei Dir im Unterbewusstsein gespeichert ist.
Was Dich ausmacht, ist allein das, was Du im Hier und Heute denkst und wie Du Dich
anderen Menschen gegenüber verhältst.
Und da lese ich ständig etwas von einer intelligenten Frau, die sich gern mit anderen in Gesprächen austauscht.

Was ist daran bedeutungslos?
Bitte bleibe so, wie Du bist. So passt es, auch wenn Du mal Fehler machst.
Auch Du darfst wie jeder Mensch Fehler machen. Niemand ist perfekt. Welch ein Glück.

Viele Grüße

Bernhard

26.05.2020 21:40 • x 1 #9


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Pilsum

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Zitat von Martl:
Liebe Chaotine, ich habe deinen Beitrag mehrmals gelesen, da es mir selbst oft genauso geht und dies schon über 40 Jahre. Ich bin jetzt 55, und aktuell hab ich wieder das Gefühl wertlos zu sein, nichts zu können und so weiter. Auch ich habe schon mehrere Therapien hinter mir, aber man muss auch ganz ehrlich zu sich sein. Helfen kann man nur sich selbst am besten. Ratschläge einholen finde ich super, glaub an dich selbst, du bist einzigartig, wie jeder von uns. Jeder Mensch hat seine eigenen STÄRKEN aber auch Schwächen. Alles Gute Liebe Grüße


Hallo Martl,

wie Du Dich fühlst, wenn Dein wertlos-Gefühl aktiv werden will kann ich mir vorstellen.
Warum gelingt es Dir so selten, mit Deinen Gedanken häufiger in das "Hier und Heute" zu kommen?
Weil dort wird es kaum Zweifel und Minderwertigkeitsgefühle geben.

Wo liegen denn Deine persönlichen Stärken? Was machst Du gern, was kannst Du gut?

Viele Grüße

Bernhard

26.05.2020 21:47 • x 1 #10


Martl

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Hallo Bernhard, vielen Dank für deine Rückmeldung. Zu deiner Frage, zu Hier und Jetzt mit den Gedanken...... Leider nicht so leicht, hatte schon immer das Gefühl nichts zu taugen, kommt wahrscheinlich von meiner Erziehung, und jetzt wird mir in der Arbeit klar gemacht, dass ich mit 56 Jahren nicht mehr die Leistung bringe. Auf einen Schlag, sind all die negativen Gedanken wieder da. Ich verlier aber auch immer mehr die Kraft zu kämpfen, die Depression ist einfach stärker als ich.

27.05.2020 21:35 • #11


chaotine

chaotine

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Tja, ich melde mich mal zurück. Ich habe jetzt versucht irgendwie diese Gedanken wegzubekommen, aber es ist leider zwecklos. Mittlerweile schiebe ich alle Menschen soweit wie möglich von mir weg um sie zu schützen. Mit so einem Etwas wie mir sollte man keinen engeren Kontakt haben. Scheint schon bei einigen zu funktionieren. Vielleicht raffen die jetzt, dass man keine Freundschaft zu mir suchen sollte. Ist besser so.

Nach aussen hin funktioniere ich halbwegs. Bin in der Wiedereingliederung, andere Alternative wäre Arbeitslosigkeit und dann könnte ich mir gleich die Kugel geben. Mit ALG 1 kann ich meine Wohnung + (niedrige) Fixkosten nicht finanzieren. Also wieder rein in die verhasste Tretmühle, in den verhassten Job, in der verhassten Firma. Die Kollegen haben sich gefreut, wundert mich immer wieder, aber die kennen mich ja auch nicht gut genug.

Werd wohl zusehen, dass ich innen komplett dichtmache. So wird läuft niemand Gefahr, von so einer anstrengenden und abartig fetten Freaktussi wie mir irgendwie geschädigt zu werden. Und wenns nur die von mir gestohlene Zeit ist. Aber ich kenns halt nicht anders, ich hab immer irgendwie alleine alles mit mir ausmachen müssen. Bleibt dann halt so

13.06.2020 21:41 • #12


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Pilsum

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@chaotine

Hallo Chaotine.

