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Der innere Kritiker & Co

Lilly-18
Ich bin so froh, dass ich dieses Forum gefunden habe, weil es mir immer wieder aus der Seele spricht. Ich kenne auch die Situationen, wo ich vor Scham, dass ich etwas falsch gemacht habe, feuerrot werde und innerlich koche.
Und warum loben Chefs nicht mehr? Lob ist doch etwas, das einen antreibt. Ich mache erst Fehler, wenn ich unter Druck stehe. Das ist doch total kontraproduktiv. Verrückte Welt!
Es beruhigt mich sehr, dass ich hier Menschen gefunden habe, die genau wie ich jeden Tag unter der eigenen Unzulänglichkeit leiden und der Kälte, die heutzutage in der Gesellschaft vorherrscht. Bisher dachte ich dass nur ich so schräg drauf bin .
Patentrezepte dagegen gibt es wahrscheinlich nicht. Eure Tipps sind gut. Aber allein schon die Vorstellung, dass es sehr vielen so geht finde ich tröstlich.
Liebe dreamcatcher, deine Themen finde ich immer sehr gut. Das wollte ich einfach mal sagen. Und treffen viele Dinge im Kern. Wichtig ist, glaube ich, dass man auch erkennt, dass etwas falsch läuft. Und dann erinnert man sich vielleicht auch in der Situation selbst, dass man da ja schon mal was gehört hat, was man machen kann um sich wieder zu erden.
Ich hatte oft gar nicht das Bewusstsein, dass die Situation eigentlich falsch ist und nicht ich. Womit wir wieder beim Thema Selbstliebe sind. Ich bin auch jemand, der sofort alles auf sich bezieht und wenn irgendwas falsch gelaufen ist sofort den Fehler bei sich sucht. Mann, ist das anstrengend .

18.05.2019 07:58 • x 2 #16


Resi
Zitat von Dreamcatcher:
Ich war schon in einigen Abteilungen und bei vielen Firmen, aber diese Menschen trifft man überall;-)

Ganz genau, die gibt es überall, wie ich auch schon feststellen durfte, meine Thera nennt diese Menschen oder Kollegen meine "Aufgabe im Leben"

Dreamcatcher, mir wurde gestern auch was vorgeworfen, da hatte ich -vielleicht- einen Fehler gemacht.
Kein Ding, da hab ich mich entschuldigt und dann hab ich die Sache "weggelegt", weil ich weiß, daß ich ansonsten gut arbeite.
Ich weiß, daß es der Kollegin eine Art Genugtuung war, aber das ist ihre Sache- wenn sie es "braucht".
Ich sehe auch, daß andere Fehler machen, auch meine Vorgesetzten und weil ich das weiß, kann ich da auch "milder" sein, auch und vor allem mit mir.
Ich muß (nicht mehr) perfekt sein, 98 % reichen auch.

Mein persönlicher innerer Kritiker ist der "Miesmacher", der noch vor allen anderen steht
Wenn ich etwas Schönes erlebe, erhebt er sein häßliches, mächtiges Haupt und stellt das Schöne in den Schatten und zerstört es.
Dem seine Macht zu nehmen ist oft schwierig, weil es den Schatten ja auch gibt.

Kleines Beispiel:
Ich freue mich über blühende Wiesen, auf denen ich ein paar Gänse sehe und eine Katze.
Sofort sehe ich die Katze vor meinem inneren Auge, überfahren, die Gänse geschlachtet, die Wiese abgemäht.

Ja, kann passieren.
Katzen in Freiheit werden überfahren, Gänse werden geschlachtet, Wiesen gemäht.
Aber im MOMENT ist es ein Idyll, das mir gut tut, das ich genieße, und hier muß und darf ich dem "Miesmacher" die Munition nehmen, die er immer wieder auf mich abfeuert.

Schwierig, schwierig.

18.05.2019 08:59 • x 4 #17


@lilly: Ja, das Forum ist hier echt sehr hilfreich.
Das ist ein geschützter Raum
Freut mich, dass dir mein Beitrag hilft.

LG Dreamcatcher

18.05.2019 13:46 • #18


@resi: Die Aufgabe im Leben;-)
Oder auch Ar. Engel.
Kennt ihr Ar. Engel?
Die triggern Punkte in uns und diese Menschen stellen uns vor Herausforderungen.
Sie spiegeln viele Teile, die in uns auch vorkommen wieder.
Hier können wir immer wieder an uns und der Situation arbeiten.
Eigentlich sollten wir dankbar für diese Menschen mit toxischem Verhalten sein.
Sie geben uns die Chance weiter zu entwickeln!
Ich versuche auch an meiner Einstellung zu arbeiten.
Es fällt mir wirklich schwer!
Übung macht den Meister.
Nur Frieden und Harmonie sind langweilig.
Ich versuche auch zu lernen, mich so zu akzeptieren wie ich bin. Auch gerade in dem Moment oder Situation abhängig.
Ja, Lilly, die Situation ist falsch, nicht wir als Person!
Genau, da musste ich auch erst einmal hinkommen:-)
Das trifft es auf den Punkt.

LG Dreamcatcher

18.05.2019 13:55 • x 1 #19


Ja, Resi, das hätte ich fast vergessen:
Diese Horrorszenarien, die man sich in Gedanken ausmalt, ohja:-(
Das was du beschreibst, so fühlt sich das auch bei mir an, eine schöne Weide mit Schafen. Oh die werden bald geschlachtet.
Oh, eine Katze an der Straße hoffentlich wird sie nicht überfahren usw.
Bescheuert eigentlich?
Bei mir ist es allerdings schon besser geworden.
In meinen schlimmen Tiefs hing ich da voll drin;-)

LG Dreamcatcher

18.05.2019 14:00 • x 1 #20


Jedi
Hallo Zusammen !

Zitat von Dreamcatcher:
Bescheuert eigentlich?

was soll daran bescheuert sein ?
frage dich doch einmal, was hinter deinem denken stecken könnte, dass, hoffentlich die katze nicht überfahren wird oder
die schafe, die bald geschlachtet werden ?
was könntest du dir denken, was da in dir angesprochen wird ?

unsere gedanken haben immer einen ursprung u. der ursprung heißt für mich, Erfahrung, die wir machen !
wir machen sehr viele erfahrungen in unserem leben.
manche berühren uns, manche lassen uns kalt (bspl. wenn ich gegen massentierhaltung bin u. esse regelmäßig fleisch aus dem supermarkt), manche lassen uns wachsen, andere versteinern unsere seele, uvm.

noch ein bspl. wir schauen uns einen gruselfilm an u. wenn wir zu bett gehen, lassen wir das licht an. Warum plötzlich ?
jedes geräusch, nehmen wir mit unterschiedlichsten reaktionen wahr.
wir kennen doch unsere wohnung, wir kennen doch die geräusche aus unserer wohnung, die wir sonst schon gar nicht mehr wahrnehmen.
aber nach dem film, scheint sich etwas in uns verändert zu haben ?

dein denken u. das was Resi beschrieben hat, ist alles andere, nur nicht bescheuert !

LG Jedi

18.05.2019 18:41 • x 1 #21




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