Warum gibst Du Dir so viel Mühe, um Dich von anderen Menschen gefühlsmäßig
fern zu halten? Andere haben doch auch Sorgen und Probleme. Manche haben
ähnliche Probleme wie Du und viele haben andere Probleme.
Warum sollten deshalb Menschen den Kontakt zu anderen Menschen meiden.
Worin liegt da der Sinn?

Viele Grüße

Bernhard

14.06.2020 11:28 • #13


Martl

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Hallo Chaotine,
ich erlebe ähnliches wie Du. Kann deine Gefühle deswegen sehr gut nachvollziehen. Ich Kämpfe auch schon über zehn Jahre damit. Ich brings auch nicht los. Hol mir aber immer Hilfe, wenn ich keine Kraft mehr habe. Nur nicht aufgeben, dass sag ich mir immer wieder. Alles Gute und alles Liebe

14.06.2020 20:11 • #14


chaotine

chaotine

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@Bernhard

Hallo Bernhard,

hauptsächlich weil der engere Kontakt mit mir für andere Menschen schädlich ist. Ich bin anstrengend, sozial inkompetent, lebenslang depressiv und optisch abnorm. Ich kann anderen Menschen nur peinlich sein. Es ist besser, wenn man bei mir einen gewissen Abstand hält, das hab ich mittlerweile erkannt.

@Martl

Hallo Martl,

ich kämpfe damit schon seit fast 40 Jahren, also mein ganzes Leben lang. Das ist so seitdem ich denken kann, ich kenns garnicht anders. Und deswegen, eben weil dieser drecks Mist so tief sitzt, ist der Kampf dagegen mittlerweile unheimlich ermüdend und hoffnungslos..

15.06.2020 20:28 • x 1 #15


Martl

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Hallo Chaotine,
Du hast erwähnt, der Kampf unheimlich ermüdend und hoffnungslos.....
Mir geht's leider den letzten drei Jahre auch immer öfter so. Du bist nicht alleine. Drück Dir fest die Daumen, und wünsche Dir viele freudige Sonnenstrahlen fürs Gemüt.

15.06.2020 21:24 • x 1 #16


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Pilsum

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Zitat von chaotine:

Hallo Bernhard,

hauptsächlich weil der engere Kontakt mit mir für andere Menschen schädlich ist. Ich bin anstrengend,
sozial inkompetent, lebenslang depressiv und optisch abnorm. Ich kann anderen Menschen nur peinlich sein.
Es ist besser, wenn man bei mir einen gewissen Abstand hält, das hab ich mittlerweile erkannt.


Liebe Chaotine,

das mag ja sein, dass Du für andere Menschen anstrengend erscheinst.
Da gibt es aber mindestens zwei Möglichkeiten.

Zum einen, können sich Menschen ein wenig von Dir fern halten.
Die deutlich bessere Möglichkeit jedoch ist die, dass Du Dich anderen gegenüber nicht mehr
so anstrengend verhältst.
Was hindert Dich, zu lernen, wie Du mit anderen Menschen eine angenehme und
respektvolle Gesprächsebene finden kannst?

Wie kommst Du darauf, Du kannst anderen nur peinlich sein? Das kann ich kaum verstehen.

15.06.2020 23:54 • #17


Plexiglas

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Hallo chaotine,

ich kenne das Komplimente nicht annehmen zu können, sich nicht mehr verändern zu wollen, wusste bislang aber noch nicht das es mit Sicherheit zu tun hat, danke dafür.

In erster Sache hat mir mal geholfen das mir mal jemand sagte wenn ich das weiter so mache wird bald niemand mehr was nettes sagen, seitdem versuche ich nicht gleich mit den Worten das stimmt doch gar nicht zu kommentieren.
Du beschreibst es ganz gut das es Flucht und Scham auslöst. Dabei ist eine gesunde Reaktion wohl Freude und Selbstwert. Genau das was fehlt. Ich bin grad schon wieder am grübeln was ich positives über mich auszusprechen hätte. Fällt mir wie immer nichts ein wo ich 100 Prozent hinter mir stehe.

Was macht denn für Dich den Wert eines Menschen aus? hübsch u schlank?

Veränderung da läuft es ähnlich. Ich weiß ich sollte ....verändern aber schieb es ....weil ich Angst vorm Neuen und unbekanntem Negativen hab.

Tja, mit Arbeit ablenken geht nicht immer.

Sei herzlich gerüßt



Zitat von chaotine:
Hallo an Alle,

Ich bin seitdem ich denken kann depressiv, bei meiner Familie auch kein Wunder. Psychisch kranke Narzisstin als Mutter die sich als Krankenschwester toll darstellen wollte und prügelnder Alk. als Vater. Ich habe schon früh den Gedanken gehabt: "Es KANN nur an mir liegen"

Mir wurde immer wieder klargemacht: so wie ich bin, bin ich nicht richtig. So wie ich bin, bin ich immer falsch. Meine eigene Mutter hat mir als Kind häufiger gesagt, dass sie von der ständigen Prügel weiß. O-Ton: "Ich weiß ja, dass Papa dich schlägt. Aber er macht das ja nur, weil er sich an mich nicht rantraut. Denn würd er mich schlagen, dann wär ich mit deinen Geschwistern sofort weg"
Ich hab da einfach realisiert, dass ich ihr am Ar. vorbei gehe. Es war nicht so, dass sie mich nicht schützen konnte, sie WOLLTE es einfach nicht.

Ich habe bis heute trotz zahlreicher Therapien, früher genommenen Medikamenten und mehreren Klinikaufenthalten dieses Gefühl selbst wertlos zu sein nie ablegen können.

Momentan schlägt es ganz besonders stark zu. Ich fühle mich wie der letzte Müll. Wie abartiger, widerlicher Dreck der einfach nur in den Schmutz getreten und zurückgelassen gehört. Wie eine Kreatur die kein Glück, keine Zuneigung, keine Liebe verdient.Optisch auch durch massives Übergewicht und eine natürliche, ausgeprägte Hässlichkeit leider auch sehr abartig. Wobei es nicht wirklich ein Gefühl ist, sondern eher das Bewusstsein, DASS ich all das einfach bin.

Ich habe einige Aspekte meiner Erkrankung bereits bekämpfen können, aber das blieb als Kern meines Wesens immer da. Dazu kommen noch ausgeprägte Ängste vor Veränderungen die mich selbst in der schlimmsten sch. noch selbige festhalten lassen. Einfach weils bekannt und damit "sicher" ist.

Ich habe nur eine handvoll Menschen um mich rum und bemühe mich schon, alles was in mir vorgeht von ihnen fernzuhalten. Ich weiß, dass ich anstrengend bin und verstehe selbst nicht, warum sich diese paar Menschen überhaupt mit mir abgeben. Sagt mir irgendwer was Nettes, will ich sofort flüchten und es ist mir unglaublich peinlich. Sagt mir wer was negatives, denke ich sofort: Stimmt und ich habs natürlich verdient und es ist meine Schuld.

Ich krieg das nicht weg. Ich kriegs einfach nicht weg.

Therapien haben mich vieles erkennen lassen, aber das habe ich nie beseitigen können. Anti-Depressiva haben bislang alle bei mir nach kurzer Zeit massive Fressattacken oder Kreislaufbeschwerden ausgelöst und mussten deswegen abgesetzt werden. Ich weiß einfach nicht weiter, will mich aber auch nicht geschlagen geben.

Momentan sitze ich bedingt durch einen Ausfall seit Februar ja zu Hause und hab dazu noch Husten. Macht meine Laune nicht besser.

Hat irgendwer mit so einem Mist Erfahrung?

16.06.2020 09:04 • x 1 #18

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